Solche Aussagen wie "mehrmals jährlich kommen Hunde mit diesem Problem zu TA" sind m.E. immer mit Vorsicht zu genießen. Man weiß nie, was dahinter steckt, welche Knochen in welcher Menge und unter welchen Umständen gegeben wurden.
Zum Beispiel finde ich es durchaus gefährlich, einem sagen wir mal 10 Jahre alten Hund noch den ersten Knochen seines Lebens zu geben. Entweder rührt er ihn nicht an, oder frisst ihn runter wie ein Dummer. Mal ganz abgesehen davon, dass der Darm das gar nicht verschaffen kann. Dann gibt es auch noch die beliebten "ich habe einen Suppenknochen über" Knochenfütterer, was da passieren kann brauch ich ja nicht erst ausführen. Und ich würde wetten, dass der Großteil, wenn nicht alle Fälle beim TA, von falscher Knochenfütterung herrühren. Und sicher gibt es auch Fälle, in denen Knochen vor der Fütterung monatelang eingefroren wurden.
Meine TÄ hat kein Problem mit Knochen oder Barf, sagt aber auch ganz klar, dass auch sie immer wieder Fälle hat, bei denen es zu Problemen kommt, weil es nicht richtig gemacht, der Hund nicht richtig gewöhnt und nicht richtig aufgepasst wird.
Probleme beim Abführen kommen von
- zu viel Knochen auf einmal
- Knochen auf leeren Magen
- zu wenig Rohfaser und Fett im übrigen Futter
- falsche Knochengröße/-härte in Anbetracht der Kaukraft des Hundes
- fehlende Gewöhnung
Und was die berühmten Maulverletzungen angeht: Das einzige Mal, das mein Hund ein Stück Knochen zwischen den Zähnen verkantet hatte war es ein Rinderhautknochen :roll:.
Ich will gar nicht abstreiten, dass es zu Problemen kommen kann, meines Erachtens resultieren die aber zu 99% aus Fütterungsfehlern.
Wirbelsäule bekommt man hier beim Metzger übrigens gar nicht mehr (BSE-Vorschrift). Allerdings finde ich, dass sich gerade große Gelenke (ohne die Röhre vom Bein), Rippchen o.ä. auch vom Kalb sehr gut kauen und verdauen lassen, zumindest gab es hier nie Probleme damit. Härtere Knochen wie Sandknochen muss man eben nach einer gewissen Zeit Benagen wegnehmen, da sonst zu hartes Material in zu großen Stücken abgebrochen wird, siehe aber auch hier wieder: Fütterungsfehler.