Pflegehund - kann das gut gehen?

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  • Pflegehund - kann das gut gehen? Beitrag #1
Chat_Sauvage

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Hallo zusammen!

Wie der Titel schon sagt, habe ich jetzt so etwas wie einen Pflegehund. Meine Nicki ist mittlerweile was die Erziehung anbelangt so weit, dass wir nicht mehr viel tun müssen.
Im Oktober machen wir noch unsere Prüfung, dann gehen wir nur noch just for fun auf den Platz. Leistungsprüfungen sind nicht meine Welt, allgemein Turniere etc. Wenn es ihr weiterhin Spaß macht, gehen wir noch ab und zu in die Agi Stunde. Draußen, bzw. allgemein, hört sie so gut, dass ich mich fast immer auf sie verlassen kann.

Seit kurzem treffen wir nun regelmäßig ein älteres Ehepaar mit einem Vizsla-Mix aus dem Ausland. Er ist erst 2 Jahre alt. Eines davon war er auf der Straße, das andere in der Tötung. Leider wurde der Hund aus meiner Sicht falsch vermittelt. Er liebt seine neuen Besitzer und hört auf dem Grundstück auch gut, aber da muss noch eindeutig mehr gemacht werden.

Da sie gesehen haben, wie gut meine Nicki erzogen ist, haben sie mich gefragt ob ich ihren Kalli nicht auch mal mit zur HuSchu nehmen kann. Probeweise bin ich dann erst mal mit ihm und Nicki gassi gegangen. Er hat mich nicht mal mit dem A**** angeschaut :roll: Ganz egal wie ich mich verhalten habe, er lief immer an mir vorbei, hat kein Leckerchen genommen, nichts. An der Leine hat er mich auch nicht beachtet, konnte mich zum Affen machen.

Zum baden hab ich ihn dann los gemacht, und keine Minute später war er auch weg, ist schnurstracks an mir vorbei gezischt und nach Hause geflitzt...
Er war auch ziemlich unsicher, was wohl an seiner Vergangenheit liegen muss. Vielleicht hatte er Angst, dass man ihn wieder weg bringt.

Nun frage ich mich, ob es überhaupt Sinn macht, mit ihm zu arbeiten und wie ich es anstelle, seine Aufmerksamkeit zu erreigen. Ich bin für jeden Tipp dankbar, irgendwie möchte ich seine Besitzer doch unterstützen und sie nicht einfach stehen lassen.

Mit Rüden hab ich es leider einfach nicht so. Mein Hund ist ja zudem ein Hypersenibelchen, Kalli leider genau das Gegenteil.

Bin ein wenig ratlos :eusa_think:
 
  • Pflegehund - kann das gut gehen? Beitrag #2
Also zuerst einmal glaube ich nicht, dass du und Nicki wirklich schon "fast fertig" seid. Im anderen Thread schreibst du noch, dass sie oft so aufgeregt ist, du deine Anspannung auch super auf sie überträgst, sie bei Stress in die Bude macht.
Das halte ich erstmal für genügend Punkte, an denen ihr zusammen udn vor allem du an dir arbeiten müsst ;)

Ich denke auch nicht, dass du bei Kalli viel machen kannst. Was versprechen sich die Besitzer denn davon, dass du ihn mit zur Hundeschule nimmst? Ist ihnen klar, dass das für ihr Zusammenleben mit ihm recht wenig bringt? Viele Hunde laufen bei ihrer Bezugsperson einwandfrei an der Leine, sobald sie jemand anders nimmt lassen sie die Sau raus...
Alles was der Hund zeigt ist ja zu 90% ein Zusammenspiel aus der jeweiligen Bindung, dem Vertrauensverhältnis und auch der Körpersprache des Menschen.

Ansonsten: Wie man halt Vertrauen gewinnt. Das dauert bei Angsthunden oft recht lange. Wäre zB aus der Hand füttern und sowas. Glaube aber nicht, dass du als "nur" Gassigeher da großartig was reißen kannst...
 
  • Pflegehund - kann das gut gehen? Beitrag #3
uiuiui,

zu erstmal finde ich es klasse, das du dir Gedanken machst...jetzt kommt das grosse aber.

Warum machst du das Tier von der Leine, wenn er nicht einmal ansatzweise auf dich reagiert?Da hätte sonst was passieren können.
Dann muss man ne Schleppleine und nen Geschirr nehmen und das Tier daran machen.Aber bitte nicht ohne Leine.

Zum weiteren:
Nun frage ich mich, ob es überhaupt Sinn macht, mit ihm zu arbeiten und wie ich es anstelle, seine Aufmerksamkeit zu erreigen. Ich bin für jeden Tipp dankbar, irgendwie möchte ich seine Besitzer doch unterstützen und sie nicht einfach stehen lassen.
Meiner Meinung nach macht es sehr wenig sind.
Du solltest seinen Besitzern lieber klar machen, das sie mit ihm zur Hundeschule gehen müssen.
Und du sie da gerne mitnehmen würdest.
Aber wenn du mit dem Hund arbeitest, dann reagiert er irgendwann nur noch auf dich und das ist nicht sinn der sache.
daher, leg denen das ruhig ans Herz, rede mit deinen Trainern und nehm sie doch sonst einfach einmal mit zur Stunde und zeig ihnen alles. ;)
 
  • Pflegehund - kann das gut gehen? Beitrag #4
Infano, dass stimmt so auch nicht ganz. Ich und Nicki sind draußen und auf dem Platz ein super Team. Oft höre ich 'wenn wir mal so weit sind wie die beiden, ist das ja perfekt.' Viele wissen nicht, dass ich Zuhause im Umgang mit ihr ein anderer Mensch bin und sie dadurch ein anderer Hund ist. Ich kann mit ihr ohne Leine Fahrrad fahren, selbst an der Straße und egal ob da eine Katze rennt oder ein anderer Hund bellt, sie weicht nicht von meiner Seite. Sie kommt auf einen Pfiff, schaut immer wo ich bin, keinerlei Probleme. Wenn ich mit Kalli trainiert hätte, wären wir ja auch draußen und auf dem Platz. Da muss ich mit Nicki nicht mehr arbeiten. Nur Zuhause müssen wir noch ordentlich was tun. Das steht alles nur damit in Verbindung. Draußen ist sie gelassen und ich auch. Meine Bedenken waren eben nur, dass Kalli sich erstens wieder an jemand anderen gewöhnen soll, wo er doch wahrscheinlich schon genug mitgemacht hat, und dass es seinen Besitzern womöglich gar nichts bringen wird. Es gibt sicher viele Hunde, die nur bei den Leuten hören, die auch mit Ihnen trainieren. Trotzdem kenne ich auch genaue Gegenteile, wie z. B. Nicki. Die läuft auch mit meiner kleinsten Schwester (6) und pariert aufs Wort. Die ältere (9), kann mit ihr problemlos bei den Begleithunden mitlaufen. Selbst ein Wildfremder hätte mit Nicki keine Probleme. Ich habe das Thema jetzt auch in der HuSchu angesprochen und die sind der gleichen Meinung wie ihr. Entweder die Besitzer oder keiner. Verstehe ich auch und ich werde ihn dann auch nicht mit zum Gassi nehmen. Möchte er ja auch gar nicht. Und sorry dass ich ohne Absätze schreibe, aber meine ENTER Taste hat heute wohl ein Problem...:lol:
 
  • Pflegehund - kann das gut gehen? Beitrag #5
Man sagt ja, dass das Problem meistens am oberen Ende der Leine hängt... Insofern würden die Besitzer -selbst wenn du mit dem Hund arbeiten könntes- deine Arbeit möglicherweise wieder kaputt machen.. Hilfe zur Selbsthilfe ist meistens am effektivsten...
 
  • Pflegehund - kann das gut gehen? Beitrag #6
Nicht angegriffen fühlen, ich habe nicht behauptet, dass ihr nicht schon einiges erreicht habt oder ein schlechtes Team wärt ;)
Das heißt aber meiner Meinung nach aber einfach noch nicht, dass ihr nicht noch Arbeit vor euch hättet :)
Es ist schön, wenn Nicki draußen funktioniert, keine Frage. Aber daheim habt ihr eben noch Baustellen offen, an denen ich arbeiten würde bevor ich mir einen anderen Hund - in welcher Form auch immer - dazuhole :)

Ansonsten das was ich geschrieben habe. Find ich auch gut dass deine HuSchu derselben Meinung ist und du es dir auch anders überlegt hast. Ist besser für den Hund :)
 
  • Pflegehund - kann das gut gehen? Beitrag #7
Ach nein, ich fühl mich nicht angegriffen :) Du hast schon recht, wäre mir dann wohl auf Dauer auch zu viel. Mit meiner Zuhause arbeiten, mit dem anderen draußen. Weiß nicht.
Außerdem hätte ich dann mit den zweien einzeln gehen müssen. Als ich nämlich Kalli nur mal ein etwas lauteres 'nein' an den Kopf geworden habe, ist Nicki plötzlich zehn Meter hinter mir rumgeschlichen. Die fühlt sich da sofort angesprochen. Ist auch auf dem Platz so, ein 'nein' beim Agi, und wenns nur an mich selber gerichtet ist weil ich falsch gelaufen bin, bringt meinen Hund völlig aus dem Konzept. Sie ist dann 2 cm klein mit Hut, zieht die Rute an und dann braucht man auch nicht weiter machen.

Sensibelchen und Raudi - passt einfach auch nicht zusammen :D
 
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