6 Monate alter Labi-Welpe wird aggressiv

Diskutiere 6 Monate alter Labi-Welpe wird aggressiv im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo, mein Mann und ich haben seit 4 Monaten unseren Labi-Welpen Riley. Für mich ist es der erste Hund, mein Mann hatte schon unzählige, da seine...
  • 6 Monate alter Labi-Welpe wird aggressiv Beitrag #1
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peeps

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Hallo,
mein Mann und ich haben seit 4 Monaten unseren Labi-Welpen Riley. Für mich ist es der erste Hund, mein Mann hatte schon unzählige, da seine Eltern früher selbst gezüchtet haben. Wir haben ihn von einem Privatzüchter, er ist noch nicht kastriert.
Riley ist super intelligent und wir versuchen ihn viel zu beschäftigen, manchmal denke ich aber, wir tun das noch nicht genug.
Seit neuestem wird er jetzt sehr aggressiv während er frisst, er knurrt und schnappt, wenn man ihm sich beim fressen nähert. Welche Ursachen kann das haben? Wie gesagt, ich bin Hunde-Anfänger und habe schon sehr viel gelesen, aber man liest soooo oft gegensätzliche Sachen, dass ich immer mehr verwirrt bin. Beispielsweise hat mir der Tierarzt eine Info mitgegeben, dass man pro Lebensmonat 5 Minuten spazieren gehen kann (sprich 30 Minuten) und das bis zu drei mal am Tag, zusätzlich zu den kurzen Gassirunden. Wenn ich aber nur 30 Minuten am Stück draußen bin, dann dreht er in der Wohnung auf und rennt rum wie blöd. Wir versuchen einmal 3/4 mal in der Woche mit ihm joggen zu gehen, das ist dann länger und dann ist er auh super glücklich, aber das ist leider nicht jeden Tag machbar...Ich glaube dass man die Zeit und die Länge der Spaziergänge nicht pauschalisieren kann, da hat doch jeder Hund andere Ansprüche, oder?!
Wir wären gerne in eine Hundespielgruppe, denen hat aber unsere Versicherungspolice nicht gereicht, wir sind bei einer amerikanischen Versicherung. Er spielt immer wieder mit den Nachbarshunden, aber nicht regelmäßig.
Hinzu kommt, dass wir in ein paar Monaten nach Hawaii ziehen, eine deutsche Versicherung lohnt sich also nicht mehr.
Er hört super und kann schon sämtliche Kunststücke die es gibt, außer beim Fressen oder wenn er einen Knochen hat...Wie können wir ihm das knurren und schnapen da abgewöhnen? Haben ihn auch schon eine zeitlang aus der Hand gefüttert, da ist er auch brav, aber sobald er "allein" frisst, verwandelt er sich in ein kleines Monster.
Bin für jeden Tipp dankbar!
Liebe Grüße
peeps
 
  • 6 Monate alter Labi-Welpe wird aggressiv Beitrag #2
Huhu,

zu aller erst, ja, die fünf minuten regel ist richtig. ;)

Du schreibst, der Hund kann schon sämtliche Tricks, wie viel Trainiert ihr mit ihm?
Ihr müsst daran denken, ihr habt da einen Jungen Hund.
Wenn ihr zu viel mit diesem macht, kann es ihn auch überfordern und das kann genauso Probleme geben.
Das mit dem "joggen" muss man gucken.Ich finde das z.b.noch nicht sonderlich gut bei so einem Jungen Tier.Da die Knochen noch im Wachstum sind.

Ich würde hier wirklich erst mal überlegen, was ihr mit eurem Welpen macht und ob all das wirklich schon notwendig für einen sechs Monate alten Hund ist.
Zudem kann es passieren, wenn ihr jetzt schon so hoch ansetzt, das der Hund von euch immer und immer und immer mehr abverlangt.
Und ihr ihm in einem Jahr gar nicht gerecht werdet, weil er nie gelernt hat, zur ruhe zu kommen.

Warum füttert ihr ihn nicht weiter aus der Hand?
 
  • 6 Monate alter Labi-Welpe wird aggressiv Beitrag #3
das mit den tricks hat als spaß angefangen. mein mann hat sich zum hund gesetzt, vier, fünfmal "pfote" gesagt und die pfote angehoben und dann hats der kleine kapiert gehabt...und so läuft das mit allem, er hat ne unglaublich schnelle auffassungsgabe. die tricks machen wir immer mal wieder zwischendurch, aber ich setz mich da keine stunde hin und übe mit ihm oder so.
beim joggen waren wir uns anfangs auhc nicht sicher, der ta meinte es wäre ok. wenn ich ihn jetz im hundepark von der leine lass, dann rennt der von alleine auch locker ne halbe stunde durch, beim joggen muss er da auf mein tempo rücksicht nehmen, ich bin nicht so schnell, für ihn ist das ruhiger als wenn er frei rennt.
er hat auch seine ruhepausen und seine "gezwungenen" schläfchen zwischendurch (er schläft nachts in seiner hundebox, tagsüber schicke ich ihn immer wieder rein und er muss dann dort bleiben, dann schläft er auch immer ein). ich glaube inzwischen hab ich relativ die waage gefunden mit den ruhezeiten, vielleicht sollte ich aber etwas mehr experimentieren da...
ist das auf dauer aus der hand füttern eine lösung? wäre bereit das weiterzumachen, aber das problem bleibt ja dann trotzdem, wir vermeiden ja nur die situation... und eines tages sollte er ja shcon alleine aus einem napf fressen sollen...
 
  • 6 Monate alter Labi-Welpe wird aggressiv Beitrag #4
Das mit den Tricks, ist alles schön und gut.
Aber, die frage die sich stellt, ist es evtl schon zu viel?Wie du ja auch schriebst, jeder Hund reagiert anders auf Übungen, etc.Und Verarbeitet dies anders.
Wie ich bereits schrieb, man kann einen Hund auch zu viel abfordern.Und ich denke, ein so Junger Hund sollte die wichtigsten sachen erstmal richtig lernen.
Wenn er jetzt mit sechs Monaten bereits Zahlreiche tricks kann. Dann frage ich mich, wie viel ihr da schon mit ihm geübt habt. ;)
Da solltet ihr wirklich nochmal drüber nachdenken, wie viel der Hund wirklich schon kann, ob es zu viel ist.Und ob er die Wichtigsten sachen, Sitz, Platz,aus, etc schon kann und ob man dies noch festigen sollte.


Ich füttere z.b.nur aus der Hand. Meine Hunde haben keinerlei Aggressionen, ich kann ihnen Knochen, Futternapf etc, alles ohne Knurren weg nehmen.
Arbeitet ihr an eurer Bindung?
Aus der Hand füttern ist ideal dafür.
Ich würde das erst einmal weiter machen.
Du kannst das auch so machen, das du dir seinen Napf nimmst, dich aufm Boden setzt und ihm daraus das Futter gibst, wenn du es auf deinem Schoss stehen hast.
Und so bald er Knurrt oder aufdringlich wird, aufstehen und weg gehen.
Dann wird das ganze Unterbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt erneut versucht.
Für mich klingt das eigentlich auch eher nach seiner ersten Pubertätsphase, in der er euch Zeigen will, das er der Chef ist. ;)
 
  • 6 Monate alter Labi-Welpe wird aggressiv Beitrag #5
Nur kurz noch zur Futteraggression:
Niemals versuchen eine Futteraggression mit Gegenaggression zu behandeln. Wenn man den Hund vom Futter wegreißt oder ihm das Futter wie auch immer zwangsweise abnimmt lernt er nur, dass es so richtig ätzend ist, wenn Menschen in die Nähe seiner Futterschüssel kommen. Damit kann man Futteraggressionen dann sogar verstärken.

Positive Bestärkung heißt das Zauberwort, der Hund soll lernen, dass ihm nur gutes widerfährt wenn sich ein Mensch seinem Futter nähert, dann gibts auch kein Knurren mehr.
Sowas kann man gut mit Clickern üben, oder indem man den Hund anderweitig belohnt. Wichtig ist, dass der Hund niemals so sehr bedrängt wird, dass er sich in der Not sieht zu knurren, denn dann hat er schon Stress und man war einen Schritt zu schnell. Lieber langsam angehen und vor allem den Hund im Normalfall auch in Ruhe fressen lassen und nicht bedrängen.

Zum Thema Futteraggression verlinke ich gerne dieses Video hier, weil es sehr schön zeigt wie man eine Futteraggression (die in aller Regel daraus entsteht, dass der Hund Angst hat etwas weggenommen zu bekommen) ganz ohne Gewalt und mit positiver Bestärkung lösen kann:


Handfütterung kann auch helfen (kommt natürlich auch drauf an, was man füttert ;)), wenn man es mit kleinen Alltagstricks oder Clickern verbindet haben Hund und Besitzer außerdem noch eine Menge Spaß dabei.
 
  • 6 Monate alter Labi-Welpe wird aggressiv Beitrag #6
Moin,

als erstes kurz allgemein zu Ratschlägen, die du bekommst. Folge deinem Gefühl.
Zu einer Frage gibt es 1000 gut begründbare Antworten. Dein Gefühl und das Verhalten deines Hundes zeigt dir schnell ob etwas sinnvoll ist.


Zu Futteraggression.

Das HUnde versuchen ihr Futter zu verteidigen ist erstmal vollkommen normal und nur ein freundlicher Hinweis auf Hündisch, das möchte ich alleine behalten.:lol: Solche Besitzansprüche können selbst Welpen , adulten Tieren gegenüber machen.

Oft kommt eine Junghund irgendwann mal auf die Idee, dem Menschen gegenüber seinen Besitzanspruch auf das Futter anzumelden. Erschreckt sich jetzt Mensch und zeigt Unsicherheiten hat der Hund gelernt das dies Erfolg hat und wird sein Verhalten je nach dem noch fossieren.

Es ist auch kein Wunder das er, wenn du das Futter in Besitz ( Hand) hast und es portionierst, lieb und friedlich ist. Ausschliessliche Handfütterung kann dann sogar das verhalten verschlimmern, weil es die Versorgungssicherheit beendet. Kann, muss nicht.

Dementsprechend bin ich dann auch etwas anderer Meinung als Kompassqualle und würde nicht grundsätzlich ausschliessen, das ich über resolutes Auftreten das Verhalten abstellen kann. Wenn ich vollkommen ruhig und sicher bin.

Mit der Körpersprache meinen Besitzanspruch auf das FUtter anzumelden, fange ich sehr früh an, spätestens in dem Moment wenn der Hund mich anschaut, gerader, minimal nach vorne gebeugter Oberkörper, Augen fixieren, eine Hand deutet , nicht ganz ausgestreckt, zum HUnd. Brust raus, Bauch rein und Schultern nicht nach vorne fallen lassen. Körperspannung!
Sich auch mental einzustimmen und sich etwas vorzustellen. beispielweise das er dir den ersten Kaffee am Morgen klauen will, kann helfen.
Zusätzlich kannst du nuanciert auch die Stimme einsetzen und einzelne Wörter besser Geräusche, wie zischen einsetzen.
Dies lässt sich auch sehr gut vor dem Spiegel üben oder noch besser mit einer anderen Person, auf die du einen schritt zu machst. die andere Person kann dich dann nämlich reflektieren, ob du Eindruck auf sie gemacht hast oder nicht.
Dafür brauchst du aber definitive Selbstsicherheit, falls du diese in der Situation nicht hast, Lass es.

Normalerweise sollte er dann wenn du noch ein bis zwei Meter entfernt bist, sich vom Futternapf entfernen. In dem Fall die schon vorher in die Tasche gesteckte Leberwurst, Thunfisch,... zum Futter hinzugeben und ihn heranrufen und weiterfressen lassen.
Er soll auch lernen das es sich lohnt.

sollte er sich nicht vom Futternapf entfernen, nicht ganz an diesen herangehen, sondern sich zurückziehen. Anderes Trainingsmodell wählen
Die Gefahr das er euch verletzt besteht natürlich trotzdem, denn sein Verhalten kann ich, ohne es zu sehen, nicht beurteilen.
Ein guter Hundetrainer kann helfen.

Grundsätzliche Regeln wie, das er erst auf Befehl fressen darf und auch das jedes Bedrängen seinerseits unterbunden wird. Erst wird ruhe eingefordert, dann darf er fressen.Unterstützen die Kotrollierbarkeit.

Ansonsten noch viel Spass auf Hawaii
ach ja und Voricht mit dem kastrieren, kann zu üblen Problemen führen

gruss älse
 
  • 6 Monate alter Labi-Welpe wird aggressiv Beitrag #7
älse: Kannst du das mit dem Kastrieren bitte ausführen oder zumindest einen Thread hier verlinken?

Nur so allgemein: Ihr habt jetzt keinen Welpen mehr ;)
Ihr habt einen Junghund, bei dem früher oder später mehr oder weniger schlimm die Pubertät einsetzt. Diese Hunde wollen toben, rennen, spielen :D Auspowern eben.
Vom Joggen bei nicht ausgewachsenen Hunden rät die Mehrheit deswegen ab, weil es eben eine eintönige Bewegung ist und das auf die Gelenke gehen kann. Da kommt es natürlich aber auch drauf an, wie man joggt. Wenn es nur 20min auf Waldboden sind ist das natürlich nicht so schädlich wie ein 10km-Lauf auf der Straße.

Und wegen den vielen Tricks werden hier einige skeptisch weil es natürlich sein kann, dass ihr euch ein Arbeitstier ranzieht :D Wenn ihr jetzt schon sehr viel mit ihm macht wird er das noch ausbauen und immer mehr fordern. Deswegen muss man hier versuchen, einfach eine Balance zu finden.
Man sollte sich 2-3h am Tag im Durchschnitt Zeit für seinen Hund nehmen. Das kann mal mehr sein, aber auch mal weniger. Der Hund muss eben lernen, auch Ruhepausen einzuhalten. Wenn du mal mit Grippe flach liegst zB muss der Hund sich auch mal 2-3 Tage mit kleinen Spaziergängen nur zum Lösen zufrieden geben, ohne daheim Terz zu machen.
Wichtig bei Junghunden ist einfach auch, dass du konsequent bleibst und sie lernen, dass sie auch mal zurückstecken müssen. Also einfach mal Frust aushalten können.
 
  • 6 Monate alter Labi-Welpe wird aggressiv Beitrag #8
vielen dank, ich werde mich mal durchprobieren, was am besten funktioniert und dann berichten.
was meinst du, was für probleme mit der kastration auftreten können/ sollten älse?

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

und danke infano, dass du den frust erwähnst. damit habe ich sehr zu kämpfen. ich liebe den kleinen sehr, aber manchmal weiß ich nicht weiter und würd ihn am liebsten gegen die wand klatschen (was ich natürlich nie tun würde). und kaum ein hundebesitzer spricht über den frust und die verzweiflung, die mit der erziehung teilweise einhergehen. ich geh dann zwar immer weg und beruhige mich, bevor ich es am kleinen auslasse, aber es zehrt manchmal sehr an meinen kräften.
und nochmal zum joggen: ich habe gerade nach zehn jahren aufgehört zu rauchen, gehe seit vier wochen wieder hier im wald joggen und dementsprechend viele pausen legen wir beim joggen ein und sehr schnell bin ich jetzt auch nicht ;-)
 
  • 6 Monate alter Labi-Welpe wird aggressiv Beitrag #9
Off-Topic
@ Infano, sorry kann und will ich nicht. Es würde zum einen das Thema sprengen und ist auch an der Fragestellung des Threads vorbei. Ich habe es nur erwähnt weil in einem Nebensatz das Wort Kastration fiel und in den USA gerdae Kastration meines Wissens nach ein Alheilmittel ist. Zu dem muss ich zugeben das Kastration noch nicht zu meinen Steckenpferden gehört. Kann aber wenigstens eine Buch Empfehlung abgeben, wen es interessiert: Kastration und Verhalten beim Hund, Sophie Strodbeck / Udo Gansloßer, ISBN 978 -3-275-01820-8


@peeps
Kastration ist ein rieseiges und sehr Komplexes Thema. Dort spielen eine Menge Hormone mit. Neben dem Testosteron, auch Adrenalin, Noadrenalin, Cortisol, und so weiter.
Dementsprechend führt eine Kastration je nach Hund und Hormonhaushalt zu unterschiedlichen Ergebnissen im Verhalten, Es kann beispielweise zu verstärktem Jagd- oder Aggressionsverhalten führen.
Kastration ist immer eine Einzelfall Entscheidung die von einem guten Hundetrainer begleitet werden sollte, zu dem ist (bei Rüden ) der Test durch ein Hormonchip anzuraten, der reversibel ist. Wenn du das Thema vertiefen willst lege ich dir die Buchempfehlung im oberen OT feld nahe.

Gruss
Älse
 
Zuletzt bearbeitet:
  • 6 Monate alter Labi-Welpe wird aggressiv Beitrag #10
Hallo erstmal , unsere Hündin Paula hat das auch gemacht ... Das liegt daran das er euch nicht als oberen chef ansieht. Ihr seid chef und ihr dürf als erstes "essen" so zu sagen.
Wenn ihr ihm das fressen weg nimmt dann darf er nicht knurren oder schnappen .... Da müsst ihr energisch sein. Ihm immer zeigen das ihr das oberhaupt seid und alles dürft was er nicht darf
 
  • 6 Monate alter Labi-Welpe wird aggressiv Beitrag #11
Off-Topic
Mich persönlich interessiert es nicht, ich hab meine Entscheidung getroffen. Dann lass aber bitte solche Sätze in Zukunft auch oder weise darauf hin, dass es hier im Forum schon 30 Threads dazu gibt. Nur der Satz alleine verwirrt nämlich jeden, der sich damit noch nicht ausgiebig selbst beschäftigt hat.


Peeps, du weißt nicht, wie oft ich Beetlejuice hätte an die Wand klatschen können :D
Aber da muss man über sich selbst rauswachsen. In dem Moment wo der Hund etwas anstellt einfach nochmal kurz durchatmen. Das Schlimmste ist ja meistens schon passiert, da stören 3 Sekunden auch nicht mehr :D
Wenn er dich zu sehr nervt, atme durch, vergiss die Erziehung für dieses Mal, bring ihn nach Hause und versuch es später nochmal. Es hilft nichts, wenn du gereiz bist - da nützt die Erziehung nichts mehr.
BJ hat damals die Pubertät voll mitgenommen, schon gut sitzende Kommandos von einem Tag zum Nächsten vergessen, Grenzen ausgereizt, Frust aufgebaut und irgendwann unkontrolliert wieder rausgelassen... mehr als einmal hätte ich ausflippen mögen :D Irgendwann hab ich aber meine persönlichen Ansprüche an ihn etwas runtergeschraubt, ihn genommen wie er war und -wenn er mal wieder total unmöglich war- hab ich mir überlegt, wie ich die Geschichte am besten meinem Freund erzähle, wenn der abends heimkommt. Meistens musste ich dann schon selbst wieder schmunzeln :D
Es hilft nichts, zu verzweifeln. Man muss irgendwie versuchen, doch das meiste einfach mit Humor zu nehmen.
Und, nochmal: Konsequent bleiben! Jede Ausnahme nimmt der Hund als geänderte Regel hin :) Das dauert ewig, bis du das wieder geklärt hast. Viel Geduld. :D


Genauso muss aber auch der Hund lernen, Frust auszuhalten. Bleib-Übungen, auf´s Futter warten, einfach mal 2h Ruhe geben (zB wenn ihr essen geht)...
 
  • 6 Monate alter Labi-Welpe wird aggressiv Beitrag #12
Peeps, ich bitte Dich, probiere hier nicht alles aus, was Dir empfohlen wurde.
Du hast hinterher garantiert einen verstörten Hund.

Junge Hunde (auch Welpen) verteidigen ihr Futter.
Das ist völlig normal. Knurren und drohen ist Hundesprache und heisst nichts weiter, als:
Das ist mein Futter, das möchte ich nicht teilen.

Wenn Du jetzt anfängst, ihm das Futter, welches Du ihm gerade gegeben hast, wieder wegzunehmen, wird nur das Vertrauen zerstört. Du bist dann nicht mehr zurechnungsfähig für den Hund.

Die 5-Minuten-Regel bezieht sich nur auf das Laufen an der Leine, in einem Gebiet, wo viel Neues auf den jungen Hund einprasselt. Damit soll man einen Welpen nicht überfordern.

Freie Bewegung in Feld, Wald und Flur ist damit nicht gemeint.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Das mit dem "joggen" muss man gucken.Ich finde das z.b.noch nicht sonderlich gut bei so einem Jungen Tier.Da die Knochen noch im Wachstum sind.

Das ist völlig überholt.
Ich zitiere mal einen Tierarzt:

Bewegung ist immer gut, da sie die
Muskulatur kräftigt. Durch Bewegung kann man keine HD verschlimmern oder deren
Auftreten sogar provozieren. Junge Hunde müssen sich bewegen, müssen spielen
und herumtoben besonders auch mit anderen Hunden.




Zitat von Knopfstern:
Zudem kann es passieren, wenn ihr jetzt schon so hoch ansetzt, das der Hund von euch immer und immer und immer mehr abverlangt.
Und ihr ihm in einem Jahr gar nicht gerecht werdet, weil er nie gelernt hat, zur ruhe zu kommen.

Das gilt keineswegs für Spiel und Bewegung. Ein junger Hund bewegt sich deutlich mehr, als ein erwachsener Hund. Das gibt sich von alleine, wenn er erwachsen ist.


Warum füttert ihr ihn nicht weiter aus der Hand?

Warum lässt man den Hund nicht in Ruhe fressen???



 
  • 6 Monate alter Labi-Welpe wird aggressiv Beitrag #13
Bubuka: Du musst nicht fett schreiben, man kann dich auch so lesen.

Und man lässt den Hund nicht in Ruhe fressen, weil es sich ja nicht unbedingt von allein gibt, dass er sein Fressen verteidigt. Und irgendwann hat man einen Hund der selbst unter Stress steht und droht, sobald man nur zu nah an ihm vorbei geht wenn er frisst.

edit: Abgesehen davon dass man dem Hund vielleicht auch mal etwas zum Fressen abnehmen muss, weil es eben nicht zum Fressen ist (tote, alte Maus zum Beispiel). Da will man keine Diskussion mit dem Hund und erst recht keine Angst haben, dass er nicht irgendwann doch mal zuschnappt.

Und nur weil man vom Joggen abrät heißt das ja nicht, dass man den Hund zuhause einsperrt und ihm keinerlei Bewegung bietet :roll:
 
  • 6 Monate alter Labi-Welpe wird aggressiv Beitrag #14
Nur mal ganz kurz zum Thema Futter:

Verteidigung des Futters ist durchaus normales Verhalten, aber es hat Sinn einem Hund beizubringen, dass er das Futter auch wieder abzugeben hat.

Natürlich soll er auch in Ruhe fressen können, aber irgendwann wird er einfach alles Fressbare verteidigen.
Ich kann es nicht oft genug betonen: Hunde generalisieren.

So.
Was macht man daher, wenn der Hund gerade einen vergiftetes Stück Wurst draußen findet und er es sich nicht wegnehmen lässt?
Eben;)

Aber dazu wurden ja jetzt schon einige gute Ansätze erklärt;)

Was mir gerade bei Älses Ratschlag aufgefallen ist: "Augen fixieren".
Bitte, bitte, bitte, bitte nicht.
Ein Hund, der nicht gelernt hat, dass es etwas Positives ist, dass sein Mensch ihm in die Augen starrt fühlt sich dadurch massivst bedroht.
Dann noch vorbeugen und die Hand ausstrecken...Ganz ehrlich, es schüttelt mich gerade wirklich.

Man kann damit Glück haben, aber der Hund weicht dann zurück um der Bedrohung auszuweichen.
Im blödesten Falle ist der Hund aber gerade auf dem Trip mal testen zu wollen wie weit er gehen kann.
Ganz gefährlich wird es, wenn man solche "Methoden" bei ausgewachsenen Hund anwendet, die weder das "Anschauen" gelernt haben, noch eine stabile Bindung zum Besitzer haben und dann auch noch ein gesundes Ego haben mit einer Portion Selbstständigkeit.

Ich sehe fast jeden Tag wie Besitzer von ihren Angsthunden fast gebissen werden, weil sie ihren Hunden ständig in die Augen gucken müssen und nicht darauf achten, dass der Hund das absolut sch***** findet und beschwichtigt, droht oder versucht der Situation auszuweichen.

Ist jetzt fast schon komplett am Thema vorbei, aber das wollte ich nur kurz loswerden, weil man das einfach soooo oft liest und später stehen die Besitzer dann in Tränen aufgelöst beim Hundetrainer mit der Frage, ob sie ihren Hund jetzt einschläfern lassen oder nicht, weil der ja "aus dem Nichts heraus" gebissen hat.
 
  • 6 Monate alter Labi-Welpe wird aggressiv Beitrag #15
Knopfstern hat geschrieben:
Arbeitet ihr an eurer Bindung?
Aus der Hand füttern ist ideal dafür.
Ich würde das erst einmal weiter machen.
Du kannst das auch so machen, das du dir seinen Napf nimmst, dich aufm Boden setzt und ihm daraus das Futter gibst, wenn du es auf deinem Schoss stehen hast.
Und so bald er Knurrt oder aufdringlich wird, aufstehen und weg gehen.
Dann wird das ganze Unterbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt erneut versucht.
Für mich klingt das eigentlich auch eher nach seiner ersten Pubertätsphase, in der er euch Zeigen will, das er der Chef ist.

Aus der Hand füttern stärkt nicht die Bindung. Vielmehr entsteht eine gute Bindung durch Spiel, Spaß und Zuneigung.

Nochmal, ich würde den Hund in Ruhe fressen lassen.
Erst durch solche Spielchen entsteht wirklich hektisches Fressen.
Selbst Welpen verteidigen ihr Futter, das hat nichts mit "Chef sein wollen" zu tun.

älse hat geschrieben:
Mit der Körpersprache meinen Besitzanspruch auf das FUtter anzumelden, fange ich sehr früh an, spätestens in dem Moment wenn der Hund mich anschaut, gerader, minimal nach vorne gebeugter Oberkörper, Augen fixieren, eine Hand deutet , nicht ganz ausgestreckt, zum HUnd. Brust raus, Bauch rein und Schultern nicht nach vorne fallen lassen. Körperspannung!

Man, man, man älse, was soll man dazu noch sagen?

Hierzu mal eine Verhaltensbiologin:

Wie reagiert man nun auf Futterneid? Nun, ganz kurz und knapp: geben Sie ihm keinen Grund um sein Futter zu fürchten. Viele Hundetrainer raten hier immer wieder dazu den Hund zu unterwerfen, ihm sein Futter häufig wegzunehmen, um ihm zu zeigen, dass Sie der Herr über die Ressourcen sind. Aus vielen Gründen halte ich diese Methode persönlich für ungeeignet.
Sie wissen bereits - ein Hund mit Futterneid zeigt nicht seine Dominanz oder höhere Stellung an, sondern signalisiert: dies ist mein Futter und ich möchte es nicht mit dir teilen.

 
  • 6 Monate alter Labi-Welpe wird aggressiv Beitrag #16
Warum lässt man den Hund nicht in Ruhe fressen???

Offensichtlich hat er ja Stress dabei, da würde ich auch gegen arbeiten und ihn nicht "in Ruhe lassen". Was soll das bringen? Damit umgeht man das Problem nur. :eusa_think: Ein Hund sollte nicht futteraggressiv sein, zumindest nicht im Menschenrudel, wo er nichts zu befürchten hat. Ob Handfütterung da die richtige Methode ist, sei mal dahingestellt, es ist eben EIN Lösungsweg. Aber ich denke nicht, dass der Hund in Ruhe fressen kann, wenn er Futteraggressionen hat. Klar, wenn man weit genug weg ist, kann er sicher "in Ruhe" fressen, aber ich will ja auch an meinem Tier vorbeigehen können, ohne dass er aggressiv und/oder panisch reagiert.

Hallo peeps,
es gibt bzgl. der Futteraggression noch weitere Möglichkeiten neben der Handfütterung, die derzeit wahrscheinlich noch nicht so viel nützt (offenbar macht er da einen Unterschied). Jetzt am Samstag lief eine Folge bei Martin Rütter mit einem ähnlichen Problem. Auf Vox kann man die letzten Folgen m.E. nachträglich noch einmal schauen. Vielleicht ist das ja interessant für dich. Im Wesentlichen ging es darum, die Situation des Fressens positiv zu bestärken. Es basiert darauf, dass du dich während seiner Fresszeiten in die Nähe des Napfes stellst, aber erstmal nur so nah, dass er nicht angespannt wird. Aus dieser Entfernung wirfst du ihm Leckerchen zu (natürlich etwas Besseres als im Napf, damit es sich für ihn lohnt). Anfangs noch sehr nah an den Napf, später so weit, dass er auch mal ein paar Schritt vom Napf weg muss. Wenn das klappt, verkürze den Abstand zwischen dir und Napf. Wie viel das ist, entscheidest du und der Hund. Evtl nur ein Schritt, vielleicht sogar zwei. Das Ziel ist - logischerweise - irgendwann so nah neben dem Napf zu stehen, wie du möchtest, ohne dass dein Hund panisch wird und einfach ganz normal frisst. Die Leckerchen musst du zum Schluss natürlich abbauen, indem du die Zeiten verlängerst, bis das Leckerchen fliegt... bis irgendwann einfach gar keines mehr fliegt.

Wenn das sitzt, würde ich dennoch ein paar Regeln einhalten: Der Hund sollte ungestört fressen, im Sinne von: Nicht einfach den Napf nehmen, ihn nicht ständig antatschen oder über ihn drübergreifen. Manche Halter neigen dazu, den Chef raushängen zu lassen und meinen, der Hund müsse das alles akzeptieren, weil er in der Rangfolge ganz unten ist. Das finde ich persönlich total blödsinnig. Auch ein Hund sollte seinen Freiraum haben. Ich warne dich nur vor, weil du mit Sicherheit spätestens auf der Hundewiese diese vermeintlich schlauen Sprüche hören wirst.

Das gilt keineswegs für Spiel und Bewegung. Ein junger Hund bewegt sich deutlich mehr, als ein erwachsener Hund. Das gibt sich von alleine, wenn er erwachsen ist.

Kann ich nicht bestätigen. Im Gegenteil. Meiner Meinung nach lässt das nach, wenn der Hund mal so langsam ins Seniorenalter kommt und nicht vorher. "Jung" und "Erwachsen" schließt sich nicht aus. Ich behaupte, ein junger erwachsener Hund (1.-3. Lebensjahr) ist wesentlich aktiver als jeder Welpe und fordert minimum das, was er als Welpe bekam, eher mehr.

Liebe Grüße
Pewee
 
  • 6 Monate alter Labi-Welpe wird aggressiv Beitrag #17
Puh, hier ist ja schon einiges an Meinungen vertreten. Ich überlege ob ich meine überhaubt noch dazu schreiben soll?:eusa_think:
ich versuchs mal...

erstmal finde ich mein Hund hat mich nicht anzuknurren.Oder gar zu schnappen.
Sollte er es tun, wird er körpersprachlich in seine Schranken gewiesen.
Sollte bei einem 6 Monate alten Hund reichen.
Und ja dann nehme ich ihm das Objekt der Begierde auch ab. ( allerdings finde ich auch das man draus kein Ich chef du nix Spiel machen soll, also immer Knabberkram wegnehmen nur um den Chef zumarkieren , das bringt nämlch mMn auch nix.)

Und doch bin ich der Meinung das ich jederzeit meinem Hund fressen wieder wegnehmen darf( er kann ja auch mal was aufnehmen, was nicht gesund ist )

Ich persönlich arbeite mit Futterbeutel.
Balou bekommt seid er bei uns ist nur Futter aus dem Dummy.
So muss er für sein Futter entsprechend arbeiten, und er weiß das ich das Futter zuteile.
Wir hatten bis dato keinerlei "Futteragressionsprobleme".

und auch sonst wenig "Auflehnung".

Ansonsten geh ich mit Infano recht konform, Ihr habt nun einen Junghund, der austestet welchen Rang er hat und ob die Regeln immernoch gelten.
Umso ruhiger man selber dabei bleibt, umso schneller geht es vorbei *bild ich mir ein;)*.
Wichtig ist wirklich das ihr immer konsequent bleibt, und die Kommandos die ihr gegeben habt auch durchsetzt.
Auch wenn es mal 10 minuten dauert. Ihr müsst den größeren Dickkopf haben.

Was die Geschichte mit dem Joggen betrifft, finde ich das sich das so ganz gut anhört, wie du das beschreibst.
Ansonsten bin ich da auch Bubukas Meinung.
Und gleichmäßig joggen finde ich besser als zu häufige Start/stopp spiele wie Ball werfen z.B.


Edit; Och ich war mal wieder sehr lahm:eusa_doh:
 
  • 6 Monate alter Labi-Welpe wird aggressiv Beitrag #18
Und man lässt den Hund nicht in Ruhe fressen, weil es sich ja nicht unbedingt von allein gibt, dass er sein Fressen verteidigt. Und irgendwann hat man einen Hund der selbst unter Stress steht und droht, sobald man nur zu nah an ihm vorbei geht wenn er frisst.

Solch ein Unsinn. Der Hund ist gerade mal 6 Monate auf der Welt und zeigt typisches angeborenes Verhalten, wie er es in einem Rudel auch machen würde. Er zeigt an, dass das Futter ihm gehört.

Im Laufe der nächsten Wochen wird er damit aufhören, wenn er merkt, dass niemand ihm das Futter streitig macht.

edit: Abgesehen davon dass man dem Hund vielleicht auch mal etwas zum Fressen abnehmen muss, weil es eben nicht zum Fressen ist (tote, alte Maus zum Beispiel). Da will man keine Diskussion mit dem Hund und erst recht keine Angst haben, dass er nicht irgendwann doch mal zuschnappt.

Das ist etwas völlig anderes, weil Du dem Hund dies vorher nicht gegeben hast.
Ich habe mit meinen Hunden nie trainiert, dass sie etwas hergeben müssen. Das funktioniert einfach, wenn sie sich mal Müll geschnappt haben.

Sie bekommen ein kurzes "Stop", ich nehme ihnen den Müll sanft, aber bestimmt aus dem Maul. Das mache ich mit allen meinen Hunden, auch mit fremden Pflegehunden.
Das klappt immer, ohne Schnappen oder Beissen.
Das funkioniert, weil sie nie um ihr Futter fürchten müssen.

Pewee Warum lässt man den Hund nicht in Ruhe fressen???


Offensichtlich hat er ja Stress dabei, da würde ich auch gegen arbeiten und ihn nicht "in Ruhe lassen". Was soll das bringen?

Knurren ist Hundesprache. Das hat weder mit Stress, noch mit Aggression zu tun.
Ein Hund kann nicht in Menschensprache sprechen.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Willi79 hat geschrieben:
Und doch bin ich der Meinung das ich jederzeit meinem Hund fressen wieder wegnehmen darf( er kann ja auch mal was aufnehmen, was nicht gesund ist )

Fressen wieder wegnehmen, welches man gegeben hat oder welches der Hund selbst gefunden hat, sind zwei Paar Schuhe.

Komisch, ich kann meinen Hunden die Futterschüssel wieder wegnehmen, weil ich die z. B. vertauscht habe. Meine Hunde reagieren höchstens erstaunt.

erstmal finde ich mein Hund hat mich nicht anzuknurren.Oder gar zu schnappen.
Sollte er es tun, wird er körpersprachlich in seine Schranken gewiesen.

Ich kann es nicht fassen. Was ist denn Knurren?
Ein Hund kann sich doch nur in der Hundesprache ausdrücken.
Knurren hat doch viele Facetten. Soll er Dir einen Brief in Schönschrift schreiben, wo drauf steht, bitte lass mich in Ruhe fressen????
 
  • 6 Monate alter Labi-Welpe wird aggressiv Beitrag #19
Bubuka, nicht jeder Hund hört irgendwann auf sein Futter zu verteidigen.

Und wie gesagt: Hunde generalisieren.
Knurren bringt mir was, weil Frauchen mich dann machen lässt was ich gerade will?

Cool, dann probier´ich das doch mal, wenn ich unerlaubterweise auf dem Sofa liege und sie mich runterschmeißen will.

Wäre ebenfalls angeborenes Verhalten, kann tendenziell aber zu einem Problem werden.

Und doch Knurren ist durchaus ein aggressives Display.
Genau so wie rempeln, wegdrängen etc.

Dem Hund soll ja auch nicht ständig vollkommen sinnlos das Futter weggenommen werden, sondern er soll lernen, dass er es a) zurück bekommt und b) ihm keine direkte Gefahr droht.

Dass du Pflegehunden "einfach so" ins Maul greifst: Okay.
Aber das lässt nicht jeder Hund bei sich machen und ich würde so etwas auch nicht blind empfehlen.
Bei meinem eigenen Hund mach ich das auch durchaus, würde es aber niemals z.B. bei den Hündinnen meiner Freundin tun, obwohl ich sie fast täglich sehe.

Das Futter verteidigen zu müssen ist wie Pewee schon sagte für den Hund auf jeden Fall stressig.
Denn er muss so schnell wie möglich fressen, darauf achten, dass sich niemand nähert und dann im Zweifelsfalle bereit für Gegenmaßnahmen sein.
Ein entspannter Hund frisst einfach;)

Persönlich habe ich für meinen Hund übrigens ein Abbruchsignal beim Fressen.
Er darf fressen wie und wann er will, aber sobald "Schluss" kommt hat er so lange zu warten bis ich es ihm wieder erlaube weiter zu fressen oder auch nicht- tote Mäuse kommen dann eher weg als in den Hundemagen.
Dafür gibt´s dann aber was anderes leckeres;)
 
  • 6 Monate alter Labi-Welpe wird aggressiv Beitrag #20
Knurren ist Hundesprache. Das hat weder mit Stress, noch mit Aggression zu tun.
Ein Hund kann nicht in Menschensprache sprechen.

Er schnappt. Und das ist eindeutig. Wie man es auch immer nennen mag: Stress, Aggression, Zurechtweisung. So oder so ist es im Menschenrudelleben nicht in Ordnung und sollte nicht der Fall sein. Ein Knurren ist entweder eine Aufforderung zum Spiel (was ich in der Situation für unwahrscheinlich halte und auch anders klingt als ein "aggressives" Knurren) oder als Warnung "geh von meinem Napf weg oder es passiert X" und das ist "Stress", denn ein Hund meint sowas ernst, weil er die in seinen Augen eigene Ressource verteidigt. Der knurrt nicht, um der TE zu sagen, dass ihm das Essen so gut schmeckt und er ihr das sagen wollte, wo sie gerade zufällig an ihm vorbeigeht. Der warnt mit Konsequenzen, wenn die TE nicht spurt und sowas geht nicht, sie sollte sich in ihrem eigenen Heim frei bewegen dürfen.

Ich sehe allerdings auch einen Unterschied zwischen "er frisst etwas aus dem Napf, was ICH ihm gerade zubereitet und gegeben habe" und "er hat irgendetwas gefunden". Ein Hund sollte natürlich jeder Zeit etwas abgeben, wenn wir es haben wollen, aber ich sehe keine Notwendigkeit dadrin, dem Hund einfach wieder den Napf abzunehmen, wenn er in Ruhe frisst, keinerlei Aggressionen zeigt und ich es ihm vor allem zubereitet habe und weiß, wa er da frisst. Und natürlich muss ein Hund auch den Napf hergeben, wenn ich ihn - warum auch immer - dringend wieder brauche, aber es sollte m.E. nicht die Regel sein. Ich werde auch echt ungemütlich, wenn man mir mitten im Essen meinen Teller wegnimmt. :lol: Ich weiß, das ist nicht 1:1 übertragbar, aber ich bestehe beispielsweise auch nicht ständig dadrauf, dass die Hunde von ihrem Platz aufstehen, während sie gerade friedlich schlummern, nur um mal zu zeigen, dass alles meins ist, ich der Chef bin und sie zu springen haben. Solange ich weiß, dass sie aufstehen würden, wenn ich drauf bestehe, ist alles tutti.
 
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