- Aggressive Hündin aus dem Tierheim Beitrag #1
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versace
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Hallo liebe Hundefreunde 
Ich möchte um eure Hilfe bitten, da mir langsam aber sicher die Ideen ausgehen
Vor ziemlich genau einem Jahr haben sich mein Freund und ich eine Hündin aus dem Tierheim geholt. Das war weder unüberlegte Aktion noch aus einer Laune heraus. Wir haben uns schon lange vorher mit Erziehung/Ernährung/ Hundesprache etc auseinandergesetzt, haben uns einen Hund "ausgeborgt" (der Besitzer war eine Woche auf Urlaub) um zu testen, wie es mit einer Fellnase sein könnte.
Im Tierheim angekommen hat sich Lisa (ein Belgischer/Deutscher Schäfer-Mix) uns ausgesucht und nicht umgekehrt
. Wir haben sie 1,5 monate lang jeden 3.Tag im Heim besucht, damit sie sich an uns gewöhnen kann und wir uns besser kennenlernen können. Lt Heim sei sie 3,5 Jahre alt und davon 2 Jahre im Heim, sie wurde zusammen mit ihren Babies vor dem Heim "entsorgt". Laut Heim wäre ihr einziges Problem, dass sie sich nicht gut mit Hunden vertragen würde. Uns erschien das damals nicht so schlimm......
Zu Hause war ziemlich bald klar, dass sie nie sozialisiert wurde, sie wusste nicht, wie man spielt, hat ausser "Sitz" kein Kommando gekannt, war sehr ängstlich und unsicher, aber dankbar für jedes Wort und süchtig nach Berührungen
Beim spazieren ist ziemlich sofort aufgefallen, dass sie extrem aggressiv anderen Hunden gegenüber ist: Dies äussert sich in Bellen, Knurren, Reißen an der Leine, Schlagen mit den Vorderpfoten, Springen und zwar so, dass sie kaum zu bändigen ist, geschweige denn sich ablenken lässt, sie erreicht den "Point of no retourn" bereits, wenn ein Hund nur in Sichtweite kommt. Wobei ich erwähnen muss, dass sie 5 "Hundefreunde" hat (allesamt Rüden, sowohl kastriert, als auch zeugungsfähig).
Einige Monate nachdem sie bei uns eingezogen war, sind wir durch Zufall auf ihren Besitzer gestoßen.
Die Kurzfassung:
ihre Mutter wurde erschlagen, als Lisa erst ein paar Wochen alt war
multiple Frakturen durch Tritte/Schläge mit einem Stock oä (sie hatte panische Angst davor)
der einzige Hund (ausser ihrem Bruder) war der Nachbarshund, der sie regelmäßig gebissen hat und der irgendwann mit durchbissener Kehle im Hof lag.....
Wir sind dann mit ihr in die Hundeschule gegangen, in der Hoffnung, dort das Problem lösen zu können, an geordnete Arbeit war aber nicht zu denken
Die Hundepsychologin bescheinigt uns eine sehr starke Bindung zueinander.
Lt Hundepsychologin soll ich sie auf einen Futterdummy prägen, was daran scheitert, dass sie es nach 4 Wochen supertoll findet, aus der Hand gefüttert zu werden, ansonsten aber keine Anstalten macht, den Dummy zu beachten. Sie nimmt nichts ins Maul und zeigt kein Spielverhalten.
Sämtliche Verhaltensmassnahmen wie "nein", Leinenruck, Ablenkungsversuche mit Leckerlie zeigen überhaupt keine Wirkung. Mittlerweile kann ich Lisa so gut "lesen" dass ich an ihrem Verhalten sehe, dass gleich ein Hund kommt und versuche Hundebegegnungen so gut als möglich zu vermeiden.
Meine "Maus" hat sich mittlerweile zu einer selbstbewussten, liebevollen Hündin entwickelt, die Kommandos freudig befolgt und die man fast überallhin mitnehmen kann, was ich auch mache. Dabei ist Lisa mit einem Beißkorb "entwaffnet", dies ändert zwar nichts an ihrem Verhalten, macht die Lage aber für andere Hunde deutlich sicherer.
Für Tipps wäre ich sehr dankbar (Lisa ganz bestimmt auch)
Ich möchte um eure Hilfe bitten, da mir langsam aber sicher die Ideen ausgehen
Vor ziemlich genau einem Jahr haben sich mein Freund und ich eine Hündin aus dem Tierheim geholt. Das war weder unüberlegte Aktion noch aus einer Laune heraus. Wir haben uns schon lange vorher mit Erziehung/Ernährung/ Hundesprache etc auseinandergesetzt, haben uns einen Hund "ausgeborgt" (der Besitzer war eine Woche auf Urlaub) um zu testen, wie es mit einer Fellnase sein könnte.
Im Tierheim angekommen hat sich Lisa (ein Belgischer/Deutscher Schäfer-Mix) uns ausgesucht und nicht umgekehrt
Zu Hause war ziemlich bald klar, dass sie nie sozialisiert wurde, sie wusste nicht, wie man spielt, hat ausser "Sitz" kein Kommando gekannt, war sehr ängstlich und unsicher, aber dankbar für jedes Wort und süchtig nach Berührungen
Beim spazieren ist ziemlich sofort aufgefallen, dass sie extrem aggressiv anderen Hunden gegenüber ist: Dies äussert sich in Bellen, Knurren, Reißen an der Leine, Schlagen mit den Vorderpfoten, Springen und zwar so, dass sie kaum zu bändigen ist, geschweige denn sich ablenken lässt, sie erreicht den "Point of no retourn" bereits, wenn ein Hund nur in Sichtweite kommt. Wobei ich erwähnen muss, dass sie 5 "Hundefreunde" hat (allesamt Rüden, sowohl kastriert, als auch zeugungsfähig).
Einige Monate nachdem sie bei uns eingezogen war, sind wir durch Zufall auf ihren Besitzer gestoßen.
Die Kurzfassung:
ihre Mutter wurde erschlagen, als Lisa erst ein paar Wochen alt war
multiple Frakturen durch Tritte/Schläge mit einem Stock oä (sie hatte panische Angst davor)
der einzige Hund (ausser ihrem Bruder) war der Nachbarshund, der sie regelmäßig gebissen hat und der irgendwann mit durchbissener Kehle im Hof lag.....
Wir sind dann mit ihr in die Hundeschule gegangen, in der Hoffnung, dort das Problem lösen zu können, an geordnete Arbeit war aber nicht zu denken
Die Hundepsychologin bescheinigt uns eine sehr starke Bindung zueinander.
Lt Hundepsychologin soll ich sie auf einen Futterdummy prägen, was daran scheitert, dass sie es nach 4 Wochen supertoll findet, aus der Hand gefüttert zu werden, ansonsten aber keine Anstalten macht, den Dummy zu beachten. Sie nimmt nichts ins Maul und zeigt kein Spielverhalten.
Sämtliche Verhaltensmassnahmen wie "nein", Leinenruck, Ablenkungsversuche mit Leckerlie zeigen überhaupt keine Wirkung. Mittlerweile kann ich Lisa so gut "lesen" dass ich an ihrem Verhalten sehe, dass gleich ein Hund kommt und versuche Hundebegegnungen so gut als möglich zu vermeiden.
Meine "Maus" hat sich mittlerweile zu einer selbstbewussten, liebevollen Hündin entwickelt, die Kommandos freudig befolgt und die man fast überallhin mitnehmen kann, was ich auch mache. Dabei ist Lisa mit einem Beißkorb "entwaffnet", dies ändert zwar nichts an ihrem Verhalten, macht die Lage aber für andere Hunde deutlich sicherer.
Für Tipps wäre ich sehr dankbar (Lisa ganz bestimmt auch)
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