Es fällt nicht heraus.
Das Gebiss liegt im zahnlosen Teil des Maules und geht -gerade bei älteren Pferden- auch bei lockerer Verschnallung weder nach hinten noch nach vorn.
Das Gebiss muss gut gepflegt werden. Es wird mit Pflanzenöl gepflegt und weich gehalten. Vor dem Reiten sollte man das Gebiss in Wasser einlegen, damit es ein wenig glitschig wird. Je älter so ein Gebiss ist, je besser ist es.
Das Pferd kann sich das Gebiss innerhalb der zahnlosen Spalte bequem zurechtlegen, da es nicht durch ein Kopfstück gehalten wird.
Anfangs neigen viele Pferde dazu, die Zunge über das Gebiss zu nehmen. Sie lernen jedoch sehr schnell, dass dieses unangenehm ist und das Gebiss gar nicht weh tut, wenn die Zunge darunter ist.
Leder ist außerdem für fast alle Pferde lecker. Sie nehmen das Gebiss gern.
Da dieses Gebiss etwas tiefer liegt als normale Gebisse, nutzt man als Reiter eher den Tastsinn der Zunge aus.
Die Umstellung auf das Gebiss geht auch bei Korrekturpferden meist sehr schnell. Mein bisher schwierigster Fall hat eine Woche benötigt. Der Reiter muss nur durchhalten.
Die Zügelführung ist etwas schwammiger, bis M Dressur kann man jedoch gut damit reiten.
Durch das glatte und weiche Material ist das Gebiss zwar sehr weich, es hat jedoch immer die gleiche Wirkung, egal ob das Pferd das Maul öffnet, seitlich verschiebt oder sonst irgendwelchen Unsinn damit anstellt. Die weiche Wirkung ist immer konsequent da. Daher lassen die Pferde den wehrigen Unsinn mit dem Maul oder der Zunge relativ schnell sein, denn es erfolgt ja kein Schmerz, sondern das Gebiss wird als Hilfe erkannt.