Sicherheit Kind

Diskutiere Sicherheit Kind im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; Hallo, ich bin ganz neu hier und hoffe, dass ich hier richtig bin. Ich selber reite zwar nicht, allerdings brauche ich Expertenrat für meine...
  • Sicherheit Kind Beitrag #1
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Beate0212

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Hallo,

ich bin ganz neu hier und hoffe, dass ich hier richtig bin. Ich selber reite zwar nicht, allerdings brauche ich Expertenrat für meine Tochter :)

Meine Tochter nimmt seit kurzem Reitunterricht und nun möchte ich ihr einen Schutz für ihre Wirbelsäule kaufen. Sie wird sicher noch ein halbes Jahr an der Longe unterrichtet.

Könnt ihr mir vielleicht sagen, ob ein Rückenprotektor reicht oder ich ihr eine ganze Protektorweste kaufen soll? Was würdet ihr empfehlen?

Vielen Dank für eure Tipps und Informationen im Vorhinein!

Ich bin zwar selber als Kind viel geritten, aber bei uns am Land hatte niemand so etwas :?

Danke und liebe Grüße,

Beate
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Sicherheit Kind Beitrag #2
Hallo,

ich war heute bereits im Fachhandel und habe mich für den Rundumprotektor entschieden! Es ließ mir einfach keine Ruhe :)
 
  • Sicherheit Kind Beitrag #3
Hallo Beate :006:

Schön, dass Du schon etwas passendes für Deine Tochter gefunden hast. Ihr müsst dann nur mal gucken ob sie auch trotz Schutz beweglich genug ist.
Grade an der Longe wird ja noch viel Gleichgewichtsschulung gemacht ( zb linke Hand an rechten Fuß im Schritt, drehen des Oberkörpers etc pp) Das wird mit Weste schwierig.
 
  • Sicherheit Kind Beitrag #4
Hallo Trullas,

vielen Dank für deine Antwort. Das ist natürlich ein Argument :eusa_think: Gibt es Alternativen?

Was soll ich sonst machen? Die Dame im Fachhandel sagte mir, dass ein Rückenprotektor allein nicht viel Sinn hat weil eben "nur" der Rücken geschützt ist und sonst nichts.

Die Reitlehrerin zeige uns ihren Protektor, sie ist allerdings auch Springreiterin.

Es gäbe auch teurere Protektoren, die sich dem Körper anpassen bzw. mit der Körpertemperatur weich werden. Allerdings kosten die 1. ab Euro 179 (ist mir definitiv zu viel) und 2. gäbe es die nicht in der Größe, die wir benötigen, sprich die aller kleinste.

LG, Beate
 
  • Sicherheit Kind Beitrag #5
Ich sage immer beim reiten lernen ist es nicht so wichtig wirkliche rückenprojektoren zu tragen. Wenn sie dann ausreiten, springen oder auf nicht mehr anfängerpferden sitzen lass ich es mir einreden.

Man sagt nicht umsonst, ein Reiter der noch nie runtergefallen ist ist kein guter Reiter. Man muss sich auf dem Pferd auch bewegen können, ist die Wirbelsäule künstlich versteift bekommt die Halswirbelsäule die Volle Ladung ab, ein natürliches über die Schulter abrollen beim stürzen ist mit diesen teilen nicht möglich - auch nicht gut.

Ich bin eher eine Verfechterin des "Angst schüren" vor dem Runterfallen, oben bleiben ist alles. Mit Rückenprotektor kann genau so viel passieren wie ohne, wenn dir ein Pferd ins Gesicht oder die beine tritt hilft dir der beste Projektor nichts. Die Reiter fallen heutzutage total versteift vom Pferd, was viel gefährlicher ist als wenn man den Rücken rund macht und kontrolliert so weit wie möglich von den Hufen entfernt runterpurzelt

Deshalb würde ich eher mal abwarten, welche Wege sie bestreiten will und dann was wirklich gutes kaufen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Sicherheit Kind Beitrag #6
Ein Rückenprotector kann sehr gute Dienste leisten. Allerdings schränken die Westen die Bewegungsfreiheit stark ein, was dem Reitenlernen abträglich ist. Ein Protector schützt nur den Rücken und nicht die Front des Reiters. Ob jede Weste auf dem Markt jedoch einen Tritt vom Pferd aushält und nicht splittert oder sich noch zusätzlich in dem Laib des Menschen bohrt, ist fraglich.
Egal was man kauft, wichtig ist, dass das Produkt hochwertig ist (CE Kennzeichnung) und sehr gut passt.

Für Kinder sind daher Reitschulen mit braven Ponys ideal. Der Unterricht sollte spielerisch sein und schnelles Auf- und Absteigen vom Pferd beinhalten (z.B. Reiterspiele wie Reise nach Jerusalem ohne Sattel, Westerntrailhindernisse). Je mehr sich das Kind im Sattel und auf dem Pferderücken bewegen lernt, je sicherer ist das Kind bei einem Sturz. Kinder haben sowieso noch bessere Reflexe und verletzen sich sehr viel seltener als erwachsene Anfänger.
 
  • Sicherheit Kind Beitrag #7
Uns wurde immer von diesen Westen und Protektoren abgeraten weil man sich viel schneller und schlimmer verletzt als ohne. Wie schon gesagt, die Bewegung ist quasi völlig dahin, die Teile wurden ja nach Korsetts für Menschen Rückeninstabilität die keine bzw wenig Rotation haben dürfen entwickelt und so sind sie heute noch. Fällt man damit kann man sich ganz schlecht abrollen und dann bekommt das Körperteil wo man drauffällt die volle Wucht ab, betrifft das den Rücken nützt der Protektor auch nichts mehr.
Ich bin 10 Jahre lang geritten und auch öfter mal gefallen aber habe mich nur einmal etwas schlimmer verletzt, nicht umsonst gab es früher deutlich weniger Verletzungen als heute.
Das gleiche gilt ja auch für reithelme mit Kippriemen, die können einen beim Sturz den Kiefer brechen weswegen unsere Reitlehrerin damals auch niemanden mit so einem Helm auf's Pferd gelassen hat.
 
  • Sicherheit Kind Beitrag #8
  • Sicherheit Kind Beitrag #9
Ich persönlich würde darauf achten, dass Deine Tochter zunächst einmal ausschließlich Unterricht auf einem Pferd/Pony bekommt welches absolut schussfest ist. Soll heißen : geht brav seine Runden und lässt sich von nichts und niemandem aus der Ruhe bringen.
Dadurch ist die Gefahr das Dein Kind einen miesen Sturz erleidet schon mal deutlich geringer. Und gleichzeitig hat sie genug Bewegungsfreiheit um ihren Gleichgewichtssinn auf dem Tier zu schulen und sich der Bewegung anzupassen. Da sehe ich nämlich ein großes Problem, wenn die Kinder eine Weste tragen.

Wenn deine Lütte dann irgendwann frei reiten darf, würde ich wohl erst mal eine Sicherheitsweste benutzen. Ebenso wenn es ins Gelände geht oder die ersten Springstunden genommen werden, da dort einfach das Gefahrenpotenzial sehr hoch ist. Und man muss sein Glück ja nicht herausfordern ;)

Reiten ist ein gefährlicher Sport, dass wird Dir aber bestimmt bewusst sein.

Bei den modernen Reitkappen brauchst Du Dir keine Sorgen machen bezüglich eventueller zusätzlicher Gefahren. Sind sie getüvt ist meistens alles in Ordnung. Das Deine Tochter niemals ohne Helm aufs Pferd darf, ist denke ich klar.
 
  • Sicherheit Kind Beitrag #10
Ich meine solch eine Kappe die können gefährlich werden deswegen findet man die auch kaum noch weil es einfach zu viele Unfälle damit gab.
Ich persönlich würde generell von diesen Westen und Protektoren abraten, ich halte sie für unsinnig. Gerade beim Springen oder im Gelände ist es unheimlich wichtig sich gut abrollen zu können und da ist dieses Ding einfach hinderlich.
Ich persönlich finde eine gute Kappe und vernünftige Schuhe reichen aus und natürlich Unterricht wo man das richtige Abrollen üben kann, bei uns wurde das immer mit den neuen Schülern geübt damit es im Ernstfall richtig sitzt und das zeigte auch gute Wirkung.
Beim Reiten muss man eben damit rechnen das man stürzt (wer noch nie vom Pferd gefallen ist hat noch nie richtig geritten :mrgreen:) und das man auch mal die ein oder andere Prellung einstecken muss aber wenn man einen guten Umgang damit beigebracht bekommt und weis wie man sich verhalten muss kann man auf solche Extras eigentlich verzichten.
Das ist aber nur meine eigene Meinung, wenn es dir wohler ist wenn deine Tochter sowas trägt und sie gut damit klar kommt kann sie das natürlich tragen.
 
  • Sicherheit Kind Beitrag #11
Die Kappe die Du zeigst ist aber auch schon lange nicht mehr FN konform. Und richtig verschnallt passierte da eigentlich überhaupt nichts. Der Helm an sich war einfach nur nicht bruchsicher genug.

Grade im Gelände ( spätestens bei Vielseitigkeit geht es nicht mehr ohne) sollten grade die Kids eine tragen. Wer schon mal mit dem Rücken auf einem Stein gelandet ist wird wissen wovon ich rede, abrollen können hin oder her.
 
  • Sicherheit Kind Beitrag #12
Ich denke das ist ein Thema wo sich wirklich die Geister scheiden, die einen sagen definitiv ja und die anderen raten davon ab, da muss man wohl einfach selbst entscheiden wie man es halten möchte.
Ich bin auch im Gelände schon auf Äste, Steine etc. gefallen weil ich viel im Wald und Co mit dem Pferd war aber bis auf blaue Flecken davon ist nie was passiert. Es hängt aber auch mit den Erfahrungen zusammen die man da gemacht hat, ich kenne eine die sich im Gelände mal schwer verletzt hat und sogar ein paar Tage im Krankenhaus lag und danach auch mal eine Zeit lang so eine Weste getragen hat aber das auch relativ bald wieder aufgegeben hat weil sie damit nicht gut klar kam.
Wenn man später in den richtigen speziellen Sport geht ist das ja auch wieder was ganz anderes, das man da die Sicherheit erhöhen muss ist ja ganz klar aber wenn man just for fun reiten möchte wie es bei Kindern die gerade anfagen ist finde ich solche Dinge einfach unnötig.
Aber wie gesagt da hat jeder ne andere Meinung, da gibts wohl einfach kein Richtig und kein Falsch ;)
 
  • Sicherheit Kind Beitrag #13
Die abgebildete Kappe ist nicht mehr gestattet! Ich persönlich lasse keinen Reiter mehr mit einer solchen Kappe reiten und selbst die Reitlehrerhaftpflichtversicherung verweigert die Zahlungen bei entsprechenden Verletzungen, wenn eine solche Kappe getragen wurde.

Es hatte sich damals herausgestellt, dass der Kinnschutz zu vermehrten Kieferbrüchen geführt hat!

Eine normale Reitkappe mit 3 Punkt Verschnallung ist richtig. Es gibt sehr bequeme und gut belüftete Modelle. Die Kappe muss auf jeden Fall viele Verstellmöglichkeiten haben, damit sie auch wirklich bequem und im Fall des 'Falles' sicher sitzt und schützt.
Diese sind zwar nicht billig, aber an der Kappe sollte man nicht sparen. Eine bequeme Kappe, die noch ganz gut aussieht, führt einfach dazu, dass das Kind sich damit wohl fühlt und die Kappe auch später weiterträgt.

Z.B:


Seit einiger Zeit sind im Westernbereich sehr schöne Kappen für Kinder und Jugendliche auf dem Markt. Diese sind auch nicht anders als die Englischkappen, allerdings ist die Regel, dass Jugendliche nur noch mit Kappe reiten dürfen (auch auf Turnieren nicht mehr nur mit Hut), ist recht neu und auch nur in einem Verband.
Daher haben die Hersteller sich wohl besonders viel Mühe gegeben um die Akzeptanz zu erhöhen - hat geklappt.
 
  • Sicherheit Kind Beitrag #14
Ja das stimmt. Ich habe mich auch oft schwer verletzt obwohl mein Reitlehrer immer Falltraining mit uns gemacht hat. So verliert man die Angst vor dem Runterfallen.

Am Rücken habe ich mich nie und nimmer ernsthaft verletzt - sogar als mich ein durchgehendes Pferd über Beton geschliffen hat. Der Ellenbogen war gezerrt, geprellt- weil das Pferd draufstieg und meinen Fuss so aus den Steigbügel riss (am Rücken hatte ich 20 kleinere Kratzer von Steinen) ganz ohne Rückenprotektor aber mit Helm
 
  • Sicherheit Kind Beitrag #15
Vielen Dank für eure vielen Antworten!

Ich habe ihr jetzt einen UVEX Reithelm und eine Kerbl Protecto Flex (wurde mir empfohlen) gekauft.

Ich bin früher auch mal geritten (ist schon über 20 Jahre her :redface:) und habe mich bei einem Sturz an der Wirbelsäule verletzt. Allerdings war das im Gelände und ich bin beim Sturz genau mit der Wirbelsäule auf einem (dem einzigen dort??) großen Stein gelandet. Die Reitkappe war auch komplett verbogen. Ich glaube, damals gab es noch gar keine Sicherheitswesten, zumindest hatte sie bei uns am Land niemand.

LG, Beate
 
  • Sicherheit Kind Beitrag #16
Ich sehe Westen sehr zwiegespalten, sie können helfen, müssen sie aber nicht. Meiner Meinung nach ist man beim Dressurreiten genauso sicher ohne Weste, wie man es mit wäre. Ich bin mal mit so einer Weste gefallen, es war nicht mal ein besonders schlimmer Sturz. Durch die Steifheit im Oberkörper konnte ich mich nicht besonders gut "fallen lassen". Die Weste bohrte sich schmerzhaft in den Bereich meiner Nieren. Ich hatte eine gute Woche mit den Folgen zu tun, konnte mich kaum bücken aufgrund der Schmerzen.
Die Bewegungsfreiheit ist einfach unheimlich eingeschränkt, gerade fürs Reitenlernen ist so eine Weste daher meiner Meinung nach ungeeignet.

Ich würde eine Weste nur im Gelände oder beim Springen verwenden, denn nur hier besteht die Gefahr auf hartem Untergrund zu landen, sei es Hindernisstange oder beispielsweise ein Stein.

Hingegen finde ich einen guten Helm SEHR wichtig. Diese verstellbaren Plastik-Eierschalen halten einfach nichts aus. Mir zerbrach so ein Helm bei einem Sturz und ich wurde am Kopf verletzt.
Bei Helmen lohnt es sich definitiv tiefer in die Tasche zu greifen und einen absolut passenden, geprüften Helm aus anständigem Material einzukaufen.
 
  • Sicherheit Kind Beitrag #17
Guten Abend,

ja, ich habe beim Kauf vom Helm auf Qualität geachtet, habe ihr den UVEX Supersonic gekauft, Preis 90 Euro http://www.amazon.de/Reithelme-SUPERSONIC-Kinderreithelm-ponies-XXXS-XXS/dp/B005DPQGZ0/ref=sr_1_7

Und diese Weste hier http://www.amazon.de/Kerbl-322260-Sicherheitsweste-Protecto-schwarz/dp/B003L73J52/ref=sr_1_1

Mit der Weste kann sie sich schon bewegen, also die Mühle geht recht gut und vor- und zurückbeugen kann sie sich am Pferd auch- wir haben es auf ihrem Holzpferd probiert :D
 
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