Zweithund Border Collie, Ersthund Angsthund aus dem Tierschutz....und nun gehts los..

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Edition1979

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Hallo Community,

erstmal zu mir und meinen/unseren Hunden:

Unser Mädel haben wir im Mai 2012 durch Zufall übernommen nachdem ein Bekannter mir gegenüber erwähnte das jemand einen Hund aus dem Tierschutz aus Rumänien abgeben müss da der Vermieter mit der Hundehaltung nicht einverstanden war. (So etwas sollte man vorher klären)
Da wir einen Garten und genug Platz haben, beschloss ich mit meiner Frau dass wir uns die kleine mal Anschauen und entscheiden ob wir Sie zur Pflege bist sie vermittelt ist übernehmen.
Gesagt getan. Das Mädel war zuckersüss und wir haben Sie mitgenommen.
3 Tage später stand fest, die bleibt hier!
Nach ca. 6 Monaten fing die Kleine an sich zu verändern, von dem aufgeschlossenen kleinen Welpen, war nur zu Hause wenn wir mit Ihr alleine waren was zu sehen. Bei Besuch oder Gassi gehen fing Sie an zu scheuen, die Rute bis zum Bauch anzulegen, usw.
Vor dieser Zeit waren wir auch noch in der Welpenschule. Der Anfängerkurs lief relativ gut, nur mit anderen Hunden wusste sie nicht so recht was anzufangen, wir schoben das auf fehlendes Sozialverhalten in der Prägephase.
Im Kurs für fortgeschrittene ging dann nichts mehr. Die Kleine war nun 12 Monate Alt und hatte vor allem und jedem eine Angsthaltung eingenommen. Zum Schluss ist Sie uns beinahe über die Strasse gerannt um die Seite zu wechseln.
Wir haben daruaf hin alle möglichen Tips, wie einfach an dem was Angst macht vorbei gehen ohne es zu beachten, Sie nicht trösten in der Situation, usw. ausprobiert. Wir haben uns auch mit anderen zum gemeinsamen Gassi gehen verabredet und dann zeigte Sie Spielverhalten, jedoch nur wenn der Besitzer des anderen Hundes min. 15m weg war.

Nach langem hin und her (Sie ist mittlerweile 2), sowie dem Abfinden mit der Situation, das es nunmal ein Angsthund ist, haben wir mehrfach geraten bekommen uns einen Zweithund zuzulegen, damit dieser die Führung in "gefährlichen" Situationen übernimmt.

Durch einen weiteren Zufall habe ich dann beim Stöbern im Inet einen Border Collie Rüden gefunden, bildschön, reinrassig, prämierte Eltertiere usw. Jedoch ist dieser bereits 17 Monate alt. Er musste aufgrund einer Trennung abgeben werden.
Also hin, die Kleine im Gepäck, und treffen den Border anschauen.
Beide haben seltsamerweise sofort ein Rennspiel angefangen und getobt. Das macht Sie sonst nie!
Ich dachte der ideale Kamerad für unsere Prinzessin.
Im Gespäch mit dem Besitzer stelle sich heraus dass er den Hund seit 5 Monaten hat, und er diesen von einem Bekannten übernommen hat nachdem dieser sich aufgrund eines Unfalles nicht mehr um ihn kümmern kann. Nach einem Anruf mit dem Vorbesitzer des Hundes hab ich beschlossen Ihn mitzunehmen, da dieser so schnell wie möglich weg muss.
Nun ist "mein" Junge 3 Tage da, und ich muss feststellen, dass ich obwohl ich mit Schäferhunden aufgewachsen bin, noch sehr viel über Border Collies lernen muss.
Die Rangordnung unter den beiden ist nicht 100% klar, nach anfänglichem Spiel wird es doch relativ ernst. Blut fliesst keines, jedoch verteidigt Sie Ihr "Frauchen" und Ihren Platz vehement!
Er zeigt immer wieder Beschwichtigungsverhalten, jedoch stellt Sie ihm immer wieder nach.

Meine eigentliche Frage lautet nun: Soll ich dazwischen gehen wenn es mir zu Agressiv wird? Oder Sollen die das allein klären?
Zum Border: Wie trainiere ich am besten Suchspiele? Ich will keinen Balljunkie, er ist auch keine großen Ballspiele gewöhnt, Frisbee mag er sehr. Wir aber max. 10-15min gespielt und dann ist Ruhe.
 
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  • Zweithund Border Collie, Ersthund Angsthund aus dem Tierschutz....und nun gehts los.. Beitrag #2
Einen Angsthund und dann einen hibbeligen Border Collie, so ein richtiges Power Paket? Uiiii.
Schäferhunde und Border Collies sind, wie du feststellen musstest, zwei ganz unterschiedliche Pakete.

Was wirst du den mit dem Border machen, auslastungstechnisch?

Ich denke du musst bestimmen wer was bekommt. Du bestimmst wer mit dir zeit verbringt und wer was hat. Hat der eine Hund was von dir bekommen hat der andere es ihm nicht einfach wegzunehmen, die Hunde müssen lernen das sie sich auf dich verlassen können und du die Sache regelst
 
  • Zweithund Border Collie, Ersthund Angsthund aus dem Tierschutz....und nun gehts los.. Beitrag #3
Einen Border wollte ich schon immer.
Die Schäferhündin hat auch Power. So mancher war erstaunt wieviel Ausdauer und Geschwindigkeit hat. Der Border ist im moment beim Gassi gehen, während dessen lasse ich beide auf den Feldern rennen, nicht schneller.
Hatte mir zuerst überlegt mit dem Border Suchspiele und Agility zu machen, jedoch musste ich feststellen dass der dann ständig auf 180 ist und nur schwer wieder runter kommt. Daher habe ich mir gedacht dass im Haus nichts gemacht wird. Draussen werden dann Spiele wir Frisbee und Suchspiele stattfinden.
Bisher ist das Auspowern auch nur auf Rennen beschränkt. Die Hündin rennt los und Er versucht Sie zu stellen. Ist aber nicht so leicht für Ihn;-)

Zuteilung von meiner Seite sieht bisher so aus, das Sie zuerst bekommt, dann Er. Wenn beim Kraulen einer von beiden dazu kommt wird er oder Sie weg geschickt.
Hoffe das ist richtig so. Hab Ihn schon ins Herz geschlossen, aber Sie bleibt die Prinzessin.

Richtig ungewohnt ist das Er extrem an mir hängt. Während unser Mädel sich meist an meiner Frau orientiert hat, aber selbst wenn Sie das Haus verlässt ganz cool bleibt und einfach liegen bleibt, ist es bei Ihm ganz anders. Der liegt vor der Haustür und jault ca. 5 min. wenn ich dann wieder komme, sei es nach 1 min oder 3 Std. macht er einen Freudentaumel das es mich fast umschmeisst. Ich ignoriere Ihn dann bis er sich beruhigt hat und begrüße dann.
 
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  • Zweithund Border Collie, Ersthund Angsthund aus dem Tierschutz....und nun gehts los.. Beitrag #4
Meine eigentliche Frage lautet nun: Soll ich dazwischen gehen wenn es mir zu Agressiv wird? Oder Sollen die das allein klären?
Zum Border: Wie trainiere ich am besten Suchspiele? Ich will keinen Balljunkie, er ist auch keine großen Ballspiele gewöhnt, Frisbee mag er sehr. Wir aber max. 10-15min gespielt und dann ist Ruhe.

Kommt darauf an- wenn sie ihn anknurrt, weil er sie nervt würde ich das zulassen, wenn sie mich verteidigen würde etc. wäre Schluss.
DU bestimmst wer was bekommt und wer wo hin darf;)

Ich würde bei beiden jetzt schon ganz klar feste Plätze zuweisen und das intensiv trainieren- Schäferhund darf nicht auf Border-Platz und umgekehrt.
Dort sollen sie Ruhe finden können und diese Plätze müssen absolut sicher für sie sein.
(Suchfunktion: Deckentraining)

Suchspiele kannst du auch über die Suchfunktion finden;)

Zuteilung von meiner Seite sieht bisher so aus, das Sie zuerst bekommt, dann Er. Wenn beim Kraulen einer von beiden dazu kommt wird er oder Sie weg geschickt.
Hoffe das ist richtig so. Hab Ihn schon ins Herz geschlossen, aber Sie bleibt die Prinzessin.

Versuch´nicht künstlich eine Rangordnung zu etablieren.
Bis die beiden sich zusammengerauft haben wird es noch etwas dauern und selbst dann wirst du nur ganz schwer feststellen können wer wirklich wo in der Rangordnung steht. Es gibt nur recht wenige Paare bei denen man das wirklich 100%ig sehen kann. Selbst sonst sehr "submissive" Hunde können im Ernstfall die Führung übernehmen. Also nicht forcieren, dass du den Falschen immer wieder "hochziehst" und damit ungewollt immer wieder Streitigkeiten provozierst.

Beispiel:Deine Hündin hat ihren Kauknochen gebunkert, du gibst ihn aber immer wieder dem Rüden, der eig. akzeptiert hat, dass das so ok ist. Was passiert wohl, wenn du dich entfernst;)
Hunde kennen auch keine Gerechtigkeit. Selbst wenn du deiner Hündin z.B. erlauben würdest aufs Sofa zu hüpfen und dem Rüden nicht wäre den Hunden das herzlich egal;)

Frisbee spielen würde ich nur dann machen, wenn er so gut im Grundgehorsam ist, dass er es erträgt sitzen zu bleiben bis du ihn losschickst das Ding zu holen.
Direktes Hinterherrennen wird ihn zum Junkie machen- auch wenn es nur 15 Minuten sind.
Border sind eben in allen Verhaltensweisen extrem.
Da gibt es keine halben Sachen;)

Für die Auslastung solltest du dir dringend noch etwas suchen, das ihn richtig fordert und ruhig angeht. Obedience z.B. wäre da eine super Möglichkeit.
Nur Frisbee (was kaum geistige Aktivität erfordert;) ) und Suchspiele werden ihn auf Dauer wahrscheinlich langweilen.
Was nicht unwichtig ist: Arbeitslinie?
Wenn ja: Huiuiuiui.

:)

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Einen Border wollte ich schon immer.
Warum?;)
Gibt es etwas was du besonders toll findest oder was dich besonders reizt etc.?
Nur um einen zu haben ist ein Border, unabhängig von seinem Anspruch an die Auslastung, wie fast jeder andere Hund auch, nicht wirklich optimal.
 
  • Zweithund Border Collie, Ersthund Angsthund aus dem Tierschutz....und nun gehts los.. Beitrag #5
Hallo,

Leider musste ich den Border zum Vorbesitzer zurück bringen.
Er hatte die letzten Tage meine Tochter angeknurrt und Sie hat ihn daraufhin ignoriert und ist fern geblieben.
Gestern ist die Situation eskaliert.
Er hat Ihr aufgelauert und nach Ihr geschnappt. Sie hat definitiv nichts mit dem Hund gemacht sondern ist einfach im Nebenraum gelaufen.
Ich habe dann mit dem VB telefoniert und Ihn wieder zurück gebracht.
Wir haben vereinbart das wir Ihn gemeinsam in gute Hände vermitteln. Er ist ein sehr anhänglicher und lieber Hund, vielleicht war es mit unserer Hündin und dem Kind einfach zu viel für Ihn.

Tipps wie ich Ihn am besten Vermittele?

Gruß
 
  • Zweithund Border Collie, Ersthund Angsthund aus dem Tierschutz....und nun gehts los.. Beitrag #6
Ja: Absolut ehrlich sein, Border Collie in Not anschreiben, Problem mit Kind sagen. :)
 
  • Zweithund Border Collie, Ersthund Angsthund aus dem Tierschutz....und nun gehts los.. Beitrag #7
ich finde du hast eine gute und richtige Entscheidung getroffen.
Ich würde auch ehrlich schreiben, das er sehr aktiv ist, geistige Auslastung benötigt, Kinder evtl. etwas größere oder testen. Mit beißen ist halt so eine Sache, warum hat er geknurrt? Warum gebissen? Eher als Hütehund gelauert usw. würde ihn nicht sofort als bösen Border Collie abschreiben, eher einen der mit so eine Situation überfordert war.

Wie alt ist deine Hündin? Solltest du nochmal überlegen 2 Hund zu nehmen, würde ich ehrlich gesagt eine ganz andere Rasse überlegen als Border oder ähnliches. Viele Border sind sehr sensibel und lassen sich von solchen zurückhaltenden Hunden auch beeinflussen. Ein Welpe z.B kann sich so ein Verhalten auch abschauen. Desweiteren würde ich überlegen ob bei euch Rangordnung mäßig alles richtig läuft. Warum denkt deine Hündin ihr Frauchen muss verteidigt werden usw?
Zu deiner Hündin würde ich persönlich einen souveränen 2 Hund aussuchen, der vllt sogar älter als sie ist. Oder als Welpen eine Rasse die sehr sicher ist und gut sozialisiert ist bei dem Züchter.


P.S du schreibst der Border hat gute Eltern? Wie sieht es mit Züchter aus? Oft werden solche Hunde vom Züchter aufgenommen und dann vermittelt
 
  • Zweithund Border Collie, Ersthund Angsthund aus dem Tierschutz....und nun gehts los.. Beitrag #8
Ich würde es als Hütehund gelauert bezeichnen.
Geknurrt vielleicht weil er mit der Situation überfordert war.
Ich würde nicht behaupten das er ein böser Hund ist, im Gegenteil! Nur sollte er meiner Meinung nach besser bei jemandem Leben der keine oder große Kinder hat und Ihn ideal fördert.
Für uns war er der falsche Hund, und nur weil wir den für uns falschen Hund gewählt haben, kann der Hund nichts dafür.
Es ist ein Hütehund. Das weiß ich und bin Ihm auch für sein typisches Verhalten nicht böse.
Ich will nun nur das er in beste Hände kommt und es Ihm lange gut geht.

Unsere Hündin ist etwas über 2 Jahre alt, und hat Ihm im Haus keine Chance gegeben. Vielleicht es einfach nur ein Versuch meiner Tochter gegenüber eine Rangfolge festzulegen. Wie gesagt ich weiss es nicht warum er das gemacht hat.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)


Die Elterntiere des Border sind beide im Besitz der Züchterin und haben mehrere Preise gewonnen. Beide stammen von bekannten Border Collie Züchtern. An die Züchterin habe ich noch gar nicht gedacht, habe aber nun erstmal Border Collies in Not angeschrieben und um Hilfe gebeten.
 
  • Zweithund Border Collie, Ersthund Angsthund aus dem Tierschutz....und nun gehts los.. Beitrag #9
ich würde an deine Stelle die Züchterin kontaktieren! Viele haben auch im Vertrag sowas stehen, das Nachzucht zu denen zurück geht. Vllt kennt der Züchter auch jemanden der einen jungen Rüden sucht.
schreibe die Züchterin zumindest an, viele sind da wirklich sehr hilfsbereit!
 
  • Zweithund Border Collie, Ersthund Angsthund aus dem Tierschutz....und nun gehts los.. Beitrag #10
Du hast doch sicherlich einen Kaufvertrag.
Ließ ihn dir nochmal gründlich durch, weil oft steh da, das der Hund nicht an Dritte gegeben werden darf, sondern zurück zum Züchter muss und dieser sich um eine neue Vermittlung kümmert.
 
  • Zweithund Border Collie, Ersthund Angsthund aus dem Tierschutz....und nun gehts los.. Beitrag #11
Es hat sich jemand wegen Ihm gemeldet, Hundetrainerin mit 20 Jahren Border Erfahrung. Ideal denke ich. Sie will Ihn erstmal mehrfach besuchen damit Er Sie kennen lernt. Die Züchterin wollte sich auch nochmal wegen evtl. Käufer melden.

Gestern war noch jemand mit einer Border Hündin da, die hat er gar nicht ausstehen können und die nur angekläfft und geknurrt. Die sind dann nach 10min wieder gegangen und er war wieder der alte, lieb und brav.

Nur unserer Hündin bekommt der Weggang des Borders gar nicht. Seit ich Ihn zurück gebracht habe liegt Sie nur noch rum, frisst nur wenig und will nichtmal raus zum Gassi gehen.....Ich glaube Sie trauert weil er weg ist.
 
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