verunsichert über das barfen

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  • verunsichert über das barfen Beitrag #1
samadhi-mara

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hallo allerseits,

ich bin mittlerweile total verunsichert, was für einen hund eigentlich wirklich das beste futter ist.
der bequemlichkeithalber hab ich nun extra wolfsblut gekauft, probepaket mit 3 geschmacksrichtungen. Frisst mein hund auch gerne, aber nicht aus
dem napf sondern nur als leckerli oder zum suchen. vor dem barfen bin ich immer zurückgeschreckt, weil mir der aufwand ziemlich aufwendig erschien und auch fürs reisen einfach zu unbequem.
nun war ich eine woche in HH und mein hund fraß mal wieder nicht :-(. leider ist da ja nicht so ein schönes umfeld, daß ich seine gewohnten rituale (suchen im gras und trainung mit leckerli) machen konnte. nach 4 tagen bin ich dann auf den markt gegangen, weil da ein händler mit frischem barffutter steht. ich habe also so eine mischung aus kopf/schlund/grünem pansen gekauft. zuhause hab ich dann das wolfsblut eingeweicht, gemüseflocken und die barfmischung druntergemischt meinem henry vorgesetzt. tja und ratz fatz wars aufgegessen:roll:. er steht da total drauf.
nun bin ich wieder zuhause und hab mich mal schlau gemacht, wo ich denn hier barffutter bekomme. es gibt hier kaum einen schlachter, der das
frisch verkauft bzw. ich kanns vorbestellen. tja und da fängt es an, 1. hab ich keine TK und keinen wolf, na ja, könnte man ja kaufen, aber nun
lese ich ja viel und bin echt ratlos, ob das denn nun wirklich das gesündeste futter ist. gestern las ich "in den nierentod gefüttert". man, das hat
mich ja erstmal total fertiggemacht und irgendwie klingt das ja auch nicht abwegig. es ist wirklich so, die einen sagen so und die anderen sagen so.

am liebsten würd ich nun gar nix füttern....aber das ist ja auch sehr ungesund :004:
ich will ja nichts falsch machen und nach unseren desastern in den 2 jahren (parvo und vergiftung) bin ich jetzt wirklich verunsichert. mag mir
dazu irgendjemand was raten und mir meine unsicherheit nehmen?
lg mara und henry
 
  • verunsichert über das barfen Beitrag #2
Hey :),

Ich finde es sehr schwer, da irgendwas zu raten. Zum Barfen muss man "geboren" sein, sprich man muss es wirklich wollen und dahinter stehen.
Wenn man es nur aus "Pflicht" macht wird einem das sicher irgendwann lästig - die Arbeit, das Einlesen usw..
Wenn du aber wirklich barfen möchtest sehe ich da eigentlich kein Problem darin.
Für mich war es die ersten 2-3 Monate aufwendig, bis ich mal einen gewissen Rhythmus hatte, sozusagen Routine (in Vorbereitung, Abwiegen, Mischen, Ausrechnen usw.).
Wenn man über diesen Punkt mal hinaus ist und das Auftauen, Fleisch schneiden und bestellen mal automatisch geht finde ich es gar nicht mehr so aufwendig.
Du brauchst auch keinen Fleischwolf, meiner frisst alles einfach nur in Stücke geschnitten, ist sowieso besser für die Zähne ;).
An deiner Stelle würde ich mir erst einmal Bücher besorgen und mich einlesen, was es denn alles braucht usw., mal einen Plan aufstellen und schauen, welcher Metzger oder Schlachthof dich mit Fleisch versorgen kann.

gestern las ich "in den nierentod gefüttert".
Das ist natürlich so eine Sache, besonders da dein Hund ja Probleme in dieser Richtung hatte.
Ich würde das in die Planung durchaus miteinbeziehen.
Ich kenne diese Studien, nach denen Nierenprobleme durchs barfen auftreten und ich denke, dass der Grund dafür zum einen im hohen Proteingehalt (viele füttern gerne einfach immer mehr Fleisch, statt vielleicht auch fettigeres Fleisch und dafür weniger zu nehmen), zum anderen in einem sehr hohen Anteil Innereien, besonders Niere und Leber, liegt.
Auf Niere zum Beispiel verzichte ich ganz, Leber gibt es nur alle 1-2 Monate einmal. Ich würde auch keinen extra Blättermagentag einlegen, sondern einfach die Innereienration nur mit Pansen, Blättermagen und Lunge gestalten. Besonders wenn schon eine Belastung der Nieren vorlag würde ich darauf Rücksicht nehmen.
Außerdem würde ich den Proteingehalt etwas geringer halten, also weniger Fleisch und dafür mehr Beilagen einplanen, auch mit Milchprodukten aufpassen.
Dazu würde ich dir aber empfehlen, dich erst einmal in die Grundlagen einzulesen und dann noch ein paar Quellen zum Barf bei Nierenerkrankungen speziell zu lesen. Zum einen bekommt man so vielleicht ein Gespür dafür, warum manche gesunden Hunde durch Barf nierenkrank werden, zum anderen kann man dann auch ein wenig Rücksicht auf solche Dinge nehmen, wenn der Hund eben schon einmal Probleme dieser Art hatte.
Ein Kontrollbild steht bei euch meines Wissens ja sowieso noch aus. Das würde ich auch beim Barfen weiterführen. Ich selbst lasse u.a. die Nierenwerte kontrollieren, weil mir diese Studien sehr wohl bekannt sind und ich deshalb gerne ein Auge darauf habe ;).

Ich hoffe, ich konnte dir irgendwie weiterhelfen :).
 
  • verunsichert über das barfen Beitrag #3
(viele füttern gerne einfach immer mehr Fleisch, statt vielleicht auch fettigeres Fleisch und dafür weniger zu nehmen)



Yep,

viele Leute wollen es ganz besonders recht machen und wählen bewusst ausschließlich mageres Fleisch, womöglich noch Herz.
Das aber sind dann die richtigen Protein- und Purinbomben und können auf Dauer schon die Nieren schädigen.


Gruß
Jörg
 
  • verunsichert über das barfen Beitrag #4
Zum BARF selbst kann ich gar nicht soo viel schreiben. Ich hatte mich zwar mal damit beschäftigt und auch mal für 1-2 Wochen angefangen, aber es war einfach nichts für mich und ich war nie so richtig überzeugt, da es eben auch immer recht viele - für mich ebenfalls schlüssig klingende - Gegenargumente gibt.

Vielleicht wäre ja ein hochwertiges Nassfutter etwas für dich? Ich habe da ziemlich lange nach einem gesucht, das hervorragend deklariert ist und keinen sooo hohen Proteingehalt hat. (die Classic-Menüs von just4dogs) Es hat zwischen 60 und 65% Fleischanteil. Und es schmeckt den Hunden extrem lecker, ist aber trotzdem bequemer als barfen. Die Zusammensetzung auch der pflanzlichen Teile finde ich super. Da ist kein Quatsch wie Traubenkernmehl o.ä. drin.
Vielleicht ist das ja eine Alternative für dich.
 
  • verunsichert über das barfen Beitrag #5
hi,
@mischling danke für deine (wie immer ;-)) sehr ausführlichen kommentare. ja du hast recht, henry ist da etwas vorbelastet und ich will auf keinen fall da irgendwas falsch machen. ich glaube, ich warte erstmal bis jahresende ab, dann wird ja nochmals blut/urin getestet und dann guck ich mal, was
ich dann mache. mittlerweile frisst henry ja auch Wolfsblut (eingeweicht) ich hoffe, das macht nix?.
@danke stoffel für den link, wäre vielleicht ne alternative......es ist echt nicht einfach mit der hundeernährung...seufz, wie einfach war das noch vor
1 jahr, als er einfach ein gutes trofu bekam und gut wars :roll:
danke auch an purdey :)
ich schiebs also erstmal auf....frei nach scarlett "morgen oder so ist ja auch noch ein tag":uups:
lg mara
 
  • verunsichert über das barfen Beitrag #6
Das klingt doch schon mal gut, lange ist das Blutbild ja auch nicht mehr hin ;).

mittlerweile frisst henry ja auch Wolfsblut (eingeweicht) ich hoffe, das macht nix?.
Meinst du das Wolfsblut oder die Tatsache, dass es eingeweicht ist?
Letzteres ist egal, wenn der Hund es verträgt.
Wolfsblut selbst halte ich für ein gutes Futter und empfehle es auch gerne, füttere es selbst als Leckerli. Auch hier ist aber der Rohproteingehalt recht hoch (normal, da es ja viel Fleisch enthält).
Wenn er aber mit dem Futter normale Werte hat kannst du denke ich auch barfen, sofern du ein bisschen aufpasst ;).
 
  • verunsichert über das barfen Beitrag #7
Hallo zusammen,
ich habe das gleiche Problem!
Meine kleine würde es allem anderen vorziehen,aber die Angst was falsches oder von was zu wenig geben ist echt groß!:eusa_think:
Mir müsste man so nen Wochenplan stellen,die Portionen und Menge so hin stellen das es geht !
Die einen Sagen man kann Gemüse weg lassen da es eh net verwertet wird,die anderen sagen man soll es klein machen........:eusa_doh:
Hab mir jetzt
Natural Dog Food von Susanne Reinerth bestellt :cool:


 
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