HILFE! Toter Hund von Wildtier ausgegraben!

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Bernersennen

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Hallo,


Tut mir leid euch mit einer so schwierigen Situation zu belasten. Doch als meine Freundin und ich heute bei dem Grab unserer verstorbenen Berner Sennenhündin waren, war es halboffen. Ich habe meine Freundin sofort weggeschickt. Beim näheren hingehen sah ich schon ihre zerfetzte Decke ums Grab liegen, 2 Löcher wurden gebuddelt. Defintiv ein Wildtier. So schwer es mir fällt darüber zu schreiben, so muss ich es doch tun um die Situation zu beschreiben. Das Wildtier hat es geschafft bis zu unserer Hündin vorzudringen, man sah Fellbüschel unserer Kleinen und jede Menge Käfer.
Das schlimmste ist dass ich allein die Schuld dafür habe- die Sache war so:
Der Tod kam sehr überraschend, die Kleine war erst 11Monate alt. Deswegen konnten wir uns nicht informieren über Bestattung. Beim Tierarzt lassen brachten wir nicht übers Herz also sah der Arzt weg und wir luden sie ins Auto. Wir suchten uns eine schöne Lichtung am Waldrand und begruben sie aus Unwissenheit leider sehr knapp unter der Erde. Der Boden war Ende Oktober bei uns schon sehr hart und sie hatte als Berner Sennen doch schon fast 40kg, da war es nicht so leicht das Grab auszuheben, zumal dies ja noch dazu unter ständigem Weinen schwierig ist. Im Nachhinein hätten wir lieber die ganze Nacht gebuddelt als diese tragische Situation jetzt zu haben.
Auf jeden Fall liegen nicht mehr als 40cm Erde über ihr, inklusive drei Pflanzen die wir dort eingesetzt haben. Ich dachte aber es passt, vorallem da der Wald daneben durch einen sehr langen, unüberwindbaren Zaun getrennt ist und ein Tierheim direkt daneben ist wo ständig Hunde bellen- das sollte doch auch abschrecken. Auf jeden Fall wurde sie nun doch entdeckt. was für Möglichkeiten haben wir nun? Da sie nicht gerade erlaubterweise dort bestattet wurde können wir keine große Steinplatte darauf legen, auch einen Hügel darüber zu schütten wäre zu auffällig. Es ist zwar kein Spazierweg in der Nähe oder ähnliches, jedoch sollte es der ansässige Jäger nicht sehen.
Ein Freund meinte wir sollten Benzin darüber leeren, da der Geruch von allen Tieren defintiv als Gefahr erkannt wird und sie deshalb nicht buddeln werden. Natürlich ist das für die Umwelt furchtbar, vorallem wird dort dann auch kein Gras mehr wachsen oder? Wir wollen doch ein schönes Grab für sie, ist es dafür einfach zu spät??
Ein neues Grab ausheben wäre sicher die ideale Lösung, jedoch bringe ich es einfach nicht zustande auch nur daran zu denken sie da raus zu graben. Der Anblick auf ein kleines Stück von ihr brach mir schon das Herz, ausserdem ist der Geruch untragbar und ich würde es körperlich schon gar nicht schaffen. Weiter wissen wir gar nicht ob man sie noch in einem Stück rausheben kann, wie gesagt- sie hatte 40kg, das ist nicht gerade ein Hamster den man übersiedelt.
Wir stecken hier wirklich in der Klemme, es ist allein meine Schuld das weiss ich, ich bitte darum nicht allzu verurteilend zu schreiben, es ist nunmal passiert und nun weiss ich es besser. Ich bitte einfach um Hilfe diese furchtbare Situation nun zu lösen. Meine Freundin ist wahnsinnig aufgelöst, ich möchte nun das Problem schnell lösen um es nicht allzu schwer für sie zu machen.
Ist das Benzin die einzige Möglichkeit, durch das dass man hier unauffällig bleiben muss? Ich hoffe sehr dass ihr mir so schnell als möglich helfen könnt!


liebe Grüße, Julian
 
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  • HILFE! Toter Hund von Wildtier ausgegraben! Beitrag #2
Ich habe zwar keinen Rat aber ich würde keinen Benzin drüber kippen. Benzin ist entzündlich und wer weis was alles passieren kann... Gesund ist es ebenso wenig für Tiere und für die Umwelt auch nicht.
 
  • HILFE! Toter Hund von Wildtier ausgegraben! Beitrag #3
Wir haben meine erste Katze im Garten begraben, ca 50 cm tief. Mein Vater hat ein Drahtnetz darüber gemacht, damit sie nicht ausgegraben wird. Das war so ein Dunkelgrünes, man hat es gar nicht gesehen. Vielleicht wäre das eine Lösung? Einfach mit grossen Zelt-Haken oder so ganz gut im Boden verankern und dann nochmal Erde darüber, dann sollte es auch keiner sehen. Das Grab meiner Katze ist jetzt seit 2004 unversehrt, und das obwohl sehr viele Füchse bei uns leben. (Sie wurde damals von einem erwischt, sie war schon 18 Jahre alt und nicht mehr so fit).
LG und noch mein Beileid..so eine Entdeckung muss schrecklich sein :(
 
  • HILFE! Toter Hund von Wildtier ausgegraben! Beitrag #4
Die Idee mit dem Hasennetz hatten wir auch. Ein Freund meinte aber dass es ein Wildtier nicht wirklich davon abhält. Aber falls keine besseren Ideen kommen würde ich es zumindest probieren bevor wir mit Benzin rangehen. Das wäre wirklich die absolute Notlösung...
 
  • HILFE! Toter Hund von Wildtier ausgegraben! Beitrag #5
  • HILFE! Toter Hund von Wildtier ausgegraben! Beitrag #6
Wir haben große Steine in das Grab meiner Vanilla gemacht. Also ca. 20-30 cm große Grantitbrocken, haben wir bei einem Steinmetz bekommen.
Darüber dann eine dünne Schicht Erde. Die Steine buddelt kein Wildtier so schnell aus.
 
  • HILFE! Toter Hund von Wildtier ausgegraben! Beitrag #7
Auch wenn Du es blöd findest , aber ich würde der Natur ihren Gang lassen . Ist halt der Gang alles irdischen und tut doch dem Tier nicht mehr weh .
Und ob nun unterirdisch die Maden den Körper fressen , oder oberirdisch ein Fuchs o.ä. ...... da finde ich den Fuchs sogar sympathischer .

Und den Saukram mit Benzin lass mal schön bleiben . Das geht ja wohl gar nicht . :018:
Auch den Draht finde ich als Fremdkörper schlecht . Der wird nur wieder für kleinere Tiere wie Mäuse usw. zur Todesfalle .
 
  • HILFE! Toter Hund von Wildtier ausgegraben! Beitrag #8
Also ich denke ihr seit jetzt eh schlauer, aber für den Fall der Fälle:

Wenn ihr direkt nach versterben eines Tieres googelt findet ihr zig Krematorien. Die bieten meist auch noch einen zuverlässigen 24 Stunden Service an; Einzeleinäscherung, Sammeleinäscherung usw. usw.
Meine Erfahrung waren sehr diskret, freundlich, hilfsbereit und zuverlässige Arbeit. Einen 8kg Jacky und ein 1kg Kaninchen habe ich auf diese Weise einäschern lassen. Die Asche unserer Hündin werden wir auf ihren geliebten Bergen verteilen, wenn wir wieder hinfahren.

Auch wenn man sich nicht gerne damit befasst oder allgemein gar nicht erst dran denkt, die Nr. vom Tierkrematorium habe ich immer bei mir, für den Fall der Fälle....
 
  • HILFE! Toter Hund von Wildtier ausgegraben! Beitrag #9
Mhm ja, ich denke auch, eventuell ein Gitter, das mit ein paar großen Steinen abdecken ( wir haben letztes Jahr bei unserem Kater kaputte Dachziegel, die wir übrig hatten, nach einer gewissen Erdschicht drüber gelegt, und dann weiter Erde drauf. Sein Grab ist ebenfalls unweit von einem Waldrand, im Garten von guten Freunden, dort sind weitere Tiere begraben, und noch keins ist wieder ausgegraben worden.
Also evtl. Gitter, paar große Steine drüber, und dann wieder zuschaufeln, am besten besorgt ihr euch noch zusätzlich Erde und bringt die dort hin und macht die noch darüber, so dass ein kleiner Hügel entsteht.
Mehr denke ich, könnt ihr nicht machen. Auf jeden Fall geratet nicht in Panik. Es ist wie es ist, und eure Hündin ist nun leider tot, aber sie hat davon auch nichts mehr mitbekommen. Also bitte nicht mit Benzin herumsauen. Das könnt ihr eurer toten Hündin auch nicht antun, dass ihr ihretwegen zu Umweltsündern werdet. Dann wirklich eher "der Natur ihren Lauf lassen" wie es Eichhorn geschrieben hat.
Oh und Beileid noch!! Es ist schwer, ein geliebtes Tier gehen lassen zu müssen.
 
  • HILFE! Toter Hund von Wildtier ausgegraben! Beitrag #10
Vielen Dank für eure Antworten.

Eichhörnchen- Ich bin da ja grundsätzlich deiner Meinung, nur hier kommt das nicht in Frage- erstens erregt ein offenes Loch an dieser Stelle früher oder später die Aufmerksamkeit des Bauern oder Jägers. Zweitens trauert meine Freundin nach 6 Monaten immer noch wahnsinnig schwer, sie besucht das Grab alle 2-3 Wochen und will dort sicher nicht Fellbüschel, Knochen oder ähnliches vorfinden. So ein 40kg Tier verschwindet nicht nach 1-2 Besuchen eines Wildtiers.

Smoothie- ja, wie gesagt, im Nachhinein würde ich so etwas sicherlich mit deinem Vorschlag regeln. Der Tod kam damals nur so überraschend dass wir bei der Fahrt zum TA noch nicht wussten dass wir sie einschläfern mussten. Wenn man dann unerwartet einen geliebten, toten Junghund im Auto hat, denkt man leider an alles andere als an Google... Wir suchten nur einfach ein schönes Plätzchen und legten los.

Zum Problem: Ich werde es nun mit dem Hasengitter probieren. Ich habe noch eins das großmaschig genug ist dass sicher keine Todesfalle für Kleintiere wird, aber engmaschig genug ist dass ein Wildtier nicht durchgraben kann/will. Dieses werde ich über die Erde legen, mit Zelthaken festmachen, eine Schicht Erde darüber streuen und mit Rasensamen und einem Busch bepflanzen. Dies ist wohl der beste Kompromiss für Umwelt, Tiere und uns wenn wir das Grab besuchen. Falls noch bessere Vorschläge kommen bitte zögert nicht sie zu schreiben. Ansonsten werde ich bei dieser Lösung bleiben.
 
  • HILFE! Toter Hund von Wildtier ausgegraben! Beitrag #11
Off-Topic
Hmmm... da haben wir wohl etwas rationaler gedacht gehabt. Unsere Hündin brach plötzlich und völlig unerwartet einfach mit einem Schlaganfall zusammen. Wir sind zum Notdienst gefahren, aber der meinte das es nur noch ein aufschieben wäre, wenn wir jetzt irgendwas versuchen würden. Wir saßen da, ohne meinen Bruder der ja auch noch was mitzurenden hatte, völlig verheult mit unserer Jessy auf dem Schoß.

Wir haben dann telefoniert und sie erlösen lassen. Mussten uns von meiner Cousine die Transportbox bringen lassen und alles. Wir sind nachhause gefahren, haben gegoogelt und sind dann zum Krematorium weitergefahren.



In jedenfalle tut es mir leid, ich würde das Grab nun auch so unauffällig wie möglich mit Draht sichern und dann einfach schauen, naja... das du vielleicht immer vorläufst und schaust ob das Grab ´begehbar´ für deine Freundin ist. Den ich fürchte, solange ihr den Hund nicht in Draht einwickelt, werden sich die Tiere irgendwo einen Weg reinbuddeln. :(
 
  • HILFE! Toter Hund von Wildtier ausgegraben! Beitrag #12
@Smoothie: in Draht einwickeln würde wahrscheinlich auch nicht wirklich viel bringen.
Es sind übrigens häufig Wildschweine, nicht etwa Füchse, wie meist angenommen wird, die Tierkadaver ausbuddeln. Und die lassen sich meist von solchen Maßnahmen nicht abhalten. Am besten hilft tatsächlich tief genug zu bestatten, damit der Geruch nicht aufgenommen werden kann, denn diese Tiere können einfach sehr gut erschnuppern, was nicht tief genug unter der Erde liegt.
Im Grunde kann man jetzt wirklich nur Schadensbegrenzung probieren und dann Daumen drücken, dass das kein zweites Mal passiert.
 
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