Hund und Baby

Diskutiere Hund und Baby im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo Leute ;) Ich bin gerade auf ein Video gestoßen. und zwar das hier: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=tHyg9VfR2T0 Ich...
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Jessica91

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Hallo Leute ;)
Ich bin gerade auf ein Video gestoßen. und zwar das hier:
Ich fand es erstaunlich, wie sich die Hunde gegenüber den Kindern verhalten. Und da habe ich mich gefragt, ob die Hunde so ein Baby gleich als neues Familienmitglied anerkennt.
Ich mach mir nämlich etwas sorgen.
Mein Bruder hat seit zwei Jahren jetzt glaube ich einen Zwergpinscher, bzw. er wollte den eigentlich gar nicht, aber seine Verlobte wollte den unbedingt.
Nur hat dieser Hund noch nie eine Hundeschule gesehen und ist auch dementsprechend unerzogen. Ich muss ganz ehrlich sagen, mein Bruder hat eine eigenartige Art den Hund zu erziehen. Als der Hund noch nicht stubenrein war hat er die Nase vom Hund immer in die Pfütze oder ins Häufchen gedrückt.
Seit kurzem hat der Hund Angst vor Plastikflaschen, fragt mich nicht warum. Und wenn der Hund irgendwo nicht hindarf, stellt mein Bruder eine Plastikflasche davor.
Und ganz nach Jagdhundmaniere tobt er auch gerne mal in der Wohnung herum, auch mal über Personen.
Seine Verlobte ist jetzt schwanger und bekommt im November oder Dezember (weiß ich nicht genau) ihr Kind.
Mir macht es nichts aus, wenn so eine Fußhupe über meine Beine rennt, aber wie sieht das bei einem Baby aus?
Ich glaube nicht, dass ein Baby damit so gut klar kommt. und ich weiß nicht, ob man da einfach eine Plastikflasche vor das Kind stellen kann :roll:
Ich weiß, dass vieles bei der Hundehaltung meines Bruders nicht stimmt, ich hab da aber wenig Einfluss darauf.
Ich weiß auch nicht, wie lange er den Hund noch hat, wenn das Baby da ist. Auch wenn ich Kinder nicht besonders mag, mach ich mir trotzdem Sorgen um die (es wird ein Mädchen) Kleine.
Natürlich mache ich mir auch Sorgen, was mit dem Hund wird. Ich will nciht, dass einem von den beiden irgendwas passiert.
Das in dem Video sieht sehr harmonisch aus (mir gefällt am besten die Stelle mit dem Rottweiler ;)) aber was muss man tun, damit das so ist/bleibt?
Liebe Grüße
Jessica
 
  • Hund und Baby Beitrag #2
Kommt auf den Hund und seine Erziehung an, ob er Kinder mag.
Ob er so kleine Geschöpfe schon kennt, ob ihm die Regeln erklärt wurden, ob darauf geachtet wird, dass der Hund nicht zu kurz kommt etc. pp.
Es gibt Sachen, die man dem Hund einfach erklären muss. Wie zum Beispiel dass es Tabu ist, das Baby abzuschlecken, sein Spielzeug zu klauen und so weiter. Außerdem muss man dann auch aufpassen, dass das Kind die Regeln nicht bricht, den Hund auf seinem Platz in Ruhe lässt...
Da gibt es schon einiges zu beachten, weil es meistens dann doch nicht von allein funktioniert.

So wie du die Lage da aber schilderst... wird kritisch, denke ich :?

edit: Und so wie du sagst, klingt die Erziehung da wirklich nicht so optimal, um es nett auszudrücken. Hunde lernen auch nicht halb so gut über Meideverhalten denn über positive Verstärkung...
Gibt es denn keine Möglichkeit, dass du deinem Bruder eine bessere Erziehung nahe bringen kannst?
 
  • Hund und Baby Beitrag #3
Hallo Infano und danke für deine Antwort.
Der Hund kennt keine Kleinkinder. Er hat glaube ich noch nie welche aus der Nähe gesehen.
Ich muss ehrlich sagen.. das ist halt mein Bruder. Ich versteh ihn nicht ganz. Er hat viele Stimmungsschwankungen, die auch von einer auf die andere Minute umschlagen kann. In einem Moment lacht er noch, im nächsten Moment ist er so verdammt Scheiße drauf, dass dann meistens irgend jemand darunter zu leiden hat. Früher waren es meine Eltern oder wir (er ist der älteste von uns drei Kindern), jetzt sind noch seine Verlobte und der Hund da.
Man muss wirklich aufpassen was man zu ihm sagt.
Ich habe schon öfters versucht mit ihm über den HUnd zu reden. Auch meine Eltern.
Die Verlobte von meinem Bruder war ja der Meinung, so ein kleiner Hund muss ja nicht raus gehen, der kann aufs Katzenklo.
Da fing es dann schon an. Er hat es dann auch geändert und geht jetzt halbwegs regelmäßig mit dem Hund raus.
Ich selber habe ja keinen Hund und hatte auch noch nie einen, deswegen kenne ich mich in Sachen Hundeerziehung und auch mit der Körpersprache der Hunde nicht gut aus.
Und für eine Hundeschule fehlt das Geld.
Ein weiteres Problem was ich sehe, ist die Verfressenheit des Hundes. Er bettelt immer, wenn er nichts bekommt springt er halt hoch um es sich selber zu holen...
Ich werde versuchen nochmal mit meinem Bruder zu reden. Wie lange würde das dauern, bis der Hund lernt, was er darf und was nicht?
LG
 
  • Hund und Baby Beitrag #4
Dass für Hundeschule kein Geld da ist, macht mich etwas stutzig, endschuldige bitte. Wenn jetzt noch ein Kind kommt wird das Geld ja auch nicht mehr. Was passiert, wenn dem Hund mal etwas fehlt?

Außerdem hab ich jetzt mal ein bisschen nach Zwergpinscher-Wesen gegoogelt, und da steht eigentlich genau das, was ich auch dachte. Keine oder nur wenig Bewegung ist genau das Falsche.
Noch ein Problem (das, denke ich, jeder von 1-5 Beispielen selbst kennt), ist das Problem, dass man bei so kleinen Hunden auch die Erziehung schnell schleifen lässt. Ein kleiner Hund, der bellt oder springt oder besitzansprüche anmeldet ist eben mal schnell abgetan...

Das mit dem Essen... muss nicht unbedingt heißen, dass der Hund verfressen ist ;) Kann auch einfach sein, dass er nie gelernt hat, wer im Endeffekt die Ressourcen verteilt, er weiß, dass er früher oder später, nach diesem oder jenem Verhalten, etwas von dem Essen abkriegt. Da könnte auch Frustrationstoleranz eine Rolle spielen.

Lernen kann jeder Hund, das ist das Gute :D Wie schnell das gehen wird, kann dir hier aber niemand beantworten. Kommt auf die Grundschläue des Hundes an, wie er bisher gefordert wurde (kann er denn immerhin den Grundgehorsam verlässlich?) und natürlich auch darauf, wie ihr es ihm beibringt.
Wie gesagt, über Meideverhalten lernen ist natürlich nicht das Optimale. Ist ja, als hätten deine Eltern dir jedes Mal eine Ohrfeige gegeben, wenn du etwas getan hast, was du nicht solltest (heißt, du tust es nicht mehr aus Angst vor Bestrafung), aber dir niemals gesagt hätten, was du tun kannst, damit sie sich freuen.
Deswegen ist positive Bestärkung einfach besser, zumal es euch mehr Spaß macht und dem Hund natürlich auch ;)

Es ist wichtig, nicht so viel von dem Hund zu verlangen. Lieber kurze und häufige Sequenzen (wenn ihr ganz neu startet reichen 4x5min am Tag, das merkt ihr aber. Wenn der Hund langsamer wird und nicht mehr motiviert wirkt war es schon zu lange. Dann noch mal ein Schritt zurück)
Gerade bei so kleinen Energiebündeln ist es aber genauso wichtig, sie erst einmal auszupowern, damit sie überhaupt aufnahmefähig sind.

Scheint, es ist erst einmal wichtig, dass dein Bruder und seine Freundin sich einmal artgerecht mit dem Hund beschäftigen, um zu erkennen, welches Potential in dem Hund steckt (und nach oben ist die Latte eigentlich immer noch offen :D ), was er schon kann etc. pp., dann könnte man hier weiter Tipps geben.

Also... wie sieht der Tag des Hundes aus. Kann er frei laufen oder mit Leine? Geht er an dieser richtig, also ohne ziehen (heißt: keine Flexi-Leine). Wie wird er beschäftigt? Wie ist die Bindung zu seinen Menschen? Grundgehoram (Sitz, Platz, Bleib etc)... Je nach Stand könnte man dann ein Buch empfehlen.

Hier gilt: Es sollte Spaß machen, sich mit dem Hund zu beschäftigen :D Denn auch je nachdem wie alt der Hund ist kann er seine Verhaltensweisen schon sehr gefestigt haben und man braucht einiges an Geduld und Zeit, um ihm das Alternativverhalten beizubringen.

Bei diesem Nichtwissen (also so kingt es hier, ich weiß natürlich nicht, wie es in der Realität aussieht) wäre ich nichts desto trotz stark für einen Hundetrainer, der sich die Sache einmal in Natura ansieht. Der könnte dann evtl auch beurteilen, was sich ändern müsste, damit Hund und Kind eine faire Chance bekommen, zusammen zu bleiben...

Zu der psychischen Verfassung deines Bruders sage ich nichts, das kann man aus der Ferne überhaupt nicht beurteilen. Nur könnte man so starke Stimmungsschwankungen (Unglücklichsein?) bestimmt auch einmal ärztlich abchecken lassen...

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ach ja: Man kann sich sehr viel zur Hundeerziehung auch anlesen :D Sei es hier im Forum (Hunde - Verhalten und Erziehung), zudem gibt es auch wirklich viele gut fundierte Bücher. Sollte die Verhaltensauffälligkeit des Hundes jedoch allzu groß sein kann euch als Laien kein Buch und kein Forum mehr helfen, dafür braucht man dann schon einen Hundetrainer, der das live beurteilt, eure Erziehung / Timing beurteilen kann sowie, warum der Hund welches Verhalten zeigt...
Man sagt: DEr Hund hat kein Problem, sondern nur der Halter. Also muss der auch etwas ändern...
 
  • Hund und Baby Beitrag #5
Als ich auf die Welt gekommen bin hatten meine Eltern 2 Hunde, der eine mochte durch schlechte Erfahrungen keine Kinder mehr. Mich hat er von Anfang an geliebt & beschützt. Hab auch ein Foto was für mich sehr viel Bedeutung hat.
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  • Hund und Baby Beitrag #6
Miisses Lady: Da hast du aber Glück gehabt!
Ich denke aber, dass es hier um etwas anderes geht. Der Hund wird nicht ausgelastet, kaum erzogen (wenn ich das jetzt richtig interpretiert hab) und kennt scheinbar auch keine Grenzen, wird nur dahingehend erzogen was er nicht darf...

Da bedürfte es schon einer gehörigen Portion Glück wenn das ohne Unfälle gut geht. Auch, wenn es "nur" ein kleiner Hund ist. In diese Konstellation einfach ein Baby zu setzen a la: "bei anderen klappt es ja auch" wäre einfach nur unverantwortlich.
So wie es klingt sollte man hier an anderer Stelle ansetzen. Heißt, sich mit artgerechter (gewaltfreier) Hundehaltung auseinanderzusetzen, sich danach zu richten und mit dem Hund zusammen arbeiten. Eben ein Team werden, in das ein Baby dann integriert werden kann.
 
  • Hund und Baby Beitrag #7
Das ist was ich meine es kann gut gehen, muss aber nicht. Es gehört natürlich eine gewisse Erziehung dazu, wenn der Hund denkt er ist der Chef wird das nicht so funktionieren.
 
  • Hund und Baby Beitrag #8
Miisses Lady das ist ja süß! :shock:

Ich finde das Video genial.. vorallem das erste Baby mit den Seifenblasen :mrgreen:
 
  • Hund und Baby Beitrag #9
Ja, das mit den Seifenblasen ist grandios :mrgreen:

Ergänzung: Ich finde es übrigens wirklich gut von dir, dass du dir hier Mühe gibst und um Rat fragst, obwohl es noch nicht einmal dein Hund ist. Auch, dass du deinem Bruder das Katzenklo (zumindest hauptsächlich) ausgeredet hast! :clap:
 
  • Hund und Baby Beitrag #10
Danke :) jaa das ist soo lieb & das wo der Hund rumrennt. :lol:
 
  • Hund und Baby Beitrag #11
Süßes Foto Misses Lady ;)
Tja das Thema mit dem Geld... Die beiden hatten nie viel Geld, als der Hund eine Gebärmutterentzündung hatte, hat mein Vater denen das Geld für den Tierarzt geliehen, weil er einfach nicht mit ansehen konnte wie der Hund leidet. und ihm gings wirklich beschissen. Normalerweise tobt er immer rum aber als er krank war halt nicht mehr. Die beiden wollten warten bis sie den Lohn bekommen (hätte noch ungefähr 1 oder 2 Wochen gedauert).
Also Rücklagen haben sie keine. Da sie ausgezogen sind haben sie noch weniger Rücklagen und manchmal braucht mein Bruder auch finanzielle Unterstützung von meinen Eltern.
Die Verlobte von meinem Bruder wurde gekündigt, bemüht sich jetzt auch nicht um eine Arbeit wegen Schwangerschaft und so. Für das Kind bekommen sie staatliche Unterstützung, für den Hund nicht, deswegen wird es glaube ich schon einige Engpässe geben was das Finanzielle angeht.
Also... wie sieht der Tag des Hundes aus. Kann er frei laufen oder mit Leine? Geht er an dieser richtig, also ohne ziehen (heißt: keine Flexi-Leine). Wie wird er beschäftigt? Wie ist die Bindung zu seinen Menschen? Grundgehoram (Sitz, Platz, Bleib etc)... Je nach Stand könnte man dann ein Buch empfehlen.
Ich versuch die Fragen so gut es geht zu benatworten, da mein Burder nicht mehr hier wohnt, kann ich nicht genau sagen wie es momentan ist.
Der Tag des Hundes:
Morgens steht mein Bruder auf, füttert den Hund wahrscheinlich erstmal und trinkt einen Kaffee.
Dann geht er raus zum Rauchen und nimmt den Hund mit. Er läuft nie viel mit dem Hund, die weiteste Strecke ist soviel ich weiß von seiner Wohnung zu unserer und zurück (dauert ca. 15 Minuten eine Strecke). Das kommt meines Wissens nicht sehr oft vor. Mein Bruder geht meistens nur kurz raus, und das 2-3mal täglich.
Mein Bruder arbeitet Schicht, das heißt, mal muss er morgens anfangen, mal Mittags.
Seine Verlobte hat ja jetzt momentan den ganzen Tag eigentlich Zeit für den Hund, aber sie geht meistens Frühstücken mit einer Freundin oder Shoppen :roll: Sie kümmert sich weniger um den Hund, obwohl sie ihn eigentlich wollte. Für sie ist das nur ein Kuscheltierchen.
Frei laufen mit der Leine... Tja, bei meinen Bruder klappt das glaube ich. Ich bin früher auch manchmal mit dem Hund rausgegangen, aber immer nur an der Leine, weil er nicht auf mich gehört hat und mir auch mal abgehauen ist. Er bellt jeden Fußgänger oder Radfahrer an, vor anderen Hunden hat er manchmal Angst oder er geht in die Offensive und prescht los.
Sitz kann der Hund :D Das wurde ihm beigebracht und mir wurde das stolz erzählt. Bei Platz, Bleib oder Komm hört es dann schon wieder auf.
Also ich würde sagen, Grundgehorsam ist keins vorhanden.
Wenn ich manchmal mit dem Hund draußen war sind wir meistens auf den Kickplatz und dort habe ich mit ihm Stöckchen oder Ball-werfen gespielt. Nur hat er mir das Stöckchen nie zurückgebracht. Das sah immer so aus, dass ich das Stöckchen geworfen hab, der Hund hat es geholt und wenn ich es wollte musste ich ihm hinterherjagen oder ihn mit einem Leckerli anlocken.
Wie alt der Hund ist? Hmm... ich glaube ca. 3 Jahre, eher etwas jünger :eusa_think:
Ohje, ich glaube da kommt viel Arbeit auf uns zu wenn das alles gut gehen soll...
LG
 
  • Hund und Baby Beitrag #12
Jap, sieht nach einer Menge Arbeit aus. Die aber hauptsächlich darin bestehen wird, deinen Bruder und dessen Verlobte zu überzeugen.
3mal am Tag 15 min oder weniger Gassi ist für jeden Hund zu wenig! Kein Wunder dass er in der Wohnung rumtobt wie aufgezogen. Wo soll er auch seine Energie los werden?

Ein stabiles Grundgehorsam (zumindest in der Wohnung) aufzubauen ist gar nicht so schwer. Die meisten Hunde lernen (mit der richtigen Bestätigung) gerne, wenn sie es erst einmal verstanden haben.
Das setzt aber, wie gesagt, voraus, dass sich die Besitzer mit dem Hund auseinandersetzen und beschäftigen. Dazu gehört nun einmal körperliche und geistige Auslastung. Wenn keine Hundeschule drin ist - okay. Dann halt kein Hundesport, den man da lernen kann.
Aber Auslauf (an der Schleppleine, wenn er ohne Leine nicht kann), sollte gewährleistet sein. Auch später mit Kind - ist wahrscheinlich mühsam und aufwendig, aber ist nun mal so.
Tricks lernen wäre auch eine Form der geistigen Auslastung. (Grundgehorsam ist für den Hund nichts anderes. Ob er Platz macht oder Pfötchen gibt ist ihm relativ egal :D )

Sollte das für Bruder und Verlobte nicht möglich wäre, würde ich dazu raten, dass du sie dazu überredest, ein neues Zuhause für die Kleine zu suchen. Mit 3 Jahren ist sie durchaus noch in der Lage, sich neu einzuleben, noch dazu wenn ihr Leute findet, die sich wirklich mit ihr auseinandersetzen...
So wird das nämlich kein Spaß für alle Beteiligten...
 
  • Hund und Baby Beitrag #13
Ich versuche, mit den beiden zu reden, wenn ich sie mal sehe (kommt zur Zeit nicht oft vor, da ich selber sehr beschäftigt bin)
Mein Bruder macht Krafttraining im Fitnesscenter, vielleicht kann ich ihn dazu überreden sich ab und zu das Fitnesscenter zu sparen und dafür joggen zu gehen mit dem HUnd. Dann wird der auch mal ausgelastet, wobei er es glaube ich anfangs nicht gleich übertreiben sollte.
Wir wohnen hier auf dem Land, rundherum nur Felder, eigentlich ein Paradies für jeden Hundebesitzer.
Mein Vater hat mal gemeint, hätte er so einen flinken Hund, hätte er ihn schon längst für Hunderennen ausgebildet.
Aber mein Bruder weiß das irgendwie nicht zu schätzen, was er an dem hat.
Den Hund abgeben... da werden die beiden wahrscheinlich erst uns fragen.
Und ob wir ihn nehmen können... Ich würde es gerne tun, aber ich habe da 1. kein Entscheidungsrecht und 2. nicht genug Zeit. Von dem Stress mit der Vermieterin mal ganz abgesehen :roll:
Ich werde mit den beiden reden. Ich habe nur irgendwie ein schlechtes Gefühl. Das hatte ich aber schon seit ich weiß, dass die Verlobte schwanger ist. Wenn sie es ncith mal schaffen, sich um einen Hund zu kümmern, wie wird es dann mit einem Kind?:| Irgendwie will ich gar nicht daran denken...
LG und danke für eure Antworten
 
  • Hund und Baby Beitrag #14
Ich werde mit den beiden reden. Ich habe nur irgendwie ein schlechtes Gefühl. Das hatte ich aber schon seit ich weiß, dass die Verlobte schwanger ist. Wenn sie es ncith mal schaffen, sich um einen Hund zu kümmern, wie wird es dann mit einem Kind?:|

Glücklicherweise (wenn auch schlecht für den Hund) sehen ja viele in einem Kind nochmal etwas anderes als in einem Tier und da kümmert man sich dann auch anders. Das Problem haben wir ja leider mit unseren Nachbarn. Zwei - normal aktive - Kinder und ein JRT. Irgendwann kam der Vater verzweifelt zu uns nach Hause und fragte, ob wir ihm bei der Vermittlung helfen können, weil der Hund Kinder und Opa beißt. Wir schauten uns die Maus hat und sie kläffte uns hysterisch an, weil sie völlig Angst vor uns hatte. Richtig fehlsozialisiert. Dazu dann eben der JRT an sich, mit geringer Toleranzgrenze aufgrund fehlender Sozialisierung und reagiert natürlich entsprechend, wenn Kinder laut schreiend durchs Haus rennen. Hund war weg, Familie glücklich. Dann zog ein neuer Welpe ein. Schäfer-Mischling. Dasselbe Spiel von vorne. Schon als Welpe kläffte er uns alle hysterisch an, selbst wenn wir ihn nicht beachteten. Das zog sich durch. Völlig fehlsozialisiert, kennt nichts als die Leine und den typischen Gassiweg die Straße runter. Geht meine Hunde ständig an, kläfft uns Menschen an, ist nicht leinenführig und nix. Ich warte schon auf den nächsten Besuch mit der Bitte, den Hund für sie zu vermitteln.

Mit den Kindern funktioniert alles. Sie sind nett und für ihr alter sehr höflich, man geht täglich mit ihnen spazieren und auf den Spielplatz. Man steckt auch mal zurück, um den Kindern ein Spiel zu kaufen... aber auf Hundeerziehung haben sie keinen Bock. Wieso auch. Im Gegensatz zu Kindern, kann man Hunde ja relativ leicht abgeben :?
 
  • Hund und Baby Beitrag #15
So;
Gerade habe ich meinen Bruder, seine Verlobte und den Hund mal zu Gesicht bekommen.
Die beiden waren gerade einkaufen und haben uns den Hund zum aufpassen überlassen. Der ist natürlich erst mal durch die Wohnung getobt und über Tisch, Sofa und Katzen gerannt.
Ich wollte sowieso gerade joggen gehen, da hab ich den Hund einfach mitgenommen.
Ich war nicht lange joggen, und ich habe auch teilweise etwas langsamer gemacht oder bin auch stehen geblieben wenn der Hund mal musste (was oft vorkam, obwohl mein Bruder gesagt hat, er war erst vorher mit ihm draußen :?)
Nichts desto trotz, der HUnd kann laufen! Man muss ihn nur laufen lassen.
Ich musste ihn an die Leine nehmen, da er überhaupt nicht auf mich hört. Es hat etwas gedauert, bis der HUnd wirklich mal schneller gelaufen ist. Anfangs ist er nur nebenher getrabt sozusagen und hat mich immer von der Seite beobachtet. Irgendwann ist er dann vorne dran gelaufen und hat auch etwas an der Leine gezogen.
Ich habe ausprobiert, ob er "bei Fuß" laufen kann. Ansätze sind vorhanden, aber ein Zug an der Leine muss trotzdem manchmal sein.
Als wir wieder daheim angekommen sind, hat der hUnd erstmal was getrunken, ist noch etwas durch die Wohnung gerannt und hat sich kurze Zeit später dann aufs Sofa gelegt.
Als mein Bruder wieder kam hab ich gesagt: "Guck mal, der Hund kann still sitzen, wenn man mit ihm mal rennen geht". Er meinte, rennen macht nur die Gelenke kaputt. Ich meinte dann, dass der Hund trotzdem genügend Auslauf braucht. Dazu er: "Er macht nicht in die Wohnung, also hat er genügend Auslauf"
Das wars dann zum Thema Auslauf.
Dann habe ich meinen Bruder gefragt, wie es mit der Erziehung eigentlich so aussieht.
Er meinte, der Hund hört auf ihn. Und wenn nicht, wird er dazugebracht, dass er hört bzw. manchmal auch fühlt :?
Ich wollt ihm erklären, dass das, was er macht, keine Erziehung ist. Dazu sagte er nur: "Es gibt verschiedene Arten von Erziehung. Man kann es mit Belohnung machen, oder so wie ich es mache" Da wurde ich dann schon etwas sprachlos.
Was sollte ich ihm da entgegnen?
Natürlich macht der Hund nicht in die Wohnung. Der weiß doch genau, was passiert, wenn er es macht.
Der tut es einfach aus Angst nicht mehr.
Aber das kann man doch nicht Erziehung nennen!
Irgendwie sehe ich dem ganzen recht hoffnungslos entgegen :(
Ich weiß nicht, was ich da noch machen kann außer auf ihn einreden.
LG
 
  • Hund und Baby Beitrag #16
Leider wirst du da leider nicht viel tun können :(
Manche Leute sind so resistent und ein Problem, dass von ihnen nicht gesehen wird, kann man auch nicht lösen.

Frage mich nur gerade, ob dein Bruder sein Kind genauso erziehen will wie den Hund :?
Bei dem Gedanken wird mir nämlich noch ein wenig übler als so schon, wenn ich das lese...
 
  • Hund und Baby Beitrag #17
Hallo
Für alle, die es interessiert, hier ein kleines Update:
Das Baby kam am 2. Dezember zur Welt.
Ich muss zugeben, für meinen Bruder und seiner Verlobten ist es momentan schwer.
Es hat sich rausgestellt, dass sich unter dem Haus, in das sie letztes Jahr eingezogen sind, das Wasser sammelt. Die Wände saugen sich damit voll und das Resultat sind nasse Wände und Schimmel in allen Zimmern. Deswegen sind sie auf der Suche nach einer neuer Wohnung. Leider haben sie nicht viel GEld und es stellt sich als schwierig raus, eine Wohnung in ihrer Preisklasse zu finden.
Trotzdem finde ich es schade, wie sie mit Kind und Hund umgehen. Sie behandeln das Kind gut, soweit ich es mitbekommen habe. Aber: Sie gehen nicht raus, mal eine Runde laufen. Der Kinderwagen wurde nicht benutzt und das Kind bekommt nur frische Luft, wenn das Fenster aufgemacht wird oder auf dem Weg von der Haustür zum Auto. Wie oft der Hund rauskommt weiß ich nicht. Bevor das Kind da war, wurde der Hund ja immer mitgenommen, egal wohin. Tja, jetzt muss er öfters mal allein daheim bleiben :|
An Heiligabend war der Hund auch bei uns, ich hatte ihn auf dem Schoß und hab zum Spaß gesagt: "Du gehörst jetzt mir". Die Verlobte von meinem Bruder hat dann acuh gleich gesagt, ich kann sie gerne behalten :shock: Hätte ich nach so einer Aussage am liebsten getan, nur hab ich zu wenig Zeit, meine Katze hat was dagegen und unser Vermieter garantiert auch.
Es ist ein junger süßer Hund, der noch etwas Spaß am leben hat und noch etwas lernen könnte. Und dann versauert er im wahrsten Sine des Wortes in der Wohnung.
Ich finde es schade, aber irgendwie bin ich machtlos. Ich hab immer noch die Hoffnung, dass sie irgendwann auch mal mit dem Kind öfter rausgehen und laufen und den Hund auch mitnehmen, damit er es etwas besser hat.
Liebe Grüße
Jessica
 
  • Hund und Baby Beitrag #18
Achje, das klingt aber nicht so schön :( Dass der Hund anfangs auch zurückstecken muss, ist ja normal und so etwas überlebt ein Hund auch ohne größere Macken, wenn man nicht gerade gar nichts mehr mit ihm macht. Aber mir entzieht sich da jedes Verständnis, dass sie mit dem Kind so gar nicht an die Luft gehen. Ich hoffe, das ändert sich, wenn das Kind mal größer und etwas agiler ist. Noch wird es ja wahrscheinlich nur rumliegen und gucken ;)
 
  • Hund und Baby Beitrag #19
Also erstmal hoffe ich, dass sie schnell eine neue Wohnung finden!
Je nach Schimmelart/-befall kann das nämlich ganz schön böse für Babylungen sein.
Gerade dann sollte man doch sowenig Zeit wie möglich in der Wohnung sein...

Beim Rest schließe ich mich Pewee an und hoffe das Beste für alle...
 
  • Hund und Baby Beitrag #20
Hallo Jessica,
Du nimmst so viel Anteil an dem Leben von Hund und Baby, das finde ich toll.

Ich würde an Deiner Stelle die Gunst der Stunde nutzen, den Hund da raus zu holen.
Allein schon, weil er wahrscheinlich geschlagen oder sonstwie grob behandelt wird.
Dass er nicht ausgelastet wird, ist dagegen noch das kleinere Übel.


Entweder nimmst Du den Hund oder suchst eine nette Familie für ihn (mit Vorbesuch, Schutzvertrag und allem drumherum.)

Eine Katze kann man an einen Hund gewöhnen, das dauert ein paar Wochen. Eine Vermieterin kann man nett fragen. Wenn man arbeitet, kann man einen Hundesitter suchen. Nur mal so als Gedanke.

Wenn Deine Schwägerin praktisch schon zugestimmt hat, dass Du den Hund haben kannst, dann würde ich schnell handeln, bevor sie es sich anders überlegt.
Wenn Du dann eine neue Familie suchen solltest, haben sie den Hund schon längst vergessen.

Das mit dem Baby finde ich auch schlimm. Sind die Eltern noch sehr jung?
 
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