Sodale, hier bin ich
Prinzipiell finde ich die Wahl vom BBS super, es sind vielseitige Hunde die großteils eigentlich überall zurecht kommen, sei es jetzt Hundesport oder auch als Familienhund. Weiße Schäferhunde sind noch nicht so überzüchtet wie die DSH, jedoch gibt es auch hier schon Züchter die "Hinterhand runter" züchten, von solchen Züchtern würde ich auf jeden Fall Abstand nehmen.
Gesundheitlich neigen viele BBS zu Allergien und Unverträglichkeiten wobei ich hier jedoch ein Exemplar sitzen habe, dem man alles füttern kann. Er verträgt einen Tag Fleisch, am nächsten TRockenfutter und hat keine Probleme damit.
Was ich jedoch beachten würde, ist ob es in der Zuchtlinie MDR-1 gibt, das ist eine Unverträglichkeit bestimmter Medikamente und kann die Behandlung deutlich erschweren (siehe Google).
Weiße Schäferhunde sind gerne bei ihren Besitzern und möchten am liebsten überall hin mitgenommen werden, falls du also - wie schon erwähnt - einen weißen Schatten haben möchtest (und über den man öfter drüberfällt, wenn man sich umdreht ^^), dann sind die BBS im Grunde eine recht gute Wahl.
Es gibt so als normale Showlinie aber auch als Leistungslinie die zb. vermehrt im Hundesport geführt werden und auch im Schutzdienst zu finden sind. (Gibt nen guten Züchter in D). Wobei meiner persönlichen Erfahrung die EU Leistungslinien deutlich schlapper als die US Leistungslinien sind.
Ich bin gestern mit beiden Hunden die Strecke von Klosterneuburg heimgegangen, das sind ca. 20 km in 4,5 Stunden. Trotz flotten Tempos und 2 kleinen Pausen (Schuhe an/ausziehen) hat Akos die ganze Zeit herumgetollt, Stöcke und Bälle zurück gebracht und machte außer Hecheln keine Anstalt von Erschöpfung während ich selbst fast schom an Zahnfleisch daher kroch.
Kommt halt drauf an, ob du mit dem Hund wirklich auch Sport machen willst (Turniere und co.) dann würde ich dir definitiv zur Leistungslinie raten.
Charakterlich gibts beim BBS eigentlich eine große Palette an Varianten. Angefangen von scheu-ängstlich bis hin zu "Weg da ich komme!" ist eigentlich alles vertreten.
Leider gibt es bei den DSH-Clubs/Hundeplätzen immer noch die Meinung, das die Weißen zu sensibel sind - auf einige Exemplare trifft das vielleicht zu, andere hingegen mähen den einzigen Baum auf der Wiese um (*hust*).
Ich kenne BBS die superleicht zu erziehen sind, aber auch andere die man mit nichts motivieren kann. Ich bin öfter in englischen Schäferhund-Foren unterwegs und da stoße ich recht häufig auf viele Weiße, die mit nichts zu motivieren sind. Die kann man nicht über Bälle, Futter oder sonstwas erziehen.
Je nach Hund braucht man da schon eine ganze Menge an Hundeerfahrung oder einen guten Trainer, der einem weiterhelfen kann. Bei solchen Hunden sollte man auch mal "außerhalb der Box" denken.
Mir wurde zum Beispiel der Tipp gegeben, Akos vielleicht mit einem echten Tierfell (Eichhörnchen, Hase) zu motivieren.
Auch der Jagdtrieb ist total unterschiedlich. Hier im Dorf gibts mittlerweile 3 Weiße - eine Hündin die nur hinterm Herrchen hertrabt und die man nie spielen sieht. Eine andere Hündin die recht aufgeweckt aber auch eher eine "Schlaftablette" ist und eben Akos, die "Vollkontakt-Lawine" :mrgreen: , der Katzen zum Fressen gerne hat, ein Reh quer übers Feld hetzt und absolut nicht mehr ansprechbar ist.
Hast du denn vielleicht noch spezifischere Fragen zum BBS?
LG Foss