Du hast das mit dem Clickern falsch verstanden - normalerweise gibt es das Leckerlie erst nach dem Klick

Damit das klickern funktioniert, muss das Tier natürlich erstmal die Bedeutung vom "Klick" lernen. Allerdings ist der klassische Hunde-Clicker für Mäuse wirklich zu laut (bei Hunden wird ja teilweise auch über größere Entfernungen gearbeitet.) Gerade auch in deinem Beispiel mit den Klorollen, geht das Clickern wohl eher nach hinten los:
Maus findet leckeres Futter in der sicheren Klorolle und dann kommt dieses erschreckende Geräusch. Wenn das öfter passiert lernt die Maus "Wenn ich mich da jetzt rein setze und futtere, passiert wieder was."
Ein paar stressfreie Sachen, die dem Clickern ein bisschen ähnlich sind, gibt es aber schon (vorausgesetzt du weckst sie nicht extra oder holst sie vorher raus oder so):
Wenn du jeden Tag, während du das Futter in den Käfig stellst, einen Ton pfeifst, werden die Mäuse recht schnell auf deinen Pfeifton reagieren und schon zur Futterstelle gehen, bevor das Futter da ist.
Nach dem selben Prinzip könnte auch Zungenschnalzen für "oben Links im Käfig wartet ein Kürbiskern" beigebracht werden oder Fingerschnippen für "irgendwo auf der 2.Etage wartet ein Sonnenblumenkern".
Bitte stelle keine riesen Ansprüche an die Tiere. Mit viel Geduld und Regelmäßigkeit - oder wie der Fuchs im kleinen Prinzen sagt "es muss feste Bräuche geben" - werden sie ein paar solcher "Tricks" lernen. Das Futterpfeifen hat sogar einen ganz praktischen Hintergrund, weil so kurz vor dem Füttern alle Tiere gut nachgezählt werden können. Sobald sie was Fressbares in den Pfoten haben, verziehen sich einige Mäuse ja gerne und bei gleichaussehenden Tieren ists meist auch schwer, sofern sie sich nicht gleichzeitig zeigen. (Bei 2 Mäusen ist das mit dem nachzählen natürlich noch nicht ganz so schwer...)
lg