- Wenn die Eltern die Hausaufgaben machen Beitrag #1
G
Gast43718
Guest
Irgendwas scheint sich im Verständnis von Schule und Lernen grundsätzlich verändert zu haben, oder ich habe einen Denkfehler.
Wenn in der Schule etwas besprochen wird und eine HA aufgegeben wird, soll der Schüler doch zu Hause überprüfen, ob er im Unterricht alles verstanden hat und es auch selbständig anwenden kann. Hat er Probleme beim Lösen der Aufgabe, heißt das für mich, da wurde etwas grundlegend nicht verstanden, und es muss nochmal erklärt werden, und zwar vom Lehrer. Der ist schließlich der Pädagoge und hat studiert.
Die Praxis sieht aber so grundsätzlich anders aus. Mein Mann sitzt mit seinem 17jährigen Sohn da und löst Mathe- und Englischaufgaben, erstellt komplette Referate und Aufsätze für ihn und recherchiert stundenlang im Internet für eine Hausaufgabe. Hat der Herr Sohn etwas nicht verstanden, wird eher über Nachhilfe nachgedacht und nachts Überstunden beim gemeinsamen Lernen geschoben, anstatt mal darüber nachzudenken, ob im Unterricht nicht aufgepasst wurde, der Lehrer es nochmal anders erklären könnte, oder vielleicht ein Mitschüler, der es besser verstanden hat, nochmal andere Worte dafür finden kann. Auf meinen Vorschlag, dass der Unterricht zum Nachfragen da ist, und eine Hausaufgabe auch gern mal falsch oder nicht gelöst sein kann, weils eben nicht verstanden wurde, gucken mich beide an wie ein Auto.
Bin ich durch 10 Jahre aus der Schule raus schon so altmodisch, dass ich den Zweck des Unterrichts und der Hausaufgaben total verkannt habe, und es ist inzwischen normaler Alltag und so gewollt, dass das Lernen zu Hause statt im Unterricht stattfindet, und die Eltern statt der Lehrer die Pädagogen sind? Für mich ein Ding der Unmöglichkeit.
Ich wäre für eure Meinungen und Erfahrungen sehr dankbar.
Wenn in der Schule etwas besprochen wird und eine HA aufgegeben wird, soll der Schüler doch zu Hause überprüfen, ob er im Unterricht alles verstanden hat und es auch selbständig anwenden kann. Hat er Probleme beim Lösen der Aufgabe, heißt das für mich, da wurde etwas grundlegend nicht verstanden, und es muss nochmal erklärt werden, und zwar vom Lehrer. Der ist schließlich der Pädagoge und hat studiert.
Die Praxis sieht aber so grundsätzlich anders aus. Mein Mann sitzt mit seinem 17jährigen Sohn da und löst Mathe- und Englischaufgaben, erstellt komplette Referate und Aufsätze für ihn und recherchiert stundenlang im Internet für eine Hausaufgabe. Hat der Herr Sohn etwas nicht verstanden, wird eher über Nachhilfe nachgedacht und nachts Überstunden beim gemeinsamen Lernen geschoben, anstatt mal darüber nachzudenken, ob im Unterricht nicht aufgepasst wurde, der Lehrer es nochmal anders erklären könnte, oder vielleicht ein Mitschüler, der es besser verstanden hat, nochmal andere Worte dafür finden kann. Auf meinen Vorschlag, dass der Unterricht zum Nachfragen da ist, und eine Hausaufgabe auch gern mal falsch oder nicht gelöst sein kann, weils eben nicht verstanden wurde, gucken mich beide an wie ein Auto.
Bin ich durch 10 Jahre aus der Schule raus schon so altmodisch, dass ich den Zweck des Unterrichts und der Hausaufgaben total verkannt habe, und es ist inzwischen normaler Alltag und so gewollt, dass das Lernen zu Hause statt im Unterricht stattfindet, und die Eltern statt der Lehrer die Pädagogen sind? Für mich ein Ding der Unmöglichkeit.
Ich wäre für eure Meinungen und Erfahrungen sehr dankbar.