Hi, ich habe die gestrige Sendung auch gesehen und möchte dir meine Erfahrungen als "Mops-Mama" schildern.
Ich habe zwei Möpse, sieben und acht Jahre alt. Erstmal muss ich sagen, dass die beiden einfach einen super Charakter haben, sie sind so lustig, verschmust, stur, verfressen, geduldig, aufmerksam, tollpatschig, lieben Menschen und Tiere..

Also ich bin sehr glücklich mit den Beiden.
Zum Thema Krankheiten muss ich wirklich sagen, dass dies keine Gerüchte sind. Ich kann größtenteils nur von meinen Hunden berichten und muss sagen, dass ich mir wirklich überlegen würde, einen solchen Hund anzuschaffen.
Zum Thema VDH, Mopsclub oder Mops ohne Stammbaum muss ich sagen, dass ich beides habe. Mein erster Mops hat keinen Stammbaum, er hat zwar typische Operationen hinter sich, wie das Kürzen seines Gaumensegels, die verkleinerung seiner Nasenfalte, das Weglasern von kleinen Distichiasishaaren, Zahn Operationen, das Lasern eines Auges wegen Pigmentfleck..aber Atemtechnische Probleme hat er nicht mehr. Er rennt durch den Wald, tobt und ist atemtechnisch fit.
Weil man immer wieder hört, dass ein Hund von einem annerkannten Züchter solche Probleme angeblich seltener oder garnicht habe, habe ich mir einen zweiten Mops über den deutschen Mopsclub vermitteln lassen. Die Frau vom Mopsclub hat geschwärmt, was dieses Tierchen doch für ein "Prachtexemplar" sei. In seinem Stammbaum liest man Namen von Zuchttieren, die im VDH bekannt sind. Ich habe mir diesen kleinen Schatz geholt und muss sagen, er ist tatsächlich bildhübsch..aber auch sehr sehr arm dran. Schon als Welpe hat er unheimliche Atemprobleme gehabt. Jetzt ist er sieben Jahre alt und hat einiges an Operationen über sich ergehen lassen müssen. Er kämpft ständig mit Atemproblemen, sabbert total, ist sehr anfällig auf Erkältungen. Im Sommer ist Spazierengehen fast unmöglich. Zum Glück haben wir einen großen Garten, wo die beiden chillen und dösen können und am besten mit einem kalten Lappen auf dem Kopf rumliegen. Dieser Hund wurde so oft operiert, drei mal wurde sein Gaumensege gekürzt, seine Nasenfalte wurde ebenfalls verkleinert, seine Stimmtaschen waren vorgefallen, das Schlimmste ist jedoch, dass er einen weichen Kelkopf hat, was bedeutet, dass er leicht daran ersticken könnte.. Er schnarcht unheimlich

Wir lieben unsere Hunde sehr und tuen alles mögliche um ihnen ein bestmögliches Leben zu ermöglichen. Ich kann nur für mich sprechen und muss sagen, dass es nicht schön ist in ständiger Sorge zu leben.
Ich finde diese Hunde wirklich charakterlich spitze, aber ich würde mir keinen Mops von einem Züchter mehr holen. Ich denke, dass es wirklich nur darum geht, ein hübsches Tier heranzuzüchten, mit toller Abstammung, zum Vorzeigen, aber ein Hundeleben ist das nicht.
Ich möchte allerdings auch keinen "Retro-Mops", denn das ist meiner Meinung nach ein Mischling, den man doch auch aus dem Tierheim holen kann. Da tut man zugleich einem Tier was Gutes. Mein nächster Hund wird definitiv aus dem Tierheim oder einem Tierschutzverein sein.
Mein Tipp für Menschen, die unbedingt einen Mops haben wollen wäre der Folgende:
Wenn so jemand genug Geld verdiene, um die teuren Tierarztbesuche und Op´s zu bezahlen, dann würde ich raten, im Internet nach einem armen Mops in Not suchen und diesen aufpäppeln und ihm ein schönes Leben zu bereiten. Ich habe damals auch danach gesucht, aber da war die Nachfrage wohl so hoch, dass es dort keinen gab. Jetzt habe ich dort vorbeigeschaut und viele Notfälle gefunden.
Auf diese Art und Weise helfe ich einem Tier, dass schon auf der Welt ist und vielleicht auch schon etwas älter ist, ein schönes Leben zu führen und unterstütze keine Züchter, was schließlich die Nachfrage steigern würde.
Zum Thema Stern TV wird mein Fall vielleicht verdeutlichen, dass man nicht pauschalisieren kann, dass ein Hund vom VDH oder Mopsclub gesünder ist, als ein Hund ohne Abstammung. Meiner Erfahrung nach, ist die Rasse Mops tatsächlich eine Qualzucht, im wahrsten Sinne. So süß diese Hunde auch sind, sollte man sich die Anschaffung reiflich überlegen.:eusa_doh:
Lg