- Felix und Lea - Unser Katzentagebuch. Beitrag #1
CoonieMama
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So, ihr Lieben! Jetzt habe ich schon ein paar Beiträge geschrieben und immer so wage erzählt, dass wir EIGENTLICH 2 Katzen haben. Ich schreibe jetzt einfach mal, was ich schon in einem Katzenforum berichtet habe. Da dort die Aktivität der User aber sehr gering ist, bleibe ich nurnoch hier. In diesem Tagebuch möchte ich einfach unser Leben mit unseren beiden Katzen festhalten. Lea hatten wir jetzt ca. seit 9. Februar.
ALSO:
27. Februar 2013:
Felix habe ich jetzt seit ca. 3 Monaten. Der kleine Mann war von jemand privatem. Leider zu früh abgegeben, aber er war aber zum Glück schon stubenrein und hat sich ganz normal verhalten. Normal heißt relativ... Er griff uns häufig an, was wir als spielen verstanden, aber eben nicht mitmachen wollten... Ein sehr aufgekratzter, verspielter Kater, der eben bei jeder Gelegenheit in Hände biss oder Beine im Vorbeigehen ansprang. Das war schon ganz schön lästig, um ehrlich zu sein. Ich versuchte, ihm das abzugewöhnen, indem ich in solchen Fällen meine Hand wegzog und laut "Aua!" sagte, aber Felix guckte nur groß und nutzte weiter jede Gelegenheit. Wir beschlossen, dass er einen Artgenossen zum spielen braucht, da wir (also mein Freund und ich) seine Art zu spielen nicht teilen konnten. Allerdings ging das nicht, denn ich hatte noch bei meinem Bruder gewohnt und er wollte auf keinen Fall eine zweite Katze in seiner Wohnung.
Wir beschlossen also, mit einer zweiten Katze zu warten, bis wir nach Österreich gezogen sind, da wir eh schon nicht wussten, wie die 7 Stunden Fahrt im Auto allein mit Felix klappen. 2 Katzen wären noch schwieriger geworden... Aber es klappte. Mit einem NEM vom Tierarzt, das den kleinen Mann relaxen sollte, ging zum Glück alles gut.
Dann war es soweit: Wir waren in Tirol angekommen und jetzt sollte die Suche nach einer zweiten Katze beginnen. Wie ich das vom Ruhrgebiet kenne, habe ich im Internet geschaut. Schnell stellte ich dann fest, dass das ganze Inet voll ist mit Anzeigen von dieser komischen Nigeria-Connection (oder so) ist. Also fiel das Weitersuchen dort schonmal flach. Vom Tierheim wurde uns abgeraten, da man dort häufig nur verstörte Tiere bekommt, die viel erleben mussten und somit kein normales Leben mehr führen können, entweder unter der Couch leben, aggressiv sind etc. Dann fand ich die Seite vom Tierschutzverein in unserer Nähe. Wir fanden eine Katze, die uns zusagte, sie war aber leider nicht mehr zu haben.
Die Frau vom Tierschutzverein bot uns dann an, im TH anzurufen, aber dort war gerade Annahme- und Abgabestop. Dann riet sie uns, bis zu den nächsten Bauernkatzen zu warten. Unser Problem dabei: Die leben dann bis 12 Wochen draußen, können bei uns aber dann nicht mehr raus und außerdem ist Felix dann im Mai auch schon wieder einen Batzen älter... Und noch 3 Monate allein?!
Sie sagte uns dann, dass sie sich meldet, wenn eine Katze reinkommt, die zu uns oder besser zu Felix passen würde. Außer, dass sie vom Charakter und vom Alter her zu Felix passt, hatten wir keine Ansprüche. Gesund sollte sie halt sein. Aber wie sie Aussieht etc. war nicht wichtig.
Gleich abends rief sie dann an. Da hatte ich wirklich nicht mit gerechnet...
Sie sollte eine Katze vermitteln, die (aus meiner Sicht aus komischen Gründen) abgegeben werden sollte. Speedy. Sie wohnte bei einer etwas älteren Frau und war eine Katze aus dem Wurf der älteren Katze, die die Frau ebenfalls hatte. Nach 3tägigen Anrufversuchen konnte wir dann endlich hinfahren und Speedy kennenlernen.
So süß! Klein, zart und zutraulich, aufgekratzt und verspielt. Und laut Besitzerin absolut gesund. Das klang nach einem Traum! Die perfekte Freundin für Felix und quasi genauso alt! Und sie ist zutraulich, was uns natürlich freut. Wir konnten sie gleich mitnehmen. Zuhause wurde sie von uns dann erstmal umgetauft. Speedy passte zu dieser kleinen Maus gar nicht. Wir entschieden uns für Lea. Samstags abends zog sie also bei uns ein. Dann ging es los.
Dienstags stellte mein Freund fest, dass sie Tropfen verliert. Er streichelte sie, während sie sich an ihn schmiegte und plötzlich verlor sie Tropfen. Wir waren davon ausgegangen, dass sie vielleicht schon rollig wird und vereinbarten einen Termin bei der Tierärztin, der für Freitag dann angesetzt war. Bis dahin stellte ich jedoch fest, dass sie die Tropfen so unkontrolliert verliert, manchmal zittert und komisch geht. Das sagte ich an diesem Freitag unserer TÄ und sie stellte dann die Diagnose Blasenentzündung.
5 Tage Antibiotikum, was aber leider GAR nicht half. Ich hatte mittlerweile Sorge, dass sie was richtig schlimmes hat, wenn das AB nicht hilft... Zur selben Zeit mussten wir dann auch mit Felix zum TA, da er, entgegen seiner eigentlichen Natur, den ganzen Tag auf seinem Kratzbaum lag und schlief und nur zum Geschäft erledigen oder zum Fressen diesen verließ, um sich danach gleich wieder schlafen zu legen. Selbst toben mit Lea, was bis dato an der Tagesordnung stand, kam für ihn nicht mehr in Frage. Außerdem hatte er einen riesen Knubbel am Kopf. Ob sein Verhalten damit zusammenhing? Der TA untersuchte den Knubbel und schloss Krebs aus, spritze dem Racker einen Entzündungshemmer sowie ein AB und dann gings wieder ab nach Hause. 3 Tage war Felix so, bis er dann wie auf Knopfdruck wieder normal wurde und durch unsere Wohnung sprintete, mit Lea käbbelte etc.
Nach 5 Tagen AB war Lea's Blasenentzündung immernoch nicht besser. Wir riefen unsere TÄ an und erzählten ihr das. Ihre Antwort: Weitere 5 Tage AB. Wenn's dann nicht besser wird, ab in die Tierklinik. Oh weh, Tierklinik... Das KLANG schon teuer...
Es wurde nicht besser. Sonntag war der schlimmste Tag. Lea verlor nicht nur Tropfen, sondern pinkelte richtig, und zwar da, wo sie gerade saß. Kratzbaum, Couch, Boden...Also riefen wir in der Klinik an und fuhren letzten Montag gleich hin. Die Ärztin untersuchte Lea's Urin (was die erste TÄ nicht machte) und stellte einen erhöhten Leukozytenwert im Urin fest. Zum Glück keine Kristalle. PH Wert 7,0. Sie gab uns Metacam und ein neues AB mit.
Heute hat Lea noch nirgendwo hingemacht. Ich hoffe, dass Lea's Blasenentzündung gerade weggeht und sie bald von allein wieder auf die Toilette geht. Momentan setze ich sie jede 2 Stunden hinein und dann macht sie auch. Montag ist Nachuntersuchung. Mal schauen. Ich frage mich jetzt natürlich, ob sie das schon hatte, als wir sie holten, oder ob sie das bei uns erst bekommen hat. Allerdings hatten meine Katzen das NIE. Wir füttern Nassfutter und haben immer frisches Wasser stehen. Hoffentlich wird jetzt alles gut...
28. Februar 2013:
Felix wurde gestern kastriert. Der kleine Racker ist aber schon wieder fleißig beim Toben.
Lea hat gestern wirklich nirgends hingepinkelt und heute auch noch nicht! *Auf Holz klopf*
Ich bin sicher, dass sie das schon hatte. Der Abgabegrund war halt, dass sie viel reist und ihrer Schwiegertochter 2 Katzen zuviel zu versorgen sind. Dabei ist das doch völlig latte, ob man eine oder 2 Katzen füttert und die Geschäfte von einer oder 2 Katzen aus dem Klo macht?!
Fand ich da schon komisch. Aber ich wollte eben einfach eine Freundin für Felix und bin aber jetzt auch froh, dass wir sie haben. Auch wenn wir jetzt erstmal Tierarztkosten hatten...
Das TH hatte gerade Katzenschnupfen um und der wurde behandelt. Deswegen konnten wir keine Katze aus dem TH holen.
4. März 2013:
So. Heute war Nachkontrolle. Und Überraschung: Lea hat Struvitsteine im Urin. Und wieso erst heute gesehen und nicht letzte Woche? Hauptsache, man lässt uns 60 EUR zahlen. -.-
Heute war ein anderer Arzt da. Letzte Woche das war eine Ärztin. Er meinte, dass Lea's Entzündung halt von den Steinen herrührt, also nix bakterielles, weswegen das AB nicht geholfen hat. Natürlich schön, dass das kleine Wesen jetzt 3 Wochen AB bekommen hat für nix. Ich bin echt sauer grad!
Nun gilt es, die Struvitsteine aufzulösen. Als er mit dem Flyer von Royal Canin kam, habe ich ihm gleich gesagt, dass ich das auf keinen Fall kaufe, da ich Lea JETZT mit Sicherheit ERST RECHT kein TroFu gebe. Dann gab er mir diese Uro-Pet Paste. Mal schauen. Er meinte, dass es möglich ist, dass ihre Entzündung jetzt chronisch ist, was bedeuten würde, dass sie ihr Leben lang zu Kontrollen und behandelt werden muss. In 2 Wochen müssen wir wieder hin. Sollte Lea's Blase dann immernoch angeschwollen sein (kann der TA das einfach so fühlen?), will er Cortison spritzen. Was sagt ihr dazu? Und generell zu dieser ganzen Kiste? Ich will Lea nicht mit soviel Zeugs vollpumpen lassen, denn wenn sie von dem ganzen Zeugs Krebs bekommt, ist uns auch nicht geholfen...
Der Arzt wirkte auf mich eh irgendwie verwirrt und komisch. Doof, dass es in unserer Nähe keine andere Tierklinik gibt.
Dieser kam mir inkompetent vor, die von letzter Woche hat die Struvitsteine nicht gesehen. Ich weiß echt nicht, was ich machen soll. Ich will einfach nur, dass jemand meine Katze heilt.
4. März 2013 - abends:
Und zack - pinkelt sie wieder in die Wohnung. Ich halte das nicht mehr aus.
Tabletten, die ich auf cuxkatzen.de gefunden habe, sind quasi jetzt noch die einzige Hoffnung.
Unsauber ist sie nämlich nicht. Sie hat jetzt fast eine Woche immer ins Klo gemacht. Sie ist halt krank und ich habe keine Ahnung, ob das jemals wieder weggehen wird.
6. März 2013:
Wir haben heute im Tierschutzverein angerufen und ihnen unsere Geschichte geschildert. Ihnen liegt natürlich am Herzen, dass wir Lea behalten. Die Frau rät uns jetzt zu einem guten TA und der Verein übernimmt die Kosten. Quasi meine letzte Hoffnung jetzt. Ich habe keine Kraft mehr.
Mein Alltag besteht momentan aus Katze hinterherwischen, aufs Klo setzen, darauf achten, dass sie nicht auf die Couch geht, dann den Po baden, weil er uringetränkt ist und dann beginnt der Kreislauf von vorne. Den ganzen Tag. Und der arme Felix versteht die Welt nicht, weil ich keine Zeit für ihn habe.
7. März 2013:
So! Gestern war es ja soweit. Ein ganz neuer TA, vom Tierschutzverein empfohlen. Ich hatte mir schon viel versprochen, denn er war der TA eines Tierheimes. Der MUSS ja gut sein und seinen Job richtig machen.
Als wir dort ankamen, haben wir gleich unsere Geschichte geschildert. Die Sprechstundenhilfe kam, kaum, dass der Satz "Verliert ständig Urin" gefallen war, mit Royal Canin angestiefelt. Aber das Nassfutter, denn Trockenfutter gebe ich keins, was ich dem TA auch gesagt habe. Der Arzt drückte auf Lea's Blase, schaute ihre Augen an und meinte: "Ja. Sie ist zwar sehr jung, aber theoretisch könnten das schon Struvitkristalle sein. Wir probieren jetzt mal...". Da war es wieder. Es KÖNNTEN Struvitkristalle sein. Wir PROBIEREN mal. Neben dem Futter sollen wir jetzt morgen Tabletten abholen, die den Harndrang regulieren, bis das Futter seine Wirkung zeigt. In 3 Wochen sollte Besserung eintreten.
Abgesehen davon, dass ich mich wieder verarscht fühlte, durften wir Medikamente und Futter selber bezahlen, denn übernommen hätte der Tierschutz nur die Behandlungskosten. Aber es gab ja quasi keine Behandlung. Wenn TA sein so einfach ist, werde ich mir morgen eine Aprobation holen. -.- (Scherz...) Wir durften übrigens wieder 55 EUR bezahlen.
Wir riefen also wieder beim Tierschutz an und erzählten, dass wir echt enttäuscht von diesem TA sind und jetzt so langsam aber sicher aufgeben. Da fühlt man sich echt so richtig allein gelassen von sämtlichen TAs. Niemand kann oder will wirklich helfen, sondern einfach nur unser Geld kassieren.
Die Tierschützerin hatte in einem der vorigen Gespräche bereits erwähnt, dass sie die Katze zu sich nimmt und mal schaut, ob sie das in den Griff bekommt, wenn wir sie nicht mehr behalten möchten. Aber diese 3 Wochen möchten wir Lea noch geben, denn bestenfalls würden wir sie schon gern behalten...
Abends rief die Tierschützerin uns nochmal an und riet uns wieder zu einem anderen Tierarzt, diesmal mit der absoluten Garantie, dass wir NICHTS zahlen müssen, sondern der Tierschutz alle Kosten übernimmt. Da wir ja immernoch Hoffnung haben, ließen wir uns natürlich darauf ein. Heute Morgen rief sie dann an, um uns Bescheid zu geben, dass wir um 13 Uhr einen Termin haben und die Kostensache bereits geklärt ist.
Wir sind also heute Mittag mit dem kleinen Fräulein (das vermutlich schon die Schnute gestrichen voll hat von dieser ewigen Fahrerei in der blöden Transportbox) losgefahren zum neuen TA. Diesem haben wir dann wieder unsere Geschichte geschildert und auch ebenfalls, dass wir uns bis jetzt von sämtlichen TAs echt verarscht und ausgenommen fühlen, dass alle TAs offensichtlich kein echtes Interesse daran haben, unsere Katze gesund zu machen, sondern uns einfach immer nur zahlen lassen, und das nur für vage Vermutungen als Diagnose. Der Arzt versprach uns dann, Lea jetzt auf Herz und Nieren zu prüfen. Er machte Ultraschall (Lea musste narkotisiert werden, da sie sich das nicht gefallen ließ) und nahm ihr Blut ab. Blase und Nieren wurden angeschaut und laut TA alles schön. Genauso, wie das bei einer so kleinen Katze aussehen soll. Und Überraschung: Es waren weder im Ultraschall, noch im Urin Anzeichen für Struvitkristalle zu sehen. Auf der einen Seite war ich froh, auf der anderen Seite frage ich mich, was es jetzt noch sein könnte. Die Blutbilduntersuchung dauerte ca. eine Stunde, aber wir warteten. Zuhause hätte ich eh keine Ruhe gehabt.
Ihr Blutbild ist in Ordnung, aus dem Urin werden jetzt Kulturen gezüchtet, da dort wirklich Blut drin ist. Der Arzt versucht jetzt rauszufinden, ob sich was züchten lässt und wenn ja, welche Resistenzen bestehen. Unnötig neues AB haben wir nicht bekommen, worüber ich ehrlich gesagt sehr froh bin. Mir tut Lea jedes Mal so leid, wenn wir ihr wieder diese eklige Medizin mit einer Spritze ins Maul zwingen müssen.
Bekommen hat sie heute 2 NEM. Einmal eine Vitaminbombe, von der sie nur 2 Tropfen pro Woche bekommen soll und Kapseln, die die Blasenwand stärken. Das RC Urinary geben wir ihr jetzt natürlich auch erstmal weiter.
Ich bin echt gespannt, wie es weitergeht.
Drückt mir mal die Daumen, wir möchten Lea behalten. Vor allem, weil Felix und sie sich echt lieben. Aber wenn das nicht weggeht, ....
8. März 2013:
Gestern Abend hat Lea nicht mehr so schlimm Urin verloren und heute noch gar keines. Allerdings war auch vorhin beim Saubermachen keins im Klo (gestern Abend zuletzt sauber gemacht). Nur ein Haufen pro Katze. Man muss halt schauen, woran das jetzt liegt. Wenn das so einfach über das Futter zu regeln ist, soll's halt so sein. Dann behalten wir sie, kaufen teures Futter und verzichten eben auf was anderes.
Sterilisiert ist sie nicht. Wir würden sie aber auch eher kastrieren lassen, damit die hormonelle Kiste auch unterbunden wird und das Fräulein nicht leidet, weil ihre Rolligkeit nicht befriedigt wird. Und uns ihr Gejammer erspart bleibt...
9. März 2013:
Nachdem jetzt 24 Stunden mal wieder eine "Alles-ist-gut"-Phase war, darf ich heute Abend wieder fleißig hinterher wischen.
12. März 2013:
Vorgestern haben wir Lea (hoffentlich nur vorerst) zum Tierschutz gebracht. Es war nicht mehr auszuhalten und wir haben das Gefühl, dass es immer schlimmer statt besser wird. Die Fahrt dorthin war so furchtbar. Die kleine Maus hat so schlimm geweint die ganze Zeit.
Alle Medizin und co. hat einfach 0 bewirkt und wir hatten wirklich keine Ahnung, was das jetzt noch sein kann. Wenn's idiopathisch: Na herzlichen Glückwunsch.
An diesem Tag fiel uns abends eben Felix' Nickhaut auf und da unsere TÄ ganz klar von Würmern ausgeht, bekommt Felix momentan Milbemax. Wir schrieben Alexandra vom Tierschutz davon und sie gab Lea auch gleich Milbemax. Und tadaaa: Seit gestern abend ist sie "dicht" und heute hat Alex die ersten abgestorbenen Würmer in Lea's Kot gefunden.
Soll das alles jetzt wirklich nur an den Würmern liegen? Das wäre ja wirklich ein Traum! Bis Freitag bleibt Lea jetzt beim Tierschutz, danach gibt es nochmal ein Gespräch mit dem Tierarzt. Drückt uns mal die Daumen, dass jetzt vielleicht doch noch alles gut wird. :roll:
EDIT: Die Kulturenzucht des letzten TAs hat nichts ergeben.
Fotos: Lea, eine ziemlich süße Schokoladenschildpatt-Katze. Felix, der kleine Brown Tabby Rüpel.





ALSO:
27. Februar 2013:
Felix habe ich jetzt seit ca. 3 Monaten. Der kleine Mann war von jemand privatem. Leider zu früh abgegeben, aber er war aber zum Glück schon stubenrein und hat sich ganz normal verhalten. Normal heißt relativ... Er griff uns häufig an, was wir als spielen verstanden, aber eben nicht mitmachen wollten... Ein sehr aufgekratzter, verspielter Kater, der eben bei jeder Gelegenheit in Hände biss oder Beine im Vorbeigehen ansprang. Das war schon ganz schön lästig, um ehrlich zu sein. Ich versuchte, ihm das abzugewöhnen, indem ich in solchen Fällen meine Hand wegzog und laut "Aua!" sagte, aber Felix guckte nur groß und nutzte weiter jede Gelegenheit. Wir beschlossen, dass er einen Artgenossen zum spielen braucht, da wir (also mein Freund und ich) seine Art zu spielen nicht teilen konnten. Allerdings ging das nicht, denn ich hatte noch bei meinem Bruder gewohnt und er wollte auf keinen Fall eine zweite Katze in seiner Wohnung.
Wir beschlossen also, mit einer zweiten Katze zu warten, bis wir nach Österreich gezogen sind, da wir eh schon nicht wussten, wie die 7 Stunden Fahrt im Auto allein mit Felix klappen. 2 Katzen wären noch schwieriger geworden... Aber es klappte. Mit einem NEM vom Tierarzt, das den kleinen Mann relaxen sollte, ging zum Glück alles gut.
Dann war es soweit: Wir waren in Tirol angekommen und jetzt sollte die Suche nach einer zweiten Katze beginnen. Wie ich das vom Ruhrgebiet kenne, habe ich im Internet geschaut. Schnell stellte ich dann fest, dass das ganze Inet voll ist mit Anzeigen von dieser komischen Nigeria-Connection (oder so) ist. Also fiel das Weitersuchen dort schonmal flach. Vom Tierheim wurde uns abgeraten, da man dort häufig nur verstörte Tiere bekommt, die viel erleben mussten und somit kein normales Leben mehr führen können, entweder unter der Couch leben, aggressiv sind etc. Dann fand ich die Seite vom Tierschutzverein in unserer Nähe. Wir fanden eine Katze, die uns zusagte, sie war aber leider nicht mehr zu haben.
Sie sagte uns dann, dass sie sich meldet, wenn eine Katze reinkommt, die zu uns oder besser zu Felix passen würde. Außer, dass sie vom Charakter und vom Alter her zu Felix passt, hatten wir keine Ansprüche. Gesund sollte sie halt sein. Aber wie sie Aussieht etc. war nicht wichtig.
Gleich abends rief sie dann an. Da hatte ich wirklich nicht mit gerechnet...
Dienstags stellte mein Freund fest, dass sie Tropfen verliert. Er streichelte sie, während sie sich an ihn schmiegte und plötzlich verlor sie Tropfen. Wir waren davon ausgegangen, dass sie vielleicht schon rollig wird und vereinbarten einen Termin bei der Tierärztin, der für Freitag dann angesetzt war. Bis dahin stellte ich jedoch fest, dass sie die Tropfen so unkontrolliert verliert, manchmal zittert und komisch geht. Das sagte ich an diesem Freitag unserer TÄ und sie stellte dann die Diagnose Blasenentzündung.
Nach 5 Tagen AB war Lea's Blasenentzündung immernoch nicht besser. Wir riefen unsere TÄ an und erzählten ihr das. Ihre Antwort: Weitere 5 Tage AB. Wenn's dann nicht besser wird, ab in die Tierklinik. Oh weh, Tierklinik... Das KLANG schon teuer...
Es wurde nicht besser. Sonntag war der schlimmste Tag. Lea verlor nicht nur Tropfen, sondern pinkelte richtig, und zwar da, wo sie gerade saß. Kratzbaum, Couch, Boden...Also riefen wir in der Klinik an und fuhren letzten Montag gleich hin. Die Ärztin untersuchte Lea's Urin (was die erste TÄ nicht machte) und stellte einen erhöhten Leukozytenwert im Urin fest. Zum Glück keine Kristalle. PH Wert 7,0. Sie gab uns Metacam und ein neues AB mit.
Heute hat Lea noch nirgendwo hingemacht. Ich hoffe, dass Lea's Blasenentzündung gerade weggeht und sie bald von allein wieder auf die Toilette geht. Momentan setze ich sie jede 2 Stunden hinein und dann macht sie auch. Montag ist Nachuntersuchung. Mal schauen. Ich frage mich jetzt natürlich, ob sie das schon hatte, als wir sie holten, oder ob sie das bei uns erst bekommen hat. Allerdings hatten meine Katzen das NIE. Wir füttern Nassfutter und haben immer frisches Wasser stehen. Hoffentlich wird jetzt alles gut...
28. Februar 2013:
Felix wurde gestern kastriert. Der kleine Racker ist aber schon wieder fleißig beim Toben.
Ich bin sicher, dass sie das schon hatte. Der Abgabegrund war halt, dass sie viel reist und ihrer Schwiegertochter 2 Katzen zuviel zu versorgen sind. Dabei ist das doch völlig latte, ob man eine oder 2 Katzen füttert und die Geschäfte von einer oder 2 Katzen aus dem Klo macht?!
Das TH hatte gerade Katzenschnupfen um und der wurde behandelt. Deswegen konnten wir keine Katze aus dem TH holen.
4. März 2013:
So. Heute war Nachkontrolle. Und Überraschung: Lea hat Struvitsteine im Urin. Und wieso erst heute gesehen und nicht letzte Woche? Hauptsache, man lässt uns 60 EUR zahlen. -.-
Heute war ein anderer Arzt da. Letzte Woche das war eine Ärztin. Er meinte, dass Lea's Entzündung halt von den Steinen herrührt, also nix bakterielles, weswegen das AB nicht geholfen hat. Natürlich schön, dass das kleine Wesen jetzt 3 Wochen AB bekommen hat für nix. Ich bin echt sauer grad!
Nun gilt es, die Struvitsteine aufzulösen. Als er mit dem Flyer von Royal Canin kam, habe ich ihm gleich gesagt, dass ich das auf keinen Fall kaufe, da ich Lea JETZT mit Sicherheit ERST RECHT kein TroFu gebe. Dann gab er mir diese Uro-Pet Paste. Mal schauen. Er meinte, dass es möglich ist, dass ihre Entzündung jetzt chronisch ist, was bedeuten würde, dass sie ihr Leben lang zu Kontrollen und behandelt werden muss. In 2 Wochen müssen wir wieder hin. Sollte Lea's Blase dann immernoch angeschwollen sein (kann der TA das einfach so fühlen?), will er Cortison spritzen. Was sagt ihr dazu? Und generell zu dieser ganzen Kiste? Ich will Lea nicht mit soviel Zeugs vollpumpen lassen, denn wenn sie von dem ganzen Zeugs Krebs bekommt, ist uns auch nicht geholfen...
Der Arzt wirkte auf mich eh irgendwie verwirrt und komisch. Doof, dass es in unserer Nähe keine andere Tierklinik gibt.
4. März 2013 - abends:
Und zack - pinkelt sie wieder in die Wohnung. Ich halte das nicht mehr aus.
6. März 2013:
Wir haben heute im Tierschutzverein angerufen und ihnen unsere Geschichte geschildert. Ihnen liegt natürlich am Herzen, dass wir Lea behalten. Die Frau rät uns jetzt zu einem guten TA und der Verein übernimmt die Kosten. Quasi meine letzte Hoffnung jetzt. Ich habe keine Kraft mehr.
7. März 2013:
So! Gestern war es ja soweit. Ein ganz neuer TA, vom Tierschutzverein empfohlen. Ich hatte mir schon viel versprochen, denn er war der TA eines Tierheimes. Der MUSS ja gut sein und seinen Job richtig machen.
Als wir dort ankamen, haben wir gleich unsere Geschichte geschildert. Die Sprechstundenhilfe kam, kaum, dass der Satz "Verliert ständig Urin" gefallen war, mit Royal Canin angestiefelt. Aber das Nassfutter, denn Trockenfutter gebe ich keins, was ich dem TA auch gesagt habe. Der Arzt drückte auf Lea's Blase, schaute ihre Augen an und meinte: "Ja. Sie ist zwar sehr jung, aber theoretisch könnten das schon Struvitkristalle sein. Wir probieren jetzt mal...". Da war es wieder. Es KÖNNTEN Struvitkristalle sein. Wir PROBIEREN mal. Neben dem Futter sollen wir jetzt morgen Tabletten abholen, die den Harndrang regulieren, bis das Futter seine Wirkung zeigt. In 3 Wochen sollte Besserung eintreten.
Abgesehen davon, dass ich mich wieder verarscht fühlte, durften wir Medikamente und Futter selber bezahlen, denn übernommen hätte der Tierschutz nur die Behandlungskosten. Aber es gab ja quasi keine Behandlung. Wenn TA sein so einfach ist, werde ich mir morgen eine Aprobation holen. -.- (Scherz...) Wir durften übrigens wieder 55 EUR bezahlen.
Wir riefen also wieder beim Tierschutz an und erzählten, dass wir echt enttäuscht von diesem TA sind und jetzt so langsam aber sicher aufgeben. Da fühlt man sich echt so richtig allein gelassen von sämtlichen TAs. Niemand kann oder will wirklich helfen, sondern einfach nur unser Geld kassieren.
Die Tierschützerin hatte in einem der vorigen Gespräche bereits erwähnt, dass sie die Katze zu sich nimmt und mal schaut, ob sie das in den Griff bekommt, wenn wir sie nicht mehr behalten möchten. Aber diese 3 Wochen möchten wir Lea noch geben, denn bestenfalls würden wir sie schon gern behalten...
Abends rief die Tierschützerin uns nochmal an und riet uns wieder zu einem anderen Tierarzt, diesmal mit der absoluten Garantie, dass wir NICHTS zahlen müssen, sondern der Tierschutz alle Kosten übernimmt. Da wir ja immernoch Hoffnung haben, ließen wir uns natürlich darauf ein. Heute Morgen rief sie dann an, um uns Bescheid zu geben, dass wir um 13 Uhr einen Termin haben und die Kostensache bereits geklärt ist.
Wir sind also heute Mittag mit dem kleinen Fräulein (das vermutlich schon die Schnute gestrichen voll hat von dieser ewigen Fahrerei in der blöden Transportbox) losgefahren zum neuen TA. Diesem haben wir dann wieder unsere Geschichte geschildert und auch ebenfalls, dass wir uns bis jetzt von sämtlichen TAs echt verarscht und ausgenommen fühlen, dass alle TAs offensichtlich kein echtes Interesse daran haben, unsere Katze gesund zu machen, sondern uns einfach immer nur zahlen lassen, und das nur für vage Vermutungen als Diagnose. Der Arzt versprach uns dann, Lea jetzt auf Herz und Nieren zu prüfen. Er machte Ultraschall (Lea musste narkotisiert werden, da sie sich das nicht gefallen ließ) und nahm ihr Blut ab. Blase und Nieren wurden angeschaut und laut TA alles schön. Genauso, wie das bei einer so kleinen Katze aussehen soll. Und Überraschung: Es waren weder im Ultraschall, noch im Urin Anzeichen für Struvitkristalle zu sehen. Auf der einen Seite war ich froh, auf der anderen Seite frage ich mich, was es jetzt noch sein könnte. Die Blutbilduntersuchung dauerte ca. eine Stunde, aber wir warteten. Zuhause hätte ich eh keine Ruhe gehabt.
Ihr Blutbild ist in Ordnung, aus dem Urin werden jetzt Kulturen gezüchtet, da dort wirklich Blut drin ist. Der Arzt versucht jetzt rauszufinden, ob sich was züchten lässt und wenn ja, welche Resistenzen bestehen. Unnötig neues AB haben wir nicht bekommen, worüber ich ehrlich gesagt sehr froh bin. Mir tut Lea jedes Mal so leid, wenn wir ihr wieder diese eklige Medizin mit einer Spritze ins Maul zwingen müssen.
Ich bin echt gespannt, wie es weitergeht.
8. März 2013:
Gestern Abend hat Lea nicht mehr so schlimm Urin verloren und heute noch gar keines. Allerdings war auch vorhin beim Saubermachen keins im Klo (gestern Abend zuletzt sauber gemacht). Nur ein Haufen pro Katze. Man muss halt schauen, woran das jetzt liegt. Wenn das so einfach über das Futter zu regeln ist, soll's halt so sein. Dann behalten wir sie, kaufen teures Futter und verzichten eben auf was anderes.
Sterilisiert ist sie nicht. Wir würden sie aber auch eher kastrieren lassen, damit die hormonelle Kiste auch unterbunden wird und das Fräulein nicht leidet, weil ihre Rolligkeit nicht befriedigt wird. Und uns ihr Gejammer erspart bleibt...
9. März 2013:
Nachdem jetzt 24 Stunden mal wieder eine "Alles-ist-gut"-Phase war, darf ich heute Abend wieder fleißig hinterher wischen.
12. März 2013:
Vorgestern haben wir Lea (hoffentlich nur vorerst) zum Tierschutz gebracht. Es war nicht mehr auszuhalten und wir haben das Gefühl, dass es immer schlimmer statt besser wird. Die Fahrt dorthin war so furchtbar. Die kleine Maus hat so schlimm geweint die ganze Zeit.
Alle Medizin und co. hat einfach 0 bewirkt und wir hatten wirklich keine Ahnung, was das jetzt noch sein kann. Wenn's idiopathisch: Na herzlichen Glückwunsch.
An diesem Tag fiel uns abends eben Felix' Nickhaut auf und da unsere TÄ ganz klar von Würmern ausgeht, bekommt Felix momentan Milbemax. Wir schrieben Alexandra vom Tierschutz davon und sie gab Lea auch gleich Milbemax. Und tadaaa: Seit gestern abend ist sie "dicht" und heute hat Alex die ersten abgestorbenen Würmer in Lea's Kot gefunden.
Soll das alles jetzt wirklich nur an den Würmern liegen? Das wäre ja wirklich ein Traum! Bis Freitag bleibt Lea jetzt beim Tierschutz, danach gibt es nochmal ein Gespräch mit dem Tierarzt. Drückt uns mal die Daumen, dass jetzt vielleicht doch noch alles gut wird. :roll:
EDIT: Die Kulturenzucht des letzten TAs hat nichts ergeben.
Fotos: Lea, eine ziemlich süße Schokoladenschildpatt-Katze. Felix, der kleine Brown Tabby Rüpel.





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