Rohfett / Rohprotein

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  • Rohfett / Rohprotein Beitrag #1
Engelchen09

Engelchen09

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Hallo,

ich habe mal eine Frage zu den Rohfett und Rohprotein-Angaben in Trockenfuttern.

Was genau bedeuten diese Angaben?

Das Wolfsblut Blue Mountaiin hat zum einen Rohproteilanteil von 30% und einen Rohfettanteil von 16%. Andere Wolfsblut Sorten haben z.B. nur 20% Rohprotein und 9% Rohfett.

Haben Hunde bestimmte Ansprüche an diese Anteile?
 
  • Rohfett / Rohprotein Beitrag #2
Hey,

Rohprotein und Rohfett sind für den Stoffwechsel, den Gewebeerhalt, Muskelaufbau und die "Energie" zuständig.
Ein Hund verbraucht diese Bestandteile zum einen, um seine "Körperstruktur aufrecht zu erhalten", wie ich es mal so schön beschrieben in einem Buch gelesen habe, also um Gewebe und Muskeln in Schuss zu halten.
Zum anderen nimmt er daraus dann auch die Energie für Sport und Bewegung.

Man kann es gut beim Barfen sehen: Füttere ich fettiges Fleisch, brauche ich weniger davon bzw. macht mein Hund eine Zeit lang mehr als sonst, verfüttere ich einen größeren Anteil fettiges Fleisch.
So hält meiner sein Gewicht ganz gut ;).

Was meinst du aber mit besonderen Ansprüchen? Das verstehe ich gerade nicht so ganz...
 
  • Rohfett / Rohprotein Beitrag #3
Danke erstmal Für Deine Antwort.

Das mit den Ansprüchen habe ich etwas dusselig ausgedrückt. Ich meinte damit, ob z.B. ein sehr aktiver Hund mehr Rohfett braucht. Und so, wie ich Dich verstanden habe, ist dem ja auch so.

Das heißt, man sollte den Rohfettgehalt der Aktivität seines Hundes anpassen.

Vielen Dank, das hat mir wirklich sehr geholfen.
 
  • Rohfett / Rohprotein Beitrag #4
Ah ok :).

Dann würde ich sagen ja. Man kann zum einen mehr Rohfett oder proteinreichere Kost verfüttern, oder die Futtermenge erhöhen.
Was man macht hängt wohl vom Hund und der Situation ab.
Ich verfüttere zum Beispiel ungern mehr, weil Leo sich mit dem Fressen ab und an schwer tut.
 
  • Rohfett / Rohprotein Beitrag #5
Von der TiHo Hannover habe ich mir sagen lassen, dass man aufpassen solle mit dem Rohproteingehalt. Der solle zwischen 20-22% liegen und nicht 25% überschreiten. Das würde auf die Nieren gehen und im schlimmsten Fall unschöne Folgen haben. (Egal ob sich die Zahl aus Getreide oder Fleisch zusammen setzt)
Ich füttere Markus Mühle derzeit, hoher Rohproteingehalt, wenig Fett. Gern gebe ich dann ein Schuss Öl hinzu oder fütter fettigen Fisch
 
  • Rohfett / Rohprotein Beitrag #6
Von der TiHo Hannover habe ich mir sagen lassen, dass man aufpassen solle mit dem Rohproteingehalt. Der solle zwischen 20-22% liegen und nicht 25% überschreiten. Das würde auf die Nieren gehen und im schlimmsten Fall unschöne Folgen haben.
Das finde ich interessant, da mir dazu bisher keine Zahl bekannt war. Allerdings bezieht sich das meines Wissens eher auf den Phosphatgehalt, der in proteinhaltigem Fleisch wie Rind ebenfalls erhöht ist. Inzwischen wird bei einem Nierenleiden ja auch nicht mehr nur der Crea und Urea, sondern auch der Phosphatgehalt bestimmt, da ein hoher Phosphatgehalt im Blut auch bei noch niedrigem Crea-Wert einen sich anbahnenden Nierenschaden anzeigen kann.
 
  • Rohfett / Rohprotein Beitrag #7
Das finde ich interessant, da mir dazu bisher keine Zahl bekannt war. Allerdings bezieht sich das meines Wissens eher auf den Phosphatgehalt, der in proteinhaltigem Fleisch wie Rind ebenfalls erhöht ist. Inzwischen wird bei einem Nierenleiden ja auch nicht mehr nur der Crea und Urea, sondern auch der Phosphatgehalt bestimmt, da ein hoher Phosphatgehalt im Blut auch bei noch niedrigem Crea-Wert einen sich anbahnenden Nierenschaden anzeigen kann.

ich war auch wirklich überrascht. Ich habe ja einige Zeit im F*napf gejobbt und hatte dort immer wieder Kunden, die nach niedrigen Proteinen im Futter suchten. Eben weil ihr Tierarzt sie schickte, ihr Hund habe Nierenprobleme und solle wenig Rohprotein im Futter haben. Allerdings sind niedrigproteinige Futtersorten meist auch nicht so pralle

Wie hoch sollte der Phosphorgehalt denn max. sein?!
 
  • Rohfett / Rohprotein Beitrag #8
Beim Phosphor scheiden sich auch die Geister... Der wird auch nur in Prozent angegeben und in Bezug auf das Futter verrechnet man ihn mit dem Kalziumgehalt.
Ich bin zum Beispiel beim Welpenfutter immer von 1,2:1 (Kalzium zu Phosphor) ausgegangen (ist das geringste Verhältnis, das man bei Fertigfutter findet), andere meinen, es müsste 1,4:1 sein.
Mein Barf-Buch geht von 1:1 als optimales Verhältnis aus. Im Prinzip braucht ein Hund also so viel Kalzium wie Phosphor, das wären etwa 50mg pro Tag pro kg Körpergewicht des Hundes.
Während das Kalzium nur über Knochen und Eierschalen zugeführt werden kann, findet man Phosphor u.a. in Knochen, Fleisch, Fisch und Milchprodukten. Darum muss man beim Barf auch nicht derart auf die Deckung des Phosphorhaushaltes achten, da dieser sich mit der normalen Fütterung decken sollte. Das Problem ist meist eher, dass zu viel Kalzium auf das Phosphor kommt.
Die beiden hängen übrigens deshalb so miteinander zusammen, da beide hauptsächlich am Erhalt der Knochenstruktur beteiligt sind, auch wenn Phosphor noch weitere Aufgaben im Zellstoffwechsel hat (Phosphor ist in jedem Zellkern enthalten), während Kalzium neben den Knochen vor allem die Blutgerinnung stärkt.

So, ich hoffe, daraus wird noch einer schlau.^^ Fazit: Man kann es nie ganz richtig machen, weil jeder wieder was anderes sagt. Wer sicher gehen will, lässt beides mal in einem Blutbild bestimmen. Ich persönliche tendiere übrigens zu 1:1.
 
  • Rohfett / Rohprotein Beitrag #9
mit dem niedrigen Proteingehalt kam mir auch schon sehr oft zu ohren. der hund könne das angeblich nicht verdauen, andere sagen unverdautes Protein wird ausgeschieden.... usw.
aber es widerspricht der barf theorie. soweit ich es noch im kopf habe, hängt der Proteingehalt stark vom roten Fleisch ab.... ein gebarfter Hund mit Rind liegt wohl bei 30% Rohprotein oder sowas...
 
  • Rohfett / Rohprotein Beitrag #10
andere sagen unverdautes Protein wird ausgeschieden
Wird es meines Wissens auch ;).
Der Hund scheidet alles aus, wovon er zu viel bekommt und was er nicht benötigt, allerdings schlägt wohl genau das auf die Nieren.
Bekommt er stets zu viel von zum Beispiel Phosphat merkt man ihm das vielleicht nicht direkt an, weil es keine Überdosis ist, aber es muss ständig ausgeschieden werden, was für die Nieren mehr Arbeit und damit mehr Belastung bedeutet.
 
  • Rohfett / Rohprotein Beitrag #11
ah ok, das klingt logisch. soweit hats noch keiner erklärt ;)

aber was ist zuviel für einen Hund? liegen die leute mit ihren knapp 20% richtig? wieviel geben wir dem hund mit dem rohen fleisch usw....
das beschäftigt mich jetzt :) eine sehr interessante frage
 
  • Rohfett / Rohprotein Beitrag #12
Hey,

ich würde so was gar nicht an zahlen festmachen- da macht man sich nur noch wahnsinnig vor rechnen.

das wichtigste bei Barf ist die abwechslung. wenn man nicht nur rind oder nur pute oder sonst was füttert ist die gefahr eher gering. hunde die geflügelfleisch nicht vertragen (so wie unser alter rüde) leben ja auch noch sehr gut.
 
  • Rohfett / Rohprotein Beitrag #13
Kurzer Einschub von wegen Proteine und Nieren:
Proteine bestehen aus 20 Aminosäuren, von denen 10 essentiell sind, sprich vom Hund nicht selbst hergestellt werden können.
Außerdem bestehen Proteine zu 16% aus Stickstoff, welcher in der Leber u.a. die restlichen 10 Aminosäuren synthetisiert.
Bekommt der Hund einen Überschuss an Proteinen, werden diese zum einen in Fett umgewandelt, zum anderen wird der überschüssige Stickstoff in der Leber zu Harnsäure synthetisiert, die über die Nieren ausgeschieden werden muss und diese damit belastet.
Das wäre jetzt die genau Erklärung aus "Natural Dog Food" von Susanne Reinerth.

Die Proteinmenge, die benötigt wird, hängt von der Art der Proteine ab, also hochwertig und leicht für den Körper aufzunehmen, oder schwer aufzunehmen. Leicht aufzunehmen und in hoher Zahl vorhanden sind Proteine in Muskelfleisch, Innereien, Fisch, Milchprodukten und Eiern. Schlechter aufzunehmen sind sie aus Knochen und Knorpeln. Allgemein sind tierische Eiweiße besser aufnehmbar als pflanzliche. Der Bedarf hängt dann auch wieder vom Individuum Hund und seiner Auslastung ab. Eine genaue Angabe zum Bedarf konnte ich aber auch nicht finden, aus dem Geschriebenen würde ich aber schließen, dass der Proteingehalt in Ordnung ist, solange der Hund sein Idealgewicht hält. Bekäme er zu wenig, würde er abnehmen, bekäme er zu viel, würde er zunehmen (was aber auch noch u.a. mit dem Fettanteil zusammen hängt).
 
  • Rohfett / Rohprotein Beitrag #14
vielleicht sollte ich das büchlein nochmal nter die lupe nehmen. es staub schon fast ein ;)

noch kurz: welche proteine bzw was ist schwer aufzunehmen?

aber ich habs verstanden...
 
  • Rohfett / Rohprotein Beitrag #15
Schwer aufzunehmen sind Proteine/Eiweiß, die lange verdaut werden müssen, das sind eben hauptsächlich Knochen und Knorpel. Das kann den Körper auch überfordern, merkt man in dem Fall am Knochenkot.
In Getreide wie Soja ist auch viel Eiweiß enthalten, allerdings ist das nicht nur schwer zu verdauen, sondern auch einer der Hauptallergieauslöser. Darum sollte man darauf sowieso verzichten.
Der Hund deckt seinen Proteinbedarf also wirklich fast nur über Fleisch, Ei, und Fisch.
 
  • Rohfett / Rohprotein Beitrag #16
ahhhhhh ok..

soja fütter ich garnicht, getreide gibts in der regel nur hirse
 
  • Rohfett / Rohprotein Beitrag #17
In Getreide wie Soja ist auch viel Eiweiß enthalten, allerdings ist das nicht nur schwer zu verdauen, sondern auch einer der Hauptallergieauslöser. Darum sollte man darauf sowieso verzichten.
Das stimmt nicht.
1. Hauptallergieauslöser ist Rindfleisch.
2. Sojaeiweiß ist besser verdaulich als Eiweiß aus stark bindegewebhaltigen tierischen Produkten.

Allgemein kann man nicht sagen, ein Futter darf 20% oder wieviel auch immer an Rohprotein nicht übersteigen, weil man die Menge des Rohproteins immer im Verhältnis zur Trockenmasse des jeweiligen Futters betrachten muss.
 
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