Clickertraining was ist alles möglich

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  • Clickertraining was ist alles möglich Beitrag #1
NiMa8282

NiMa8282

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Hallo,
ich habe eine 4 Monate junge Katze namens Lea,ab nächste Woche würde ich gerne mit dem clickertraining anfangen.ich habe das Training bei VOX gesehen u war sehr beeindruckt.meine Prinzessin hat eins zwei Eigenarten die ich als etwas unangenehm empfinde u diese möchte ich ihr abtrainieren.aber was ist alles möglich?
Ich kann ja mal ein Beispiel geben: wenn mein Freund u ich ins Bett gehen wollen dreht Lea jedes mal voll auf,rasst Wild übers Bett,Hüfte auf uns rum u will spielen,wobei sie kratzt u beißt.das ganze kann bis zu einer halben Std dauern,da mein Freund aber oft um 5h aufstehen muss braucht er seine Ruhe.kann ich ihr das mit clickertraining abgewöhnen?
 
  • Clickertraining was ist alles möglich Beitrag #2
Geh ich recht in der Annahme, dass sie die einzige Katze bei euch ist?


Ihr Verhalten ist vollkommen normal. Sie ist noch sehr jung und so junge Katzen haben eine Menge Energie. Sie wollen spielen, spielen und noch mal spielen. Zum kätzischen Spielen gehört eben auch beißen und kratzen dazu - in gewissen Maße - was wir Menschen aber natürlich nicht so gut abkönnen, wie andere Katzen.
Deswegen brauchen Katzen artgenossen.
Gerade in so jungen Alter ist ein gleichaltriger Artgenosse einfach Pflicht und gehört zur verantwortungsbewussten und artgerechten Katzenhaltung dazu, weil sie einen adäquaten Spielkameraden brauchen.

Bevor ihr also anfangt völlig normales Katzen halten abzutrainieren, weil ihr es nicht mögt, solltet ihr eurer Katze besser einen adäquaten Spielpartner in Form eines Kittens holen, welches im ähnlichen Alter ist.

LG
 
  • Clickertraining was ist alles möglich Beitrag #3
Es ist meine erste katze,mein freund hatte schon mehrere katzen.er ist der Meinung sie braucht keinen Artgenossen,ich wurde gerne eine zweite holen die etwas älter ist.
 
  • Clickertraining was ist alles möglich Beitrag #4
Da liegt dein Freund leider falsch.

Ich weiß das Gerücht hält sich immer noch hartnäckig, dass Katzen einzegängerisch sein, das stimmt jedoch nicht. Das Gerücht hat sich wahrscheinlich daraus entwickelt, dass Katzen Einzeljäger sind, abgesehen davon sind sie jedoch sehr soziale Tiere, die Artgenossen brauchen, geraden in so jungem Alter.
Gut kann man das bei Streunerkatzen oder Baunerhofkatzen beobachten, die schließen sich eigentlich immer zu lockeren Verbänden zusammen.

Ein Artgenosse wäre sehr sehr wichtig für eure Mietz. Viel älter sollte er nicht sein, mindestens 12 Wochen, ich würde höchstens eine Katze dazu holen, die maximal ein halbes Jahr älter ist. Je jünger Katzen sind, desto geringer sollte der Altersunterscheid sein, weil Kitten einfach deutlich mehr spielen, als ausgewachsene Katzen. Daher brauchen so junge Katzen ebenfalls Kitten als Spielkameraden.

Wie kommt dein Freund den auf die Idee, dass man Katzen allein halten kann bzw. was spricht gegen eine zweite Katze?
 
  • Clickertraining was ist alles möglich Beitrag #5
Weil er schon Katzen alleine gehalten hat.ja ich kenn das ja auch von anderen Tieren,die kann man meistens auch nicht alleine halten.denke ich such einfach ein kitten u bitte ihm an es selbst zu bezahlen,vielleicht geht er darauf ein:)
 
  • Clickertraining was ist alles möglich Beitrag #6
Ich schließe mich Lucian völlig an. Wenn IHR Glück habt, wird eure Katze keine störenden Verhaltensauffälligkeiten entwickeln, sondern nur still resignieren und stumm vor sich hin leiden irgendwann. Eure Kleine hat aber in jedem Fall Pech, ob sie nun auffällig wird oder nicht. Einsam ist sie trotzdem :(.

Vielleicht könntest du aber versuchen, deinen Freund zu überzeugen.
Hier findest du z.B. jede Menge Bilder dazu, wie sozial Katzen sind:


Außerdem gibt es einige Berichte dazu, wieso Einzelhaltung nicht das Wahre ist:

Einzel- oder Gruppenhaltung

„Katzen sind Einzelgänger“ ist ein viel zitierter Satz, doch er ist falsch. Katzen sind Einzeljäger, aber keine Einzelgänger. Im Gegenteil, Katzen sind sehr gesellige Tiere mit einer ausgefeilten Diplomatie. Katzenpopulationen, die wild leben, schließen sich fast immer in Gruppen zusammen.

Natürlich gibt es Ausnahmen die die Regel bestätigen, es gibt Einzelgängerkatzen. Doch in den meisten fällen wurde sie durch uns Menschen zum Einzelgänger gemacht. Katzen die zu früh von Mutter und Geschwistern getrennt wurden – sie sollten frühestens ab der 12. Lebenswoche getrennt werden – fehlen oftmals wichtige soziale Umgangsformen, die sie mit ihren Geschwistern zusammen gelernt hätten. Katzen die schon eine längere Zeit einzeln gehalten werden „verlernen“ die Kontaktfähigkeit zu anderen Katzen. Leider leben in Deutschland rund 69 % aller Katzen in Einzelhaltung, nur 24 % teilen sich ihr Leben mit einer anderen Katze und bedauerlicherweise nur rund 7 % leben mit mehreren Katzen zusammen.

Allerdings muss man bei der Vergesellschaftung von mehreren Katzen auch auf einiges achten. Nicht jede Katze passt zu jeder Katze, Katzen müssen sich nicht zwangsläufig verstehen nur weil beide Katzen sind. Alter, Geschlecht und Charakter, manchmal auch die Rasse, sind wichtige Faktoren, die zusammenpassen müssen. Eine Seniorkatze wäre mit einem Kitten völlig überfordert, in so einem Fall ist es besser zwei Kitten einziehen zu lassen. Zwei dominante Katzen könnten zu ewigen Streithähnen werden, aber auch eine sehr dominante Katze würde eine ängstliche Katze möglicherweise unterbuttern. Dies sind nur drei mögliche Beispiele, eine sorgfältige Wahl ist für die Vergesellschaftung sehr wichtig.
(Quelle: )

Die alte Meinung, Hauskatzen seien per se Einzelgänger, ist widerlegt. Es gibt zwar – wie bei allen sozialen Tierarten – auch unter den Hauskatzen Einzelgänger, von Natur aus sind sie jedoch soziale Tiere. Beobachtet man größere Katzenpopulationen, beispielsweise auf vielen Bauernhöfen oder in manchen Großstädten, wie zum Beispiel in vor dem , sind vielfältige soziale Interaktionen zwischen den Tieren augenfällig. Da die allermeisten anderen Katzenarten Einzelgänger sind, bildet die Hauskatze zusammen mit den Löwen eine Ausnahme von der Regel. Im Gegensatz zu den Löwen, welche als echte Rudeltiere auch zusammen auf die Jagd gehen, geht die Hauskatze allerdings alleine auf die Jagd. Sie ist aufgrund der Größe ihrer Beutetiere nicht auf andere Katzen angewiesen und dadurch jederzeit auch alleine dauerhaft überlebensfähig. Das Zusammenleben in einer Gruppe ist bei den Hauskatzen also fakultativ (d. h. freiwillig; vom lateinischen facultas „Möglichkeit“). Die Tatsache, dass Hauskatzen soziale Tiere sind, war überhaupt erst die Grundlage für ihre Domestikation und ermöglicht die Interaktion mit dem Menschen. Im Gegensatz dazu sind Einzelgänger wie die nicht domestizierbar.
(Quelle: )

Oder auch hier: .

Vielleicht magst du ihm das alles mal zeigen?
 
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