- Aufbau des Entspannungssignals Beitrag #1
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Hallo zusammen 
da ich nichts unter dem Entspannungssignal hier im Forum gefunden habe, dachte ich, ich schreibe einmal eine kurze Anleitung für alle die es noch nicht kenne bzw. es selber mal ausprobieren wollen.
Kurz vorab möchte ich sagen, dass jeder Hund es erlernen kann und es sich am meisten für die Besitzer lohnt, die eventuell Probleme mit dem Verbellen von Objekten bzw. mit Aggression zu kämpfen haben. Auch lohnt es sich für Hunde die nie "runterschalten" können und hibbelig sind.
Was ist eigentlich das Entspannungssignal?
Ein Entspannungssignal ist schlicht und einfach eine klassische Konditionierung, d.h. eine Verknüpfung.
Es ist nichts anderes als ein "Versprechen" z.B. von einem Clicker, der ja zunächst einmal im Unterbewusstsein als ein "Versprechen" verankert wird. Er weiß, wenn er das Geräusch hört, dass er eine Belohnung bekommt.
Das gilt auch für das Entspannungssignal. Dieses Signal greift in sein emotionales Zentrum - natürlich vorausgesetzt, das Gefühl der Entspannung wurde richtig Kontitioniert.
Der Hund zeigt ganz einfach ausgedrückt auf ein Signal ein bestimmtes Verhalten. Das Ziel des Entspannungssignals ist es nun, den Hund darauf zu konditionieren, dass er beim Verbellen oder bei Aggressivität runterfährt und sich entspannt.
Nun soll aber der Hund beim Entspannungssignal nicht auf ein Hörzeichen dieses Verhalten zeigen, es soll vielmehr ein Gefühl in ihm auslösen. Wenn man es so sieht, sind wir fiese Menschen die den Hund manipulieren, wir manipulieren schlicht und einfach sein Unterbewusstsein.
Es ist für den Hund kein bewusster Lernprozess, d.h. er kann nicht drüber nachdenken, er wägt auch nicht ab obs gut oder schlecht ist. Es ist schlicht und einfach ein Vorgang unterbewusster Vernüpfungen im Gehirn.
Im Gegensatz findet man dazu die operanten Konditionierung, sprich der Hund muss mitdenken - "sitz" - ich muss mich hinsetzen, "platz" hinlegen usw.
Schön und gut, wie bringe ich dem Hund das bei?
Ganz einfach - immer wieder anwenden im Alltag. Man nehme ein Wort "z.B. Ruhe, Easy, gemütich" und sage es immer, bevor der Hund sich entspannt. Dazu muss man seinen Hund gut kennen und ablesen können, wann er gerade tiefenentspannt ist. Am Anfang kann man es ganz gut mit Streicheln machen (vorausgesetzt, der Hund entspannt dadurch). Immer wenn man ihn streicheln möchte, sagt man bevor man es tut das Wort, z.B."Ruuuhe" und streichelt dann. Er soll das Wort mit dem Gefühl des Entspanntseins verknüpfen. Dieses Wort sollte mit ruhiger Stimme und möglichst auch noch beiläufig ausgesprochen werden, immer wieder in diese Entspannungsmomente hinein.
Ich habe bis jetzt die Erfahrung gemacht, dass so ein Entspannungssignal sehr gut helfen kann wenn der Hund zu sehr erregt ist. Vorallem wenn der Hund nicht mehr ansprechbar ist, kann man mit diesem Wort bzw. mit diesem Signal das Unterbewusstsein ansprechen und somit auch beim Beruhigen helfen. Mein Hund kommt jetzt schneller runter wenn er aus Unsicherheit etwas verbellt, es sitzt noch nicht ganz perfekt aber der Erfolg ist deutlich sichtbar.
Eventuell kann ich ja mit diesem Beitrag jemandem einen neuen Weg zeigen, wie man mit sowas umgehen kann. Es gibt etliche Situationen, bei der man dieses Signal auch noch anwenden könnte, verbellen war jetzt z.B. nur auf meine Situation bezogen.
Ich hoffe, euch hats gefallen.
LG
da ich nichts unter dem Entspannungssignal hier im Forum gefunden habe, dachte ich, ich schreibe einmal eine kurze Anleitung für alle die es noch nicht kenne bzw. es selber mal ausprobieren wollen.
Kurz vorab möchte ich sagen, dass jeder Hund es erlernen kann und es sich am meisten für die Besitzer lohnt, die eventuell Probleme mit dem Verbellen von Objekten bzw. mit Aggression zu kämpfen haben. Auch lohnt es sich für Hunde die nie "runterschalten" können und hibbelig sind.
Was ist eigentlich das Entspannungssignal?
Ein Entspannungssignal ist schlicht und einfach eine klassische Konditionierung, d.h. eine Verknüpfung.
Es ist nichts anderes als ein "Versprechen" z.B. von einem Clicker, der ja zunächst einmal im Unterbewusstsein als ein "Versprechen" verankert wird. Er weiß, wenn er das Geräusch hört, dass er eine Belohnung bekommt.
Das gilt auch für das Entspannungssignal. Dieses Signal greift in sein emotionales Zentrum - natürlich vorausgesetzt, das Gefühl der Entspannung wurde richtig Kontitioniert.
Der Hund zeigt ganz einfach ausgedrückt auf ein Signal ein bestimmtes Verhalten. Das Ziel des Entspannungssignals ist es nun, den Hund darauf zu konditionieren, dass er beim Verbellen oder bei Aggressivität runterfährt und sich entspannt.
Nun soll aber der Hund beim Entspannungssignal nicht auf ein Hörzeichen dieses Verhalten zeigen, es soll vielmehr ein Gefühl in ihm auslösen. Wenn man es so sieht, sind wir fiese Menschen die den Hund manipulieren, wir manipulieren schlicht und einfach sein Unterbewusstsein.
Es ist für den Hund kein bewusster Lernprozess, d.h. er kann nicht drüber nachdenken, er wägt auch nicht ab obs gut oder schlecht ist. Es ist schlicht und einfach ein Vorgang unterbewusster Vernüpfungen im Gehirn.
Im Gegensatz findet man dazu die operanten Konditionierung, sprich der Hund muss mitdenken - "sitz" - ich muss mich hinsetzen, "platz" hinlegen usw.
Schön und gut, wie bringe ich dem Hund das bei?
Ganz einfach - immer wieder anwenden im Alltag. Man nehme ein Wort "z.B. Ruhe, Easy, gemütich" und sage es immer, bevor der Hund sich entspannt. Dazu muss man seinen Hund gut kennen und ablesen können, wann er gerade tiefenentspannt ist. Am Anfang kann man es ganz gut mit Streicheln machen (vorausgesetzt, der Hund entspannt dadurch). Immer wenn man ihn streicheln möchte, sagt man bevor man es tut das Wort, z.B."Ruuuhe" und streichelt dann. Er soll das Wort mit dem Gefühl des Entspanntseins verknüpfen. Dieses Wort sollte mit ruhiger Stimme und möglichst auch noch beiläufig ausgesprochen werden, immer wieder in diese Entspannungsmomente hinein.
Ich habe bis jetzt die Erfahrung gemacht, dass so ein Entspannungssignal sehr gut helfen kann wenn der Hund zu sehr erregt ist. Vorallem wenn der Hund nicht mehr ansprechbar ist, kann man mit diesem Wort bzw. mit diesem Signal das Unterbewusstsein ansprechen und somit auch beim Beruhigen helfen. Mein Hund kommt jetzt schneller runter wenn er aus Unsicherheit etwas verbellt, es sitzt noch nicht ganz perfekt aber der Erfolg ist deutlich sichtbar.
Eventuell kann ich ja mit diesem Beitrag jemandem einen neuen Weg zeigen, wie man mit sowas umgehen kann. Es gibt etliche Situationen, bei der man dieses Signal auch noch anwenden könnte, verbellen war jetzt z.B. nur auf meine Situation bezogen.
Ich hoffe, euch hats gefallen.
LG