Huhu Stefanie,
danke für den ausführlichen Beitrag! Was das Fressen von "frischen Wildtieren" angeht, sehe ich das ein wenig anders. In erster Linie ging es mir eigentlich weniger um Pestizide als um bestimmte Krankheiten. Da fallen mir erstmal der Parasitenbefall selbst ein oder auch der Aujetzky Virus. Gut letzteres ist natürlich nur eine Randbemerkung, weil wir ja von Kleintieren wie Mäusen ausgehen und nicht von Wildschweinen, aber prinzipiell geht es mir einfach darum, dass "solche" Tiere Krankheiten haben können, die teilweise nichtmal auskurierbar sind. Ich glaube, mir wäre diese Art der Fütterung auch zu einseitig. Man kann es natürlich übertreiben. In unseren Gebieten muss man seinen Hunden ja nicht unbedingt Elchfleisch geben, aber immer nur ein und dasselbe Tier wäre mir auf die Dauer wohl zu wenig. So geht es mir aber auch mit Fertigfutter. Mein damaliger Hund wurde viele Jahre mit Aldi und Pedigree Futter gefüttert. Er wurde 19 Jahre alt. Beide Futtersorten waren nie das, was man "ideal" nennen kann und wirkliche Abwechslung gab es auch nicht. Der arme Kerl hat ganz selten mal frisches Fleisch gesehen. Dennoch wurde er so alt. Aber irgendwie sträubt sich alles in mir, zu sagen "der hat dieses Futter bekommen und wurde damit 19 Jahre alt". Einfach weil ich denke, dass Futter zwar beeinflusst, aber nicht das einzige Kriterium für ein langes Leben ist. Genauso wie Menschen, die ungesund leben oder rauchen trotzdem sehr alt werden können. Was ich damit sagen will: Weil ein Lebewesen alt wird, heißt das nicht, dass die Lebensweise ideal war. Deswegen würde mich interessieren, wie du es handhaben würdest, wenn deine jetzigen Hunde mit der Ernährung nicht klarkommen würden und z.B. Mangelerscheinungen bekommen? Würdest du auf Fertigfutter zurückgreifen?
Persönlich glaube ich nicht, dass "Dosentier" so schädlich ist, wie es jetzt ein wenig dargestellt wird. Nicht zuletzt dadurch, weil das Tier logischerweise auch erhitzt wird und einiges abstirbt. Aber klar, bestimmte Belastungen darf man nicht ausschließen. Gerade was Antibiotikum angeht, ist ja auch das Fleisch für den menschlichen Verzehr enorm belastet.
Ich finde es toll, dass du dennoch die Mühe auf dich nimmst, das Tier artgerecht zu ernähren. Natürlich möchte ich nicht alle Veggis (jeglicher Art) über einen Kamm scheren, aber leider musste ich schon genug erleben, die ihre Lebensweise auf ihr Tier übertragen wollten und da fehlt mir dann leider jegliches Verständnis dafür.
Ich diese kleinen, wundervollen Geschöpfe, bei dessen Erschaffung sich unser Herrgott was dabei gedacht hat, haben Ihre Berechtigung. Auch als Futter für meine Hunde..... das mag sich jetzt vielleicht Makaber anhören, aber so ist die Natur.
Das sehe ich auch so. Naja gut, diese Herrgottgeschichte ist natürlich eine Glaubenssache (ich würde einfach sagen "die Tiere haben sich in der Evolution durchgesetzt, also haben sie auch Daseinsberechtigung"

), aber prinzipiell spiegelt das auch meine Meinung wider. Ich würde meine Hunde keine Mäuse buddeln lassen. Das sage ich aber nicht aus "ihh, Mäuse, die sind krank", sondern "mein Hund könnte sich etwas einfangen, was Langzeitfolgen mit sich trägt". Da kann die Maus natürlich nichts für, aber in meinem Verständnis von Verantwortung steht eben auch, dass ich meine Hunde versuche vor potentiellen Gefahren zu schützen. Für mich persönlich (!) wäre die Gefahr wohl zu hoch. Allerdings hat jede Ernährung sein Für und Wider.