Hallo,
mit laaaanger Pause melde ich mich zurück.
Nach mehr als einem halben Jahr (wir mussten schon wieder nachimpfen) hat nun auch das letzte Nin Mädchen Pira ihr Zuhause gefunden 
Ihre "Mama" hat noch mehrere Nins, aber ein Rammler wollte sich nicht so recht in die Gruppe einfügen und pöbelte nur rum. Kaum stand Pira vor ihm war er der schüchternste Jungeselle den man sich vorstelln kann! Pira hat sich vorbildlich verhalten, als hätte sie die beste Sozialisierung genossen.
Sie hielt ihm sofort das Köpfchen hin und wollte immer nur kuscheln. Er sprang aufgeregt um sie rum und zwickte ihr sogar in die Nase, das lies sie sich nicht gefallen und schob ihn genervt beiseite ohne sich vom Platz zu bewegen. Er reagierte etwas über und sprang sofort weg, nur um gleich wieder ihre Nähe zu suchen ^.^
Soweit eine recht ruhige VG mit kurzem Gejage als Pira sich nicht mehr ALLES von ihm gefalln lassen wollte. Es kommt halt alles auf den richtigen Partner und die VG an und weniger auf die Zeit die sie alleine waren. Seit dem kuscheln auch sie stundenlang zusammen oder erkunden die Gegend
Zusammenfassend kann ich sagen, dass es sehr anstrengend, platzeinengend, kostenintensiv, zeitraubend und eine seelische Wohltat war die Drei dort rauszuholen und ihnen ein neues Zuhause zu suchen. Ihr erstes (und hoffentlich letztes) Zuhause das sie kennenlernen durften. Sie sind nach jahrelanger Einsamkeit endlich angekommen.
Wer selbst Pflegetiere aufnehmen möchte sei gewarnt. Es wird mehr Zeit, Geld und Platz benötigen als man es sich im ersten Moment vorstelln kann. Wegen der schlechten Haltung kann es sein, dass man Tage und nächtelang um ein einziges Tier kämpft (trotz vollzeitjob) nur um ihn die letzten Stunden zu erleichtern um es dann einschläfern zu lassen wenn es selbst aufhört zu kämpfen... Es war großes Glück dass es alle geschafft haben. Bei Brownie mit dem Durchfall und Spitzel mit Blähungen und Zähnen war es mal recht knapp, aber auch Pira hat mit ihrer Gebärmutter ganz schön was zu nagen.
Man steckt so viel Geld rein und bekommt über die Schutzgebür max. die Tierarzt- bzw. Kastrationskosten erstattet. Es ist vorne und hinten ein Verlustgeschäft was das Geld angeht, aber man bekommt so viel Liebe zurück. Man spürt die Dankbarkeit von Tieren die alle Hoffung und auch sich selbst längst aufgegeben haben und durch dich wieder Freude am Leben gefunden haben. den Willen zu überleben und die Hoffnung auf ein noch schöneres Zuhause.
Es ist wirklich nicht einfach so ein kleines Herzchen für das man nächtelang wach gelegen hat und so viel gegeben hat los zu lassen, aber mit das schönste Gefühl das ich mir vorstellen kann wenn man ein Tier das jahrelang gelitten hat in seine wahren Halter übergeben darf.
Danke an alle die das ermöglicht haben.
danke an die neuen Kaninchenmama´s und -papa´s die alle Hoffungen der Mümmler übertroffen haben, an meine Mama die es geduldet hat und seelisch dabei war, an meinen Freund der nicht gefragt wurde und besonders Pira ins Herz geschlossen hat, an alle die mitgelesen und geschrieben haben damit der Mut uns nicht verlässt, an danie die immer wieder auf Suchende aufmerksam gemacht hat, danke an die Tierärztin die günstiger als üblich behandelt hat,
und natürlich Danke an Luna die von Beginn nicht nur hinter mir stand sondern ein treibender Teil war, war ohne dem ich verzweifeln hätt können; Luna die selbst zur Pflegestelle wurde. Zusammen sind wir fast von Sonnenauf- bis -untergang mit einem einzigen Kaninchenmann quer durch Deutschland gereist um Brownie zu der Liebe seines Lebens zu bringen, die Luna entdeckt hat.
Ich bin froh, dass ich sie dieses aufregende Stück ihres Lebens begleiten hab dürfen. Jetzt erst beginnt ihr richtiges Leben
