Ich kann euren Wunsch nachvollziehen. Als ich damals von zu Hause auszog war auch der erste Gedanke "HUND!". Letzendlich werdet ihr euch erstmal auf die neue Situation des Zusammenlebens einstellen müssen. Egal wie lange du und dein Freund schon zusammen seid. So etwas ist immer etwas neues.
Zu deinem Einwurf bezüglich der Berufstätigkeit und Abhängigkeit von anderen Leuten.
Ich hätte mir zB keinen Hund angeschafft, wenn ich ihn nicht mit zur Arbeit nehmen könnte. Ich habe nichts von meinem Hund, wenn er 8-10 Stunden allein zu Hause hockt oder seine Zeit mit Nachbarn/Freunden verbringt.
Die Phase hatte ich während eines Praktikums über Wochen und es war schrecklich. Ich hatte auch keinen Spaß mehr mit meinem Hund. Ich bin morgens mit ihm gegangen und war mit den Gedanken schon dabei, ob ich meinen Zug kriege. Dann arbeite ich den ganzen Tag und komme Abends wieder (in der Winterzeit war es morgens wie abends schon stockdunkel). Ich hatte wirklich wenig Lust, noch eine große Runde mit ihm zu gehen, da ich einfach selber auch mal Feierabend haben wollte. Eine Weile kann man so etwas durch ziehen, aber nicht lange.
Nun nehme ich Nanuq mit zur Arbeit und kann ihn dort auch nicht immer ausreichend auslasten. Doch es ist etwas anderes, als wenn ich ihn ständig Freunden oder Verwandten unterschieben würde. Wofür hole ICH mir dann einen Hund??
Noch dazu kommt, dass Nanuq schon erwachsen war, als ich ihn bekam. Bei einem Welpen kommt Erziehungsarbeit dazu. Was, wenn er ein Verhalten entwickelt, dass abtrainiert werden soll und du hast nach 8 Stunden Schule und Lernen keine Zeit mehr dazu? Noch dazu weißt du nicht, wohin deine Reise nach der Schule geht oder?
Ich möchte dich nicht angreifen, aber rate dir, zu warten.