Als unser Golden Retriever-Mischling zum Kuvasz wurde...

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  • Als unser Golden Retriever-Mischling zum Kuvasz wurde... Beitrag #1
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Spatzl

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Hallo,
Jetzt ist unsere "kleine" Maus schon fast 3 Monate bei uns, und wir lieben sie. :D Der eine oder andere erinnert sich vielleicht, dass ich am Anfang verunsichert war, wegen der Fernadoption. Wir konnten sie und ihre Familie vorher nicht kennen lernen. Sie sollte ein halbes Jahr alt sein, und erst mal war nur die Rede von einem Golden Retriever. Für diese Rasse haben wir uns bewusst entschieden, wegen des Charakters. Es war uns nicht wichtig, dass sie reinrassig wäre, aber es sollte ein gutmütiger Familienhund sein, der auch gut mit kleinen Kindern und Katzen klar kommt, nichts lieber tut, als seiner Familie zu gefallen. Ruhig und besonnen, das waren die Kriterien für unseren neuen Hund.
Als wir sie abgeholt haben, war mir sofort klar, dass sie kein reinrassiger Goldi ist. Sie war vor allem sehr groß. Aber wie gesagt, das stört doch nicht. Sie war lebhaft und verspielt, eine richtige Powerzelle, und freundlich. Sie hat uns stürmisch begrüßt und uns anscheinend gleich in ihr Herz geschlossen.
Zuhause hat sie sich schnell eingelebt und vor allem ist sie gewachsen... Und damit scheint sie gar nicht aufzuhören. Sie wird bald 10 Monate alt. Am Anfang haben wir noch gerätselt was drin steckt. Ich muss zugeben, dass ich die Rasse Kuvasz vorher nicht kannte. Aber als solche scheint sie sich wohl zu entpuppen. Ein bisschen Windhund steckt wohl auch drin. Ich werde noch ein paar Bilder einstellen. Vielleicht habt ihr ja auch noch ein paar Ideen.
Wie schon gesagt - wir lieben sie. Aber ich muss zugeben, für diese Rasse hätte ich mich, zumindest jetzt, niemals bewusst entschieden. Sie ist vor allem sturr und hat ihren eigenen Kopf. Wir versuchen fleißig zu trainieren. Gehen zweimal die Woche zur Junghundeschule, aber sie hört nur wenn sie will. Im Haus klappt das ganz gut. Aber draußen ist sie einfach von so vielen Dingen abgelenkt, dass sie nicht kommt, wenn man sie ruft. Als wenn die Sturrheit nicht schon schlimm genug wäre, hab ich gelesen, dass man in diese Rasse früher oft russischen Windhund eingekreuzt hat, um den Jagdtrieb zu verstärken. Den Artikel hat sie wohl auch gelesen :eusa_doh:. Denn der eigentliche Hütehund mag gerne Schafe jagen. Weil sie draußen nicht hört, darf sie nach fast drei Monaten immer noch nicht draußen ohne Leine laufen. Wir wohnen ländlich, aber trotzdem nahe einer stark befahrenen Straße. Gar nicht auszudenken was passiert, wenn sie plötzlich ein Kaninchen jagt, oder so. Wir haben zwar einen Riesengarten, von 2500qm, aber auch da darf sie nicht allein laufen, denn wie wir inzwischen festgestellt haben, sind 1,20m Zaun, gar kein Problem für sie. Mit einer bewundernswerten Grazie springt sie hinüber und ist sogar schon gegen ein fahrendes Auto gelaufen. Zum Glück nur seitlich und es ist nichts passiert. Alle sind mit dem Schrecken davon gekommen und wir waren heilfroh. Aber gelernt hat sie daraus leider nicht. Uns ist klar, dass nur Konsequenz hilft. Trotzdem frage ich mich manchmal, was man macht wenn sie nicht hört. Wir hatten schon andere sturre Hunde. Aber sie...:roll:
 
  • Als unser Golden Retriever-Mischling zum Kuvasz wurde... Beitrag #2
Hallo :),

mit den Rassespekulationen warte ich mal, bis du ein paar Bilder eingestellt hast ;).

Zum Kuvasz muss ich aber erst einmal sagen, dass diese Rasse sehr alt ist. Sie wurden vermutlich früher mal zur Bärenjagd eingesetzt, allerdings sind sie Hirtenhunde, keine Hütehunde, das ist ein großer Unterschied.
Kuvasz verteidigen ihre Herde und haben dementsprechend einen großen Wachinstinkt, sind eigenständig und eben auch stur, dafür aber auch sehr intelligent. Jagdtrieb ist bei Hirtenhunden aber eigentlich gar nicht bis kaum vorhanden, da die Hunde sich nicht von der Herde entfernen durften. Das dürfte also nicht vom Kuvasz kommen ;).
Meist sind solche Hunde Fremdem gegenüber sehr skeptisch, das gilt für Menschen wie auch für bestimmte Situationen. Das liegt daran, dass sie dafür gezüchtet wurden, selbstständig Gefahren abzuschätzen und das tun sie auch. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, bei so einem Hund ein souveräner Rudelführer zu sein, der ihm genau diese Aufgabe abnimmt.

Wenn du nicht ruhig und souverän bleibst, konsequent an der Erziehung arbeitest und den Hund nicht wirklich gut auslastest wirst du keine Freude mit ihm haben.
Eine Schleppleine ist auf jeden Fall ein Muss, um dem Rückruf und andere Kommandos zu trainieren.
Ich würde euch auch dringend empfehlen, die Übungen der Hundeschule auch draußen zu machen, damit der Hund die Kommandos nicht nur auf dem Platz befolgt.
Außerdem würde ich mich an eurer Stelle gleich noch nach weiterführender geistiger Arbeit umsehen, eventuell Fährten o.ä.. Hüpfsportarten sind für so große Hunde nur bedingt geeignet.
In ein paar Monaten solltet ihr dann auch auf HD/ED röntgen lassen, das ist bei großen Rassen unerlässlich.

Wenn hier noch ein Jagd- oder Windhund mitgemischt hat werden ihr doppelt Freude haben.
Du solltest dich dringend mit Anti-Jagd-Training mit einer Reizangel auseinander setzen.
Achte auch darauf, dass der Hund nicht anfängt, die Kinder als seine Herde zu beschützen.

Liebe Grüße
 
  • Als unser Golden Retriever-Mischling zum Kuvasz wurde... Beitrag #3
unser kuvasz hat auch gejagt, soviel dazu :eusa_shhh:;)
 
  • Als unser Golden Retriever-Mischling zum Kuvasz wurde... Beitrag #4
Off-Topic
Unser Schäferhund hatte auch gejagt, wenn sie die Chance hatte :eusa_shhh: Und ja. Sie war definitiv reinrassig.
 
  • Als unser Golden Retriever-Mischling zum Kuvasz wurde... Beitrag #5
Ich sage nicht, dass diese Hunde prinzipiell niemals jagen.
Aber erstens geht es da meist mehr auf Sicht, während ein richtiger Jagdhund auch jede Spur verfolgt.
Und zweitens ist auch nicht jeder Hund gleich. Die meisten HSH, die ich kenne, jagen erst, wenn ihnen der Hase unter den Füßen durchläuft ;).
Jeder Hund hat irgendwo einen Jagdtrieb, immerhin ist er ein Raubtier, aber bei manchen ist es eben mehr, und bei manchen weniger.
 
  • Als unser Golden Retriever-Mischling zum Kuvasz wurde... Beitrag #6
deswegen sollte man nicht sagen, dass jagen hat sie nicht vom kuvasz...^^weil eben jeder hund individuell ist ;)

und unserer hat definitiv nicht erst gejeagt, wenn der hase unter der füßen durch ist :mrgreen:
und auch nicht nur auf sicht
 
  • Als unser Golden Retriever-Mischling zum Kuvasz wurde... Beitrag #7
Ich hab gerade so meine liebe Not die Fotos von der Kamera auf den Laptop zu bekommen (Kabel verschusselt:uups:), aber sie kommen noch.
Sie liebt es zwar Fährten zu suchen, aber tatsächlich jagt die nur wenig und auf Sicht. Nur leider hat unser Nachbar in seiner Herde ein total beklopptes Schaf, welches schnell in Panik gerät und dann versucht auf der anderen Seite der Weide, mit dem Kopf durch den Zaun zu gehen. Um so mehr Panik das Schaf hat, desto mehr liebt sie es, es zu jagen. Ich habe fast den Eindruck es ist eher ein Jagdspiel, als richtiger Beutetrieb. Genauso jagt sie Hühner am Zaun entlang. Erst rennen alle in die eine Richtung, dann rennen alle in die andere Richtung und sie hat einfach Spaß.
Das mit der Skepsis bestimmten Leuten, Hunden oder Situationen gegenüber trifft absolut zu. Es hilft im richtigen Moment den Rudelführer raushängen zu lassen und ihr klar zu zeigen, dass man die Situuation unter Kontrolle hat und man sich selbst um die Angelegenheit kümmert.
Anfangs rannte sie zum Bsp. beim Schellen zur Tür und hat nicht aufgehört zu bellen, bevor derjenige rein kam und sie ihn abgecheckt hatte. Ähnlich verhielt sie sich, wenn nur jemand draußen vorbei ging und sie dachte, da draußen sei etwas nicht in Ordnung. Jetzt läuft das so:
Es geht jemand an der Tür vorbei oder schellt. Sie schlägt nur kurz an und rennt zur Tür und schaut wo ihre Menschen beiben. Sie muss zwei Meter vor der Tür "Sitz" machen und warten. Der Mensch checkt draußen die Situation und kommt dann wieder rein und und sagt dass draußen alles in Ordnung ist. Dann trottet sie beruhigt davon.
Bis jetzt haben wir meist mit einer kurzen Schleppleine (2m) gearbeitet, zumindest beim normalen Gassi. Da hab ich einfach das Gefühl, sie am besten unter Kontrolle zu haben. In den letzten Tagen haben wir verstärkt draußen das "Komm" geübt und heute hat sie mich tatsächlich sehr positiv überrascht. Wir waren mit einer langen Flexleine (8m) im Wald. Am Waldrand ist eine Schule und gerade war die 6. Stunde aus und die meisten Kinder hatten Schule-aus. Es kamen Eltern mit Autos, lärmende Fußgängergruppen mit vielen Kindern und auch viele Fahrräder. Sie war sehr lieb und ist jedes Mal gekommen, wenn ich sie rief, um sie wieder kurz zu nehmen. Ich weiß, dass die Flexleine hier einen schlechten Ruf hat. Aber sie geht an der Schleppleine meist ganz gut "Bei-Fuß". Ich fühle mich wohl mit der Flexleine. Sie verhält sich nicht anders als mit Schleppleine. Ihr dürft mir gern sagen, wenn etwas dagegen einzuwenden ist.
 
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