Unser Lhasa Apso ist teilweise unberechenbar, brauchen mal Hilfe und Tipps...

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Laurion

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Hallo,

ich hoffe, dass man uns hier ggf. ein paar Tipps geben kann bezüglich unseres kleinen "Lhasa Apso" (wenn es überhaupt einer ist). Ich muss vorher kurz ausholen:

Wir sind mit Hunden beide groß geworden und haben entsprechend auch Erfahrung. Meist hatten wir große Hunde, z.B. Boxer, Bordeauxdoggen, usw. - aber auch mal franz. Bulldoggen, die aber in ihrem Wesen recht gelassen und pfiffig waren, der Rasse entsprechend. Vor ca. 1 Jahr ist beim Gassi gehen unser franz. Bulldogge Lulu an einem Herzinfarkt gestorben... unsere Bordeauxdogge Paula war auf einmal alleine (wir sind selbstständig, also sehr viel zu Hause). Damit Paula wieder einen Kumpel an der Seite hat, haben wir inseriert: "Suchen Hund bevor er ins Tierheim muss". Es meldeten sich jede Menge Menschen (und ihre Hunde), entschieden haben wir (und Paula) uns für "Barry", den Lhasa Apso (laut Impfpass). Er war immer ein Einzelhund, musste wegen Trennung abgegeben werden, er war damals 5 als wir ihn bekommen haben. Er war von Anfang an der Chef im Haus, hat selbst die gutmütige Bordeauxdogge angemacht. Wenn Paula mal spielen wollte oder albern war, hat er es wohl als Bedrohung aufgefasst. Schimpfen, zurechtweisen: Bringt nur was für den Moment. Er ist teilweise unberechenbar bzw. wenn er seinen "Flash" bekommt, beisst er uns sogar kurz in die Hand. Danach schaut er traurig und demütig als ob er versteht: "Das war falsch".

Nun ist vor einigen Wochen "Paula" gestorben und wir haben wieder inseriert. Zu uns gekommen ist "Paul" (Namensgleichheit absoluter Zufall), ein Labrador-Retriever-Rüde, 9 Jahre. Sehr aktiv, sehr gelassen, hört absolut super, hat sich richtig gut hier eingelebt und ist auch sehr auf uns fixiert. Und wer ist wieder der Chef in der Hütte? Barry! Will Paul spielen, wird Barry aggressiv. Er will alles und jeden kontrollieren, springt Paul teilweise mit offenem Maul an den Hals. Und Paul? Kuscht, ist einfach zu gutmütig. Zudem ist Gassi gehen gar nicht möglich. Solange kein Hund kommt: Ist alles okay mit Barry. Wehe dem, er sieht etwas: Dann muss meine Freundin (die Probleme mit dem Rücken und einem Bein hat) den Kleinen auf den Arm nehmen damit er nicht vollends ausrastet. EIGENTLICH ist das falsch, aber anders geht es bei meiner Freundin nicht.

Barry scheint auch ein Hauptproblem mit großen Hunden zu haben und eher mit Rüden als mit Hündinnen. Wir haben Ihn auch vor 9 Monaten kastrieren lassen (unser neuer "Paul" ist es nicht), allerdings hat das absolut nix gebracht. Unsere Tierärztin meint, dass sei halt bei kleinen Hunden bzw. diesen Rassen oft das Problem: Größenwahn. Die würden auch auf ein Wildschwein stürzen ohne Rücksicht auf Verluste bzw. ohne die Gefahr in irgendeiner Art einschätzen zu können (oder zu wollen), wie eine Art "Blutrausch". Jetzt kann ein so kleiner Hund ja nicht viel anrichten (zu Menschen ist Barry übrigens durchweg lieb, nett und zugänglich, Katzen tut er auch nix), aber dennoch macht dieser "kleine Napoleon" alle Hunde um sich herum wild. Übrigens: Er hat mal von einem Hund (den er beim Gassi gehen auch angreifen wollte) ordentlich einen "Getunkt" bekommen, ebenso von der Katze eines Bekannten: Ab dem Zeitpunkt war Ruhe. Dann geht er nach dem Motto: "Oh, hier habe ich nix zu melden, dann lasse ich das wohl mal besser!". Nur unser Paul ist dazu zu trottelig - das nutzt Barry gnadenlos aus.

Was denkt ihr (die sich vielleich mit kleinen Hunden oder Lhasa Apso im Speziellen auskennen): Wie kann man es schaffen, den Kleinen Konsequent klar zu machen, das 1) wir die Chefs im Ring sind und 2) er nicht den Affen machen und ausflippen muss? Wir möchten uns auf keinen Fall von ihm trennen, denken auch an Hundeschule - nur das, was es hier vor Ort (Kreis Warendorf, Grenze zum Kreis Gütersloh) gibt, ist "08/15"-Erziehung mit ein bisschen Spielen und Stöckchen holen - das dürfte Barry nicht weiterhelfen.

Ich freue mich auf JEDEN Tipp, auf JEDE Hilfe...
 
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  • Unser Lhasa Apso ist teilweise unberechenbar, brauchen mal Hilfe und Tipps... Beitrag #2
Hey,

vorab: Wisst ihr wie genau Barrys Leben vorher aussah?
Hat er schlechte Erfahrungen mit großen Hunden gemacht?

Es ist übrigens nicht weiter dramatisch, wenn die Hunde unter sich eine klare Rangordnung haben.
Ihr müsst da nicht zwangsläufig reglementierend eingreifen um für "Gerechtigkeit" zu sorgen.
Hunden wollen keine Gerechtigkeit, sondern Struktur;)

Eingreifen solltet ihr, wenn Barry wirklich beschädigen will bzw. den Großen richtig bedrängt und z.B. von strategischen Plätzen verdrängt.
Das wären Futterplätze, Sofa, Bett, tolle Liegeplätze, Wasser...Haben beide Hunde einen eigenen Platz?
Das würde ich als erstes einführen.
Einen Platz für den Großen, den der Kleine nicht erreichen kann damit er sich vor dem kleinen Tyrannen "retten" kann. Zur Not indem dieser Platz durch ein Kindergitter abgeteilt wird damit der Kleene wirklich nicht weiter nachgehen kann.
Und für den Kleinen das Gleiche. Ein Platz an dem er seine Ruhe hat und dort auch mal abgelegt werden kann, wenn er "stresst".

Hat er bereits richtig gebissen oder bleibt es bei Warnschnappern?

Wie lastet ihr die Hunde allgemein aus?
Wie sieht der genaue Tagesablauf aus?

Insgesamt klingt er sehr unsicher.
So unsicher, dass er durch möglichst viel Kontrolle über sein Umfeld diese Unsicherheit zu kompensieren zu versucht.

Auch das Kläffen an der Leine etc. spricht für einen unsicheren Hund, der nach der Devise "Angriff ist besser als Verteidigung" vorgeht.

Die Kastration wird seine Unsicherheit wahrscheinlich nicht verbessert, eventuell sogar verschlimmert haben. Das "Kampf-Hormon" Testosteron fehlt jetzt und er ist noch verletzlicher, wenn man so will.

Was ihr tun könnt:

Er muss euch vertrauen können. Er muss wissen, dass ihr alle Situationen für ihn klärt.
Das heißt er muss sich bei euch sicher fühlen.
Was Hunden auch Sicherheit gibt ist ein sitzender Grundgehorsam.

Wenn ein Hund sitzt, hat er eine Aufgabe- nämlich das sitzen bleiben bis er was anderes tun soll.
Ergo hat er keine Chance zu keifen und kann von euch "beschützt" werden.

Um einen guten Trainer werdet ihr aber wohl kaum herum kommen, da wir euch hier nur grobe Einschätzungen geben können;)

Alle Tips der Welt können falsch sein, wenn auch nur ein Detail falsch interpretiert wird.
Nutzt mal Google um einen guten Trainer zu finden, der mit positiver Verstärkung arbeitet etc. und lasst den die Situation beurteilen.

Würde ich zumindest so machen.
Manchmal sieht man bestimmte Dinge vor lauter Betriebsblindheit einfach nicht mehr.

Lieben Gruß:)
 
  • Unser Lhasa Apso ist teilweise unberechenbar, brauchen mal Hilfe und Tipps... Beitrag #3
Hallo,

danke für die Antwort. Wir wissen nicht, was er vorher mit großen Hunden erlebt hat, erlebt haben könnte. Ich vertrete jedoch die Meinung, dass dieses "Er muss sich bei Euch sicher fühlen" der falsche Weg ist - denn er fasst das als "Meine Diener beschützen mich, weil es was zu beschützen gibt" auf. Die Rasse an und für sich ist recht schwer zu handhaben, im Sinne von: "Der Lhasa sieht den Menschen nicht als Chef sondern als gleichwertig. Er ist intelligent genug, sich sein Herrchen zu erziehen" (Zitat Rassebeschreibung). Ich glaube, der Kurze hat schlicht einen Größenwahn, mit Unsicherheit oder Angst hat das nichts zu tun. Wir gehen 3 - 4 mal am Tag Gassi, wir gehen in den Wald, auf eine eingezäunte Hundewiese, an Bespaßung kann es nicht mangeln - zudem hat Barry leichte Probleme mit dem Herzen und ist schnell aus der Puste, denn können wir also nicht nonstop durch die Rabatten scheuchen.

Vielleicht gibt es noch andere Tipps und Tendenzen, speziell von Haltern und Kenner der Rasse?
 
  • Unser Lhasa Apso ist teilweise unberechenbar, brauchen mal Hilfe und Tipps... Beitrag #4
Laurion,

nicht jede Rassebeschreibung passt.
Die sind lediglich grobe Richtwerte und sagen nichts darüber aus wie ein Hund letzten Endes ist.

Erziehung und Sozialisation spielen eine sehr große Rolle- bei jedem Hund.

Da unterscheiden Lhasa Apso sich nicht grundlegend von anderen Hunden.
[VERSTECK]Besonders, wenn man bedenkt, dass der genetische Unterschied verschiedener Rassen so gering ist, dass er fast nicht erwähnenswert ist.[/VERSTECK]

Der Gedankengang, dass Hunde Menschen als "Diener" nutzen ist insofern irrig, dass Hunde nicht so denken.
Hunde denken nicht um 10 Ecken und schon gar nicht wie ein Mensch.
Größenwahn im eig. Sinne gibt es daher auch nicht- lediglich die Tendenz bei Stress (und den haben Hunde, wenn sie in unklaren Strukturen leben dauerhaft) mit aggressivem Verhalten in jeglicher Form zu reagieren.

Ein wirklich selbstbewusster Hund hätte die von dir beschriebenen Pöbeleien gar nicht nötig, sondern würde relativ ruhig seinen Stand behaupten und festigen.

Das Zitat bezüglich der "Erziehbarkeit des Menschen" kannst du übrigens auf fast jeden Hund übertragen: Gib´ihm die Notwendigkeit die Führung übernehmen zu müssen und der Hund wird es zwangsläufig tun;)

Es wäre daher ganz gut, wenn du noch auf meine anderen Fragen antworten würdest bes. was den Grundgehorsam/Auslastung betrifft.
Bewegung ist zwar gut, aber mind. genau so wichtig, wenn nicht sogar wichtiger ist die geistige Auslastung.


Solltest du das wollen werde ich mich natürlich ab sofort bedeckt halten, wenn du lieber Antworten von Haltern und Kennern haben möchtest.
 
  • Unser Lhasa Apso ist teilweise unberechenbar, brauchen mal Hilfe und Tipps... Beitrag #5
Hallo,

ich sehe das schon anders, denn ich kenne verschiedene Rassen und die zugesprochenen Eigenschaften passen oft sehr, sehr gut. Das ein Hund im eigentlichen Sinne nicht "denkt": Ist bekannt, obgleich ich mir da in Teilen nicht wirklich sicher bin - wissen kann es bis jetzt niemand bzw. nachweisen oder widerlegen. Frag Dich mal, warum die aggressivsten Hunde unter den Kleineren zu finden sind? Stichwort "giftig"? Das mit dem "Größenwahn" war auch eher eine tendentiell ironisch zu betrachtende Aussage. Ich denke, Rassekenner könnten hier doch etwas fundiertere Aussagen treffen ohne Deine Kompetenz anzweifeln zu wollen. Geistig ist der Kleine übrigens absolut ausgelastet, zumindest so weit ich das als "sein Mensch" zu beurteilen vermag...
 
  • Unser Lhasa Apso ist teilweise unberechenbar, brauchen mal Hilfe und Tipps... Beitrag #6
Hey,

die Giftigkeit kleiner Rassen ist recht leicht zu begründen: Zum einen wurden kleine Hunde, wie z.B. Terrier, darauf gezüchtet sich mit gleichgroßen bzw. nicht weniger gefährlichen Tieren anzulegen. Ratten, Füchse etc.
Da kann der Hund es sich nicht leisten bei Angst und Unsicherheit zurück zu gehen. Ein Dackel im Fuchsbau kann nicht mehr zurück und MUSS aggressiv nach vorne gehen. Und darauf ist bei vielen kleinen Rassen selektiert worden. Auch die Jagd auf Ratten erforderte Hunde, die eine möglichst hohe Angriffstendenz und geringe Fluchttendenz zeigen.

Wer klein ist muss sich schlicht und ergreifend anders durchsetzen als andere Tiere, die allein durch ihre Körpergröße im Vorteil sind.

Auch wenn Lhasa Apsos als heilige Tiere gezüchtet wurden heißt das nicht, dass sie sich nicht gegen Beutegreifer etc. durchsetzen mussten.
Gerade die buddhistische Grundhaltung verbietet es ja schon weitestgehend andere Tiere zu töten, die den Tieren gefährlich werden konnten. Abgesehen davon, dass sich natürlich die Hunde am meisten genetisch durchsetzen konnten, die die rauen Klimaumschwünge etc. am besten ertragen konnten- was im Normalfall diejenigen sind, die sich selbstständig Nahrung beschaffen können. Was für kleine Hunde heißt: Diejenigen, die sich auch gegen größere Beutetiere aggressiv durchsetzen können.

Für einen kleinen Hund ist es daher schlicht und ergreifend überlebensnotwendig eine viel höhere Bereitschaft zur Konfrontation mitzubringen als für einen großen.
Große Hunde werden im Normalfall nicht in akuter Todesgefahr schweben, wenn sie sich mit einer Ratte anlegen.

Soweit nachvollziehbar?

Kleine Hunde reagieren also tendenziell eher (natürlich ist das auch hier immer noch vom jeweiligen Individuum abhängig) konfrontativ als größere Hunde.

Was macht ihr denn für die geistige Auslastung? :)
 
  • Unser Lhasa Apso ist teilweise unberechenbar, brauchen mal Hilfe und Tipps... Beitrag #7
Frag Dich mal, warum die aggressivsten Hunde unter den Kleineren zu finden sind? Stichwort "giftig"?
hat meiner Meinung nach überhaupt nichts mit der Rasse an sich zu tun! Wenn überhaupt dann damit, dass einige kleine Hunde weniger oder weniger gut erzogen werden weil man einem kleinen Hund viel eher was durchgehen lässt als einem großen Hund.

Hast du mal überlegt Unterordnung mit ihm zu machen? Gassigehen und toben ist nicht immer unbedingt dir richtige Auslastung für einen Hund..
Liebe Grüße
 
  • Unser Lhasa Apso ist teilweise unberechenbar, brauchen mal Hilfe und Tipps... Beitrag #8
Hallo,

ja, das machen wir - aber ohne Erfolg. Der Kleine scheint von Grund auf ein gewisse Aggressionspotential zu haben. Ich würde hier nicht fragen, wenn ich es besser wüsste - aber ich denke insgesamt, ich warte noch mal die Antworten eventueller Lhasa Apso Halter ab, danke Euch aber für die bisherigen Bemühungen.
 
  • Unser Lhasa Apso ist teilweise unberechenbar, brauchen mal Hilfe und Tipps... Beitrag #9
Hey,

speziell zum Lhasa kann ich dir nicht helfen- wobei ich mir bei Cici nicht sicher bin ob da nicht einer mitgemischt hat (wie so viel anderes *hust*).

Grundlegend- das benehmen das Barry an den tag legt würde ich schlicht und ergreifend nicht dulden. Ich hab hier momentan 2 Chihuahuas und eben meine Cici (das einzige das man ihr deutlich ansieht ist der dackel...). Poco, der Chi-rüde in der Gruppe, neigt auch EXTREM zum größenwahn. Ja, er würde wohl auch auf nen Schäferhund losgehen. Aber er weiß dafür gibts ärger. Schlicht und ergreifend. Für ihn z.B ist eine sehr effektive Strafe der Entzug der Aufmerksamkeit. Schimpfen hilft da gar nichts, er lebt nach dem Motto "Oh, die schimpft... JEEEEEEAAAH, aufmerksamkeit".

Wie reagiert IHR denn wenn ihr einen Hund seht? nehmt ihr Barrys leine fester? zieht ihr ihn zu euch? sprecht ihr ihn an oder so was? Dies sind für ihn alles eindeutige Zeichen von "oh, den findet herrchen/frauchen auch doof, den verbell ich einfach mal". Wenn ihr einen Hund trefft einfach LOCKER dran vorbeigehen. wenn er sich aufführt wart ihr einfach zu nah dran.

Die beste Übung wäre wenn ihr euch 2-3 "Übungspartner" sucht (gibt sicher ein paar nette Rüdenbesitzer die euch helfen). Dann sucht ihr einen Abstand zum fremdhund bei dem barry keinen Terror schiebt. Und dann aneinander vorbeigehen. Wenn er nicht motzt loben. Diesen abstand ZENTIMETERWEISE verringern. Tatsache ist- er wird es wahrscheinlich nie dulden nen halben Meter neben einem fremden hund vorbeizugehen. Aber er wird nicht mehr auf 20m entfernung alles fressen wollen was sich bewegt.

Zum "Problem" mit Paul.. Tatsache ist- wenn er nicht spielen mag ist das sein gutes Recht. Cici hat Abbey (unser Chihuahuamädchen) heut auch eindeutig klargemacht dass SIE bestimmt wenn sie spielen will und nicht auf ihr herumgehopst wird. Gab ca 10sek ein Mordsmäßges getöse, cici knallte Abbey die Vorderpfoten ins Gesicht und tackerte sie so aufm rücken liegend aufm Bett fest. Abbey motzte kurz zurück, dann entspannte sie sich und die sache war gegessen. Dadurch das Paul aber viel größer ist und wahrscheinlich auch die ersten Warnsignale (muss nicht mal knurren sein) missachtete bekam er eben auf Hundeart eine aufn Deckel. Und hier werden alllgemein oft bisse ausgetauscht, Cici zerrt Poco z.B auch liebend gern an den Ohren durch die Gegend während er ihr den Hals abknabbert. Zähne sind nicht immer was schlechtes, Hunde haben ja keine Hände ;)

Dies würde ich grundlegend auch zulassen, es ist ein teil der Kommunikation im Rudel. Stell dir vor Barry müsste sich nun ständig von Paul bedrängen lassen? auch nicht schön. Kritisch wirds nur wenn Paul aus dem Zimmer gejagt wird oder nicht mehr an Futter, Wasser, Mensch oder andere Ressourcen darf. Da würde ich dann an eurer stelle eingreifen, das hat nicht er zu bestimmen. Wenn er Paul aus dem Zimmer jagen will selber rausschicken. Wenn er ihn vom Napf jagen will rausschicken. Lässt er ihn nicht zum Sofa während er draufliegt runterbefördern. Motzt er weiter raus- oder auf den Platz schicken.


Natürlich hat der kleine "Giftzwerg" ein höheres Aggressionspotenzial als große Hunde. Allerdings schließt dies keineswegs ein entspanntes zusammenleben mit ihren menschen aus. Man muss ihnen nur viel deutlicher klarmachen dass sie nix zu melden haben und auch viel mehr arbeit hineinstecken. Grundlegend würde ich deinen Lhasa aber immer noch (soweit ich diese Rasse kenne, sind leider nur ein paar einzelne Individuen) deutlich "zahmer" als z.B ein Jack Russel terrier oder ein Chihuahua.
 
  • Unser Lhasa Apso ist teilweise unberechenbar, brauchen mal Hilfe und Tipps... Beitrag #10
Hallo Laurion,
Du hast es selbst schon erkannt...euer Lhasa hat im Rudel die Führung.
Zu deiner Frage"wie kann ich ihm klarmachen dass ich Chef bin?" sage ich:

1. Bitte bitte gucke Dir auf youtube/ TV den Hundeflüsterer" Cesar Millan an...ich wende seine Methode"" erfolgreich an...bisher bei jedem Hund.
2. Wenn Du dann der Pack leader bist....musst Du trotzdem deinen Hunden die "Entscheidung" der Rangfolge alleine überlassen. Wieso ist es schlimm, wenn Berry vor Paul kommt? Es ist meistens so, dass die "kleinen Kläffer" mit ihrer Energie das Sagen haben und "die grossen Trottel" kuschen. Alles okay solange DU bestimmst.
3. Du musst jetzt ( guck Dir Cesar Millan an! ;)) dem Kleinen beibringen, wer der Chef ist...und das auch durchziehen. Rudelchef heisst einen Fulltime-job zu haben. DU bestimmst wenn er frisst, Du bestimmst ob jetzt gespielt wird...DU unterbrichst das Spiel und weist ihn zurecht "when going wild". Das ist nicht nur dein Recht als Chef...das ist deine Pflicht...
Ich wünsche Dir/Euch gutes Gelingen:D
 
  • Unser Lhasa Apso ist teilweise unberechenbar, brauchen mal Hilfe und Tipps... Beitrag #11
Off-Topic
Bevor du die Methoden von Millan anwendest, würde ich dich bitte dich mal hier im Forum in die entsprechenden Themen einzulesen. Ob und warum die Methoden des Herren wirken ist massiv umstritten, besonders was seine "Arbeit" mit Hunden an der Leine betrifft. Es ist mit großer Vorsicht zu genießen was Millan als Korrekturmaßnahmen benutzt (Tritte in die Nierengegend etc.). Da pack.leader dich explizit auf die Videos hingewiesen hat wirst du aber höchstwahrscheinlich so oder so auf die Videos stoßen, die dem Ganzen kritisch gegenüber stehen. Mit den Büchern, die theoretisch durchaus gute Ansätze enthalten, hat die tatsächliche Arbeit nämlich nicht viel gemein. Informiere dich daher bitte bevor du diese Methoden 1:1 umsetzt. Mehr will ich dazu auch gar nicht sagen, weil es hier bereits viele Threads zum Thema gibt...Nur als Anreiz erst nochmal genauer nachzuforschen.
Womit ich übrigens nicht sagen will, dass er prinzipiell falsche Grundlagen verfolgt. Sie werden nur teilweise seltsam interpretiert und umgesetzt.


DU bestimmst wenn er frisst, Du bestimmst ob jetzt gespielt wird...DU unterbrichst das Spiel und weist ihn zurecht "when going wild". Das ist nicht nur dein Recht als Chef...das ist deine Pflicht...

Im Prinzip korrekt nur als kleine Anmerkung: Ein wirklicher "Rudelchef" MUSS nicht ständig auf seine Privilegien beharren. Im Endeffekt ist es so, dass du nur jederzeit durchsetzen können musst was du willst. Für den Anfang mag es sinnig sein wirklich engmaschig zu agieren, aber eig. sollte es so sein, dass der Hund sich z.B. durchaus auch auf deinen Platz legen darf- er muss nur sofort aufstehen sobald du anmeldest, dass du da hin willst.

Ich verlinke dir hier nochmal ein Thema, das eig. alles sehr schön zusammenfasst.



Was ich zum Thema "Rudelchef" noch wichtig finde: Dein Hund weiß, dass du kein Hund bist.
Alle Erziehungsmaßnamen á la: Das machen die unter sich doch auch so! können nicht wirklich fruchten, weil dein Hund ganz genau weiß, dass du sein Sozialpartner etc. bist, aber du bist eben kein Hund (Damit meine ich Dinge wie Schnauzengriff etc.).

Daher kann man auch nicht erwarten, dass man als Äquivalent eines hündischen Rudelführers behandelt wird, sondern eben als das was man für den Hund ist: Beschützer, Versorger und Sozialpartner.
[VERSTECK]Sonst hätte man nämlich spätestens dann ein Problem, wenn man vom Hund als artgleicher Partner verstanden werden würde, wenn es um die Fortpflanzung geht:roll:[/VERSTECK]
 
  • Unser Lhasa Apso ist teilweise unberechenbar, brauchen mal Hilfe und Tipps... Beitrag #12
@Midoriyuki: hast Du ein konkretes >Video oder wasauchimmer, wo Hr Millan die Hunde behandelt, wie Du es beschreibst? Ich kenne es nicht.
Ich habe gestern unseren ( zu 90% sicher) künftigen Hund kennengelernt. Nachdem seine Besitzerin ihn von der Leine gelassen hat ist er erstmal schnurstracks inne Gegend. Daraufhin bat ich, ihn an die Leine. Nach 5 min. an der Leine marschieren ( in MEINEM Tempo) und ein paar mal ruck hinter mich, hatte er verstanden. Dann wollte ich die Leine abmachen, da wollte er los. Ich habe die Leine sofort wieder eingehackt und nochmal 5 min. laufen. Neben-bzw.-hinter mir. Dann habe ich die Leine abgemacht und der Hund lief mit uns und in unsere Nähe....meistens hinter uns. Wir sind ca. 40 min. spaziert und seine Besitzerin war überrascht, dass er nicht mehr "abhaut". Denn sie hat ihn einmal gerufen und ist dann sofort schreiend hinter ihm her. Ich bin hin habe ihn genommen und ihm klargemacht, dass ich entscheide, wenn aufgehört wird. Nun ich bin kein Hundeflüsterer, aber fahre sehr gut mit dieser Methode. Dabei tritt keiner keinem in die Nieren oder sonstwas.
 
  • Unser Lhasa Apso ist teilweise unberechenbar, brauchen mal Hilfe und Tipps... Beitrag #13
@Midoriyuki: hast Du ein konkretes >Video oder wasauchimmer, wo Hr Millan die Hunde behandelt, wie Du es beschreibst? Ich kenne es nicht.
Ich habe gestern unseren ( zu 90% sicher) künftigen Hund kennengelernt. Nachdem seine Besitzerin ihn von der Leine gelassen hat ist er erstmal schnurstracks inne Gegend. Daraufhin bat ich, ihn an die Leine. Nach 5 min. an der Leine marschieren ( in MEINEM Tempo) und ein paar mal ruck hinter mich, hatte er verstanden. Dann wollte ich die Leine abmachen, da wollte er los. Ich habe die Leine sofort wieder eingehackt und nochmal 5 min. laufen. Neben-bzw.-hinter mir. Dann habe ich die Leine abgemacht und der Hund lief mit uns und in unsere Nähe....meistens hinter uns. Wir sind ca. 40 min. spaziert und seine Besitzerin war überrascht, dass er nicht mehr "abhaut". Denn sie hat ihn einmal gerufen und ist dann sofort schreiend hinter ihm her. Ich bin hin habe ihn genommen und ihm klargemacht, dass ich entscheide, wenn aufgehört wird. Nun ich bin kein Hundeflüsterer, aber fahre sehr gut mit dieser Methode. Dabei tritt keiner keinem in die Nieren oder sonstwas.


Da kann ich dir sogar mehrere sagen:

In diesen werden Videoausschnitte zu CM Methoden gezeigt:



In diesen Video gibt CM seine fragwürdigen Methoden sogar zu, bzw. wird von den Fragen des Moderators bezüglich Tierquälerei auf einmal sehr Ähm und Öh lastig












Hier ein Bericht einer Dame die bei CM war:

 
  • Unser Lhasa Apso ist teilweise unberechenbar, brauchen mal Hilfe und Tipps... Beitrag #14
Off-Topic
pack leader, bevor das hier eine großrahmige Diskussion wird -die es hier bereits zuhauf gibt- kannst du mir auch gerne eine PN schicken.


Wie schon gesagt: Der TE sollte sich auf jeden Fall mit den Methoden etc. von Millan auseinander setzen bevor er sie anwendet.
Ob man das dann tut oder nicht muss jeder für sich entscheiden.
 
  • Unser Lhasa Apso ist teilweise unberechenbar, brauchen mal Hilfe und Tipps... Beitrag #15
Ich möchte nur noch kurz einwerfen, dass in Milans Serie nicht umsonst vor jeder Folge eingeblendet wird, dass man die Techniken nicht ohne Rat eines Fachmannes einsetzen sollte. Nicht jede Methode eignet sich für jeden Hund und einfach blind probieren ist auch nicht der Hit. Wenn man nach ihm arbeiten will wäre es sowieso sinnvoller, sich sein Buch und ein paar andere zum Vergleich zu besorgen.

Und damit würde ich die Diskussion zu Milan an dieser Stelle beenden, es gibt dazu bereits ein Thema, welches auch alle Beteiligten schon gefunden haben.
 
  • Unser Lhasa Apso ist teilweise unberechenbar, brauchen mal Hilfe und Tipps... Beitrag #16
Off-Topic
Da kann ich dir sogar mehrere sagen:

In diesen werden Videoausschnitte zu CM Methoden gezeigt:



In diesen Video gibt CM seine fragwürdigen Methoden sogar zu, bzw. wird von den Fragen des Moderators bezüglich Tierquälerei auf einmal sehr Ähm und Öh lastig












Hier ein Bericht einer Dame die bei CM war:


Leider gehen die mittleren drei Links nicht.
Ich komme da zu einer Web-mail Seite. :eusa_think:
 
Thema:

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