Was ist euch am schwersten gefallen?

Diskutiere Was ist euch am schwersten gefallen? im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Hey ihr Lieben, wir versuchen Hundeanfängern immer wieder den Alltag mit einem Hund klarzumachen. Wir müssen bei Wind und Wetter raus, es gibt...
  • Was ist euch am schwersten gefallen? Beitrag #1
Pewee

Pewee

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Hey ihr Lieben,

wir versuchen Hundeanfängern immer wieder den Alltag mit einem Hund klarzumachen. Wir müssen bei Wind und Wetter raus, es gibt beinahe nichts mehr, was die Ekelgrenze überschreitet und wir überlegen uns tagtäglich, wie wir unsere Hunde gut unterhalten können. Wie lief es denn aber bei euch als Anfänger? Gab es etwas, in das ihr reinwachsen musstest? Etwas, was euch vorher nicht bewusst war und euch vielleicht auch keiner gesagt hat? Oder wurde es euch gesagt, ihr habt es euch aber bei weitem nicht so vorgestellt?

Ich glaube, so ein Thread könnte gut für Hundeneulinge sein. Wir haben alle mal klein angefangen und sicher hatte jeder von uns seine Vorstellungen, die später absolut nicht mehr der Realität entsprachen ;)

Um das Eis zu brechen, fang ich mal an:

Ich bin in einen Hundehaushalt hineingeboren, von daher war mir Vieles als kleines Kind schon bekannt. Sobald man aber mehr Verantwortung bekommt, merkt man auch das Ausmaß einer Hundehaltung, die mir vor allem durch Jerry und Hanna bewusst wurden

  • Ich musste mir angewöhnen, mich durchzusetzen. Fremden Menschen klarmachen, dass meine Hunde nicht angefasst werden wollen oder jetzt nicht von der Leine können. Das war für mich der größte Überwindungspunkt, denke ich. Da ich sonst eher ein zurückhaltender Mensch (zumindest bei Fremden) bin.
  • Ich hab weniger Hemmungen, Sachen "anzupacken". Hanna gehört zu den "Schlangenhunden", die Dinge auch gerne mal am Stück runterwürgen. Daher kann es schonmal passieren, dass ich ihr in den Schlund greifen muss, um Dinge wieder rauszuholen. Man sieht recht häufig, dass Leute bei so etwas Hemmungen haben - sogar bei ihren eigenen Hunden. Meine Eltern können das bis heute nicht. Mittlerweile mache ich das auch bei Hunden von Freunden oder Bekannten, wenn ich sehe, dass was nicht stimmt (nicht zu empfehlen, ich mache das auf eigene Gefahr).


Wie ist es bei euch? Hattet ihr auch Dinge, die ihr euch erst aneignen musstet? Oder lief alles direkt reibungslos? ;) Gerne auch Dinge, an denen ihr heute noch arbeitet!

Liebe Grüße
Pewee
 
  • Was ist euch am schwersten gefallen? Beitrag #2
Ohja, da gibt es eine Sache in die ich mich reinarbeiten musste, aber ist nicht so das ich mir dem nicht klar war :mrgreen:

Meine erste Hündin war ein Jack Russel Terrier, wir haben sie bekommen da war ich 6 Jahre alt. Meine Mum ist natürlich immer mitgekommen zum Spazieren und irgendwann war ich alt genug das ich auch alleine gehen durfte.
Jessy war prinzipiell eigentlich nicht wie andere JRT, sie war sehr leise bellte eher selten, sie war gehorsam und abrufbar mitten in der Jagd (was natürlich auch erziehungssache ist). In einer Sache war sie aber schon immer wie alle kleineren Hunde; sie war der festen Überzeugung ein Rottweiler zu sein und keine 8 sondern 80kg zu wiegen. -.-
Also hat sie mit jeden größeren Hund liebendgerne Stunk angefangen. Viele Hunde haben sich das ja gefallen lassen, andere widerrum nicht so z. B. der Hund der ihr ein Loch in den Kiefer gebissen und ihren Kopf gegen eine Wand geschmettert hat, der Hund der ihr das Ohr tackerte oder der der sich schlicht und einfach einmal komplett auf sie drauf schmieß. Ich bin allgemeinhin eher sehr unsicher gewesen und meine Angst vor so Hundeattacken (auch wenn meine deutlich oft genug provoziert hat) hat dazu geführt das ich damals kaum noch ohne Panik rauskonnte.

Als ich Yuukan bekam und es in der Hundeschule auch eine Pflicht war andere Hunde die auf meinen zurannten abzublocken habe ich ganz langsam gelernt das ich meinen Hund beschützen kann und muss und das ´einfach machen lassen´ auch nicht mehr zeitgemäß ist. Ich bin noch etwas unsicher und ungeschickt mit, so blocke ich die Hunde meist im reflex in dem ich mich runterbeuge und sie mit den Händen wegschubsen will, was natürlich ganz blöd ist wenn mal wirklich ein Hund kommt der es ernst meint. Aber ich habe zumindest schon mal den Reflex drin mich automatisch vor meinen Hund zu stellen und dieser nimmt das dann auch gerne an und bleibt dann auch stehen. Ich übe. :mrgreen:
 
  • Was ist euch am schwersten gefallen? Beitrag #3
Hallo,
super Idee!

ich mußte umdenken, was Erziehung und Trainingsaufwand betrifft. Mein erster Hund war Kumpel und Freund - aber von Training und Auslastung wußte ich nicht viel.Ich hoffe sie möge mir das verzeihen (Gruss in den Hundehimmel)

Inzwischen weiß ich, ein glücklicher Hund braucht enorm viel hundegerechte Unterhaltung. Er darf nicht eben so mitlaufen. Wenn man dem Tier, von dem man behauptet es zu lieben ,gerecht werden will muss man seine Wünsche/Ansprüche oft hinten an stellen, um es auch dementsprechend glücklich zu machen.
  • Spaziergänge bei denen man lustig mit anderen Menschen plaudert ade.....raus gehen, laufen trainieren, immer alles im Blick haben Hallo.
  • kurz mal mit dem Hund raus ade......tägliche mindestens 2 Stunden allein für die große Runde, müssen abgeknapst werden in denen es NUR um den Hund draußen geht
  • ich musste meine Lernbereitschaft vergrößern....und mich neuen, moderneren Methoden / Ideen öffnen
...und das Ganze auch noch bei Familie und Freunden durchsetzten (auch wenn die mich vollkommen übertriebener Affenliebe zu meinen Hunden schimpfen) , Sätze wie: ne ich möchte nicht mit nach A / B , mein Hund braucht heute noch Training ...oder zu Person A / B kann und mag ich nicht - da wäre mein Hund zu lange alleine.....fallen da schon mal an.
Wobei mir da nicht die Einstellung oder der Inhalt schwer vielen - sondern die Reaktion der Anderen . (heut zu Tage ist mir diese egal...)

LG Suno
 
  • Was ist euch am schwersten gefallen? Beitrag #4
Ich bin auch in einen Hundehaushalt reingeboren, deshalb hab ich mir auch nachdem unser letzter Hund Willi gestorben ist, nach reichlicher Überlegung, einen neuen zu mir geholt. Es ist mein erster eigener Hund den ich selber erzogen habe (Ich war zum damaligen Zeitpunkt 19 ;) ).
Was ich mir bei weitem nicht so schlimm vorgestellt habe ist die Pubertät, welche mich manchmal an meine Grenzen der Geduld gebracht hat. Meine Püppie ist vom Charakter her eher dickköpfig, seeeeeehr dominant, temperamentvoll, hat nur blödsinn im kopf und ein totaler wachhund, aber dennoch seeehr liebevoll und wirklich sehr schlau. Was heute immer noch ein kleines Problem ist, dass sie sehr eifersüchtig sein kann. Wir arbeiten aber dran ;). Was halt immer wichtig ist, ist eine konsequente, aber dennoch liebevolle Erziehung. Da muss man so lange der Hund lebt auch dran bleiben, ganz ganz wichtig.
Was mir bei ihr schon immer aufgefallen ist, das sie eine wirklich sehr gute Spürnase weshalb ich jetzt auch überlege sie in irgendetwas auszubliden was in diese Richtung geht. Falls ihr wisst wieviel so eine Ausbildung kostet oder was es so für verschiedene Ausbildungen gibt ( ich weiß das es Mantrailing, Leichenspurhunde und Rettungssuchhunde die z.B. ind Erdbebengebieten nach verschütteten Personen suchen, gibt), könnt ihr mir gerne Berichten, bin da ganz Ohr :D.

Aber ich wollte meine 3 Chaoten ja sowieso mal hier im Forum vorstellen mal gucken ob ich morgen dazu komme :D
 
  • Was ist euch am schwersten gefallen? Beitrag #5
Huhu

die Idee finde ich klasse. Dann mache ich mal weiter:
Ich hatte nie einen eigenen Hund, ich kümmerte mich immer um Nachbarshunde und später bekamen wir Pflegehunde aus dem Tierheim und/oder aus dem Ausland, die vermittelt werden sollten. Dann kam Chester zu uns, mein erster eigener Hund und es musste sich vieles ändern:


  • Ich musste mir auch angewöhnen, mich durchzusetzen und im hier und jetzt zu leben, vorallem für die Hunde. Ich nehme mir gerne alles zu Herzen, eine doofe Angewohnheit und möchte es jedem Recht machen. Durch die Hunde wurde ich stärker in dieser Hinsicht, sie haben mir gezeigt, dass ich es einfach nicht jedem Recht machen kann und ich auch mal auf mich achten sollte. Ich muss auch mal "nein" sagen und durch die Hunde habe ich das geschafft - vorallem bei den Problemhunden wurden unermüdlich Grenzen ausgetestet. Vorallem bei meinen Eltern fällt mir das schwer aber es bessert sich von Tag zu Tag.
  • Faulheit ade - bei schlechten Tagen (nicht nur wegen des Wetters) wollte ich mich immer verziehen und einfach nichts machen. Mit Hund geht das natürlich nicht und sie motivieren mich jeden Tag dazu, raus zu gehen. Sie zeigen mir, dass die Welt nicht so blöd ist und es sich lohnt, seinen Schweinehund zu überwinden.
  • Die Ausgaben steigen - vor der Anschaffung weiß man ja, was auf einen zu kommt. Mir ist aber jetzt erst durch einen eigenen Hund bewusst geworden, wie teuer wirklich Hunde sind im Unterhalt, obwohl ich mir vorher schon ein grobes Bild über die Kosten gemacht habe. Da sind Kosten vorhanden, an die ich vorher niemals gedacht habe. Teilweise muss ich da schon recht schlucken, aber der Hund steht für mich im Vordergrund und sollte nicht leiden. Da kann ich mir meinen Wunsch halt erst nächsten Monat efüllen, die Hundeaugen entschädigen aber. ;)
  • "Einsamkeit" ade - in der tristen Welt draußen blickt man ständig nur in unglückliche Gesichter. Man schwimmt mit dem Strom, keiner beachtet einen, keiner lächelt, man zieht einfach davon. Wenn man einen Hund hat, ändert sich das alles auf einmal schlagartig - eine neue "Menschenrasse" ensteht - der Hundemensch, der mit einem redet, statt einfach wortlos weiter zu gehen. Es ist einfach so schön und für mich einer der schönsten Dinge in der Hundewelt - es gibt auf einmal Menschen, die grüßen, mit denen man ins Gespräch kommt, Freundschaften schließt die vorher nie möglich gewesen wären.

LG Picco
 
  • Was ist euch am schwersten gefallen? Beitrag #6
Hallo ich habe ja leider keinen Hund mehr und habe meinen Hund damals mit 16 bekommen...(wir hatten aber damals schon 3 Hunde, also ein kleines Rudel)
Ich wog damals 45 kg und mein Hund 40 kg...
Ich hatte glück das mein Herz eigentlich echt klasse und lieb war!
Aber größere Rüden gingen gar nicht alles was kleiner war wurde ignoriert oder schlicht nicht ernst genommen...

*Ich musste vor allem lernen mich anderen Hundehaltern gegenüber durchzusetzten (die typischen Sätze die machen das unter sich aus oder der will nur spielen! meiner hatte mache auch zum "fressen" gern)

*Ich musste lernen meinen Hund korrekt zu "lesen"

*ich musste lernen mit Beleidigungen zu leben....mein Hund sei schlecht sozialisiert...

*bei Ops musste ich vorausdenken, manchmal wurde selbst da der Spaziergang zum Spießrutenlauf und ich habe geheult...weil die Leute meinen ihr Hund will ja spielen...was meiner aber nicht darf!

*Und je älter der Hund wurde um so besser kamen wir klar und wuchsen zusammen... Ich brauchte oft schon keine Kommandos mehr da er wusste was zu tun war

*Und ich musste lernen das viele Menschen meine liebe zu meinem Hund nie verstanden haben...daran sind Freundschafften zerbrochen und Familienbande zerbrochen...

* Hundewellnessurlaub da machte mein Freund nicht mit also bin ich alleine mit Hund gefahren...(Wir fanden das klasse!)

aber ich würde es immer wieder genauso machen...

LG
 
  • Was ist euch am schwersten gefallen? Beitrag #7
Hallo,

Auch wenn sich das jetzt merkwürdig anhört, es fällt mir immer wieder schwer, Micky so zu nehmen, wie er ist.

Was ich damit sagen will??

Tobby, unser erster Hund, war ebenfalls ein JRT.
Er war ein Powerhund, wie er im Buche stand....
Spielen, Toben und kein Ende in Sicht.
Wir mussten ihn oft bremsen, denn von selbst hätte er keine Ruhe gegeben.
Er hatte vor Nichts und Niemandem Angst.
Selbst zu Tierärzten und TK ging er freudig und mit wedelnder Rute.
Er liebte Kinder über Alles, da sie gern' und oft mit ihm spielten.
Tobby war gleichermaßen bei Jung und Alt beliebt.
Seit 2 1/2 Jahren lebt er nicht mehr und wir haben Micky.
Er ist das genaue Gegenteil von Tobby....
Für seine Rasse ist er eine "Schlaftablette".
Für Bälle, usw interessiert er sich überhaupt nicht.
Kinder, bis zu einem gewissen Alter mag er nicht.
Er ist ein sehr ängstlicher Hund, speziell in der Dunkelheit.
All' diese Eigenschaften hat das Muttertier auch.
Leider haben wir das erst erfahren, als wir Micky schon eine Weile hatten.
Durch Gespräche mit den Züchtern kam eins nach dem anderen zu Tage.
Ich glaube, ich kann nie damit aufhören, ihn und Tobby zu vergleichen.....
 
  • Was ist euch am schwersten gefallen? Beitrag #8
Eigentlich wusste ich von Allem was auf mich zukommen wird und in welchen Dingen ich zurück stecken muss. Dies fiel und fällt mir absolut nicht schwer, denn ich war noch nie der Mensch, der extrem darauf wert legte mindestens einmal die Woche bei einer Freundin zu sein. Ich war immer der Typ Mensch, der lieber bei der Familie zu Hause war.

Das einzige womit ich mich anfreunden musste ist, dass es auch nicht so einfache Hunde gibt, die bei der Erziehung einfach länger brauchen. Merlin gehört eben zu solchen und es klappt noch einiges nicht, was ich mir wünsche (owohl ich auch da nicht zuviel verlangen darf). Vorallem diese Verhaltensweise, dass er eben nicht den größten will-to-please hat und die Ohren häufig noch auf Durchzug stellt, zeigt mir das ich etwas mehr Geduld brauche. Das heißt natürlich nicht, dass ich meinen Hund schlage. Soetwas würde ich nie tun. Aber ich bin manchmal enttäuscht und das merkt er auch. Denn wenn man immer wieder, jeden Tag, jedes mal das gleiche übt und es nach sehr langer Zeit immernoch nicht klappt, dann kann das ganz schön frustrierend sein. Auch ich muss noch lernen etwas geduldiger zu werden, dass ich nichtmehr so schnell enttäuscht bin, denn das merkt mein Hund, dann funktioniert das Training nicht und es ist für beide Seiten nur noch frustrierender. So macht das Training keinen Spaß mehr und das will man ja nicht ;)

Ich habe mich übrigens vor der Zeit meines Hundes als recht geduldig eingeschätzt. Erst jetzt merke ich, was es heißt, wirklich geduldig zu sein.

Trotz alledem liebe ich meinen Hund und würde ihn niemals eintauschen wollen. Er ist aus meinem Leben einfach nicht mehr wegzudenken.
 
  • Was ist euch am schwersten gefallen? Beitrag #9
Ui schoenes Thema.

Als Kind hab ich auch oefters die Nachbarshunde ausgefuehrt. Einen eigenen Hund hatte ich trotz heulen und betteln nicht. Heute bin ich meinen Eltern sehr dankbar dafuer, da beide Vollzeit arbeiten und ich oft nach der Schule noch bei Freunden war. Der Hund waere also staendig allein gewesen.

Hazel ist mein erster Hund. Ich denke ich ahb am Anfang alles falsch gemacht was nur ging. Ich erinnere mich noch, als ich im Tierforumchat geschrieben habe, dass Hazel ganz begeistert ihr Beneful frisst:eusa_doh:. Ich habe wirklich viel gelernt durchs Forum, was Erziehung, Ernaehrung und Auslastung angeht.
Hazel ist immernoch ne Baustelle. Ein sturer Dackel eben:roll:. Es faellt mir manchmal schwer den Leuten zu sagen, sie moechte eben nicht angefasst werden, vorallem bei Kindern. Ich muss aber sagen, dass zumindest hier, viele Eltern sehr verstaendnisvoll reagieren.

Und dann vor 1,5 Jahren kam Coco aus dem Tierheim. Voellig anderer Hund... zurueckhaltend, bellen nur im Notfall, freundlich zu jedermann und immer gute Laune. Ich denke Hazel und ich haben viel von ihr gelernt. Bei Coco faellt mir eigentlich nichts richtig schwer. Ausser sie ist ein "Mamahund", hat also anfangs geweint, wenn ich sie zu Hause oder im Auto gelassen habe, aber ich denke mit der Zeit und das Hazel bei ihr war, hat sich das voellig gelegt.

Was ich sehr zu schaetzen weiss, ist, dass ich fuer beide nie eine Schleppleine brauchte. Wenn wir draussen im Gelaende sind, dann immer ohne Leine.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Und ja ich stecke auch sehr viel zurueck wegen den Hunden. Wenn es irgendwo hingeht versuch ich immer beide mitzunehmen. Zum Glueck kenn ich hier sehr viele Leute, die auch einen oder mehrere Hunde haben und somit geht das schon.
Mein Mann denkt auch ich hab da einen voelligen Spleen, was die Tiere angeht. Aber das ist mir egal und ja ich kann sagen, ich plane meinen Tag wirklich nach meinen Hunden. Natuerlich gibt es Unternehmungen die ich auch allein mache, aber das sind wirklich sehr wenige geworden.
 
  • Was ist euch am schwersten gefallen? Beitrag #10
Tausend Sachen :D
Wir hatten damals auch einen Familienhund. Aber es ist eben ganz was anderes, wenn man auf einmal mit Hauptverantwortlich für den Hund ist und man sich mal damit auseinandersetzt.

An was ich mich gewöhnen musste/was ich nicht wusste:

- Ich wusste vorher nichts von Hundepubertät. Ich würde nicht sagen, dass ich uninformiert an die Sache rangegangen bin, aber in den Büchern, die ich dazu gelesen habe stand davon einfach nichts.
Was bin ich am Anfang verzweifelt! Noch dazu dauert die schon gefühlte Ewigkeiten! :D

- Irgendwie dachte ich, dass alles einigermaßen sitzt wenn ich es dem Hund beigebracht habe. Dass Hunde manchmal aber auch keinen Bock haben mitzuarbeiten... nein, das war mir so nicht klar :)

- Hunde können verdammte Sturköpfe sein wenn es darum geht, ihr Amusement durchzusetzen (sei es wenn sie spielen wollen, jagen, irgendwas riechen...) und noch dazu verdammt schlau in der Ausführung.

- Mein Hund zumindest braucht bei einem Spaziergang meine volle Aufmerksamkeit, zumindest wenn er frei läuft. Wenn man auch nur 20 Sekunden nicht aufpasst kann es sein, dass er die Chance genutzt hat und -da wäre es wieder - seinem Amusement nachgeht.

- Ich hätte nicht gedacht, dass der Rückruf und das Anleinen manchmal so schwer sein können.

- Meine Stimmung und Körpersprache entscheiden zu einem Großteil mit, wie sich mein Hund verhält.

- Es ist nicht so einfach den Hund überallhin mitzunehmen. Es kostet immer einen Teil deiner Aufmerksamkeit, den Hund nebenbei im Auge zu behalten. Noch dazu ist es verdammt stressig, mit einem großen Hund Bahnzufahren.


Fazit:
- Hunde können genauso "treue Begleiter" wie "sture Arschlöcher" sein :)
 
  • Was ist euch am schwersten gefallen? Beitrag #11
Huhu,

gute Idee :)

- Ich musste lernen,dass ICH der Chef bin und mein Hund nicht einfach machen darf, was ihm passt.
- Ich musste lernen, dass der Hund mehr braucht, als nur 3 mal am Tag 15 Minuten Gassi
- Ich musste auch vertrauen lernen, dass mein Hund nicht einfach davon läuft, sobald die Leine ab ist.
 
  • Was ist euch am schwersten gefallen? Beitrag #12
Off-Topic
Herrlich Infano. Ich glaube, du schreibst gerade vielen aus der Seele :lol:
 
  • Was ist euch am schwersten gefallen? Beitrag #13
Meine Aimy ist mein erster Hund. Daher war für mich alles neu. Auch wenn ich vorher so einige Bücher gelesen habe, ist die Praxis doch etwas anderes. Ich hatte überlegt, welche Rasse für mich am besten wäre. In der Beschreibung zu einem Bolonka-Zwetna stand, dass sie nicht so viel Auslauf benötigen, aber auch längere Wege mit einem gerne laufen. Da ich berufstätig bin, dachte ich diese Rasse ist ganz gut.

Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Ich musste mich dadurch ganz schön umstellen. Mein Spaziergäng mit ihr bedarf wesentlich mehr. Ich bin manchmal zwei bis drei Stunden unterwegs und dabei wird noch mit dem Ball, Dummy usw. gespielt. Sie flitz unheimlich gerne und wenn sie dann noch unterwegs andere Hunde treffen, tobt sie mit ihnen auch gerne. Sie hat sowiel power, dass hätt ich nicht gedacht. Es ist aber auch sehr schön. Ich komme damit auch wesentlich mehr an die frische Luft.

Man trifft eine Menge Leute mit denen man sich unterhält. Im Normalfall bin ich eher schütern. Mit ihr hab ich diese doch etwas überwunden. Die Hunde spielen und rennen und dabei unterhält man sich automatisch mit fremden Leuten.

Ich hatte nicht gedacht das sich Hunde so unheimlich gerne in irgendetwas wälzen. Danach heißt es mit einem stinkenden Hund nach Hause gehen. Aber es stört mich nicht, da ich sehe wieviel Spaß sie dabei hat. :D

Meine eigene Körpersprache musste ich ebenfalls ganz schön ändern. Ich hätte nicht gedacht, wie wichtig diese doch ist. Genauso ist es mit der Konsequenz. Die Hundeerziehung ist doch gar nicht so einfach, wie es sich in den Büchern liest. ;)

Es war erst einmal eine größere Überwindung früher aufzustehen und Abends noch mal runter von der Couch und raus ins Kalte. Sie ist aber für mich das beste was ich überhaupt hab und da fällt es mir dann doch nicht mehr so schwer.

Ich musste auch lernen, nicht so ängstlich zu sein, wenn uns mal ein großer Hund entgegen kommt. Zum Anfang hätte ich sie am liebsten immer gleich auf den Arm genommen. Jetzt spielt sie sogar mit großen Hunden und find es richtig toll ihnen nachzurennen oder mit mehreren Hacken wegzurennen. Es ist richtig schön zu sehen, wieviel Spaß sie daran hat.

Mir ist jetzt erst aufgefallen, dass es Halter gibt die ihre Hunde nicht auch Hund sein lassen wollen. Am besten nicht buddeln, rumwälzen, durch Pfützen rennen lassen u.s.w. Blos nicht dreckig machen. Meine kann alles was ein Hund gerne machen möchte. Wieviel Leute trifft man, die Hunde lieber durch die Gegend ziehen. Es muss ja schnell gehen.

Ich finde genau dies aber schön. Zu sehen wieviel Spaß ihr das alles macht. Wie oft bin ich mit einem hellen Hund runter und gehe mit einem halb schwarzen wieder rauf.
 
  • Was ist euch am schwersten gefallen? Beitrag #14
Oha...Ja.

Wir hatten auch immer Hunde, aber (abgesehen von den meisten Dinge, die schon genannt wurden) fiel es mir eigentlich besonders schwer mich damit abzufinden, dass es nicht den goldenen Weg gibt wie man mit Hunden umzugehen hat.
Dass man eben doch aus den unterschiedlichsten Theorien und Methoden das rausfiltern muss, was beim eigenen Hund auch wirklich funktioniert.

Mit Liam bin ich da ja massiv an meine Grenzen gestoßen, weil alles was ich über Hundetraining und Hundeverhalten wusste von ihm ja quasi einfach ignoriert worden ist und es einfach gebraucht hat bis ich das gefunden hab, was ich brauchte um zu ihm durchzudringen.
Er war ja auch der erste "große" Hunde, den ich je hatte und ganz ehrlich: Ich hätte es niemals für möglich gehalten, dass ein Hund, der an der Leine zieht einem so den letzten Nerv rauben kann.
Echt nicht.
Und schon gar nicht hab ich mit Sehnenscheidenentzündungen etc. gerechnet:mrgreen:

Auch nicht einfach war es am Anfang für mich, mich gegen die ganzen "Wissenden" zu behaupten.
Da muss man schon eine gewisse Abgebrühtheit, wenn man das so nennen kann, entwickeln um sich nicht durch irgendwelche Weisheiten verunsichern zu lassen.

Grundsätzlich habe ich so gerade von Liam gelernt: Plane nichts.
Gar nichts.
Im Zweifelsfalle wird dir der Hund a) einen Strich durch die Rechnung machen und b) ganz anders reagieren als erwartet.

Eine fantastische Erkenntnis für einen krankhaften Perfektionisten- die mir aber auch verflucht schwer gefallen ist;)
 
  • Was ist euch am schwersten gefallen? Beitrag #15
Schönes Thema, da kann ich gut mitreden :lol:

Pewee, ich habe auch keine Hemmungen Hunden was aus dem Maul zu nehmen, gar nicht irgendwie. Meine Freundin hat eine Hemmung die Haufen ihres Hundes einzusammeln :roll:

1. Bitte nicht lachen, aber mir ist es bei Merlin verdammt schwer gefallen, ihnmit seinem bettelnden Dackelblick wegzuschicken. Echt jetzt, das war eine Überwindung und mein Herz hat geblutet :mrgreen:

2. Eine Sache die mir heute noch schwer fällt: Andere Leute mit meinem Hund "reden" lassen. Wenn meine Eltern auch nur irgendwas falsch machen in der Erziehung (dann heiße ich immer Martina Rütter :roll:) dann geht das gar nicht für mich. Deswegen mag ich es nicht wenn sie meinen Hund erziehen wollen, dann übernehme ich das selbst weil ich Angst habe das sie es nicht so machen wie ich will :lol:

3. Ich habe die Weitsicht gelernt und gelernt, nicht so sehr darauf zu vertrauen das mein Hund für mich zurück kommt wenn er ein Kaninchen sieht :lol: Einfach das ich ihn im Blick haben muss, gucken muss ob andere Hunde da sind, welche Situationen da am warscheinlichsten eintreten (Katzen,Kaninchen usw) würden.. und eben das entsprechende Handeln.

4. Die Körpersprache gekonnt einzusetzen hab ich gelernt. Das macht bei meinen Hunden total viel aus, denn sie reagieren mehr auf Handzeichen und Körpersprache als auf stimmliche Signale.

5. Das wichtigste was ich gelernt habe: Das es Momente gibt, wo ich sie rund machen könnte, aber sie im Endeffekt die treusten Wegbegleiter, Zuhörer,Tröster und Wärmeflaschen für kalte Tage sind :angel:
 
  • Was ist euch am schwersten gefallen? Beitrag #16
Pewee, ich habe auch keine Hemmungen Hunden was aus dem Maul zu nehmen, gar nicht irgendwie.

Nicht nur aus dem Mund, sondern richtig tief aus der Kehle, wo es die Hunde schon selbst kaum noch rauskriegen. Ich finds manchmal ganz schlimm, wie die Leute dann zuschauen, wie sich die Hunde einen abwürgen und beinahe ersticken :? Klar, ist das nicht das Angenehmste und man muss die Hemmung - man könnte den Hund verletzten - ablegen... aber was kann auch passieren? Im schlimmsten Fall erstickt der Hund, wenn man nichts macht. Da riskier ich, ihm eine Schramme zuzufügen oder Brechreiz durch das Hineingreifen auszulösen.
 
  • Was ist euch am schwersten gefallen? Beitrag #17
Off-Topic
Was ich nur sehr sehr ungern mache: Wenn BJ einen langen Grashalm oder zuviel Innenleben seiner Stofftiere verschluckt hat und die Wurst nicht ganz rauskommt :D Das ist einerseits wirklich wirklich lustig weil er total panisch wird wenn er von seiner Kacke verfolgt wird, andererseits find ich´s auch echt sehr ekelhaft, da dann mit einem Stock zu versuchen, den Rest zu erwischen :mrgreen:
 
  • Was ist euch am schwersten gefallen? Beitrag #18
Off-Topic
Stock- pah! Tüte über die Hand und beherzt zugreifen:mrgreen: Ist bei Liam auch immer herrlich- allerdings bleibt er stoisch stehen und nur seine Augen werden iiiiiimmer größer:roll:
 
  • Was ist euch am schwersten gefallen? Beitrag #19
Off-Topic
Ich hab nicht immer Tüten dabei :uups:
Aber :mrgreen:
 
  • Was ist euch am schwersten gefallen? Beitrag #20
Off-Topic
Ich hab nicht immer Tüten dabei :uups:
Hier liegen die inzwischen überall...meine Mutter wollte mir was Gutes tun und hat irgendwann mal 2000 Stück irgendwo bestellt...Das war als ich Liam gerade bekommen hab und ich hab da immer noch ewig viele von:p
 
Thema:

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