Lärmtrauma

Diskutiere Lärmtrauma im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo! Wir haben aus einemn Tierheim eine Dackeldame, die mittlerweile ca. 5 Jahre alt ist und seit 3 1/2 Jahren bei uns ist. Bis vor kurzem...
  • Lärmtrauma Beitrag #1
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Sarnig

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Hallo!

Wir haben aus einemn Tierheim eine Dackeldame, die mittlerweile ca. 5 Jahre alt ist und seit 3 1/2 Jahren bei uns ist. Bis vor kurzem hatten wir keine Probleme; der Hund ist gut sozialisiert, freundlich und gut in die Familie integriert. Seit Sylvester vorigen Jahres ist der Hund aber aufgrund der Knallerei völlig traumatisiert und weigert sich immer mehr, mit uns spazieren zu gehen, was sie früher jedoch so geliebt hat. Seit wir versucht haben, mit ihr die Hundeschule zu besuchen ist es noch schlimmer geworden. Sie hat offensichtlich das Vertrauen in uns verloren. Alle Versuche mit Leckerlis, Loben etc. helfen nichts. Vom Tierarzt haben wir eine homöpathische Arznei erhalten (Natrium Muriaticum)); dies hat einige Zeit zwar eine Verbesserung gebracht, aber mittlerweile ist es ärger als vorher. An manchen Tagen ist`s besser, manchmal aber schon so arg, dass sie gar nicht mehr aus dem Haus will und sich bei jedem Knall den sie hört, im Haus verkriecht.
Uns graut schon vor der Vorstellung vor dem nächsten Sylvester....

Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen oder kann uns jemand einen Tip geben, wie wir das Trauma/Verhalten des Hundes wieder in den Griff bekommen?

Danke vorab!!!
 
  • Lärmtrauma Beitrag #2
Hallo.

Zunächst noch eine Frage.
Wie verhaltet ihr euch wenn sie Angst hat?
Redet ihr auf sie ein? Ignoriert ihr sie? Bietet ihr auch an, sie zu beschützen?

Ich würde versuchen mit einer Geräusch CD zu arbeiten.
Die gibt es mit allem möglichen auch Silvesterknallerei.

Die würde ich anfangs ganz ganz leise laufen lassen.
Wichtig dabei ist das ihr euch ganz normal verhaltet, als wenn es eine Musik CD wäre.
Wenn sie sich aus ihrem Versteck traut- würde ich ihr was zu essen anbieten.
Oder eine Leckere Knabberei.

Wichtig bei den Gräuchen die ihr Ansgt machen, ihr müsst ihr vermitteln das alles Ok ist und nicht die Welt untergeht;)

Es gab mal bei Tiere suchen ein zuhause einen Bericht dazu, den fand ich ganz gut.



einfach mal anschauen...
 
  • Lärmtrauma Beitrag #3
@ Geräusch-CD

Wenn der Hund darauf reagiert ist dies eine gute Möglichkeit die Situationen zu stellen.
Leider reagieren nicht alle Hunde auf die digitalisierten Geräusche.
Der Grund liegt darin, das nur Geräusche digitalisiert werden können, die im Menschlichen Hörbereich liegen. Da sich der Bereich des menschlichen und hundlichen Hörens nicht komplett deckt, gibt es Hunde die auf für den Mensch nicht hörbare Frequenzen reagieren. Und da ist die Geräusch CD leider nutzlos.
älse
 
  • Lärmtrauma Beitrag #4
Guten Abend!

Vielen Dank vorab für das feed-back und den Rat mit der CD. Werden uns ein solche besorgen und das Training auf dieser Basis versuchen.

Zur Frage nach unserem Verhalten bei den Angstattacken: Wir versuchen ruhig auf sie einzureden, dass alles ok ist, aber sie wird nicht gestreichelt oder sonst für das Verhalten gelobt.
... leider ohne bisherigen Erfolg, die Angst ist stärker als jegliches Vertrauen.
Aber vielleicht kommen wir ja mit der CD weiter.

LG Andrea

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Hallo älse!

Vielen Danke für die Info, wir werden es jedenfalls mit der CD versuchen..

LG Andrea
 
  • Lärmtrauma Beitrag #5
Huhu,
Es ist möglich dass ihr durch das zureden, ihre Angst bestätigt habt, und es daher immer schlimmer geworden ist.
 
  • Lärmtrauma Beitrag #6
Hallo Sarnig,

War letztes Silvester irgend was besonders anders, als die Silvester vorher?

Bei der Cd, an und für sich eine gute sache.
Jedoch musst du das mit Vorsicht nutzen.
Einfach rein legen und abwarten geht natürlich nicht.
Da solltest du dich am besten noch einmal mit einem Hundetrainer zusammen tun und dir Hilfe suchen. ;)

Wie verhaltet ihr euch dem Hund gegenüber?
Habt ihr an euch irgendwas verändert? An eurem Verhalten? Irgendwas in der Wohnung?

Wurde der Hund komplett Untersucht?
Auch die Schilddrüse?
 
  • Lärmtrauma Beitrag #7
Oje!
Kann schon sein, dass das passiert ist!
Sollen wir gar nicht reagieren???

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Hallo Knopfstern!

Danke für die Antwort.

Es war der letzte Silvester an sich nichts anders als sonst auch, vielleicht um die Spur mehr Knallerei als im Vorjahr. Vom Charakter ist die Hündin ein Einzelgänger, soziale Kontakte zu anderen Hunden werden zwar kurz gesucht, aber sie verliert rasch das Interesse und beschäftigt sich lieber allein. Aggressionen gibt es nicht, höchstens einmal ein kurzes Warnknurren, wenn ihr die anderen Hunde zu wild begegnen. Der Familie und Freunden gegenüber ist sie total anhänglich und lieb, gs. auch sehr folgsam und gelehrig. Tw. aber auch sehr stur, wie man es dem Dackel halt nachsagt.
Ein weiteres negatives Erlebnis war dann im Frühjahr der Besuch der Hundeschule: Das hat sie total verunsichert, sie wollte gleich beim 2.Mal nicht mehr hin und mag seither auch nicht mehr ins Auto steigen, was für sie aber vorher eine absolute Lieblingsbeschäftigung war. Es hat aber eigentlich in der Hundeschule kein erkennbares Negativerlebnis gegeben; vermutlich haben sie die vielen Hunde nervös gemacht oder irritiert. Wir haben dann die Schule abgebrochen. Im Anschluss daran war sie noch einige Zeit sehr misstrauisch; es hat sich langsam wieder gebessert, aber die Sensibilität auf Knallereien ist jedenfalls stärker geworden. Allgemein ist sie nicht Lärmempfindlich, aber jeder Schuss, Böller, Raketen usw. versetzen sie in Panik.

Medizinisch ist soweit alles ok. Die Schilddrüse war beim Tastbefund auch unauffällig.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Hallo Knopfstern!

Danke für die Antwort.

Es war der letzte Silvester an sich nichts anders als sonst auch, vielleicht um die Spur mehr Knallerei als im Vorjahr. Vom Charakter ist die Hündin ein Einzelgänger, soziale Kontakte zu anderen Hunden werden zwar kurz gesucht, aber sie verliert rasch das Interesse und beschäftigt sich lieber allein. Aggressionen gibt es nicht, höchstens einmal ein kurzes Warnknurren, wenn ihr die anderen Hunde zu wild begegnen. Der Familie und Freunden gegenüber ist sie total anhänglich und lieb, gs. auch sehr folgsam und gelehrig. Tw. aber auch sehr stur, wie man es dem Dackel halt nachsagt.
Ein weiteres negatives Erlebnis war dann im Frühjahr der Besuch der Hundeschule: Das hat sie total verunsichert, sie wollte gleich beim 2.Mal nicht mehr hin und mag seither auch nicht mehr ins Auto steigen, was für sie aber vorher eine absolute Lieblingsbeschäftigung war. Es hat aber eigentlich in der Hundeschule kein erkennbares Negativerlebnis gegeben; vermutlich haben sie die vielen Hunde nervös gemacht oder irritiert. Wir haben dann die Schule abgebrochen. Im Anschluss daran war sie noch einige Zeit sehr misstrauisch; es hat sich langsam wieder gebessert, aber die Sensibilität auf Knallereien ist jedenfalls stärker geworden. Allgemein ist sie nicht Lärmempfindlich, aber jeder Schuss, Böller, Raketen usw. versetzen sie in Panik.

Medizinisch ist soweit alles ok. Die Schilddrüse war beim Tastbefund auch unauffällig.
 
  • Lärmtrauma Beitrag #8
Moin,
ignorieren ist auf jeden Fall besser als den Hund zu Bestätigen in seiner Unsichherheit.

Was auf jedenfall möglich ist, den Hund neutral bei sich zu halten, wenn er es zulässt und als angenehm empfindet.
Es ist auch möglich dem Hund die Menschliche Nähe übers Halten als angenehm und sicher zu vermitteln, wäre aber was für ein Training.

Ansonsten ist klar zu Unterscheiden wann Zuwendung verstärkend wirkt und ab wann unterstützend.

Allgemein steigern sich Errgungsprozesse bis zu einem Höhepunkt um dann wieder ab zu flauen. So auch Unsicherheiten. Wenn du den Hund belohnst ( auch über beruhigende Worte) wenn der Hund sich in aufsteigender Erregung befindet, verstärkt dies die Unsichheit. Ist der Hund über den Höepunkt der Erregung hinaus und ist dabei sich zu beruhigen, auch wenn er nochj Unsicher ist, Unterstützt Lob.

Gruss älse
 
  • Lärmtrauma Beitrag #9
danke für den tip älse!
 
  • Lärmtrauma Beitrag #10
Ich benutze Youtube-Videos statt CD. Am Anfang ganz leise stellen und im Nachbarraum sich mit dem Hund ganz normal beschäftigen. Dann in ganz kleinen Schritten steigern. Lieber einen Schritt zu langsam als einen zu schnell.

Bei Cesar Millan war mal der Sprengstoffhund Gavin mit posttraumatischen Schäden. Vielleicht gibt es die Folge in einer Mediathek oder bei youtube.

Grüße Bernd
 
  • Lärmtrauma Beitrag #11
Danke Bernd!
 
  • Lärmtrauma Beitrag #12
Off-Topic
@BerndFfm

Das Beispiel Milan wäre aber eher: Dem Hund Kopfhörer aufzusetzen und die Lautstärke vollaufzudrehen. Während der Hund auf ein Laufband gestellt ist.
De Hund direkt in den Panikbereich zu zwingen bis er er dies erdulden kann, ist bei echter Angst abzulehnen

älse
 
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