Hallo Eifel,
anfangs ist die Wohnung und ein kleiner Garten mehr als genug, und erst wenn der Welpe sich hier sicher und frei bewegt, sollte man mit ihm erste Ausflüge unternehmen. Das heißt aber nicht eine Stunde Auto fahren, und dann auf freiem Feld, ihn sich selbst überlassen oder gar einen Spaziergang mit Welpen auf dem Arm zu unternehmen. Ein paar Minuten mit dem Auto zur nächsten Wiese fahren, oder gegebenenfalls direkt ab Haustür, den Welpen selbständig die Welt entdecken lassen. Und auch nur soweit, wie der Welpe von sich aus gehen möchte. Mit dem Welpen spielen, sich beschäftigen genügt anfangs durchaus.
Auch solltest du eine Reizüberflutung vermeiden. Damit meine ich.... der Welpe soll viele Dinge kennenlernen, aber nicht zu viel auf einmal.
Zur Angst
Beispiel
Beim Spaziergang erschreckt sich der Welpe vor einem großen Abfallsack, welcher "scheppernd" umfällt, und rennt "kreischend" auf uns zu, um Schutz zu suchen. Wenn wir ihn nun hochnehmen, streicheln, beruhigend auf ihn einreden usw., bestätigen wir in diesem Augenblick seine Angst!
Also sollten wir seine Panik ignorieren und so tun als wäre nichts passiert. Einfach daran vorbeigehen, als wäre der Sack überhaupt nicht vorhanden. Ihn nun zu animieren das "unheimliche Ding" näher zu begutachten würde ihn in seiner Angst bestärken. Um so gelassener wir reagieren bzw. nicht, um so schneller kommt der Welpe zu dem Entschluß, was seinen "Chef" nicht beeindruckt, kann ja nichts besonderes sein!
Wenn ein Welpe in bestimmten Situationen Angst zeigt, so ist es unser natürlicher Impuls ihn zu beruhigen, trösten, ihn einfach zu beschützen. Das ist aber falsch! Deshalb bei Situationen die den Welpen verängstigen darauf achten, daß wir das unsichere Verhalten ignorieren und den Hund keinesfalls beruhigen oder trösten! Bestätigung bzw. Belohnung der Angst! Der Welpe beobachtet sehr genau und oft ist es das "verschulden" des Besitzers, wenn sein Hund ängstlich reagiert oder aber seine Angst verstärkt wird.
LG
Bettina