So, jetzt bin ich verwirrt, was ist denn nun richtig?

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Loua

Loua

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Hallo Leute,
ich hoffe ihr könnt mir mit ein paar Meinungen, Fakten, Erfahrungen, ach was auch immer, her damit:) weiterhelfen und zwar...
hab gestern mit "unserer" Hundetrainerin telefoniert, dazu muss ich sagen, die Dame ist wirklich sehr kompetent, erfahren, korrigiert absolut auf den Punkt, übersieht keinen noch so kleinen Fehler/Inkonsequenz bei mir. Aber, man merkt, dass sie meine happy-peppi (wink zu Finou) Art nicht mag, sie selbst ist ausgebildete (sagt man das hier so?) Jägerin und besitzt 5 unterschiedliche Jagdhunde. Zu meiner Kleinen ist sie absolut verständnisvoll und "nachsichtig", schließlich ist sie ja erst seit 7 Wochen bei mir + war bis zu diesem Tag im TH und es wurde ihr noch nichts beigebracht, klar. Dazu ist sie mein erster Hund, 20Jahre Katzenerfahrung zählt ja in dem Fall nicht ;-), also ein bisschen Nachsichtigkeit mit mir wäre vielleicht schon fair.
Zu meiner eigentlichen Frage: sie meinte gestern mein "Handwerkszeug" sei total falsch, ich soll die Schleppleine NICHT ans Geschirr, sondern an ein breites Halsband mit Zugstop machen. Auf meinen Einwand, dass die gängige Meinung aber klar ist, Schleppleine ans GESCHIRR auf keinen Fall ans Halsband meinte sie, dass ich ja keine Ahnung habe und genau durch so "unwissende Leute wie mich" (aha...) den Hunden Schaden zugefügt wird, weil ihnen das Rückgrat verletzt würde. Aber beim Halsband wird doch der Kehlkopf geschädigt oder nicht? Also ganz ehrlich, wie gesagt ich bin wirklich Laie, aber da sagt mir mein Beobachtungsverstand, dass die Kleine wenn sie mit ihrem soft-Geschirr (x-förmig) in die Leine läuft BEI WEITEM doch nicht so viel abkriegt wie wenn sie in ein Halsband, auch wenns breiter ist, reinläuft. Oder liege ich da echt so falsch?? Ihr Argument war, dass der Hund mit dem Zugstophalsband praktisch gleich das Negativ-feedback in-die-Leine-laufen-tut-aua-und-ist-scheiße-also-mach-ichs-nicht-mehr bekommt, viel direkter als mit dem Geschirr, wo er ganz andere Kräfte aufbringt und nicht so unmittelbar das Negativ-feedback bekommt. Gut, das kann schon sein, aber ich bin doch für die Gesundheit meines Hundes verantwortlich, weil die Kleine natürlich (noch) in die Leine läuft wenn sie Wild sieht, wir üben ja schon dran, aber das dauert ja, bzw wird vielleicht nie "weg" sein. Klar kann ich sagen, ja mei, da ist der Hund selber schuld, wenn er wie blöd in die Leine läuft, dann merkt er schon, dass es ihm weh tut, aber hey, ich kann das kleine Kind auch auf die Ofenplatte fassen lassen, merkts dann schon. Das ist doch furchtbar so ne Einstellung, oder bin ich da schon wieder viel zu "verweichlicht" wie sie findet???

Sorry, ist wirklich viel Text geworden, danke an alle, die sich die Lesemühe gemacht haben ;-)
 
  • So, jetzt bin ich verwirrt, was ist denn nun richtig? Beitrag #2
Auf meinen Einwand, dass die gängige Meinung aber klar ist, Schleppleine ans GESCHIRR auf keinen Fall ans Halsband meinte sie, dass ich ja keine Ahnung habe und genau durch so "unwissende Leute wie mich" (aha...) den Hunden Schaden zugefügt wird, weil ihnen das Rückgrat verletzt würde.

Hallo Loua,
allein diese Aussage finde ich einfach nur unverschämt! Bei aller Kompetenz, aber so spricht man einfach nicht mit einem Menschen, der auchnoch hilfesuchend zu einem kommt! Für mich persönlich wäre das schon der Moment, wo ich am Fachwissen des Personals zweifeln würde. DIE Methode gibt es einfach nicht! Fragst du 10 Hundeschulen, bekommst du 11 verschiedene Meinungen!

Und mir erklärt sich auch nicht, wieso der Hund beim Befestigen der Leine am Geschirr die Wirbelsäule verletzen soll?! Streng genommen ist die Schleppleine ja auch keine Halteleine, sondern eine Begrenzungsleine. D.h sie sollte normalerweise immer durchhängen und nicht auf Spannung sein. Demnach spürt die Wirbelsäule nichtmal was von der Leine. Und selbst wenn der Hund mal in einem ungeachteten Moment in die Leine rennt, dann verteilt sich der Zug auf mehrere Körperbereiche. Zumindest wenn es sich um ein qualitativ hochwertiges Geschirr handelt und so soll es ja auch sein. Bei einem Halsband sehe ich nicht nur die Gefahr der Kehlkopfverletzung, sondern eben auch einen starken Zug auf einen sehr viel kleineren, nicht für solche "Kräfte" ausgestatteten Körperbereich.

Ich glaube ich würde da mal nach einer alternativen Hundeschule Ausschau halten. Das klingt für mich irgendwie nicht nach Wohlfühlklima und gemeinsamen Arbeiten.
 
  • So, jetzt bin ich verwirrt, was ist denn nun richtig? Beitrag #3
Nope da haste schon recht ein Halsband besonders eines mit zugstopp hat an der schleppe meiner meinung nach nix zu suchen. Klar ich hab mogli SELTEN auch mal am Halsband an der schlepp ABER das mache ich nur weil er den dummy nicht bringt er fetzt dann weder in die leine oder anderes er würde NIE ziehen und wenn er zug merkt geht er sofort zurück (das is aber ne andere sache und meist nutze ich sowieso ein Geschirr einfach damit ich nicht immer so wahnsinnig aufpassen muss wenn die leine doch mal auf zug is (Hängenbleiben ect)
Fakt is also Schleppe bitte nur an Geschirr und ihre ach so nette art "dann merkt der Hund das es weh tut" finde ich mehr als fragwürdig. Man sollte einen Hund nicht wegen schmerzen gefügig bekommen (grausliges wort mir fällt grad kein besseres ein) ein Hund soll das doch freiwillig machen du willst ja nicht negativ bestrafen das is für mich jedenfalls nicht die richtige methode ich gehe nach der erzihung Positive bestärkung, Ignoranz und joah klar manchmal auch negative bestrafng aber ich schaue das meine tiere dabei NIEMALS richtig schmerzen haben. Klar wenn sie mal eine sanfte auf die nase bekommen kann das schon mal erschrecken und minimal weh tuen aber ich würde sie nie wissendlich am Halsband so lange reissen damit sie schreien oder aufhören zu ziehen aus schmerz.
 
  • So, jetzt bin ich verwirrt, was ist denn nun richtig? Beitrag #4
Ich dachte mir nur... oha. So eine Meinung an Uninformierte weiter gegeben kann echt einiges schief gehen und wäre für mich persönlich ein Grund, mich evtl nach einem anderen Trainer umzusehen.

Mach die Schleppleine bitte NIE am Halsband fest! Sicher merkt der Hund dann schneller dass das nicht geht. Aber evtl Wirbelsäulenschäden nimmst du damit billigend in Kauf. Und wenn ich sehe, wie mein Hund manchmal in die Leine brettert hätte er sich sicher schon das Genick gebrochen...
 
  • So, jetzt bin ich verwirrt, was ist denn nun richtig? Beitrag #5
Danke für eure Antworten!
Ja, ihre Art ist etwas, sagen wir mal, undiplomatisch ;-) Also ich finde das schon gut schnell und nachdrücklich korrigiert zu werden, sonst lernt man ja nchts dabei, aber wie gesagt sie kann sehr sehr gut mit den Hunden, mit den Menschen ist sie etwas arg ruppig...
Ich hab am Mittwoch nochmal einen Termin speziell zum Schleppleinentraining, mal schauen was dabei rauskommt...
Nee nee, sie arbeitet nicht mit Schmerzen zufügen, also nix mit Stachelhalsband und Co, wie das andere HuSchus am laufenden Band machen, aber sie sagt in diesem Fall mit der Leine, der Hund ist so intelligent, dass die sofort nach einmal reinlaufen weiß, das mach ich besser nicht noch mal. Und da muss ich ihr einfach widersprechen, klar, die Kleine hatte das Prinzip Schleppleine nach nicht mal 5min verstanden und läuft normalerweise auch überhaupt nicht in die Leine, links, rechts, geradeaus, stopp, das funktioniert alles toll, ABER wenn sie Wild oder Hasen sieht dann ist ihr das in dem Moment wurscht, dann würd die ins Feuer laufen wenns ist, weil dann eben innerhalb von Sekundenbruchteilen alles auf Hatz umschaltet und da ist alles andere vergessen. Da kann sie aber ja nichts für, deshalb finde ich eben kann ich nicht sagen, naja, der Hund weiß ja eigentlich, dass er nicht reinlaufen soll, weils weh tut, klar in "normalen" Situationen ist das für sie auch kein Thema, aber in solchen Situationen muss ich sie vor sich selber schützen praktisch...
 
  • So, jetzt bin ich verwirrt, was ist denn nun richtig? Beitrag #6
Bei einem gut sitzendem Geschirr, welches nicht zu fest oder zu locker sitzt ect pp, kann ich mir nicht vorstellen, ihn zu verletzen.
Ich muss auch dazu sagen, ich pflege es zu vermeiden, dass der Hund in die Schlepp prescht. Währe auch nicht Sinn eines Schleppleinentrainings.
Wenn ich merke, die Leine wird knapp, dann gehe ich in die Richtung mit um zu verhindern dass er zu stark abgebremst wird.

Edit: Wenn der Hund jagt, gilt letzter Satz mit dem hinterher laufen natürlich nicht :mrgreen:
 
  • So, jetzt bin ich verwirrt, was ist denn nun richtig? Beitrag #7
Loua du sprichst mir aus der seele. Wie du schon sagst selbst wenn sie es begriffen hat wenn sie ein Reizempfindlicher Hund is würde ich sie niemalsnie mit Halsband ans geschirr machen. Bei mogli mache ich das eig auch nur wenn ich mals geschirr vergessen hab (meine schlepp is so schön dünn die kann ich glatt in der jacke vergessen und dann ertaste ich sie und denk mir ach ja schlepp und dummy währe doch mal nett. joah und dann hab ich kein geschirr dabei und da nehm ich dann eben das halsband. Wobei mir das wie gesagt so gut wie nie passiert denn fürs Dummytraining brauch ich mehr als nur ne schlepp und wie gesagt bei mir trägt er auch so fast immer ein geschirr damit es eben nicht so schlimm is wenn ich mal etwas an der leine ruckel (wenn ich wie jetzt im winter zb ausrutsche) oder sonstiges passiert
 
  • So, jetzt bin ich verwirrt, was ist denn nun richtig? Beitrag #8
Deine Trainerin widerspricht sich ja auch selbst.

Einerseits argumentiert sie, dass von der Schlepp am Geschirr eine größere Verletzungsgefahr ausgeht.

Andererseits ist sie aber für die Schlepp am Halsband, weil das Reinrennen dann schmerzhafter (und lehrreicher) für den Hund ist.

Schmerz ist aber ein Warnsignal des Körpers, dass ihn vor Verletzungen schützen soll. Da sollte sie sich argumentativ schon entscheiden. Wenn das Halsband schonender ist, dann sollte es weniger schmerzen und das verletzungsgefährliche Geschirr müsste dann beim Reinlaufen deutlich mehr Schmerzen auslösen.
Falls sie bei der Variante bleibt, dass das Halsband erziehungstechnisch besser ist, weil es schmerzhafter und lehrhafter ist, wenn Hund reinprescht im Vergleich zum Geschirr, sollte sie aber auch die damit einhergehende größere Verletzungsgefahr eingestehen.

Ich finde es gut, dass du kritisch bleibst und hinterfragst. Zu viele Menschen lassen sich vom Hundetrainer auch gleich noch ihr eigenes Bauchgefühl weg trainieren.
 
  • So, jetzt bin ich verwirrt, was ist denn nun richtig? Beitrag #9
Ja das ist das Ding, ich bin halt jemand der immer alles hinterfragen (muss), nervt sicher auch oft den einen oder anderen, aber ich denke als mündiger Mensch ist das doch Pflicht oder? ;) Gerade wenns um "Schutzbefohlene" geht und letztendlich sind unsere Tiere ja sowas.
Das das in die Leine rennen nicht Sinn der Schleppe ist weiß ich ja ;) Nur, da wir am Anfang des Trainings sind donnert sie bei Wild/Hasen halt trotzdem immer noch rein, das kommt nicht jeden Tag vor, nicht dass es so rüberkam als würde sie am laufenden Band da reinbrettern, aber im Fall der Fälle soll sie sich halt nichts tun, dass es trotzdem unangenehm für sie ist das ist mir klar, aber dann dürft ich meine Jagdgurke ja nur noch im Zimmer haben.
Also, ich zeig euch mal welches Geschirr ich im Moment hab: das "Hunde-Softgeschirr Feel Free" von Z**plus, ist sicher nicht das non plus ultra aber als Erstgeschirr bin ich damit sehr zufrieden. Nur Halsband wäre mir bei meinem Houdini eh viel zu unsicher.
Das Argument der Trainerin war praktisch dass es dem Hund einmal weh tut und dafür lässt er es dann, trägt aber laut ihrer Meinung weniger Schäden davon wenn es ein gutes, breites Halsband ist (sind wohl unter "Hetzhalsbänder" bekannt, ein nettes Mitglied hat mich per PN da informiert, danke!), weil der Hals des Hundes viel muskulöser und stärker ist als das empfindliche Rückgrat.
Ich hab jetzt nochmal mit der Trainerin telefoniert, am Mittwoch bringt sie verschiedene Geschirr- und Halsbandtypen mit und zeigt mir an der speziellen Anatomie meines Hundes wie sie die Dinge sieht. Das find ich gut, damit kann ich leben, aber entscheiden will ich dann schon selbst, wenn sie mir das abspricht wirds wohl schwierig mit "uns"...
 
  • So, jetzt bin ich verwirrt, was ist denn nun richtig? Beitrag #10
Naja, gerade auf der Hatz entwickeln Hunde ja aber ganz andere Kräfte. Und meine Trainerin und mein Menschenverstand sind uns auch einig, dass besser ist, wenn der Druck auf den gesamten Oberkörper des Hundes verteilt ist.
Aber gut, anschauen kannst du´s dir ja mal.

Mir würde aber nach dem Spruch von wegen den unwissenden Leuten wohl schon einiges an Sympathie fehlen. Das klingt doch sehr motzig und besserwisserisch, das erwarte ich nicht von Jemanden, den ich immerhin bezahle um mir zu helfen.

Meine Trainerin verbessert übrigens auch auf den Punkt und genau und das ohne mir solche Sprüche zu drücken ;)

Bin gespannt was du weiter berichtest! Und auch, wie das mit eurer Jägerin weitergeht interessiert mich sehr :)
 
  • So, jetzt bin ich verwirrt, was ist denn nun richtig? Beitrag #11
Einen kleinen Punkt hab ich noch zur Logik deiner Trainerin zu ergänzen:

Es gibt leider keine Garantie womit der Hund im moment des Zuges den Schmerz nun verbindet. Für ihre Methode im idealfall etwa so: "Wenn ich in die Leine laufe tut das weh"
Es könnte aber auch so passieren: "Wenn da ein Reh hoppelt hab ich Schmerzen" und das könnte im falschen Rückschluss auch dazu führen dass dein Hund dann nicht mehr aus Jagdtrieb aber vl aus Angst und Aggression auf Wild reagiert.

Man kann dem Hund bei Erziehung durch positive Strafe (also aktives zuführen unangenehmer Reize) nicht vermitteln wofür die Strafe nun ist. Es ist bei einer solchen Erziehungsmethode also immer ein Glückspiel ob der Hund das nurn wirklich richtig verbindet oder sich was falsches zusammenreimt und dadurch noch mehr unerwünschtes Verhalten zeigt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • So, jetzt bin ich verwirrt, was ist denn nun richtig? Beitrag #12
Es gibt schon Trainer, die zum HB raten, auch aus genau dem genannten Grund: Weil der Hund es stärker spürt und zumindest theoretisch dann weniger reinzieht. Viele haben auch ein Problem, ihren Hund dann zu halten, was am HB einfacher ist, da der Hund nicht mit der gleichen Kraft dagegen zieht.
Nichts desto trotz ist das für mich genau das Argument dagegen: Er spürt es eben zu sehr.
Ein weiterer Punkt: Wenn es um die Jagd geht wird dein Hund egal ob mit HB oder Geschirr gleich stark in die Leine rennen. Wenn der Wild sieht ist dem egal, ob das nun am Hals oder am Rücken zieht. Genau darum ist auch die Gefahr größer, dass er sich verletzt.
Ich würde auch beim Geschirr bleiben, handhabe ich selbst auch so und ich habe kein Problem, meinen Hund zu halten. Und ich muss sagen, wenn er dann doch mal in die Leine gerannt ist hätte ich nicht gewollt, dass er ein HB dran hat, denn das sieht schon mit Geschirr heftig aus.
 
  • So, jetzt bin ich verwirrt, was ist denn nun richtig? Beitrag #13
also ich würde da nicht so vorschnell urteilen. Ihr sagt alle das ist Quatsch mit dem Halsband. Meine Trainerin, von der ich sehr viel halte, trotzdem aber alles kritisch hinterfrage, sagte auch, dass die neusten Studien es widerlegt haben, dass die Schlepp am Geschirr für den Hund sicherer wäre als am Halsband. Es gibt wohl Studien die herausgefunden haben, dass am nicht optimalen sitzenden Geschirr die Verletzungsrate viel höher ist und es ua zu schlimmen Rückenschäden führen kann. Ich habe diese Studien natürlich nicht durchgelesen, aber da glaube ich ihr einfach, denn ihr Ziel war es nie die Hunden durch negative Maßnahmen zu erziehen.

Aaaaaber, ich hatte auch Bauchschmerzen damit und sagte es ihr auch. Sie hat sich dann das Geschirr angeschaut, wir haben es gemeinsam eingestellt und sie schaute sich auch an wie mein Hund sich mit der Schlepp und dem Geschirr verhält. So ist es bei uns beim Geschirr geblieben.

Was ich allerdings schlimm finde, ist das deine Trainerin ein Zugstopp benutzen will und dem Hund durch schmerzen den Zug abtrainieren will. Dafür ist ein Zugstopp nicht gedacht und es kann auch sehr gefährlich für den Hund werden.
Generell klingt dein Text so, als würde sie dich und deine Bedenken nicht ernst nehmen. Und auch wenn sie vielleicht in mit vielen Dingen recht hat, wenn du dich nicht wohl fühlst, ihr menschlich nicht zusammenfindet und du auch ihre Methoden ablehnst, dann wechsel zu einem anderen Trainer, bei dem du dich wohl fühlst.
 
  • So, jetzt bin ich verwirrt, was ist denn nun richtig? Beitrag #14
@Infano Ja, das ist das was mich zusätzlich stört, jetzt mal von der "fachlichen Diskussion" um HB oder Geschirr abgesehen. Sie mag wie gesagt meine Art nicht und macht da halt auch keinen Hehl draus. Also ich muss dazusagen, dass ich nicht schüchtern bin und Kritik kann ich schon gut ab, wenn sie gerechtfertigt ist, denn nur so lernt man ja, auch wenn die Kritik mal ruppiger ausfällt lauf ich nicht gleich zur Mama :-D :-D Aaaber, Respekt und guter Ton sollten selbstverständlich sein, würde ich mir ja auch nicht anmaßen meinen Studis gegenüber, da hätt ich meinen Job die längste Zeit gemacht... Egal, ich schau es mir morgen nochmal an und entscheide dann...

@ Sirina Ich kann deiner Logik folgen, muss aber ehrlich sagen, dass ich nicht denke, dass, zumindest mein Hund, eine Verbindung aus Wild - Schmerz - Aggression gegen Wild aufbauen würde, da kombiniert sie einfach zu gut. Was nicht heißen soll, dass ich dafür bin sie für ihren Jagdtrieb mit Schmerzen zu bestrafen, weiß Gott nicht, genau deshalb wehre ich mich ja gegen die Ansicht der Trainerin. Puh, kann man verstehen was ich meine? ;-)

@Mischling Ja die Kräfte die selbst so ein kleines Hundi wie meines entwickelt wenns ums hetzen geht ist krass, jetzt hab ich aber den Vorteil, dass ich ihre nicht mal ganz 15kg (öhem, gekommen ist sie mit bisschen über 10kg *g*) wirklich leicht halten kann, klar, im Arm/Schulter/Nackenbereich gibts mir auch nen dumpfen "Schlag", aber von den Füßen holt sie mich damit nicht. Bin nicht neidisch auf Besitzerinnen von jagenden 40kg Hunden ;-)

@Pepe Wenn ich die freie Trainerauswahl hätte würd ich sofort sagen, mach ich, aber leider gibts gute HuSchus ja nicht wie Sand am Meer, zumindest bei uns nicht. Die eine HuSchu direkt am Ort schnallt schon den 8Wochen Welpen (kein Witz! selbst gesehen!) die Stachelhalsbänder um!, eine andere HuSchu Besitzerin ist ganz, ganz sympathisch und menschlich genau mein Fall, aber die ist mir zu ungenau und korrigiert mir zu lasch, von der dritten HuSchu hab ich schon gehört, dass dort den Besitzern gesagt wird, wenn der Hund nicht hört, kriegt er halt mal eine mit der Leine über. Hallo?! Dann werd ich lieber bissl angemosert :-D
 
  • So, jetzt bin ich verwirrt, was ist denn nun richtig? Beitrag #15
Ja man kann gut verstehn was du meinst und WOW das is mal eine detailierte Antwort auf alle Posts :D

Dass die HuSchu-Auswahl bei den fixen Standorten mies ist kann ich für hier leider nur bestätigen. Aber wenn man etwas genauer schaut schießen momentan die privaten Trainer in Massen aus dem Boden. Vl findet sich dabei ja auch der eine oder andere ganzheitliche. Ich hab mir meine Trainer auch nach ihrer Ausbildung gesucht. Also direkt übers Ausbildungsprogramm leute gesucht die diese in meiner Nähe abgeschlossen haben. Vl findet sich ja doch noch etwas.

Bewundernswert dass du es trotzdem weiter mit deiner Trainerin versuchen willst. Ich muss gestehn ich würd mich wohl doch ärgern und mir öfter gedanken machen was mich beim Üben dann doch echt ablenken könnte.
 
  • So, jetzt bin ich verwirrt, was ist denn nun richtig? Beitrag #16
Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob ein Hund auf der Hatz überhaupt Schmerz spürt? Also so richtige Jäger - und deine scheint ja dazuzugehören :) - sind ja so im Adrenalinrausch dass ich mir nicht mal sicher wäre, dass sie da überhaupt was aufbaut.

Und mit der Trainerin... naja, wenn sie ehrlich zu dir ist würde ich bei dem nächsten Spruch, der in die Richtung geht einfach sagen, dass ich
mir generell etwas menschlichen Respekt im Umgang erwarte. Zumindest, wenn sie denn auch noch weiterhin etwas GEld von mir sehen will. Man kann sagen was man will, der Ton macht die Musik!
 
  • So, jetzt bin ich verwirrt, was ist denn nun richtig? Beitrag #17
@ Sirina Ich bin euch allen wirklich dankbar für die Erfahrungen und Tipps etc, deshalb ists ja auch selbstverständlich, dass ich darauf auch eingehe ;) Das mit der Suche nach abgeschlossener Ausbildung der Trainer ist eine super Idee, ich weiß ohne es gegoogelt zu haben nämlich auch gar nicht, inwiefern der Begriff "Hundetrainer" oder Ähnliches bei uns überhaupt "geschützt" ist....

@ Infano Ja, das kann gut sein, das Adrenalin sorgt ja normalerweise dafür, dass Schmerzen nicht/weniger wahrgenommen werden. Nur wenn ein Schaden, am Kehlkopf oder Rückgrat je nach Geschirr/HB erstmal angerichtet ist, spüren sie ihn nachher natürlich schon. Nicht, dass du das nicht weißt, ich sabbel nur laut meine Schlussfolgerung vor mich hin :mrgreen: So sieht mein Plan für heute auch aus, ich lass mich gern korrigieren, aber persönlich gegen mich werd ich keinen Kommentar mehr hinnehmen sondern es ihr dann in meiner unglaublich charmanten und höflichen Art mitteilen :014: :mrgreen:
 
  • So, jetzt bin ich verwirrt, was ist denn nun richtig? Beitrag #18
Na klar, hinterher. Aber ob sie das dann wieder verbinden ist die andere Frage. :eusa_think:
Also für mich ist da einfach zuviel suspektes dabei :)

Aber lass es dir mal erklären, ich bin gespannt, was du weiter berichtest!
 
  • So, jetzt bin ich verwirrt, was ist denn nun richtig? Beitrag #19
Hallöchen Leute,
ich wollte euch mal ein Feedback geben wie es heute so gelaufen ist :)
Also erstmal zu der Frage Geschirr vs HB an der Schleppleine: die Trainerin hat mir ein Zugstop Halsband geliehen und wir haben es mal mit der Schleppe versucht, aaaber, alleine aus "praktischen Gründen" kann ich sagen: es funktioniert eh nicht! Denn durch das Gewicht der Schleppleine (und meine schmale Biothane wiegt nun eh nicht viel) zieht es das Zugband nach vorne mittig und, davon abgesehen, dass dann Zug am HB ist, hängt die Schleppleine genau mittig zwischen ihren Beinen und sie hat sie ständig zwischen den Beinen und kann gar nicht gescheid damit laufen. Das heißt für mich persönlich alleine deshalb schon: Schleppleine ans Geschirr, als HB ist das breite, gepolsterte Zugstop super wenn es maßgefertigt ist und wirklich passt.

Zum Umgang mit mir: immer noch etwas ruppig, manche Bemerkungen "grenzwertig" bzgl der Höflichkeit, aber insgesamt wirklich besser, mein Kommentar auf ihre Ansage, dass zu langsam bin, zu wischiwaschi, timing total verkehrt, alles falsch was ich ihr bis jetzt beigebracht hab, etc, meinte ich mit Augenzwinkern, dass es ja gar keine HuSchus gäbe, wenns nicht mehr so "talentfreie" Hundebesitzer gäbe :mrgreen::mrgreen: Das hat dann Wirkung gezeigt, da war sie zum ersten Mal baff und schwups wurde der Ton gleich viel besser, das Kritisieren darf ja ruhig bleiben!
Aber, ich hab viel gelernt heute, dass unsere Probleme größtenteils an mir liegen ist mir schon klar, ich bin bei weitem nicht konsequent genug gewesen, aber wie gesagt, Hundeerfahrung fehlte mir bis zu Lillis Einzug, und die Theorie alleine machts halt nicht. Von Lilli Vanilli ist sie total begeistert, als Jägerin findet sie meine Jagdgurke natürlich toll und sie findet, dass sie sehr, sehr intelligent ist und wahnsinnig schnell lernt, aber das natürlich auch zu ihrem eigenen Vorteil nutzt um mich zu "verarschen" ;) Aber sie mache genau das eben sehr charmant. Kann ich nur unterschreiben ;) Lilli packt wenn sie was nicht machen mag gerne mal das "ich armes Hundi" aus und ich bin einfach am Anfang zu oft drauf reingefallen ;-) Als sie heute gemerkt hat, uuups, kacke, Frauchen setzt ihre Befehle aber heut punktgenau und immer, auch zum 10.Mal sofort durch, hat sie erst "gebockt", aber dann hat man richtig gemerkt, wie sie mich plötzlich draußen viel spannender fand, weil sie sich viel besser auf mich konzentrieren musste.

Fazit des Tages: Ich hab viel gelernt, es war viel Lehrreiches dabei, aber wenn das eigene Gefühl sich gegen gewisse Sachen sperrt, dann das lassen. In meinem Fall: viele gute Tips umsetzen bis nächste Woche, die Schleppe kommt aber weiterhin ans Geschirr dran :)
Euch nochmal danke für eure Tips!!

Ach, was ich noch vergessen hatte: die Trainerin hat auch gemeint, da mein Hund eh nicht der Leckerlie-verrückte Hund ist, und das stimmt, drinnen beim Tricks üben klappts mit Leckerlie gleich super, aber draußen ists ihr eigentlich eh rille ob's da jetzt ein Leckerlie geben würde oder nicht, andere Sachen (schnuppern, schnüffeln, Umgebung abscannen, etc) sind eh viel interessanter. Im Umkehrschluss heißt das für mich ab jetzt: Leckerlie gibts draußen nur noch wenn das "Hier" 1000% ausgeführt wird, also nix kurz noch nen Schlenker, dann aber brav zu Frauchen, sondern wie aus der Pistole geschossen SOFORT und auf direktem Weg zu Frauchen. Oberbegeisterte Stimme und "dutzidutzi" "feiner Hundi" findet sie eh viel besser.
Uuuund: die Trainerin hat gelobt, dass sie supertoll aussieht, also Gewicht perfekt (hatte ja so starkes Untergewicht als sie kam) und Fell richtig schön durchs gute barfen.
 
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