Die Erziehungspille

Diskutiere Die Erziehungspille im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo, ich muss jetzt mal ein Statement loswerden, weil ich so richtig sauer bin - vielleicht habt ihr ja auch eine Meinung dazu . Falls dieser...
  • Die Erziehungspille Beitrag #1
suno

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Hallo,
ich muss jetzt mal ein Statement loswerden, weil ich so richtig sauer bin - vielleicht habt ihr ja auch eine Meinung dazu .
Falls dieser Beitrag besser in "Hundehütte" paßt bitte ich das Mod Team freundlich um Verschiebung.

Die Erziehungspille

"Hilfe brauche dringend Rat" oder "Bitte brauche ganz schnell Hilfe" Hund ist agressiv, Hund jammert, Hund hört nicht etc. Da wird man natürlich hellhörig als Forler, jemand ruft um Hilfe, bittet dringend um Rat ...

Nun setzten sich hier ganz viele nette Leute dran und versuchen mit ihren eigenen Erfahrungen und Ansichten wirklich zu helfen, machen Vorschläge, geben Tips, fragen nach und posten. Und dafür liebe ich dieses Forum.

Ich meine nicht, daß der um Rat und Hilfe Fragende, unreflektiert und in blinder Gutgläubigkeit sofort jeden Vorschlag / Tip akzeptieren, annehmen oder umsetzten sollte. Ganz sicher nicht, denn Lebensumstände, jeder Hund und auch mentale Fähigkeiten der Menschen sind unterschiedlich , was nicht gleichbedeutend mit schlechter ist. Und auch haben die Ratgeber (ich schließe mich mit Sicherheit nicht aus) nicht immer Recht.

Aber und das macht mich rasend und leider passiert das immer wieder und leider meist bei den extremsten Problemfällen:
Anstatt sich mit Posts der anderen auseinander zu setzten , sie von mir aus zu zerpflücken oder auch mal zu untermalen - wird sobald der Ratschlag darauf hinaus läuft mit seinem Tier zu arbeiten, etwas mehr Zeit und Anstrengung zu investieren - vom Ratfragenden die möglichst arbeitsfreien und für den Mensch bequemstem Gegenvorschlag gemacht.

Ganz schnell kommt - ohne auch nur einmal auf die Gedanken der Anderen eingegangen zu sein: "oder sollen wir ihn einfach mal ignorieren" - "was haltet ihr von einem Sprühhalsband" etc. ?

Ja Leute, das ist wohl ein Zeichen unserer Zeit - am liebsten her mit der Erziehungspille (Nebenwirkungen werden, wie der Hund, ignoriert) und wenn möglich das Ganze als 3 Monatspaket kostengünstig von einem dubiosen Anbieter aus dem Internet...hauptsache es geht schnell, ist billig und macht keine Mühe.

Es gibt sie aber nicht, die Erziehungspille und zum Schluss: Geiz ist NICHT geil.

so...jetzt gehts mir besser, vielen dank fürs "zu hören"

Liebe Grüße Suno
 
  • Die Erziehungspille Beitrag #2
Schade :D
Als ich den Threadtitel gelesen hab schrie mein Kopf ganz laut: "Hier" ICH!! Und gleich 3 davon!" :D

Aber du hast schon recht. Man muss halt aber auch sehen, dass es zu vielen dieser extremen Probleme gar nicht gekommen wäre, hätten die Leute sich mal vorher mit dem Thema auseinander gesetzt.

Ich finde es aber wichtig, einfach nicht zu resignieren - es gibt ja auch durchaus immer wieder Leute, denen dann doch ein Licht aufgeht und dann anfangen, mit dem Hund zu arbeiten. Ist halt wie immer: Du kannst nicht alle retten...
 
  • Die Erziehungspille Beitrag #3
Hallo suno und alle anderen fleißigen Forenschreiber,

entschuldigt, wenn ich als "Noch-Nicht-Hundehalter" mich hier mal einmische, sonst lese ich im Forum wegen fehlender eigener Erfahrung zum großen Teil bisher nur mit.

Ich kann die Frustration über manche beratungsresistente Fragesteller gut nachvollziehen. Aber eure ausführlichen Antworten und Hilfestellungen sind ja auch für andere interessant. Ich habe durch das Verfolgen solcher Threads bereits eine ganze Menge dazugelernt und sicher auch die ein oder andere etwas zu rosarote Vorstellung über die Hundehaltung korrigieren können. Ganz bestimmt geht es anderen ähnlich wie mir und ich bin sicher, dass mein zukünftiger 4-beiniger Mitbewohner von einigen der hier gefundenen Tipps profitieren darf.

Darum mal ein ganz dickes Lob für die viele Mühe, die ihr euch macht :clap:. Bitte gebt nicht auf und macht so weiter, auch wenn es sicher manchmal schwer fällt. Irgendwo kommen eure Ratschläge immer an, wenn auch vielleicht nicht unbedingt beim ursprünglichen Fragesteller.
 
  • Die Erziehungspille Beitrag #4
Kann ich nur so unterschreiben, gut geschrieben...:clap:

Mensch, wozu mach ich mir eigentlich nen Kopp und arbeite mit dem Felltier... Ich hätte dann bitte auch eine Packung :angel:
Krieg ich Rabatt wenn ich gleich 2 nehm???
 
  • Die Erziehungspille Beitrag #5
Gibt es die Pillen auch für Ehemänner die ihre Fellnasen nur Verwöhnen anstatt sie zu erziehen?
Dann brauche ich ganz viele der Pillen!!!:uups:
 
  • Die Erziehungspille Beitrag #6
Ja, das ist ja leider ein allgemeines Phänomen in der Hundehaltung. Da kommt dann der fehlerzogene Hund mit einem Affenzahn auf einen zugerast und die Halter entschuldigen sich mit einem "der will einfach nicht hören." Von einem "tut mir leid, wir sind mitten im Training und es klappt noch nicht so recht" hört man dann nie was. :roll:

Wobei ich sagen muss, dass wir schon schlimmere Zeiten hatten, wo sich die Leute alles Mögliche schönreden und wir haben viele User, die Ratschläge immer angenommen und manche auch probiert haben und das sogar hier dokumentieren. In so Leute steckt man dann auch gerne seine freie Zeit, liest deren Threads (still) oder gibt weiterhin Tipps.

Schade ist halt nach wie vor, dass ganz oft Tipps OHNE Begründung und Sinn dahinter gegeben werden. Um nochmal mein Lieblingsbeispiel zu nennen "benutz doch die Rütteldose". Damit will ich nicht über die Dose an sich diskutieren, sondern über diesen "wertvollen Tipp", der niemandem hilft. Man kann ja auch nicht sagen "clicker doch mal". Was sollen die Leute damit anfangen? Und das Folgeproblem: Unerfahrene Halter übernehmen das unreflektiert, weil sie eben noch nicht genug Erfahrung und Kenntnis haben. Deswegen fallen dann auch oft Aussagen wie "ich hab hier mal gelesen, dass...".
Daher nochmal mein Appell an die Tipps-Geber: Gebt eure Tipps so, dass sie ausführlich sind und wie ihr sie haben wolltet, wenn ihr nach etwas fragen würdet. Dann ist der Text eben auch mal länger - wer sich wirklich um das Tier bemüht, wird diesen Text lesen und nicht auf zwei-Zeilen-Posts spekulieren. :) Und immer nett bleiben, dann sind alle auch wesentlich aufgeschlossener, was die Umsetzung angeht. Wenn man nicht freundlich bleiben kann - wenigstens neutral bleiben so gut es geht ;)
 
  • Die Erziehungspille Beitrag #7
Dito Pewee:p

Ich war gestern so sauer, deshalb musste ich mir das mal von der Leber schreiben. Zum einen weil es einen direkten Anlass hier gab....ich nenne keine Namen. Zum anderen weil ich mich über jemanden in meiner näheren Umgebung geärgert habe und deren Hund mir leid tut:

Der arme 1 Jahr junge Hund bellt den ganzen Tag beim geringsten Geräusch und sei laut Halter auch draußen "nicht zu bändigen - hört halt nicht...."

Ich war dort zu Besuch, mit meiner Schäferhündin. Wie immer gehe ich bevor wir etwas "langweiliges" wie z.B. jemanden Besuchen oder zu einem Meeting oder in ein Café ordentlich und sehr ausgiebig laufen...mit Spiel und etwas Training oder Fahrradfahren...und wie immer ist mein Mädel dann natürlich "brav" und ziemlich platt...klar.

Also wir besuchen die Leute denen ich zum 100 mal ganz diplomatisch (sie haben mich um Rat gefragt) erklärt habe, daß 1x pro Woche Hundeschule, den Hund alleine in den Garten lassen und ein netter Spaziergang nicht ausreicht. (dieses Wort sollten meiner Meinung nach Hundebesitzer gar nicht kennen - nicht langweiligeres und unnötigeres als so ein "Spaziergang" für einen gesunden Hund) und bekommen zu hören:

Ne daran liegt es sicher nicht ....So gehorsam und so ruhig sind halt nur Schäferhunde (ja ne ist klar) - die sind ja super einfach zu erziehen (unterschwellig war gemeint Schäferhunde sind halt trottelig und gemütlich) und so ein "Jagdhund" bekommt man halt nie erzogen und ruhig:eusa_doh:(klar deshalb sind sie gezüchtet worden um vollkommen unkontrolliert mit Förster/ Jäger und Co auf die Jagd zu gehen:shock:....)
:evil:

LG Suno
 
  • Die Erziehungspille Beitrag #8
Na ich hab nen Mischling aus Dackel und Jagdterrier. Und den schmeiße ich auch nur in den Garten, weil er nicht hört und schwer erziehbar ist?
Halt, dann läuft da aber gewaltig was schief und ich kann verstehen das dir da die Hutschnur hochgeht.
Ich verstehe auch nicht, warum die Menschen in der Hundeschule sind? Was machen sie denn da? Gehorsamkeitstraining? Ich verstehe auch nicht warum sie denken das es reicht..Warum hört man nicht auf erfahrenere Hundehalter die ihnen das nett sagen? Und nicht besserwisserisch auf´s Brot schmieren?! Ich versteh das auch nicht. Der Hund ist 1 Jahr alt. Da ist noch alles drin?! Wollen sie das jetzt die nächsten 13 Jahre (oder vll noch mehr) weiter so machen? Ich rege mich auf, ohne die Menschen zu kennen muss ich zugeben..
Maxi ist bei weitem nicht immer einfach. Und ja, es war verdammt harte Arbeit ihn zu dem Punkt zu kriegen an dem er jetzt ist. Und ich darf es nicht schleichen lassen. Aber das wusste ich vorher. Es macht Spaß mit ihm zu arbeiten und ich liebe meinen Sturschlumpf. =)
Suno, ich verstehe dich vollkommen und hoffe das sich im Leben des Hundes deiner Bekannten bald gewaltig was ändert!
Und zu dir, ich finde deine Tipps immer sehr wertvoll und hilfreich.
Bitte werd da nicht müde!

LG
Schatti
 
  • Die Erziehungspille Beitrag #9
Puh ja die Marke von Mensch. hab hier auch einen ganze einfach Schäferhund (kann den ja mal ausleihen :lol:), natürlich sie sind sooooo einfach zu erziehen:clap:. Mhh ok ist dann wohl auch eher ein Jagdhund im Schäfifell.
Nein mal spaß beiseite. Ich mag es auch nicht hören, wenn man sagt das der Hund gearbeitet werden muss und man ihn nicht ableinen sollte, solange der Rückruf noch nicht klappt, dann zu hören zu bekommen, das es nicht nötig ist.
Am besten kommen die kleinen Welpen wohl erzogen ins Haus, sind STubenrein und bleiben 12 Stunden allein zuhaus*ironieout*.

Leider liebe Suno werden wir immer auf solche Leute treffen, oder auf die, die erwarten dass das Problem was sich in 2 Jahren aufgebaut hat, man am besten sofort abstellen kann. Wo führt das hin?? Wenn wir pech haben zu den Hundeschulen, wo man eigentlich keinen Hinschicken würde, da wo schnell erfolge erzielt wird, auf kosten des Hundes:(

Lg Yvi
 
  • Die Erziehungspille Beitrag #10
Hat der Martin Rütter nicht mal gesagt: "Die Leute erwarten, dass es mal mit am Schwanz ziehen und am Ohr drehen getan ist"? Ich meine, sowas in der Richtung.

Naja, wenn ich mir einen Hund anschaffe, egal welche Rasse/Alter, muss der eben entsprechend beschäftigt werden. Ein älteres Semester vll. eher mit Kopfarbeit und ein Jüngerer dazu eben noch Auslauf usw.
 
  • Die Erziehungspille Beitrag #11
Als ich mal einem Besitzer fragte,
(dessen Hund sich immer alleine auf den Weg machte und weil es ein spanischer Straßenhund war, somit völlig "normal" das er nicht mehr hören wird)
ob er Clickertraining macht.
Bekam ich zur Antwort:
"...neiiiin, ich will doch keinen Hund, der wie eine Fernbedienung funktioniert!"
....oooookay:shock::eusa_think:
Das würde eben an der Rasse liegen. Ich hätte das ja einfacher, Dobermänner wären ja von Natur aus gehorsam....:silence:

Bei den ganzen "Hundesuperirgendwas" wird es dann leider auch noch so kurz und einfach zurecht geschnitten, das es halt für solche Hilfesuchenden auch so ausschaut, als wenn man da den Schalter nur an und aus machen muß.
 
  • Die Erziehungspille Beitrag #12
Suno, bei sowas würde mir auch die Hutschnur hochgehen :? Erstmal überhaupt einen Schäfi als total simpel zu bezeichnen ist schon zum kräftigen Kopfschütteln verurteilt. Dass dieses WTP oder stark auf den Menschen bezogene immer noch als "leicht zu erziehen" verstanden wird, ist mir völlig unverständlich. Also ich hab großen Respekt vor solchen Rassen und erst recht für deren Erziehung.

Ansonsten kann ich diese Gefühlsregungen auch absolut nachvollziehen. Wenn man dann schon zum dritten Mal am Tag irgendwelche dubiosen Erziehungsmethoden oder Meinungen hört oder liest, denk ich mir auch sehr oft meinen Teil. Das hat dann die Konsequenz, dass ich mich bei solchen Leuten gar nicht (mehr) zu Wort melde. Irgendwann sieht man ja auch so ein bisschen, wo man noch helfen kann und wo Hilfe wirklich erwünscht ist oder wo man auf Granit beißt und die Leute sich dann lieber für den "einfachen", aber (für mich) nicht vertretbaren Weg entscheiden. Da investier ich meine Zeit lieber in Menschen/User, die wirklich Hilfe wollen und sich auch mal auf das einlassen, was man vorschlägt.

Ich finds übrigens total frech, wie oft die gute Erziehung oder das vorbildliche Verhalten der Hunde auf deren Rasse geschoben wird und dass sie offensichtlich nicht so anspruchsvoll sind. Sowas hört man wesentlich öfter als ein "Mensch, Sie haben toll trainiert, Sie machen sicher sehr viel mit ihrem Hund? Der ist ja wirklich top erzogen und ausgelastet". Ne. Ist die Rasse. Die ist so träge ;) Gerne auch bei kleinen Hunden verwendet. Als ich mit Hanna gereizangelt habe, wurde ich original gefragt, wieso ich sie denn überhaupt trainiere, sowas brauchen kleine Hunde doch nicht :eusa_eh:
 
  • Die Erziehungspille Beitrag #13
Ja das kommt mir sehr bekannt vor, ich hab meine Emma nun seit ner Woche, sie war recht gut erzogen aber wenn ich das so hingenommen hätte und mich nicht intensiv um sie kümmern würde, hätte das auch nichts genutzt. Und wenn Leute dann sagen, ach so Border die sind doch einfach, da frag ich mich echt was die sich denken, weil wenn man bei dem Hund nicht aufpasst dann übernimmt der Hund ganz fix die Leitrolle aber das können die nich kapieren weil ein Hund der ja nur still neben den Schafen liegt und ab und an mal aufpasst das keins wegrennt kann ja soooooo schwer nich zu erziehen sein:evil:
 
  • Die Erziehungspille Beitrag #14
Warp-One:
geht mir mit meinen Borders ja auch oft so. Allerdings mehr in die Richtung, dass Borders ja schon perfekt erzogen auf die Welt kommen... Anscheinend. Dieses Buch hat aber mindestens mein Rüde nicht gelesen. :lol:

Ich verstehe Suno sehr gut. Ich halte mich hier mit Tipps inzwischen je länger je mehr zurück. Erstens, weil ich es ja auch Teil-beruflich mache und mir da schon genug Energie geklaut wird, wenn ich den Leuten zum 1000sten Mal erkläre, wie sie was machen sollen und sie ihre Hausaufgaben halt auch dieses Mal wieder nicht gemacht haben und wir nun schon die 5. Lektion das gleiche üben... :roll: und zweitens weil es eben schriftlich, ohne die Leute und Hunde zu kennen, noch viel schwerer ist, etwas zu übermitteln.

Ich habe letztens in einem Thread erwähnt, dass ich selten Leute antreffe, die wirklich AKTIV mit den Hunden unterwegs sind, mit ihnen arbeiten, trainieren. Also warum wundert man sich denn, wenn sie so viele Probleme haben? Wenn der Mensch mit dem Hund einfach nur gelangweilt durch den Wald latscht, wieso sollte der Hund den Menschen denn spannender finden als alles andere? Geht doch nicht. Arbeiten, arbeiten, arbeiten. Mit meinem Border Rüden, den ich aus etwa 4. Hand hatte (mit knapp 6 Monaten) habe ich erstmal Monate gebraucht, ihn soweit zu bekommen, dass er bereit ist, mit Menschen zu kooperieren. Soviel zum WTP... ;) Heute ist er (fast) ein Traumhund und hilft mir auch bei Trainings und dient als Vorbild und Referenz. Aber es war Arbeit! Und ist heute noch Arbeit. Und wird auch morgen noch Arbeit sein... :004:

Wer die Arbeit, die Herausforderung und das Training (und auch den entsprechenden finanziellen und zeitlichen Aufwand) scheut, sollte sich keinen Hund anschaffen. :eusa_shhh: Da geht man als Hundefreund lieber mit Tierheimhunden spazieren. Die kann man nach 2 Stunden wieder abgeben und dennoch hat man ihnen den Tag verschönert und konnte seine LIebe zu Hunden ausleben! :004:
 
  • Die Erziehungspille Beitrag #15
Hallo zusammen,

ich wollte auch mal meine Meinung zu diesem Thema äußern, bzw. meinen Senf dazu geben. Ich möchte vorab klarstellen, das es sich um meine persöhnliche Meinung handelt und ich mir die Themen hier gerne durchlese.

Mittlerweile ist es, meiner Meinung nach, in der Hundeerziehung, wie in der Kindererziehung. Es gibt ganz viele neue Erkenntnisse und Meinungen, die viele Erzieher völlig verunsichert. Ich habe mittlerweile meine zweite Hündin und habe mich auch durchaus verunsichern lassen. Ich bin völlig gestresst gewesen und habe wild versucht meine Dame zu beschäftigen, weil ich ein permanent schlechtes Gewissen hatte, da ich arbeiten gehe, einen kleinen Sohn habe und ein großes Haus, plus Garten. Dementsprechend habe ich natürlich weniger Zeit, als anscheinend andere Hundebesitzer die angeblich die Möglichkeiten haben, sich einen Hund zu halten und noch 2-4 Stunden täglich in die Erziehung, bzw. Beschäftigung des Hundes investieren. Diese Zeit habe ich nicht, natürlich hätte ich mir den Hund nicht anschaffen dürfen, werden jetzt einige sagen, aber ich habe mich trotzdem dazu entschieden, weil mein Hund auf mein Haus aufpassen soll und das auch seine Aufgabe ist, die er gerne erledigt. Sie geht jeden Tag 3 Mal ins Gelände, insgesamt also ca. 1,5 Stunden, zusätzlich wird regelmäßig mit ihr gespielt, wobei sie daran nicht wirklich viel Interesse hat. Ich war mit ihr in der Hundeschule, da wir sie als ehemaligen Straßenhund aus Spanien vermittelt bekommen haben und sie einen ausgeprägten Jagdtrieb hat. Ich denke das heute einfach viel zu viel gemacht wird, es werden wild verschiedene Erziehungsmethoden ausprobiert und dadurch der Halter, sowie der Hund verwirrt. Ich denke es ist nicht immer alles schlecht, was früher war, ohne viele Hilfsmittel und Leckerlie hier und clicken da. Komischer Weise haben die Hunde früher auch gehört und hatten ein schönes Leben, vielleicht nicht alle, aber doch die Hunde, die ich in meiner Kindheit kennen gelernt habe und damals hat man den Hund Hund sein lassen und hat nicht in seiner Psyche gewühlt oder wild versucht die Hundesprache zu interpretieren. Der Hund war immer schon ein Familienmitglied, aber ihm wurde nicht so viel Aufmerksamkeit zu teil wie heute und meiner persöhnlichen Meinung nach war das auch gut so.

So vielen Dank für die Aufmerksamkeit, sollte sich jemand durch diesen Artikel persöhnlich angegriffen fühlen, bitte ich das zu entschuldigen und betone nochmal, das ich niemanden persöhnlich ansprechen wollte.

LG
 
  • Die Erziehungspille Beitrag #16
Ich erziehe meinen Hund so wie ich auch meine anderen Hunde erzogen habe und zwar mit Konsequenz und wenns sein muss auch mal mit Strafe, allzu verweichlicht darf man echt nich sein, nix gegen Rütter und seine Schütteldose aber ich hab Hunde erzogen die hätten mich angeschaut und ausgelacht wenn ich denen eins vorgeschüttelt hätte:lol::lol::lol:.
Klar darf man den Hund nicht vertrimmen wie das der erste Besitzer meiner Emma getan hat, weil das bringt nur Frust, aber wenn Emma eben beim Gassi gehen nicht hört und meint ihren Kopf durchsetzen zu wollen wenn se frei läuft ist eben Schicht mit frei laufen. Dann geht es an die Leine und sie darf nich mehr rumtollen, das merkt se sich. Auch wird se dann nicht ausgiebig gestreichelt, was für sie absolut schlimm is da sie kuscheln und gestreichelt werden über alles liebt.
 
  • Die Erziehungspille Beitrag #17
durchsetzen zu wollen wenn se frei läuft ist eben Schicht mit frei laufen. Dann geht es an die Leine und sie darf nich mehr rumtollen, das merkt se sich.

*lach* Das finde ich aber sogar wesentlich "weicher" als die Rütteldose :lol: Leinenpflicht kann den Hund nerven, aber nicht ernsthaft Traumata herbeiführen wie Rütteldosen. Manche lachen über die Dose - würde mein Rüde auch - andere kriegen den Schock fürs Leben. Deswegen würde ich das bei manchen Hunden durchaus schon als Angststrafe bezeichnen, wozu ich nicht greifen würde. Mein Hund soll auf mich hören, weil er es will und die Vorzüge erkannt hat und nicht weil er Angst vor mir oder der Dose hat.
 
  • Die Erziehungspille Beitrag #18
Ich finde jeder Hund muss individuell behandelt werden deswegen würd ich so ne Spass aus dem TV auch nie einfach so eins zu eins übernehmen
 
Thema:

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