- In Memoriam : Karla Kolumna 29. April 2013 Beitrag #1
Nienor
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Gestern war der Tag, vor dem ich mich schon eine Weile gefürchtet habe. Der Tag, an dem du stibst. Oberschnufel Karla, du bist nun über den Regenbogen gewandert zu Emma, Luna und den anderen und hast uns hier zurück gelassen.
Ein Samstag im März 2012, ich war allein zuhaus. Da fiel mir ein Aufruf ins Auge: vier Rattendamen brauchten dringend End- oder Pflegestelle. Hier im Thurgau. Also schnell meinen Freund kontaktiert und nachgefragt, ob wir die vier nicht vorrübergehend aufnehmen können, weil sie dort einfach nicht so versorgt werden konnten, wie sie es brauchten. Vor allem der Menschenkontakt fehlte. Er sagte ja und so holten wir die vier Herzdamen am Sonntag aus Amriswil ab.
Ein Clown warst du von Anfang an - und menschensüchtig. Schon am zweiten Tag hingst du in meinem Ausschnitt, als wäre das genau der Platz, an den du gehörst. Du wusstest, was du wolltest.
Kurz nach eurer Ankunft verstarb Yuki plötzlich und es viel mir sehr schwer, mich um euch, vor allem mich um dich zu kümmern. Du warst Yuki sehr ähnlich, optisch und auch von deiner Art. Dein Anblick rief jedes Mal aufs Neue meinen Verlust ins Gedächtnis. Doch du bliebst hart und wickeltest mich weiter um den Finger.
Doch um deine Gesundheit war es nicht so gut gestellt. Schon bald entdeckte ich einen Tumor an deiner Hüfte. Zwei Versuche gab es, den raus zu holen und beide Versuche wurden abgesagt, da du aus der Gebärmutter blutetest und zu verschnupft warst. Vermutlich war es euer Gesundheitszustand, der dazu führte, dass euch niemand adoptieren wollte. Vielleicht war es auch Schicksal, dass ihr bleiben solltet. Als nach Yuki auch noch Whiskey verstarb und mein Viererrudel Zuwachs brauchte, zogt ihr einfach nach der Integration einen Käfig weiter.
Im Juli, einen Monat nach der Integration, war es dann soweit und der Tumor kam raus - genauso auch ein weiterer Mammatumor, der in der Zwischenzeit auftauchte. Ich hatte Angst um dich, da deine Atemprobleme chronisch waren, aber du hast die OP super gemeistert. Einzig die Fäden am hinteren Tumor, der invasiv wuchs und am Ende auch wieder kam, liesst du nicht in Ruhe und es dauerte lange, bis die Naht verheilt war, da du sie dir mehrfach aufgebissen hast.
Im August kam dann noch eine Lungenentzündug dazu. Schlecht ging es dir und ich war kurz davor, dich gehen zu lassen. Aber die Chance solltest du bekommen und du hast sie genutzt. Du kamst wieder auf die Beine und vor unserem Urlaub warst du endlich gesund geschrieben und das Leben konnte beginnen.
Ihr Amriswiler wart verdammt soziale Tiere - Maja ist es immernoch. Integrationen waren nie ein Problem, ihr wart freundlich, habt euch unterworfen und alle Neuen akzeptiert, als gehörten sie immer dazu. Auch Emely, die sozial verhaltensauffällig war und alles abschleckte, was nicht rechtzeitig flüchten konnte, habt ihr prima aufgenommen und resozialisiert. Die letzten Monate wart ihr 3, du, Maja und Emely, quasi unterzertrennliche Kuschelfreunde. Aber auch Milo wurde von euch bekuschelt, bis er starb.
Auch jetzt im Alter wusstest du, wo du hingehörst und wie man einen Menschen um den Finger wickelt :
Aber auch dein Blick wird ewig in Erinnerung bleiben :
Ein Samstag im März 2012, ich war allein zuhaus. Da fiel mir ein Aufruf ins Auge: vier Rattendamen brauchten dringend End- oder Pflegestelle. Hier im Thurgau. Also schnell meinen Freund kontaktiert und nachgefragt, ob wir die vier nicht vorrübergehend aufnehmen können, weil sie dort einfach nicht so versorgt werden konnten, wie sie es brauchten. Vor allem der Menschenkontakt fehlte. Er sagte ja und so holten wir die vier Herzdamen am Sonntag aus Amriswil ab.
Ein Clown warst du von Anfang an - und menschensüchtig. Schon am zweiten Tag hingst du in meinem Ausschnitt, als wäre das genau der Platz, an den du gehörst. Du wusstest, was du wolltest.
Kurz nach eurer Ankunft verstarb Yuki plötzlich und es viel mir sehr schwer, mich um euch, vor allem mich um dich zu kümmern. Du warst Yuki sehr ähnlich, optisch und auch von deiner Art. Dein Anblick rief jedes Mal aufs Neue meinen Verlust ins Gedächtnis. Doch du bliebst hart und wickeltest mich weiter um den Finger.
Doch um deine Gesundheit war es nicht so gut gestellt. Schon bald entdeckte ich einen Tumor an deiner Hüfte. Zwei Versuche gab es, den raus zu holen und beide Versuche wurden abgesagt, da du aus der Gebärmutter blutetest und zu verschnupft warst. Vermutlich war es euer Gesundheitszustand, der dazu führte, dass euch niemand adoptieren wollte. Vielleicht war es auch Schicksal, dass ihr bleiben solltet. Als nach Yuki auch noch Whiskey verstarb und mein Viererrudel Zuwachs brauchte, zogt ihr einfach nach der Integration einen Käfig weiter.
Im Juli, einen Monat nach der Integration, war es dann soweit und der Tumor kam raus - genauso auch ein weiterer Mammatumor, der in der Zwischenzeit auftauchte. Ich hatte Angst um dich, da deine Atemprobleme chronisch waren, aber du hast die OP super gemeistert. Einzig die Fäden am hinteren Tumor, der invasiv wuchs und am Ende auch wieder kam, liesst du nicht in Ruhe und es dauerte lange, bis die Naht verheilt war, da du sie dir mehrfach aufgebissen hast.
Im August kam dann noch eine Lungenentzündug dazu. Schlecht ging es dir und ich war kurz davor, dich gehen zu lassen. Aber die Chance solltest du bekommen und du hast sie genutzt. Du kamst wieder auf die Beine und vor unserem Urlaub warst du endlich gesund geschrieben und das Leben konnte beginnen.
Ihr Amriswiler wart verdammt soziale Tiere - Maja ist es immernoch. Integrationen waren nie ein Problem, ihr wart freundlich, habt euch unterworfen und alle Neuen akzeptiert, als gehörten sie immer dazu. Auch Emely, die sozial verhaltensauffällig war und alles abschleckte, was nicht rechtzeitig flüchten konnte, habt ihr prima aufgenommen und resozialisiert. Die letzten Monate wart ihr 3, du, Maja und Emely, quasi unterzertrennliche Kuschelfreunde. Aber auch Milo wurde von euch bekuschelt, bis er starb.
Auch jetzt im Alter wusstest du, wo du hingehörst und wie man einen Menschen um den Finger wickelt :
Aber auch dein Blick wird ewig in Erinnerung bleiben :