Unseriöser "Züchter" - Was tun?

Diskutiere Unseriöser "Züchter" - Was tun? im Hundehütte Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo zusammen, ich brauche mal dringend euren Rat. Meine Nachbarn haben einen Boxer. Eine Hündin aus schlechter und demnach unseriöser Zucht...
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  • Unseriöser "Züchter" - Was tun? Beitrag #1
Bella88

Bella88

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Hallo zusammen,

ich brauche mal dringend euren Rat.

Meine Nachbarn haben einen Boxer. Eine Hündin aus schlechter und demnach unseriöser Zucht mit kranken Tieren. Soweit so schlimm. Aber ich komme natürlich erst zum Problem.

Diese Hündin hat laut Aussage von den Besitzern selbst, Probleme mit der Bauchspeicheldrüse, bekommt aber kein Spezialfutter, stattdessen etwas selbstverordnetes der Besitzerin aus dem Internet. Irgendetwas homöopathisches. Der Hund liegt teilweise die ganze Nacht draußen im Garten (das höre ich weil ich die Fenster auf habe und er Hund bei jeder Kleinigkeit draußen bellt), übergibt sich die ganze Zeit und liegt auf den kalten Steinen (wegen der Schmerzen?). Das passiert auch alles laut Aussage der Besitzer.

Einmal haben sie sie schon decken lassen. Acht Welpen mussten laut ihrer Aussage direkt eingeschläfert werden weil sie verkrüppelte Pfoten und Hasenscharten hatten. Ein Welpe war "gesund", zumindest augenscheinlich und der wurde vermittelt. Nun will sie sie aber wieder decken lassen. Das gleiche Drama gibt es bei dem "Züchter" von denen sie sie haben auch. Der hat gerade erst wieder einen kompletten Wurf laut eigener Aussage einschläfern lassen müssen. Bekannte hatten auch von dem einen Boxer, die hatte Nierenprobleme, so wie raus kam eines seiner Zuchttiere auch.

Wie kann ich das verhindern? Kann ich das überhaupt?

Es läuft über den Boxerverband in München.

Der "Züchter" ist mir auch bekannt. Der züchtet unter anderem mit Nierenkrankentieren (seine eigene Aussage, das die eine Hündin auf jeden Fall krank ist) und sonst ist die Zucht an sich auch nicht rosig. Die Hündinnen werden solange belegt, bis deren Körper streikt. Mir wurde mal gesagt, dass man es bis maximal zum 6. Lebensjahr machen sollte. Er geht weit darüber hinaus.

Nun, was kann ich also machen? Das geht doch alles so nicht. Nur beweisen kann ich leider nichts, es sind alles nur mündlich Aussagen. Aber es gibt Zeugen, die es ebenfalls persönlich gehört haben.

Kann ich nun einfach beim Vet-Amt anrufen und denen schildern? Bringt das so überhaupt was ohne handfeste Beweise?

verzweifelte Grüße

Bella
 
  • Unseriöser "Züchter" - Was tun? Beitrag #2
Den Versuch das dem Vetamt zu schildern solltest du auf alle Fälle machen.

Mehr als sagen - sie können nicht handeln - kann dir nicht passieren.
 
  • Unseriöser "Züchter" - Was tun? Beitrag #3
Ja, das stimmt wohl. Das macht mich alles so wahnsinnig. Alles reden, aufklären mit Büchern oder was man sonst noch versucht scheitert, weil sie eh alles besser weiß.

Aber sagt mal:

Muss das nicht alles beim Verein eingetragen werden? Sprich wenn eine Hündin aus dem Verein belegt wird und denn die Welpen alle krank waren usw?
 
  • Unseriöser "Züchter" - Was tun? Beitrag #4
Ich gehe davon aus. Zumindest bei den Züchtern, die ich kenne ist das so....
Jeder Deckakt muss eingetragen werden. Jeder geborene Welpen wird notiert - dabei festgehalten ob tot oder lebend.
Auch sichtbare Krankheiten (Verkrüppelungen) müssen aufgeschrieben und von einem TA bestätigt werden.
 
  • Unseriöser "Züchter" - Was tun? Beitrag #5
Muss das nicht alles beim Verein eingetragen werden? Sprich wenn eine Hündin aus dem Verein belegt wird und denn die Welpen alle krank waren usw?
Was MUSS und was auch passiert sind zwei paar Schuh ;).
Kranke Welpen werden nicht unbedingt vermerkt, zumindest nicht, wenn sie gleich eingeschläfert werden (der Verband erfährt nicht immer von Deckakten bzw. Welpen, wenn eben keine Papiere beantragt werden).
Bei unserem Hovi ist es so, dass es ein Buch über alle Hovis gibt, wo dann auch Erkrankungen eingetragen werden.
Aber: Das Eintragen von vermutlich erblichen Erkrankungen (wie einem Nierenschaden) ist freiwillig. Lediglich der HD-Status wird pflichtmäßig eingetragen.
Leider nehmen es da auch nicht immer alle so genau bzw. gehen zum TA ihres Vertrauens :roll:.
Es sind nicht alle so, aber diese "Züchter" haben sicher einen TA, der hinter ihnen steht oder zumindest den Mund hält, sonst wäre das kaum so machbar.

Auf jeden Fall würde ich dem VA bescheid geben. Das kannst du sogar anonym tun, du musst nur beim Amt direkt deine Aussage aufnehmen lassen und alles an Beweisen vorlegen, was du hast.

Liebe Grüße und viel Glück in der Sache!
 
  • Unseriöser "Züchter" - Was tun? Beitrag #6
Aber wenn das gemacht werden muss, verstehe ich nicht, warum sie sie wenn sie es nun noch will, decken lassen könnte?! Das müsste ihr doch vom Verein her verboten werden oder sehe ich das falsch? Korrigiere mich wenn ich falsch liege, ich habe keine Ahnung. Nur so hätte ich es mir gedacht. Zumal der Hund eben vom Tierarzt bestätigt Bauchspeicheldrüsen krank ist und man eh nicht mit ihr züchten darf.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Das Problem liegt ja hier an den Beweisen. Es gibt mündliche Aussagen. Entweder von meinen Nachbarn, dem Züchter oder den Haltern eines anderen Boxers aus der Zucht (meinen Bekannten) dessen Hund aufgrund der Nierenschädigung auch eingeschläfert werden musste.

Klar, wenn keiner weiß das es da Nachwuchs gab und eben nichts eingetragen worden ist, woher sollen sie es dann wissen...

Das sowas wie Nierenkrankheiten nicht eingetragen werden müssen, finde ich nicht richtig. Man sieht ja, wo das enden kann. Aber das lässt sich ja nun leider nicht ändern.

Deren TA kenne ich auch namentlich, die Frage ist nur ob mir das irgendwas bringt. Wahrscheinlich eher nicht.

Ach man, das wurmt mich, dass es da solche Schlupflöcher gibt.

Aber anrufen tue ich so oder so beim Vet-Amt und ich versuche mich auch mal beim Boxerverein in München. Mehr als auflegen und nichts tun können sie ja nicht :?
 
  • Unseriöser "Züchter" - Was tun? Beitrag #7
Wer weiß schon von der Krankheit, das ist die Frage.
Sie kann sie decken lassen, wenn sie einen Rüden dafür findet, der auch im Verband oder vom Verband zugelassen ist.
Das entscheidet der Halter des Rüden.
Papiere vom Verband erhalten die Tiere auch, da dieser im besten Fall nichts von der Erkrankung weiß und sich für das Alter der Hündin nicht interessiert.
Wenn der Stammbaum stimmt und der Hund reinrassig ist, bekommen die Welpen Papiere.

EDIT: Mir brauchst du das nicht sagen, wir haben einen Rassehund mit vererbter Zystenniere und SDU ;).
Die Beweispflicht wird hier erstmal nicht sooo stark sein.
Wenn du glaubhaft versichern kannst, dass du das nicht um drei Ecken, sondern von den Leuten persönlich gehört hast, wird hoffentlich auch jemand kontrollieren.
Wenn sie das wirklich richtig machen und mit dem Amts-TA dort auflaufen sollte man zumindest teilweise beiweisen können, dass das richtig ist, was du gesagt hast.
Dann ist es am Amt, etwas dagegen zu unternehmen.
 
  • Unseriöser "Züchter" - Was tun? Beitrag #8
Es wäre natürlich interessant herauszufinden was das für ein Verein ist (ich kann nichts dazu finden) und welche Regeln er aufstellt.
Bei allen seriösen Vereinen die ich kenne, ist so eine Erkrankung ein Zuchtausschluss. Wenn das bei diesem Verein auch in der Zuchtordnung steht, dann könnte man dort sicher mal Bescheid sagen.

Zum VetAmt gehen ist sicher einen Versuch wert, immerhin werden hier wissentlich kranke Hunde und Leid in Kauf genommen, das grenzt ja schon fast an Qualzucht.
 
  • Unseriöser "Züchter" - Was tun? Beitrag #9
Das ist in meinen Augen auf jeden Fall eine Qualzucht. Die Hündin ist krank und wird nicht richtig behandelt, hat Schmerzen und bricht ständig (sie sei auch laut deren Aussagen abgerichtet, man solle sich von ihr fernhalten sagten sie...) und soll dann noch Welpen kriegen, die krank und teilweise nicht lebensfähig auf die Welt kommen.

Mir sagte man, es sei ein Verein für Boxer aus München. Ich frage aber gerne mal meine Bekannte. Ihre Hündin war dort soweit ich weiß auch gelistet.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ich habe jetzt drei Vereine gefunden, wenn ich mich nicht irre. Werde es wohl einfach mal bei allen probieren mit den Angaben die ich habe.
 
  • Unseriöser "Züchter" - Was tun? Beitrag #10
Der BK hat seinen Hauptsitz in München, ist ein ganz normaler VDH/FCI Verein.
Wenn dieser Typ Züchter ist, müsstest du den Zwingernamen nachschauen, dann kannst du selbst kucken, ob und wann er, mit welchen Hunden zu letzt einen offiziellen Wurf hatte. Sollte er mit seinen eingetragenen Zuchthunden Schwarzwürfe machen, zieht das sowieso eine Zuchtsperre vom Verein nach sich und im schlimmsten Fall fliegt er komplett aus dem Verein.
 
  • Unseriöser "Züchter" - Was tun? Beitrag #11
Gut, ok danke. Die Nummern habe ich mir raus gesucht, die Dinge alle noch mal aufgeschrieben, damit ich nichts vergesse. Vor der Arbeit rufe ich noch an.
 
  • Unseriöser "Züchter" - Was tun? Beitrag #12
Berichte doch bitter weiter, was dabei rausgekommen ist.

Es kann doch nicht sein, dass es immer und immer wieder Schlupflöcher fuer soetwas gibt, und keiner sich zustaendig fuehlt.
Wir haben hier ja grade im Forum einen Fall, wo der Vet. nichts macht.
Es ist zum Maeuse melken.
Ich wuensche dir viel Glück Bella.
Du machst genau das Richtige.
 
  • Unseriöser "Züchter" - Was tun? Beitrag #13
Ich habe heute mit einer Dame vom Boxerverhein in München gesprochen. Das Vet-Amt ist meine zweite Wahl, weil ich inzwischen auch schon mitbekam, dass sie nicht immer was machen oder teilweise recht spät. Die Dame vom Verein meinte aber, sie werde dem sofort nachgehen und sich drum kümmern. Ich hoffe sie tut es...
 
  • Unseriöser "Züchter" - Was tun? Beitrag #14
Ich hab zu dem Thema noch mal eine Frage:

Eine Bekannte von mir meinte, ich solle bloß nicht meinen Namen angeben wenn ich mit dem Vet-Amt spreche oder aber mit dem Boxerclub und mir überlegen ob ich das wirklich machen will, da wenn sie meinen Nachbarn die Vorwürfe nicht nachweisen könnten, sie mich anzeigen können, wegen "Falschaussage" oder was weiß ich. Stimmt das? Ich habe selbst wirklich überhaupt keine Ahnung und irgendwie hat mich diese Aussage nun verunsichert, auch wenn ich eh schon mit dem Club gesprochen habe.
 
  • Unseriöser "Züchter" - Was tun? Beitrag #15
Die Sache mit Rufmord und solchen Anzeigen ist sehr kompliziert, weil es da Fälle gibt, über die man den Kopf schütteln würde.
Man kann sich aber erstmal drauf verlassen, dass wegen einer Anzeige, der nicht nachgegangen wird, nichts passiert.
Erst danach, wenn alles fallen gelassen wurde und du immer weiter zum Amt gehst, das bei den Nachbarn erzählst usw. ist es Rufmord bzw. Belästigung.

Du hast also in der Situation gar nichts zu befürchten ;).
Dem VA musst du deinen Namen sagen, sie müssen die Aussage aufnehmen, aber den Rest können sie anonym behandeln.
Wenn du Wert auf die Nachbarschaft legst oder auch nicht immer alles korrekt machst (wer tut das schon ;)) würde ich erstmal damit hinter dem Berg halten, dass du das warst.
 
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