Westernreiten für absolute Anfänger?!?

Diskutiere Westernreiten für absolute Anfänger?!? im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; Hallo zusammen, ich hab mal ne kleine Frage. Bei mir um die Ecke gibt es einen Hof, der nach einem 2 stündigem Crashkurs, Westernreiten im...
  • Westernreiten für absolute Anfänger?!? Beitrag #1
Equus

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Hallo zusammen,
ich hab mal ne kleine Frage. Bei mir um die Ecke gibt es einen Hof, der nach einem 2 stündigem Crashkurs, Westernreiten im Gelände für absolute Anfänger anbietet. Da ich im Moment, relativ erfolglos, versuche die englische Reitweise zu erlernen, hätte ich mal Interesse ins Gelände zu gehen. Nun frage ich mich aber, ob das an Selbstmord grenzt oder relativ sicher ist? Eigentlich fühle ich mich nicht ansatzweise in der Lage mit einem Pferd ins Gelände zu gehen, aber es wird auf der Webseite gesagt, daß die Ausritte auch für Anfänger geeignet sind. Welche Erfahrungen habt ihr in dieser Richtung? Ein Pferd kann, sei es noch so sicher und lieb, erschrecken oder ausrutschen... kann ein Anfänger überhaupt mit solchen Situationen umgehen?
Ich freu mich schon über euere Meinungen.

Gruß,
Equus
 
  • Westernreiten für absolute Anfänger?!? Beitrag #2
Hey,

also wie du sagst - jedes Pferd kann erschrecken...
Ich würde vielleicht einfach mal hinschauen und versuchen, mal das Selbe Pferd 2-3 mal zu reiten (Am Platz, Reitstunde oder so) wenn sowas da möglich ist und wenn du dich auf dem Pferd dann sicher fühlst könntest du ja ins Gelände...
Wird da auch getrabt und galoppiert?

Lg
 
  • Westernreiten für absolute Anfänger?!? Beitrag #3
da fällt mir was ein was ich mal gesehen hab. Es gibt im Sauerland einen kleine Freizeitpark der ist so westernmäßig gebaut. Unteranderem kann man oder konnte man da auch reiten. Angegeben wurde: älter als 10 Jahre und schon Reiterfahrung sollte man haben. Das einzige was ich damals hatte war Voltigiererfahrung. Und ich war erst 8. Aber damals wollte ich uuuuunnbedingt. Mama hat also die Leute gefragt ob ich auch mit ausreiten dürfte. Die strecke geht grad mal 20min im schritt auf Tinkern. Die waren auch sehr ruhig und lieb aber wenn ich heute so daran zurück denke war das nicht Verantwortungsvoll. Wie schon gesagt wurde ein Pferd kann sich immer erschrecken oder ausrutschen oder sonst was. Auch wenn das Pferd vielleicht lieb ist aber ehrlich gesagt könnte er dich viel lieber als Handpferd mitnehmen. Und Westernreiten lernt man dabei schon garnicht. Schau dir die Pferde mal an und vielleicht kannst du mal mit einem spazieren gehen. Dann siehst du vielleicht schon ob es schreckhaft ist oder wirklich ruhig bleibt. Manchmal wird auch zuviel versprochen ;) und dann würde ich es nach deinem bauchgefühl entscheiden. Wenn du dich damit sicher fühlst dann mach es aber du solltest keine Angst haben. Denn das könnte das Pferd auch merken und evtl. selbst unsicher werden und das wäre dann nicht so gut.
 
  • Westernreiten für absolute Anfänger?!? Beitrag #4
Die Frage sollte wohl eher sein: Sollte ein Anfänger ausreiten?

Ein Pferd ändert sein Verhalten nicht, nur weil es einen Westernsattel trägt.
Auch die klassischen Westernrassen sind genausohäufig naturcool wie das bei Warmblütern vorkommt.
Der Westernsattel suggeriert dem Anfänger jedoch Sicherheit. Er ist breiter und hat vorne das Horn.
Mit Westernreiten hat der beschriebene Betrieb vermutlich wenig zu tun (ich kenne den Betrieb nicht, das ist nur eine Vermutung. Es wird sich vermutlich nur um Reiten im Westernsattel handeln. Ein Sattel macht aber noch keine Reitweise).

Ausritt mit einem kompletten Anfänger ohne Begleitung zu Fuss - gefährlich und sicher auch grobfahrlässig. Ob da überhaupt noch ein Versicherungsschutz besteht, müsste man vorher erfragen.
Ausritt mit einem relativen Anfänger auf einem entsprechenden Pferd, gemeinsam mit einem ruhigen Beipferd - berechenbares Risiko.

Stolpern, Stürzen oder Durchgehen kann jedes Pferd. Auch kann ein Pferd JEDEN Reiter abbocken. Der Profi bleibt nur länger drauf - was ein Vorteil sein kann, aber nicht muss. Ein Restrisiko bleibt immer. Dieses ist jedoch höher, je unerfahrener der Reiter ist.
Das Risiko kann durch folgende Umstände stark gesenkt werden:
- Schutzkleidung (Kappe, Rückenprotector, geeignetes Schuhwerk, geeignete Hose) auch wenns doof aussieht
- geeignetes Pferd
- geeignetes Beipferd
- Wegwahl
- Wahl der Gangart
- Zustand des Materials
- Hochwertigkeit und Passform des Materials (wer auf einem schlechten Sattel sitzt fällt schneller)
- Vorausschauend reitender und geschulter Mitreiter mit entsprechender Aufmerksamkeit auf den schwächeren Reiter

So kann selbst ein relativer Anfänger einen kleinen Ritt im Gelände wirklich genießen ohne russisches Roulette spielen zu müssen. Auch komplette Reitanfänger können eine kleine Runde draußen wagen, wenn die vorher beschriebenen Punkte erfüllt sind und eine Person das Pferd führt bzw. nebenher geht. Das zügige Auf- und Absteigen sollte jedoch auf jeden Fall vorher geübt werden, so dass der Anfänger in einer voraussichtlichen 'Kriesensituation' (Straße, Traktor, Hunde...) kurz absteigen kann. Keinesfalls darf so ein geführter Ritt über Asphalt gehen (weils ja für die führende Person leichter ist) 5-10 Min. reichen hier auch.
 
  • Westernreiten für absolute Anfänger?!? Beitrag #5
@tessa: Über die Gangart wurde nix gesagt... ich denke aber, daß es möglich ist nur Schritt zu reiten, wenn ich es möchte. Die Idee mit dem Unterricht ist gut, mal schauen, ob die sowas machen. Es gibt für Anfänger eine Schnupperstunde, bei der man ca. 1,5 Stunden den umgang mit dem Pferd lernt und danach gehts für ca. 1 Stunde ins Gelände.

@Sofia: Früher wurde alles nicht so eng gesehen wie Heute. Ich war als Kind auch einige Male auf Ponyhöfen und bin da ohne "Handführung" geritten und hab mich immer sicher gefühlt. Aber man wird älter und größer... da kann bei einem Sturz schon einiges passieren.
Westernreiten möchte ich jetzt nicht unbedingt lernen, da ich mich noch mit der englischen Reitweise beschäftige. Mir geht es halt um etwas abwechslung. Ständig nur Longenstunden sind auf dauer sehr eintönig, vorallem wenn man kaum Fortschritte macht.

@Machtnix: Ich gehe davon aus, daß kein besonderer Versicherungsschutz existiert. Nur der normale Krankenversicherungsschutz, den ich auch so habe. Ich sollte mir aber so langsam mal Gedanken über eine
Arbeitsunfähigkeitsversicherung machen. Bei den Longenstunden hab ich bis jetzt noch nicht die Notwendigkeit
gesehen.
Die größte Angst hab ich davor, daß das Pferd durchgeht und ich es nichtmehr unter Kontrolle bekomme.

Erstmal vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Ich seh mich erstmal in meinen Zweifeln bestätigt und überlege mir erstmal den Hof und die Pferde nur anzuschauen. Vielleicht können die mir ja auch einen geführten Ritt anbieten, daß ich erstmal ein Gefühl für die Pferde bekomme.

Euch noch eine erfolgreiche Woche.

Gruß,
Equus
 
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