Ratten haben einen enorm schnellen Stoffwechsel, die Zellen erneuern sich auch enorm schnell und da kann es nunmal leider haeufig zu Mutationen kommen. Und Krebs ist eine Ansammlung von Mutationen. Zum Teil wird die Neigung vererbt, aber es muss eben noch die letzte

Mutation(en) stattfinden.
Auch Wanderratten - die wilden Verwandten - neigen zu Tumoren. Nur sterben sie meist in einem Alter, in dem sich der Krebs noch nicht entwickeln konnte, daher denken alle, Wanderratten seien viel gesuender und die Tumoranfaelligkeit waere angezuechtet worden. Was definitiv maximal zum Teil stimmen kann. Sicher hat man nicht sonderlich Ruecksicht genommen und so eine Neigung weitergezuechtet, aber die eigentliche Anfaelligkeit stammt schon von der Wanderratte.
Warum sie so schnell krank ist, ist dagegen was anderes. Ich vermute, dass da auch viel Inzucht drin steckt, sodass die MHC Gene nicht sonderlich divers sind. MHC ist an der Pathogenerkennung beteiligt, je diverser der MHC, desto diverser koennen auch die Pathogene sein, die erkannt werden.
Generell sind Ratten recht tolerant gegenueber Inzucht - leider - es gibt also wenig massive genetische Defekte. Aber dennoch denke ich spielt der Einfluss des MHC eine grosse Rolle.
Bei der Hinterhandslaehmung verlieren sie nach und nach die Kraft in den Beinen, die Muskulatur baut sich ab und irgendwann koennen sie nur noch robben und nicht mehr recht laufen. Ursachen sind divers, das kann ein Herzproblem sein, Spondylosen oder andere Wirbelsaeulenprobleme, aber auch Probleme in den Gelenken selber (sicher so etwas wie Rheuma) .. Eine Therapie mit Vitamin B kann helfen, wenn die Veraenderung schmerzhaft ist, koennen Schmerzmittel helfen. Ist es das Herz, muss man versuchen, es zu staerken, aber eine genaue Diagnostik ist bei Ratten sehr sehr schwer.
Generell ist zu sagen, dass man sowas nur verlangsamen kann, nicht aufhalten.
Uebergewicht soll eine HHL beguenstigen. Und eben das maennliche Geschlecht - wie auch immer.
Bei Weibchen kann es auch vorkommen, jedoch hat man da haeufig innere Tumore (gern auch die Gebaermutter), die irgendwelche Nerven abdrueckt und so zur HHL fuehrt.
Ja, hin und wieder haben wir hier Kastraten
Gebissen wurde ich von ein paar Tieren.
Mein Lunchen war eine kleine Schnappschildkroete, aber auch Crazy hat recht gern gebissen, als er leider erblindete. Ansonsten hatte Emma auch hin und wieder Zickentage, da wollte sie mal die Zaehnchen an meiner Hand ausprobieren. Achja, mein Kruemelchen hat hin und wieder auch mal gezwackt, wenn sie nicht eingefangen werden wollte, weil der Auslauf vorbei war .. aber die war sowieso ein besonderer Fall *huestel*
Ratten beissen eher schnell. Aber ab dann ist man vorgewarnt und kann Situationen, in denen sie beissen, vermeiden.
Bei Crazy habe ich mich durch Anreden angekuendigt, Lunchen und Emma habe ich auch angesprochen und eher vermieden, ihnen in den Verstecken zu nah zu kommen. Wobei Luna auch im Auslauf mal kam und neugierig zwickte. Ich hab sie einfach machen lassen, sie war eben unsicher.
Und beim Kruemelchen, joar, da habe ich einfach auf gute Tage gehofft. Gebissen hatte sie eh nur 2 mal und da merkte man ihr die Anspannung schon vorher an, meist hat sie vorher schon das halbe Rudel verpruegelt gehabt ..