Pony geht nicht alleine ins Gelände und wird extrem ungemütlich

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Ronja2010

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Hallo, dieses Thema gab es bestimmt schon öfters, aber ich mache es mal neu auf, da ich gerne Euren Rat und vor allen Dingen Motivation brauche. Ich habe zwei Ponys, eine kleine Beistellerin und eine Fjordestute, 15 Jahre alt. Ich habe sie seit November, die letzten Jahre stand sie wohl nur rum und hat mehrere Fohlen bekommen, d.h. ich wußte, dass es evtl. nicht ganz einfach mit ihr würde. Eigentlich ist sie echt sehr lieb, aber wenn ihr etwas nicht passt, dann kann sie extrem ungemütlich werden. D.h. ich muss mich auch im Händling manchmal ganz schön durchsetzen, aber meistens ist alles easy.
Wir haben zuerst angefangen zu longieren und sind im Winter dazu immer in eine Halle mit dem Hänger gefahren, zuerst mit der kleinen Stute als Gesellschafterin, aber später auch mit Jule alleine. Das klappte ganz gut, rein in den Hänger und weg. Jetzt, wo das Wetter besser ist, benutze ich einen Reitplatz, der 15 Minuten Fußweg von uns entfernt ist. Ich hatte die kleine Ronja erst immer mit, aber leider war letzte Woche der Hufschmied da und hat ihr die Hufe zu kurz geschnitten, so dass sie nicht so gut läuft. Weil ich ihr den Weg ersparen wollte (ich führe beide Ponys immer dahin, Ronja wartet am Rand des Platzes und ich arbeite mit Jule), habe ich Ronja hier gelassen und was ich auf dem Hinweg zum Reitplatz erlebt habe, war nicht normal. Erst war Jule nur aufgeregt und hat sich dann schließlich so richtig reingesteigert und versucht, mit umzurempeln, wollte ständig umdrehen und ich hatte alle Hände voll zu tun, die 450 kg zu bändigen. Ich kenne es von der kleinen Stute wohl, dass sie einfach stehen bleibt aber Jule dreht völlig durch. Ich musste mein ganzes Körpergewicht gegen ihres stemmen und wenn sie ganz ekelig wurde, musste ich die Longierpeitsche, die ich in der linken Hand hatte, zur Hilfe nehmen, war gar nicht so leicht, da total unhandlich. Sie ist auch mal gestiegen. Mit einem etwas weiteren Abstand vom Stall wurde es ein bißchen besser, ich schätze, dort konnte sie dann Ronja nicht mehr wiehern hören. Reiten selbst ist dann heute ausgefallen und wir haben nur longiert, am Reitplatz selber stehen auch Pferde, da war es meine Hoffnung, dass die sie wieder etwas beruhigen, war auch so, aber trotzdem war sie einfach nur Anti! Ich hatte ein bißchen Schiß vor dem Rückweg, aber da war sie dann ganz artig.
Mir ist klar, dass ich das mit ihr üben muss, aber ich kann sie doch nicht immer da hin prügeln. Soll echt nicht blöd klingen, ich reite nicht mal mit Gerte, aber vorhin hatte ich keine andere Chance. Ich denke, wenn ich klein bei gegeben hätte, hätte ich ganz verloren, aber durchsetzen kann manchmal echt rustikal sein. Vielleicht kennt ihr ja ähnliche Fälle und könnt mir ein paar Tipps geben.
 
  • Pony geht nicht alleine ins Gelände und wird extrem ungemütlich Beitrag #2
Ich kenne das sehr sehr gut....
Mein kleiner Fjord war damals 12 und ohne seine Kumpels ins Gelände ging auch garnicht. 100m und dann Stopp. Angefangen haben wir dann mit einem seiner Wiesenfreunde bis zu dieser magischen 100m Grenze gegangen und der andere ist stehen geblieben. und wir ein Stück weiter bis er wieder steht. Der Abstand wurde dann immer größer und irgendwann ist ein fremdes Pferd mit ging anfangs auch nicht so wirklich aber dann war das ok. Und als das dann funktionierte ging es auch alleine.

Oder du versuchst andere Wege und gehst mal nur spazieren? Vom Stall weg bis sie muckt und ein wenig weiter dann Indirekter weg zurück und dann wieder weg usw. So hat es bei unserem Fohli vor 3 Jahren geklappt.

Musst du mal ausprobieren weiß ja nicht was du so für möglichkeiten hast. Aber wenn es mit dem Hänger allein auch funktioniert sollte es an der Hand doch auch klappen.
 
  • Pony geht nicht alleine ins Gelände und wird extrem ungemütlich Beitrag #3
Vielen Dank für Deine Antwort. Ich denke, mit dem Hänger klappt es besser, weil da geht sie rein und ist direkt weg, da bleibt keine Zeit für Fiesematenten. Aber diese Woche scheint auch so gar nicht Jules zu sein. Gestern hatte ich das Kindermädchen Ronja wieder mit am Reitplatz, Weg dorthin war ok, aber Jule bei der Arbeit sehr stinkig. Die Longe hat ihr schon nicht gepasst und dann hat sie versucht, mich abzusetzen (das erste Mal). Also bin ich abgestiegen, so lange longiert, bis der Kopf wieder klar wird (die ist erst im Affenzahn um mich rumgerannt) und dann wieder aufgestiegen, damit sie den Lerneffekt hat, dass wenn sie sich doof verhält, sie länger laufen muss. Ich habe sie ja erst ein gutes halbes Jahr und vorher war stand sie lange Zeit nur rum. Jetzt wird sie langsam stark und wird halbstark. Mal gucken, wo die Reise hingeht. Ich werde wohl einen langen Atem brauchen!
 
  • Pony geht nicht alleine ins Gelände und wird extrem ungemütlich Beitrag #4
Ich habe grade deine kleine Geschichte mit ihr gelesen und muss sagen das ich mich da doch irgendwie wiedererkenne. Ich hab meine Vicky zwar noch kein halbes Jahr, sondern erst 3 Monate. Aber wir haben fast das gleiche Problem. Als sie damals bei der alten Besi stand sind wir ausgeritten. War absolut kein Problem. Das einzige was mich umhaute war ihr schnelles Tempo aber damit komme ich gut klar und ich weiß auch wie ich sie wieder stoppen kann ;)
Das einzige was garnicht klappt ist alleine ausreiten. Und das bezieht sich wirklich nur aufs reiten draußen. In der Halle ist sie wirklich brav. Kein buckeln, kein steigen. Beim ausreiten geht sie keine 2m weg wenn ich drauf sitze. Dann macht sie plötzlich ne 180grad Wendung und will zurück. Hält man sie dann zurück, fängt sie an zu steigen, rückwärts zugehen usw. Da der Hof an einem Berg liegt ist es nicht grade lustig wenn das Pferd bergrunter aufeinmal steigt. Ich habe es dann erstmal lieber gelassen. Letztens wollte ich dann mit ihr auf den Reitplatz.
Aber da fast das gleiche. Sie war total unruhig und drehte immer wieder um und wollte aus dem Tor raus. Ich habs ihr dann sozusagen verboten und da war es das erstemal das sie wirklich hoch stieg. Also ich weiß nicht genau wie hoch es war, aber höher als sonst. Ich bin dann abgestiegen und hab sie versucht zu longieren.
Aber da das gleiche, sie stieg und einmal hat sie auch nach mir getreten als ich sie darauf hin zurecht gewiesen hab.
Das komische ist das sie absolut nicht allein ins Gelände oder auf den Platz will. In der Halle ist es wie gesagt kein Problem. Und auch beim spazieren gehen, gibt es garkeine Probleme.Da geht sie super brav mit ohne irgendwelche Zicken.
Am Hof selbst hatte ich leider keinen der mit mir zusammen ins Gelände gehen könnten. Und heute zieht sie auch auf eine große Wiese um in einem anderen Dorf.
Sie wird dann mit den beiden Pferden von meiner Freundin zusammen stehen und ich bin schon gespannt ob die ausritte dann klappen.
Ich hoffe auch das wenn sie 24h auf der Wiese steht, dass sie insgesammt ausgeglichener ist und nicht soviele flausen im Kopf hat. Abwarten.

Aber was ich eigentlich auch noch sagen wollte, es tut doch irgendwie gut zulesen das man mit solchen Problemen nicht allein ist.
Letztens hat mir ein Mädchen vom Hof erzählt, als sie ihren Isländer vor einigen Jahren bekommen hat, war der richtig ekelig und zum teil auch gefährlich weil er keinen Respekt hatte. Er hat gebissen, ist gestiegen und wenn er keine lust mehr hatte, wusste er wie er sich drehen und wenden musste um den reiter abzusetzen.
Heute ist es ein wirklich tolles Pferd. Ok mittlerweile ist er 17 Jahre alt aber das zeigt mir das nichts hoffnungslos ist. Selbst die Besi von meiner alten RB meinte das ihr Rick sie früher auch öfters abgesetzt hat. Und als ich ihn dann geritten bin war er wirklich ein mega tolles Pferd. Zwar noch keine Schlaftablette und er buckelte auch ab und an noch aber sie meinte das sei schon früher schlimmer gewesen. Also wir dürfen da nicht zu schnell den Kopf in den Sand stecken ;)
 
  • Pony geht nicht alleine ins Gelände und wird extrem ungemütlich Beitrag #5
Hallo Sofia,
Danke für Deine Antwort. Mir tut es auch sehr gut, mich mit anderen auszutauschen und zu lesen,dass man nicht alleine ist. Ich arbeite viel mit meiner Reitlehrerin, da ich einfach bei Jule jemand brauche, der mir zur rechten Zeit die richtigen Anweisungen gibt. Würde ich alleine rumdoktorn: oh je. Aber sie ist nicht der Typ, der mir Mut macht, wenn ich frage, ob es denn da Aussicht auf Besserung gibt. Grundsätzlich denke ich auch, es sind ja Tiere, und die müssen sich an uns und an das Gewöhnen, was wir von ihnen fordern. Da muss man einfach auch mal Geduld haben, aber wenn man mal so richtig "im Keller ist", weil man natürlich nicht den Überblick haben kann, wie es in der Zukunkft sein wird, dann muss man einfach schauen, woher man seinen Mut und seine Geduld beziehen soll. Aber, wenn ich so wie heute morgen, von ihr begrüßt werde (sie beschnuppert mich immer ganz lieb an der Nase), denke ich mir immer: wird schon. Zumal es am Anfang ja auch nicht so schlimm war.
Ich habe leider auch keinen, mit dem ich ins Gelände reiten kann, ich möchte auch erstmal auf dem Platz mit ihr klarkommen. Ich drücke Dir mal die Daumen, dass es sich auf der neuen Wiese relativiert bei Euch. An der Longe gestiegen ist Jule noch nicht, sie dreht sich manchmal und versucht, ihren Kopf durchzusetzen. Was hast Du denn für ein Pferd?
 
  • Pony geht nicht alleine ins Gelände und wird extrem ungemütlich Beitrag #6
Hallo ihr Beiden, ich habe ein ähnliches Problem von meiner Freundin und ihrem Pferd berichtet. Was mir an allen drei Geschichten auffällt ist, dass keiner sein Pferd lange hat (meine Freundin hat ihres auch erst seit Dezember). Vielleicht ist es ja das (noch) fehlende Vertrauen, sobald die Pferdefreunde nicht in der Nähe sind.. Aber ich muss sagen, sobald ein Pferd steigt oder buckelt, hört es bei mir mit der Freundlichkeit auf. Finde es absolut in Ordnung, sein Pferd dann zurecht zu weisen, denn was haben wir kleinen Persönchen denn schon gegen 450 Kilo entgegen zu setzen? Man könnte eben wirklich versuchen, mit Bodenarbeit viel zu richten, aber da bleibt bei dir ja immernoch der Weg bis zum Platz... Hast du schonmal versucht, es so aussehen zu lassen, als ob du dein Pferd nur grasen lassen willst? Also im Prinzip langsam vom Stall entfernen, während es gemütlich knabbern darf? Und auch wenn ich eigentlich nicht so viel von Bestechung halte, vielleicht einfach mal einige Leckereien einpacken und dein Pferdchen beschäftigen und ablenken, wenn ihr euch vom Stall entfernt? Den Weg zum Platz könntest du ja auch schon für Bodenarbeit nutzen und dem Pferd Aufgaben stellen und eben belohnen, wenn es artig ist. Dabei vielleicht einfach drauf achten, dass du am Anfang in der Nähe des Stalls bleibst und Schritt für Schritt weiter weg gehst... LG
 
  • Pony geht nicht alleine ins Gelände und wird extrem ungemütlich Beitrag #7
Ja meinen Fjordi hatte ich da auch so grade 2 Monate oder so. Aber mit dem hatte ich am Anfang auch echt zu kämpfen mit Rangordnung und alles. Auch auf dem Platz ganz lieb gewesen echt top! Aber an der Longe, beim spazieren gehen, ausreiten! Ohje... Aber dann waren so ca. 4 Monate vorbei und dann war das alles kein Ding mehr. Kann aber auch teils daran gelegen haben das er zu dem Zeitpunkt in "unseren" Stall gekommen ist und nur noch mich kannte. Ab da war er das tollste Pony von Welt:mrgreen:
Einziger Knackpunkt bei ihm immernoch wenn man im Gelände runterfällt und es nicht schafft den Zügel festzuhalten rennt er weg. Egal wo er ist.

Aber gib die Hoffnung nicht auf. Vertrauen dauert. Und akkurates Verhalten noch länger.
 
  • Pony geht nicht alleine ins Gelände und wird extrem ungemütlich Beitrag #8
Ich kenne das auch bei ein paar Leuten bei uns am Stall. Die hatten ihr Pferd auch nur kurz und da fing es dann relativ schnell an mit der Zickerei. Die beiden, die ich kenne sind dann untersch. damit umgegangen.
Die eine hatte eher Angst und hat einfach versucht, solche Sotuationen nicht entstehen zu lassen,denn er hatte so seine bestimmten Kreuzungen, an denen er seine Shows abgezogen hat. Tja, das Aussitzen des Ganzen hat jedenfalls nicht zur Verbesserung beigetragen. Die heutige RB hat nach 10 Jahren jetzt immernoch das Problem und arbeitet jetzt gegen.
Es wäre wahrscheinlich einfacher gewesen, wie bei Reiterin 2, direkt gegenzusteuern. Sie ist nur zu zweit ausgeritten und dann bei jedem Ritt ein bischen weiter vorn allein gewesen. Tja und nun geht ihr Hü ganz allein ins Gelände ;).
 
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