Katze mit Epilepsie aus Tierheim eine Chance geben?

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  • Katze mit Epilepsie aus Tierheim eine Chance geben? Beitrag #1
Sandra96

Sandra96

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Hallo Leute,

ich habe bereits zwei Kater und denke über einen dritten Kater nach. Als ich heute auf der Seite unseres örtlichen Tierheims nachgesehen habe, sah ich ihn. Einen Kater, weiß mit Flecken und schon etwas älter. Ich las dass er Epilepsie hat und das warf mich vom Hocker denn ich habe auch Epilepsie. Das war für mich irgend wie etwas besonderes. Er hat die gleiche Krankheit wie ich und leidet warscheinlich auch so wie ich darunter. Er ist es einfach. Ich merke es.
Nur leider kann ich meinen Freund nicht davon überzeugen eine Katze mit Epilepsie zu halten. Er macht sich Gedanken wegen Tierarztkosten und Tablettenkosten. Wir haben uns auch schon mit dem Tierheimmitgliedern zu einem Gespräch vereinbart.
Könnt ihr mir trotzdem vielleicht von Erfahrungen von euch berichten? Kennt ihr Katzen mit Epilepsie?
Wie ist das so eine Katze zu haben?
Ich meine ich kenne die Krankheit in und auswendig. Aber wie ist es bei Katzen?

Vielen Dank für eure netten Antworten im voraus :D:mrgreen:

Liebe Grüße

Sandra
 
  • Katze mit Epilepsie aus Tierheim eine Chance geben? Beitrag #2
Nabend,

Ich finde es schön das du so einem kranken Tier ein zu Hause geben willst.
Mit Katzen kenne ich mich nicht aus, nur mit Hunden.
Ne Freundin ihr Hund hat nämlich auch die Krankheit und mittlerweile sehr gut in den Griff bekommen.
Er kriegt Tabletten dagegen, und die machen sie nicht grade arm.

Der Hund hat sein eigenes Zimmer weil er doch noch ab und an Anfälle bekommt und sich, wenn es dumm kommt, iwo fest beißt. Also schläft er Nachts dort drin
Bei Katzen weiß ich nicht wie dramatisch das abläuft

Ich hoffe das Katerchen darf bei euch einziehen :)

Aber ich denke genaueres wird euch das Gespräch sagen
 
  • Katze mit Epilepsie aus Tierheim eine Chance geben? Beitrag #3
Huhu Sandra,

erstmal: Ich finde es auch toll, dass Ihr eine Katze mit "Behinderung" aufnehmen wollt.
Ina4482 hatte selbst mal eine Katze mit Epilepsie, sie wird sich hier sicher auch noch zu Wort melden und Dir hilfreiche Tipps geben können - ich habe leider keine Tipps, kenne mich damit nicht aus, würde mich aber sehr freuen, wenn Ihr die Miez aufnehmen und Euch adäquat um sie kümmern könntet!

Alles Liebe und viel Erfolg,
seven
 
  • Katze mit Epilepsie aus Tierheim eine Chance geben? Beitrag #4
huhu, meine bekannte hat zur zeit auch ne katze mit epilepsie... ich bin mehrmals wöchentlich bei ihr/also ihm auch... er wird zur zeit eingestellt mit tabletten und er ist so ein liebenswürdiger kater... ich würd ihn am liebsten selbst nehmen... ich nehm mal an dass die tabletten nicht sooo teuer sind und man das ganze gut einstellen kann... ich find den kleinen sowas von lieb und ich würd ihn auf jeden fall sofort nehmen, wenn wir nicht schon genug arme katzen aufgenommen hätten... diese katzen haben auch einen guten platz verdient! is meine meinung...
lg
 
  • Katze mit Epilepsie aus Tierheim eine Chance geben? Beitrag #5
Hallo Sandra,

toll, dass du darüber nachdenkst, so einem armen Herzchen ein Zuhause zu geben :clap:.

Leider lässt sich schwer allgemein etwas dazu sagen, weil es immer auf die Ursache und die Ausprägung der Epilepsie ankommt. Es gibt Katzen, die toll auf ihre Medkamente eingestellt werden knnen, diese vertragen und damit zumindest einige Jahre gut leben können.

Bei meiner Tisha war die Epilepsie wohl durch einen Tumor im Hirn begründet und hat sich rasant verschlechtert. Tisha hatte Krampfanfälle, bei denen sie stocksteif wurde, am ganzen Körper gekrampft hat und eben nicht ansprechbar war. Die haben anfangs einige Sekunden gedauert, später dann mehrere Minuten. Für solche Fälle muss man dann auch den Wohnbereich dementsprechend sichern, weil die Katze halt auch mal vom Kratzbaum stürzen kann.

Die Tabletten an sich kosten kein Vermögen, aber bis die Katze vernünftig eingestellt ist oder wenn sie neu eingestellt werden muss, erfordert das eventuell einige TA-Besuche und Blutuntersuchungen (da muss der Phenobarbitalspiegel gemessen werden).

Der Zeitfaktor ist wohl der wichtigste Punkt denke ich: bei Tisha war es so (und so habe ich es ohne Ende von anderen gelesen und gehört), dass sie im 12-Stunden-Takt ihre Tabletten bekam, um eben den Phenobarbitalspiegel auf einem Level zu halten und damit weitere Krampfanfälle zu verhindern. Das hieß für mich morgens um 6 und abends um 18 Uhr Tablettengabe. Wenn mich keiner vertreten konnte, hätte ich auch auf das tollste Event verzichten müssen. Ich konnte nicht direkt nach der Arbeit mal was unternehmen, ich musste von einer Hochzeitsfeier mal früher weg und ich konnte nicht mehr ausschlafen. Natürlich habe ich das gerne getan und hätte es auch weiterhin getan, wenn sie nicht gegangen wäre. Aber das ist unglaublich anstrengend und zerrt an den Nerven. Und ich finde schon, dass man sich das bei der bewussten Anschaffung richtig gut überlegen sollte.

Dann würde ich gerne noch einen Punkt ansprechen (und hoffe, du nimmst mir meine Offenheit nicht übel): Du sagt, du kennst die Erkrankung von dir selbst. Selbst etwas haben und bei anderen das Ganze zu sehen ist ja meistens doch ein großer Unterschied. Mir hat jeder Krampfanfall bei Tisha das Herz gebrochen, das war teilweise unerträglich. Die Katze kann dir auch hinterher nicht sagen, was war, sie versteht das überhaupt nicht und du bist in dem Moment völlig hilflos und kannst nur versuchen, sie ggfs. zu sichern oder im schlimmsten Notfall versuchen, den Krampf mit Medikamenten zu lösen. Sei da ehrlich zu dir selbst und überlege dir gut, ob du das kannst. Sonst hast du hinterher etwas sehr gut gemeint, kommst aber möglicherweise gar nicht mit dieser Belastung klar. Damit wäre ja auch keinem geholfen.
 
  • Katze mit Epilepsie aus Tierheim eine Chance geben? Beitrag #6
Ich danke euch für eure netten Beiträge. Aber leider ist es durch einen Fehler der Tierheimbesitzerin passiert das der Kleine an jemand Anderen vermittelt wurde. Gut für den Kleinen das er endlich ein zu Hause hat, aber schlecht für mich :-(
Aber na ja wir haben schon ein auge auf eine andere Katze aus dem Tierheim geworfen ;-)
Mal schauen ob bald alle guten Dinge drei sind :)

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ach so und Ina ich nehme dir natürlich deinen letzten Beitrag nicht übel, aber kommentiere es. Mit der Belastung würde ich klar kommen. Ich kenne es bereits wenn jemand Anderes einen Anfall hat. Ich mache eine Ausbildung zur Krankenschwester und da muss ich schon einige Belastungen über mich ergehen lassen, was in dem Fall keine Belastung für mich ist.
Tiere sind natürlich schon wieder was anderes als Menschen, aber auch von meiner Freundin der Hund hatte Epilepsie, also es ist mir nicht unbekannt.

Mein Freund erzählt mir auch immer wie hilflos er sich vorkommt wenn ich einen epileptischen Anfall habe und er nichts machen kann. ;)
Aber na ja. Es hat sich ja jetzt sowieso erledigt :?
 
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