Aber dort steht doch auch:
"Das Problem: FIP kann NUR beim toten Tier eindeutig diagnostiziert werden. Die Histopathologie ist die einzige ohne Einschränkung anerkannte Methode zur Diagnosesicherung. Einige hinweisende tests im Vorfeld sind (alle einzeln nicht aussagekraeftig, gemeinsam zeigen sie nur die Warscheinlichkeit auf)"
So ist es mir eben auch bekannt und auch in der Abhandlung der TK Gießen die dort verlinkt ist, konnte ich unter Diagnostik auch nichts mit 100 % entdecken.
Ich habe damals natürlich auch sämtliche Tests machen lassen und auch das Punktat und weitere Proben in ein Speziallabor noch zusätzlich einschicken lassen, weil ich mir erst ganz sicher sein wollte, bevor ich ihn einschläfern lasse. Er hatte die nasse Fip in einer sehr aggressiven Form und musste während auf die Testergebnisse gewartet wurde, jeden zweiten Tag punktiert werden, weil leider die Entwässerungsmittel keinerlei Wirkung zeigten, auch nicht bei dreifacher Dosierung und er innerhalb kürzester Zeit soviel Wasser im Bauch hatte, dass er kaum noch atmen konnte.
Einen 100 %-igen Test wird man in der Human- ebenso wie in der Veterinärmedizin kaum finden. Da ist 89 % schon ein enorm hoher Wert, der gerade bei der Diagnose zu FIP ein wenig Sicherheit bietet. Und es ist richtig, dass zur Diagnose von FIP mehrere "typische" Faktoren zusammenkommen müssen, um eine halbwegs sichere Aussage darüber treffen zu können, ob ein Tier an FIP erkrankt ist. Und genau das macht diese Diagnose so schwer. Denn viele TÄ gehen nach klassischem Muster vor und lassen Krankheiten, die ähnliche Symptome machen, oftmals beiseite. Ich möchte nicht wissen wieviele Fellies schon ihr Leben hergeben mussten weil eine falsche Diagnose auf FIP vorlag.
Der Corona-Virus ist ein sehr resistenter Virus, der sich mind. 1/2 Jahr lang hält. Unter günstigen Bedingungen noch länger. Auch führt nicht dieser an sich ja nicht zur Erkranung. Das macht der mutierte Corona-Virus. Und das kann enorm schnell gehen. Stress, Angst, Hunger, Krankheit, alle Dinge eben, die sich auf das Immunsystem der Katze auswirken können, können das bewirken.
Also kann man davon ausgehen, dass in diesem Fall der 2 Kater sehr wohl Corona-Viren in sich trägt. Nun sollte man tunlichst dieses Tier testen bevor ein Jungtier hinzugeholt wird. Selbst die UNI Gießen plädiert dafür Corona-positive von C-negativen zu trennen. Gerade Kitten sind hochgradig gefährdet, dass der C-Virus mutiert, da sie verschiedene Entwiclungsstadien durchlaufen, in denen das Immunsystem mal stärker und mal schwächer ist. Und gerade diese schwächeren Phasen sind gefährlich.
Vielleicht noch eine Anmerkung. Die Behandlung von Tieren die FIP haben mit Immunstärkenden Mitteln ist nicht zu verantworten. Noch nicht einmal mit homöophatischen Immunstärkern. Grund: Ausschließlich der Corona-Virus wird mit diesen Mitteln versorgt, was für eine blitzschnelle Vermehrung des C-Virus sorgt.
Wir können der TE nur raten sich noch einmal lange und gründlich mit Ihrem TA darüber zu unterhalten. Wir sind uns ziemlich sicher, dass er das gleiche sagen wird.