Ist ein Hund das richtige Haustier für mich ?

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  • Ist ein Hund das richtige Haustier für mich ? Beitrag #21
Ein dickes Lob!:clap:
Du hattest bestimmt viel Mühe das alles aufzuschreiben und alle Infos die man braucht in einen Text zu schreiben!!
Wie lange hast du an diesem langen und ausführlichen Text gesessen bzw. geschrieben?
 
  • Ist ein Hund das richtige Haustier für mich ?

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  • Ist ein Hund das richtige Haustier für mich ? Beitrag #22
Super "Test"! Das sind wirklich die Kernfragen, die man sich stellen sollte, bevor man einen Hund anschafft.

Ich denke, man sollte auch wissen, dass ein Hund nur bis zu einem gewissen Grad trainiert werden kann und der Rest einfach Charaktersache bleibt (zumindest wenn man ihn nicht abrichtet, damit habe ich keine Erfahrung). Unsere Hündin hatte es z.B. überhaupt nicht mit anderen Tieren, v.a. anderen Hunden. Sie war sehr dominant und obwohl man eigentlich sagt, dass sich Männchen und Weibchen meist untereinander verstehen, hat sie alles niedergemacht, was ihr in den Weg kam - völlig egal welches Geschlecht der andere Hund hatte. Wir waren 5 Jahre mit ihr in der Hundeschule, von ganz klein auf, aber deswegen hat sich ihr dominates Verhalten nicht "wegerziehen" lassen. Sie kannte natürlich die Befehle "Nein", "Aus" und "Bei Fuß", aber bei fremden Hunden musste ich sie trotzdem immer anleinen, wenn ich keinen Kampf riskieren wollte.

Das heißt jetzt nicht, dass sie ein böser Hund war. Ganz im Gegenteil! Menschen gegenüber war sie lammfromm. Meine kleine Cousine (damals 2 Jahre alt) hat ihr ein ganzes Wochenende lang immer wieder in der Nase gebohrt und sie hat noch alle ihre Finger. Cara hat ein paar Mal geniest und wenn es ihr zu bunt wurde, ist sie einfach gegangen. Sie hat nicht ein einziges Mal geknurrt oder gebrummt. Generell war sie immer sehr nett zu allen, die uns besuchen kamen und hat alle schwanzwedelnd und euphorisch begrüßt.
Auch was ihre "Manieren" betrifft, war sie vorbildlich. Wir haben von Anfang an nichts vom Tisch gegeben, d.h. sie kannte das nicht und hat auch nie gebettelt 8außer bei den Omas - sie war voll anerkanntes drittes Enkelkind ;P). Sie hätte auch NIE Essen angerührt, was nicht in ihrem Napf oder auf ihrem Platz lag. Wir hätten den Schweinebraten auf dem Tisch stehen und sie alleine lassen können - bei unserer Rückkehr wäre er unberührt gewesen.
Das ist alles Erziehungssache. Aber das extrem dominante Verhalten ihren Artgenossen gegenüber konnten wir ihr bis zum Schluss nicht abgewöhnen, auch wenn sie sich, als sie älter und schwächer wurde, leichter zurückhalten ließ.

Lange Rede, kurzer Sinn: Man darf nie außer Acht lassen, dass jeder Hund seinen eigenen Charakter hat, den man nicht einfach wegtrainieren kann. Das sollte man unbedingt beachten, wenn es an die Wahl der Rasse geht. Cara war ein Schäferhund-Neufundländer-Mix und hatte zu Bestzeiten 35 kg. Einen wütenden Hund dieser Größe an der Leine zu haben, ist etwas anderes, wie ein Dackel, der am anderen Ende zieht. Also auch immer die physische Komponente beachten, v.a. wenn Kinder mit im Spiel sind.

Das ist noch so ein Punkt, der meiner Meinung nach auch ganz wichtig ist: Kinder und Hunde. Kinder werden von Hunden oft als niedere Rudelmitglieder angesehen. Auch wenn sie sich mit ihnen gut verstehen und auch nicht um den Rang kämpfen wollen, so haben sie dem Hund gegenüber kaum Autorität. Mein Bruder war 9, als wir unseren Hund bekamen. Anfangs hat sie ihn nicht ganz ernst genommen und nur selten auf ihn gehört. Sie hat zwar gerne mit ihm gespielt und ihn auch z.B. beschützt, wenn ich mich mit ihm gestritten habe. Wir mussten nur ein bisschen laut werden oder zum Spaß miteinander rangeln, dann hat sie versucht, mich von ihm wegzudrängen. Da ich 3 Jahre älter bin, war ich damals natürlich noch größer als er und unsere Cara hat eben den Kleinen und in ihren Augen Schwachen verteidigt. Aber wenn er ihr Befehle wie "Sitz" gegeben hat, hat sie ihn immer erst gönnerhaft angeschaut und vielleicht beim dritten Versuch gemacht was er wollte. Erst als er älter und unserem Vater in Statur und v.a. Stimme immer ähnlicher wurde, hat sie wirklich auf ihn gehört. Da unser Vater für sie der Rudelführer war (der Hund erkannte nur die Exekutive - die Legislative war und ist die Mama ;P), ist mein Bruder stark in der Hierarchie gestiegen, je ähnlicher er ihm wurde.

Nochmal lange Rede und wieder kurzer Sinn: Hunde erkennen die natürliche Autorität - und auch wenn man sie nicht hat. Man sollte also bedenken, dass ein Kind selbst bei viel Training mit dem Hund nicht wirklich von ihm als Autoritötsperson anerkannt wird. Wenn nun aber dieses Kind die einzig verfügbare Person für die täglichen Spaziergänge ist, können sich dadurch ungeahnte Probleme ergeben. Auch kleine Hunde, die ein Kind vielleicht physisch beherrschen kann, bilden da keine Ausnahme! Wenn das Kind ruft "Hierher!" und der Hund erst beim dritten Versuch folgt, ist er vielleicht schon vors Auto gelaufen.

Das soll natürlich jetzt, wie der Beitrag auch, nicht abschreckend wirken. Ich bin so froh, diesen Hund gehabt zu haben und jetzt schon wieder den Tränen nahe, wenn ich an sie denke - auch wenn sie schon über ein Jahr tot ist. Es ist ganz wunderbar mit einem Tier aufzuwachsen, v.a. mit einem Hund. Auch wenn sie vielleicht nicht deine Worte verstehen, so hatte ich doch immer das Gefühl, dass meine Cara mich verstanden hat, wusste was ich meine und wie ich fühle. Sie war, wie schon oben erwähnt, ein vollwertiges Familienmitglied und eine echte Bereicherung für unser Leben. Ich vermisse sie sehr und möchte die Zeit mit ihr nicht missen!
 
  • Ist ein Hund das richtige Haustier für mich ? Beitrag #23
Auch ich finde es ganz toll von dir,das du dir so eine Arbeit gemacht hast!Ich selber hatte immer Hunde und werde imme Hunde haben,und aus meinen Erfahrungen gebe ich dir voll uns ganz Recht mit deinem Beitrag!:clap:
GLG
Silke
 
  • Ist ein Hund das richtige Haustier für mich ? Beitrag #24
Bin begeistert

Ich finde es echt total toll von dir , dass du dir sooo viel Mühe machst !:clap::clap::clap:
Echt klasse !!!:clap::clap::clap:
 
  • Ist ein Hund das richtige Haustier für mich ? Beitrag #25
da wir gerne einen hund in unserer familie aufnehmen würden, habe ich das ganz genau gelesen. war eine grosse hilfe für mich. aber es ändert nix an dem, das wir einen welpen nehmen werden. ich als oma kann den welpen schon betreuen. wir haben einen riesen garten und da is allerhand platz.
 
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