Kind Angst vor Hunden / Tieren nehmen

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  • Kind Angst vor Hunden / Tieren nehmen Beitrag #1
Tierliebe

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Hej - wie ein paar evtl wissen bin ich bis April in LA bei Freunden und der 3jährige Sohn hat panische Angst vor allen Tieren.

Jetzt wollte ich euch mal fragen ob ihr Ideen für mich habt wie man das mit ihm trainieren kann....
Ich weiß dass er bis jetzt keinen / kaum Kontakt zu Hunden, Katzen,... hatte und die "Angst" evtl auch einfach nur Unsicherheit ist.
Wir waren letzte Woche bei Freunden zu Besuch die eine kleine Katze bekommen haben - er hat die Katze nur gesehn und hat sich hinter seiner Mama versteckt und geschrien...

Problem: es gibt keine Tiere in direkter Umgebung um zu trainieren.
Meine Idee wäre es gewesen dass ich mit einem Tierheim-Hund (natürlich freundlich,...) spazieren gehe und wir uns dann treffen und gemeinsam weitergehen und halt den Abstand zwischen uns verringern oder sich zu treffen und auf eine Wiese setzen und hoffen dass er auftaut.

Was würdet ihr tun?
Ich hoffe ihr habt Tipps für mich. =)

lG Tierliebe
 
  • Kind Angst vor Hunden / Tieren nehmen Beitrag #2
Tierheimhunde sind da nicht geeignet. Sie haben meist alle grosse Bindungsprobleme und du weisst nicht deren Vorgeschichte.

Was es aber gibt sind Therapietiere, Hunde, Pferde und co.. die sind für solche Fälle sehr geeignet weil sie von sich aus Kontakt aufbauen wollen, sehr vorsichtig und mit Rücksicht auf die Ängstlichkeit des Kindes
 
  • Kind Angst vor Hunden / Tieren nehmen Beitrag #3
Schwierig ohne Tier in direkter Nähe.
Aber ich finde es schon sehr wichtig, dass er jetzt im Kindesalter lernt seine Angst abzubauen, wenn man sowas als Phobie mit ins Erwachsenenalter nimmt, kann es ein normales Leben unmöglich machen (natürlich besteht bei so kleinen Kindern auch immer noch die Hoffnung, dass es sich von selbst auswächst mit der Zeit ;)).

Wie wäre es denn mit einem Zoobesuch? Da kommt man erstmal nicht mit den Tieren direkt in Berührung, vielleicht ist ihm das weniger unheimlich.
Den Zoobesuch kann man ja entsprechend vorbereiten, indem man sich Bücher oder eine Kindersenung ansieht bei denen Leute in den Zoo gehen.
Es gibt wahrscheinlich in den meisten Zoos auch die Gelegenheit z.B. eine Ziege zu streicheln oder zu füttern (es muss ja nicht gleich das überfüllte Streichelgehege sein, indem man selbst als Erwachsener von den Ziegen fast erdrückt wird).

Ein weiterer Pluspunkt könnte sein, ein etwa gleichaltes Kind mit ins Boot zu holen, welches Tiere sehr toll findet. Wenn dann der eine im Tierpark begeistert ist, traut sich ja vielleicht auch der andere ;)
 
  • Kind Angst vor Hunden / Tieren nehmen Beitrag #4
Wie hat denn die Mutter des Kindes reagiert?
Hat sie mit der Katze Kontakt aufgenommen um ihren Kind zu zeigen das die Mietze auch lieb sein kann?
Für mich wäre nämlich wichtig das auch die Eltern des Kindes mit Tieren zurecht kommen und mit dem Kind an seiner Angst arbeiten.
 
  • Kind Angst vor Hunden / Tieren nehmen Beitrag #5
Huhu,

ich hatte früher panische Angst vor alle Art Insekten. Mir hat nachher zusätzlich zum Gucken auch die Theorie geholfen. Also Bücher vorgelesen bekommen oder Malbücher mit Tierthemen ausgemalt - viel damit auseinander gesetzt eben. Damit kann man vielleicht die erste Scheu nehmen und vor allem Tiere nutzen, mit denen er jetzt noch keine Schockerfahrungen gemacht hat wie mit der Katze. Da würde ich "neutrale" Tiere nehmen, die er noch nicht so kennt. Sollte er sie mal live sehen, würde ich dann auch Tiere nehmen, die nicht so unberechenbar sind wie Katzen (zumindest wenn man kein Katzenhalter ist).

Ich will jetzt auch keine Zoo-Debatte anfangen, aber einen Zoo halte ich dahingehend nicht so geeignet, weil der Kleine ein m.E. falsches Bild davon bekommt, wie Tiere leben und wie sie leben sollten und welche Stellung er zum Menschen hat. Ich würde da wohl eher auf anderes zurückgreifen :eusa_think: Aber das muss wohl jeder selbst wissen. Vielleicht beruhigt ihn auch die Tatsache, dass die Tiere im Käfig sind und ihm nichts tun können.

Hat er auch Angst vor Instekten? Da reicht der heimische Garten. So hab ich meiner Nichte Marienkäfer und Würmer erklärt. Habe sie auf die Hand genommen und sie hat sie sich von der Ferne dann angeguckt, weil sie sich nicht traute sie anzufassen. Mittlerweile kann sie sich die Tierchen angucken, ohne Angst zu kriegen. Finde, dann kann man auch noch schön erklären, wie man sich Tieren gegenüber verhalten sollte und sie lernen direkt einen guten Umgang. Das machen m.E. viel zu wenig Leute.
 
  • Kind Angst vor Hunden / Tieren nehmen Beitrag #6
Ich will jetzt auch keine Zoo-Debatte anfangen, aber einen Zoo halte ich dahingehend nicht so geeignet, weil der Kleine ein m.E. falsches Bild davon bekommt, wie Tiere leben und wie sie leben sollten und welche Stellung er zum Menschen hat
.
Ich möchte mich grundsätzlich als Zoo-Kritiker anschließen, finde aber einen gut gewählten Tierpark nicht unbedingt schlecht für einen vorsichtigen Kontakt mit Tieren.
Es kommt ja immer drauf an wo man wohnt, aber in meiner Nähe gibt es z.B. die Arche Warder oder den ein oder anderen Wildpark den ich durchaus für vertretbar halte.
Ich denke es ist schon wichtig Kindern die Lebensräume nicht nur in der Theorie zu erklären, sondern sie auch greifbar zu machen.

Das ändert natürlich nichts daran, dass es leider auch immer noch viele Zoos gibt in denen Arten gehalten werden für die gar keine artgerechten Bedingungen geschaffen werden können und die nichts weiter sind als lebendige Aservatenkammern....aber das ist ein anderes Thema. :?

Im Grunde denke ich gerade Haustiere wie Hunde und Katzen können für Kinder mit Angst vor Tieren unheimlich sein, weil sie meistens unkontrolliert auch ganz dicht an einen rankommen können.
Ich würde es wirklich erstmal mit Beobachtungstieren versuchen. Vielleicht hat jemand im Bekanntenkreis ja Kaninchen/Meerschweinchen o.ä. die man einfach nur mal aus sicherer Entfernung beobachten kann.

Etwas über die Tiere zu lernen ist natürlich auch wichtig, denn wir fürchten uns am meisten vor Dingen die wir nicht kennen ;)
Die Frage ist aber halt wie hoch da die Aufmerksamkeitsspanne eines Dreijährigen ist, sich mit etwas in der Theorie auseinander zu setzen, dass ihm eigentlich gar nicht gefällt.
 
  • Kind Angst vor Hunden / Tieren nehmen Beitrag #7
Ne, eine Vorlesung wäre sicher nichts für ihn :D Aber gerade wenn man mal eine kleine Geschichte vorliest oder zusammen Rentier-Bilder ausmalt, kann man ja ein bisschen was Positives von diesen Tieren erzählen und die Neugierde wecken. Neugierde ist immer gut. :) Das ersetzt natürlich nicht den direkten Kontakt, aber man kann es schonmal positiv verknüpfen.
 
  • Kind Angst vor Hunden / Tieren nehmen Beitrag #8
@Schweinemama: Es gibt natürlich Tierheimhunde die große Probleme haben aber auch welche die einfach Pech hatten... Ich würde vorher ein paar mal spazieren gehen um den Hund kennen zulernen.

@Kompassqualle: ja Zoo haben wir auch überlegt, und es steht demnächst ein Kindergeburtstag an wo es anscheinend in den Zoo geht - ist allerdings ein "Streichelzoo" weiß nicht ob dass da so günstig ist.

@Fusselbürste: Die Mama hat gar keine Zeit gehabt zu reagieren - es waren 4 Kinder (er, die 3 Töchter der anderen Familie), es war laut und das Katzenbaby is geflohen, das war generell verängstigt - hat sich immer versteckt, ist geflüchtet, hat sich nicht locken lassen,... =(
 
  • Kind Angst vor Hunden / Tieren nehmen Beitrag #9
Früher, etwa in dem selben Alter wie der Junge, hatte ich große Angst vor Hunden. Das kam daher, dass ich in dem Alter, in dem es beging, an nem Rotti vorbeigtapselt bin und er wollte mir die Hand schlecken, allerdings hatte ich es mit Beißen verwechselt. Dann bin ich laut schreiend meiner Mutter auf den Arm gesprungen. Der Rotti konnte eigentlich gar nichts dafür, er wollte mir doch nur die Hand abschlabbern und dann bekam er wegen mir richtig heftigen Ärger. Er quitschte sogar und winselte, weil es ihm so leid tat. Ab da hatte ich heftige Angst vor Hunden. Mir hat es geholfen, einen Hund zu streicheln. Meine eltern erzählten mir viel über Hunde und dass sie gar nicht so schlimm seien. Dann hatte ich schonmal ein großes Stück weniger Angst. Die Angst verschwand dann komplett, als ich einem verstörten Hund (wurde von Tierquälern mit Kaugummi bespuckt, getreten und nie rausgelassen, und haben sie dann geschlagen, wenn sie in die Wohnung gemacht hat)
ein Leckerli von der Hand fressen ließ. Eigentlich hat ich vor diesem Hund besonders Angst, aber in dem Moment, als ich das Stück Fleisch von meiner Hand dem Hundi zum Fressen gab, war alle Angst verschwunden. Danach waren ich und dieser Hund beste Freunde und er hörte sogar besser auf mich als auf sein Frauchen :lol: Heute ist dieser Hund 16 Jahre alt und ich bin mit ihm aufgewachsen. Ich will gar nicht an den Tag denken, an dem er über die RBB muss.:( Heute bin ich totaler Hundefreund und habe kein bisschen Angst.

Vielleicht kann soetwas dem Jungen auch helfen, zB. mit Therapiehunden. Vielleicht könnt ihr sojemanden ja mal engagieren.
LG
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Kind Angst vor Hunden / Tieren nehmen Beitrag #10
@Schweinemama: Es gibt natürlich Tierheimhunde die große Probleme haben aber auch welche die einfach Pech hatten... Ich würde vorher ein paar mal spazieren gehen um den Hund kennen zulernen.
Generell finde ich deine Idee gut.
Tierheimhunde sind aber keine Hunde um irgend jemanden zu Therapieren.
Diese Hunde verhalten sich ganz anders, als ein Hund, der ein zuhause hat.
Zudem musst du dir vorstellen, was das für Probleme bereitet, wenn das Kind absolut falsch Reagiert. Z.b. schreit, weg rennt, oder oder oder...

Die tragische weite, was mit dem Tierheimhund passiert, wenn er z.b. schnappt oder irgendwas anderes passiert, möchte ich nicht weiter ausführen.

Du solltest dir jemanden suchen, der seinen Hund kennt und wo man genau weiss, wie reagiert der Hund.
Evtl einfach mal auf der Hundewiese spazieren gehen mit dem Jungen.
Raus finden, warum er solche Ängste hat.
Und vor allem reden und die Eltern mit einbeziehen.
 
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