Hallo,
wenn ich ehrlich bin, finde ich einen 3. Hund in eurer Situation auch nicht notwendig oder gar gut. Zum Einen sehe ich es durchaus als Problem an, dass deine Tochter mit aktuell 14 Jahren wohl ganz kurz vor der Pubertät steht und da werden einfach zahlreiche andere Dinge interessant. Auch wenn es sicherlich Unterschiede zwischen den Jugendlichen gibt, der Hund wird garantiert nicht immer die höchste Priorität haben. Das beginnt mit den Schulzeiten, geht über Freunde und Partys und endet letztlich mit einem Phänomen, was wohl jeder von uns kennt: Heute einfach mal keinen Bock haben auf Spielen, toben und Gassi gehen.
Ich liebe meinen Hund und würde alles für ihn tun, aber es gibt durchaus Tage, an denen ich einen ganzschönen Kampf mit meinem Schweinehund austragen muss, dass ich meiner Verplfichtung nachkomme. Und diese Tage werden doch mit 15/16 nicht leichter oder besser zu organisieren. Mal ehrlich, in dem Alter hab ich drauf gepfiffen was meine Eltern zu mir gesagt haben. Wenn ich keine Lust hatte, dann hatte ich keine Lust. Und ich wette, das wird nicht leichter dadurch, dass ihr im Haus seit und sowieso mit den anderen Hunden rausgehen müsst. Also zumindest würde es mir so gehen... Ich denke da würde ich mich schon das ein oder andere mal darauf ausruhen, das Mama und Papa ja noch da sind!
Mal ganz abgesehen davon, dass ich es nicht gut finde, einen Hund anzuschaffen, weil man einen "eigenen" haben möchte. Tiere sind kein Spielzeug! Es gibt natürlich unterschiedliche Gründe sich für die Tierhaltung zu entscheiden; wiel die Gegenward eines Hundes beruhigend ist- weil das Haus ohne Tiere leer und steril ist- weil man einen Ansporn brauch sich zu bewegen- weil es eine tolle Erfahrung für Kinder ist- weil man Verantwortung lernen kann- weil es einfach die Lebensqualität bringt, einen Hund zu halten- usw... Wenn man aber "Eigentum" möchte, dann kauft man sich besser einen Stoffhund! Das ist m.E der völlig falsche Ansatz! Zumal ihr ja bereits 2 Hunde habt!
Und mal ganz ehrlich... Glaubt ihr wirklich, dass sich der 3. Hund dann plötzlich auf die Tochter fixieren wird? Wenn er den ganzen Tag bei den beiden anderen Hunden liegt und zumindest zu Schul- und Weggehzeiten durch die selben Personen, sprich die Eltern, betreut wird?! Also ich halte das für unwahrscheinlich... Der Hund wird genauso gut oder schlecht auf die Tochter hören und mit ihr Zeit verbringen, wie die beiden vorhandenen Vierbeiner. Und wenn sie die Zeit für den neuen Hund aufbringen kann, dann kann sie diese Zeit auch dafür verwenden, diese Hunde mehr an sich zu gewöhnen und zu integrieren. Fixierung und Gewöhnung erreicht man nunmal durch Arbeit und Zeit und nicht durch das Anschaffen von neuen Tieren.
Liebe Grüße