Wenn die Eltern die Hausaufgaben machen

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  • Wenn die Eltern die Hausaufgaben machen Beitrag #21
@Nienor: klingt das nicht was egoistisch? Egal ob alle anderen es versemmeln hauptsache ich komm durch? Schule ist doch dafür da um zu lernen und ein Lehrer um es den Schülern beizubringen.

In der Ausbildung hatte ich 2 Typen Lehrer;

Einmal die die unbedingt ihren Stoff durchhauen wollte, über 95% der Klasse hatte 3er oder schlechter, nur die ´Intelligenten´ hatten einser. Der waren alle Schüler furz egal, die die einser schrieben das war natürlich ihr Verdienst, der Rest war hohle Dummköpfe die sich nicht angestengt haben.

Und einmal eine bei der wir immer etwas hinter hergehinkt sind mit den Stoff im gegenzug dessen aber 95% der Klasse 3er oder besser hatte.

Und ich persönlich brauche auch einen Lehrer der mir das erklärt notfalls 20mal, hab mein Abschluss damals sehr gut abgeschlossen und dennoch lerne ich besser mit jemanden der es mir erklärt und nicht mich alleine durchwursteln lässt-
 
  • Wenn die Eltern die Hausaufgaben machen

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  • Wenn die Eltern die Hausaufgaben machen Beitrag #22
Lehrpläne sind dazu gedacht, eigentlich alle durch zu bringen.
Wenn es welche nicht wollen, dann soll man mit denen auch keine Zeit verplempern.

Sorry, aber die sind egoistisch, wenn sie dafür sorgen, dass alle anderen keine Chance haben, den kompletten Lehrplan gelehrt zu bekommen. Wenn die sich dann vor den Prüfungen hisetzen müssen, um die Kapitel durchzuackern ohne die Möglichkeit, Lehrer bei Verständnisproblemen zu fragen.

Ich hab einfach mit solchen Dumpfbacken in der Schule zu viele schlechten Erfahrungen gemacht.
Auch mit Gruppenarbeit - das sogar im Studium. Genau solche, die bremsen, machen dann ihren Anteil bei Gruppenarbeit nicht und ziehen alle in der Gruppe mit den Noten runter.
Und machen kann man nichts, nicht mal die Lehrer, denen sind die Hände gebunden.
Was wollen solche Leute mit Abi ? Studieren ? Die überleben kein Semester, denn bei den Profs zählt endlich Leistung. Und die ersten Semester wird genau sowas dann schön ausgesiebt.
Solche Schüler müssen aber eigentlich vorher auf die Fresse fallen, damit sie sich endlich auf den Hosenboden setzen und was aus ihrem Leben machen.

Ich rede nicht von solchen, die wollen und nicht verstehen. Für solche Schüler ist Zeit. Aber das waren die wenigsten. Das waren die paar, denen ich auch mal Dinge erklärt habe, wenn sie fragten.
Aber wer sich hinsetzt, sagt, das Fach ist scheisse, und keinen Bock auf Schule und Lernen hat, der gehört nicht auf dem Gymi mitgezogen, was die Kuschelpädagogen dann trotzdem machen.
 
  • Wenn die Eltern die Hausaufgaben machen Beitrag #23
Off-Topic
Ich als Sozialarbeiterin hasse das Wort "Inklusion" im Übrigen auch schon in der Theorie. Absoluter Schwachsinn, da haben wir sogar schon an der Uni Stunden drüber diskutiert...
 
  • Wenn die Eltern die Hausaufgaben machen Beitrag #24
Nienor, auch wenn Du jetzt im Nachtrag erklärst, wie Du das meinst, klang Dein erster Text schon recht hart.
Natürlich ist es klar, dass man Faulpelze nicht mit durchziehen soll. Und natürlich gibt es auch immer welche, die es auch nach ewigen Erklärungen nicht verstehen.
(Aber wenn man Deinen ersten Text so liest, dann könnte ich auch sagen: "Warum sind die alle ins 2. Schuljahr gekommen? Ich konnte mit 3,5 Jahren lesen - hey, ich musste meine gesamte Grundschulzeit auf die warten, die es mühsam noch lernen mussten. Und ja, ich habe mich tödlich gelangweilt - sowas wie "innere Differenzierung" gab es damals noch so gut wie gar nicht...")
Erstere dürfen gern auf die Nase fallen, Letztere müssen dann wohl oder übel doch besser eine andere Schulform wählen.
Solche gab´s übrigens bei mir in der Stufe nicht; die haben sich alle Mühe gegeben, und auch die allermeisten Lehrer haben sich Mühe gegeben. Die, die auf der Strecke geblieben sind, sind das dann wirklich, weil sie einfach überfordert waren, und nicht, weil sie nicht wollten...

Fakt ist aber auch: Die Anforderungen werden immer geringer (ja, ist so!) - weil die Leistungen allgemein auch immer schwächer werden... Das kann man chronologisch von Jahrgang zu Jahrgang verfolgen....
Mit dem, mit was man heute sein Abi macht, hätte man damals nicht mal ´nen Appel und ´nen Ei bekommen (mit damals meine ich jetzt so ca. vor 40-50 Jahren, damit meine ich noch nichtmal "meine Zeit" (Abi 1992) - da war das Niveau auch schon deutlich gesunken.

Off-Topic
@Infano: DANKE! Jetzt suche ich den "Gefällt mir"-Button ;)
 
  • Wenn die Eltern die Hausaufgaben machen Beitrag #25
Die Langeweile hat mich nicht mal gestört, wir hatten immer was anderes nebenbei zu tun - eben nichts Schulisches :003: Besonders im Englisch-Unterricht. Solang wir ruhig waren und mit unseren Aufgaben fertig, wars dem Lehrer egal.

Aber dass die Lehrpläne nicht geschafft wurden, das nervte tierisch .. und das wurde dann jedes Jahr mehr, was wir aus dem Vorjahr noch erst erledigen mussten, eh die neuen Bücher angefangen werden konnten ..
Dass so im Geschichtsunterricht nie richtig das dritte Reich durchgearbeitet wurde (einmal haben wirs sogar übersprungen, weil der Lehrer die DDR interessanter fand Oo - beim zweiten Mal war gerade mal die Weimarer Republik gestartet, als dann die Abi-Prüfungen kamen), ist mehr als fatal, wenn man sich die deutsche Gesellschaft anschaut ..
Adolf war ja so ein Toller .. Hilfe. Da hilft einem ein Wisch mit Schriftzug Abitur auch nichts, wenn da Grundlagen zeitlich nicht vermittelt werden können.
 
  • Wenn die Eltern die Hausaufgaben machen Beitrag #26
Ich bin in Geschichte auch nie bis zum Ende 2. WK gekommen.
So hat mich das alles nie gestört. Als wir an der FOS dann allerdings anfingen, im Englisch-Unterricht mit den Zeiten anfingen und einige schon an der einfachen Vergangenheit scheiterten... naja :roll:
 
  • Wenn die Eltern die Hausaufgaben machen Beitrag #27
Ich weiß um ehrlich zu sein nicht, wie das in meiner Grundschulzeit war. Ich hatte eine ziemlich gute Lehrerin und weiß, dass sie im Unterricht häufig Leute dran genommen hat und Aufgaben lösen ließ, bei denen sie wusste, dass sie etwas nicht können. Sie hat also mit Sicherheit nie versucht, die Leute schleifen zu lassen, damit die Eltern dann später ran müssen. Aber wir waren damals schon über 20 Kinder, da haben solche Methoden zeitlich gesehen natürlich auch ihre Grenzen, wenn es einen Lehrplan gibt. Ich weiß, dass ich damals schon für Mathe länger gebraucht hab als für andere Fächer und dementsprechend öfter mal dran kam und Sachen erklären oder lösen musste. War eine gute Taktik ihrerseits, da ich eher zu den Kindern gehörte, die versuchten sich aufzulösen ;)

Die Lehrer in meiner weiterführenden Schule waren dann einfach unfähiges Pack. Oder zumindest viele davon. Entweder kamen sie einfach über Monate nicht zur Schule (und sind dann teilweise erst nach 10 Jahren "gegangen worden") oder waren eingefahren und sind dann wirklich nach der Methode "verstehst du nicht? Du bist einfach nur faul" gegangen, damit man bestimmte Dinge kein zweites Mal erklären muss. Hinzu kam dieses beinahe erdrückende "wir müssen uns dringend an den Lehrplan halten und wenn ihr Methoden verwendet, die zum selben Ergebnis führen, bekommt ihr trotzdem eine 6, weil es nicht die Methode aus dem Lehrplan ist".

Ich muss gestehen, dass ich den Sinn von Hausaufgaben nie verstanden habe. Manchmal haben wir in einem Fach so viele aufbekommen, dass man sie in der kommenden Stunde nicht besprechen konnte, weil man nicht genügend Zeit hatte. Die Aufgaben dienen ja zur Wiederholung und dem Schritt, etwas anwenden zu können, was man gerade gelernt hat. Aber wenn diese Aufgaben am nächsten Tag von niemandem mehr überprüft werden, wie weiß ich dann, ob ich es wirklich verstanden hab?

Das Problem ist, dass nicht jeder Lehrer sein kann, der es darf (wenn ich vor allem bedenke, wer aus meiner ehemaligen Klasse Lehramt studiert, wird mir schlecht :roll: Komisch, dass dort im Studium mal nicht mehr aussortiert wird, sondern viele durchkommen - zumindest in der Uni meiner Stadt). Wir hatten ein paar wenige Lehrer, die eine Gabe hatten, zu unterrichten. Damit meine ich nicht geduldiges Auftreten und erklären bis zum Umfallen. Die haben gelehrt, dass es wirklich jeder irgendwie verstanden hat. Wir hatten eine Englischlehrerin in der 8. Klasse, die so toll war, dass wir nach einem 3/4 Jahr mit dem Stoff durch waren und die restliche Zeit brachte sie Englischbücher mit, von denen sich jeder eines aussuchen und lesen konnte. Und das haben alle gemacht - weil sie Bock drauf hatten. Da gab es auch so gut wie nie Hausaufgaben, weil sie als Native Speakerin eh nicht so angetan war von dieser Mentalität, man müsse die Schulgrammatik 1:1 beherrschen, sondern empfand vor allem das Lesen und Sprechen wichtig.
 
  • Wenn die Eltern die Hausaufgaben machen Beitrag #28
im Englisch-Unterricht mit den Zeiten anfingen und einige schon an der einfachen Vergangenheit scheiterten... naja :roll:

Oh ja! Ich weiß, was du meinst. Als ich vom Gymansium auf die Pferdewirtschaftsschule gewechselt bin, hat mich fast der Schlag getroffen. ich war es gewohnt einen vor den Kopf geworfenen Satz grammatikalisch in Tempus, Kasus und co. zu zerlegen. Und ich habe mich in der Pferdeschule so gelangweilt. Wir haben in der ersten Stufe die Grundrechnungsarten (+.-, etc.) durchgemacht und selbst da hatten Leute eine 4 auf die Schularbeiten".
Das war wirklich....heavy.
Und zwar nicht weil, sie es nicht konnten, sondern weil sie zu faul waren. Im zweiten Semester der ersten Stufe kam dann der Taschenrechner dazu und in den kommenden 4 Jahren durften wir auch allerleichteste Sachen mit dem Teil rechnen. :eusa_doh: Und trotzdem gab es schlechtere Noten als ne 4....
Von Vektoren oder gar Algebra keine Spur in der Schule.

Genauso sah es auch in anderen Fächern aus, in Religion zum Beispiel. Da saßen Schulkollegen vom Haarefärben in der Pause noch mit Alufolie am Kopf in den Räumen und der Lehrer hat nichts gesagt. Gar nichts.
Auch Englisch, Deutsch und co. war für mich reine Verblödung. Ich konnte nachher weniger Englisch als vorher, dabei habe ich englisch geliebt und nur durch die USA Aufenthalte habe ich jetzt wieder nen relativ guten Stand. (Zitat unserer Englischlehrerin: "I like to be a butter bread" :roll:

Das einzig Interessante war der Reitunterricht und die ganzen Fächer wie Pferdehaltung, Pferdezucht, Fahrtheorie, Praxis Fahren...die Allgemeinsachen waren einfach nur pure Verdummung.

Mir tun heutzutage ehrlich die Lehrer leid. Wie manche Schulkollegen die Lehrer gemobbt haben - unglaublich. Wir hatten einen einzigen guten Lehrer, der hat war freundlich, offen, mit dem konnte man gepflegt und sachlich diskutieren...der hat aber auch einfach mal nen neu gekauften Tacker hochgehalten und "Deckung!" gerufen.
Menschlich/Erziehungstechnisch war er wirklich ein super Lehrer da er sich für jeden wirklich Zeit genommen hat.

Unser Lehrer in Landwirtschaft hingegen (was ja nicht so schwer ist) hat uns bei Fragen immer nur das selbe gesagt: "Es ist halt so!"

Fazit...die ganze Klasse hat absichtlich ne Schularbeit manipuliert, keiner hat was besseres geschrieben als ne 4, damit die Eltern/Schulleitung auf den Lehrer mal aufmerksam wurden und er wurde dann von oben dazu genötigt uns die Sachen besser zu erklären. War zwar ne fiese Aktion von uns...hat aber super geholfen :mrgreen:

Hausaufgaben hat bei mir keiner gemacht. Mutter war von 8 bis 22 Uhr arbeiten und als Alleinerziehende außer Haus, da musste ich selbst durch.
 
  • Wenn die Eltern die Hausaufgaben machen Beitrag #29
Das ist dann wohl das ewige Thema "Lehrer/Schüler"...
Es gibt Lehrer, die finden die SchülerInnen einfach toll, es gibt welche, die finden sie einfach doof...
Das hängt noch nichtmal von der Fachkompetenz ab, sondern eben davon, wie die Lehrer mit den SchülerInnen umgehen. Das kann man lernen - aber man braucht auch ein gewisses Gespür dafür, sonst klappt es nicht.

Was die Selektion an "guten/schlechten" Lehrern betrifft:
Bestes Beispiel mein Studium: Mathematik (Lehramt Grundschule, versteht sich) - was die uns da um die Ohren gehauen haben, war nicht mehr feierlich, da sind selbst Mathe-LKler gnadenlos gescheitert und der Vater des Freundes einer Studienkollegin, seines Zeichens Mathelehrer am Gymnasium, konnte uns nicht erklären, was die da von uns wollten. In der ersten Vorlesung wurde uns direkt gesagt: "Machen Sie sich keine Hoffnungen, 80% von Ihnen fallen eh durch die Klausur."
Ende vom Lied war: In den Vorlesungen habe ich nicht ein Wort verstanden (meine KommilitonInnen auch nicht), wir hatten dann noch Übungen dazu - da schon etwas weniger Bahnhof, aber immer noch Panik hoch 3 - und die Klausur war dann Pipifax... Primzahlzerlegung und so´n Kram. Also nix mehr mit den ganzen Beweisen und der grauen Theorie, sondern wirklich praktisches Rechnen - aber der Prof hatte Recht, es sind wirklich 80% der Leute durchgefallen. Darunter auch meine Freundin, die rein vom Pädagogischen her eine wirklich gute Lehrerin geworden wäre, die aber an diesem Selektionsprinzip gescheitert ist. Von all´ dem, was ich an der Uni zum Thema Grundschullehramt gelernt habe, brauche ich in der Praxis vielleicht maximal 5%.
Daher halte ich diese Ausbildung schon für völlig verkehrt. Theoretisches Grundwissen sollte vorhanden sein, klar - aber der Schwerpunkt sollte auf der Praxis liegen (das kommt aber so allmählich, die Studenten müssen immer mehr Praktika machen, auch mit Beurteilungen - so können sie jetzt vielleicht schon nach wenigen Semestern feststellen, dass das doch nix für sie ist - als wenn sie erstmal 4-5 Jahre studiert haben, ins Referendariat gehen und DANN erst merken, dass es nicht passt....)

Natürlich steht und fällt viel mit dem entsprechenden Lehrer - dazu kommt aber eben auch die Intelligenz und der Leistungswille der SchülerInnen... und das Ganze muss dann kombiniert werden - sprich, der Lehrer muss unterscheiden können, wer nicht will und wer nicht kann.... und muss Rücksicht nehmen auf die, die nicht können (aber dann auch den Mut haben, zum passenden Zeitpunkt zu sagen: "Es geht nicht mehr an dieser Schulform") und mit denen, die nicht wollen, entsprechend Tacheles reden...

LG, seven
 
  • Wenn die Eltern die Hausaufgaben machen Beitrag #30
Ende vom Lied war: In den Vorlesungen habe ich nicht ein Wort verstanden (meine KommilitonInnen auch nicht), wir hatten dann noch Übungen dazu - da schon etwas weniger Bahnhof, aber immer noch Panik hoch 3 - und die Klausur war dann Pipifax... Primzahlzerlegung und so´n Kram. Also nix mehr mit den ganzen Beweisen und der grauen Theorie, sondern wirklich praktisches Rechnen - aber der Prof hatte Recht, es sind wirklich 80% der Leute durchgefallen. Darunter auch meine Freundin, die rein vom Pädagogischen her eine wirklich gute Lehrerin geworden wäre, die aber an diesem Selektionsprinzip gescheitert ist. Von all´ dem, was ich an der Uni zum Thema Grundschullehramt gelernt habe, brauche ich in der Praxis vielleicht maximal 5%.

Das klingt ja ganz nach meinem Studium. Im ersten Semester haben sie Obersten das Minimum fürs Bestehen im Nachhinein noch um 20% nach unten korrigiert, damit wenigstens 30% unseres Jahrgangs bestehen. Und ich frage mich immer noch, wozu ein Psychologe so dringend Latent-State-Trait-Theory und Item-Response-Theory braucht, wenn er nicht zwingend Testkonstrukteur werden will. Aber an diesem Mist bin ich damals gescheitert nach meinen 13 Semestern. Und ich bilde mir ein, so eine schlechte Psychologin wäre ich nicht geworden... in meinen Vertiefungsfächern Klinische, Pädagogische und Entwicklungspsychologie stand ich 1 bis 2. Aber über so einen Sch**** musste sich ja unsere Fakultät nach der Wende profilieren, um nicht wegen ihrer Mitarbeit an Stasi-Verhörmethoden ganz gestrichen zu werden. Gaaaanz wichtig für die spätere Arbeit, so ein Kram. :eusa_doh:
 
  • Wenn die Eltern die Hausaufgaben machen Beitrag #31
Mit SOL werde ich auch gerade konfrontiert, meine Frau macht nämlich jetzt eine Weiterbildung zur Praxisanleiterin in der Krankenpflege - sie ist seit 25 Jahren in ihrem Beruf und war jetzt völlig geschockt, was sich in der Ausbildung für die Azubis alles geändert hat - sie kennt es halt so: "Ich erkläre, Schüler macht." Jetzt ist es so: "Ich sage, was Schüler machen soll, und er muss selbst rausfinden, WIE er es macht." Das kostet natürlich unheimlich Zeit

Ja schön wärs... Ich lerne auch Krankenpflege und bei mir ist es bisher so gewesen das ich nur wusste wann der/diePraxisanleiter/in kommt und welche Patienten ich zu versorgen habe und dann hieß es am Anleitungstag immer nur: "Arbeite einfach so wie immer, ich schaue nur zu und schreibe mir was auf und wenn du nicht weiter weist frag mich." Ich hab dann einfach mal losgelegt und ganz am Ende wurde dann besprochen was gut war bzw wo ich noch Fehler gemacht habe und wie ich die besser machen kann.
Letztens hat sich eine PA mal richtig Zeit für mich genommen und da konnte ich endlich mal alle meine Fragen richtig intensiv klären, das war echt gut aber selbst da war nach einiger Zeit einfach Schluss weil die anderen Schülerinnen natürlich auch ihre Zeit wollten :roll:
 
  • Wenn die Eltern die Hausaufgaben machen Beitrag #32
Ich find es cool, dass dein Freund seinem Sohn überhaupt noch helfen kann. Ich bin 11. Klasse und mir kann niemand mehr helfen ^^

Was Schule, hausaufgaben etc. allgemein betrifft. Man versucht irgendwie in dem System einen Platz zu finden und da halbwegs gut bei abzuschneiden.
Abi macht ja sowieso jeder Depp und die Lehrer werden immer älter und somit bescheuerter. Da wird man von manchen Lehrern gemobbt, von anderen mit ihren Blicken ausgezogen.
Und dann gibt es da diese hochmotivierten frischen Lehrer. Ich habe gerne bei denen Unterricht, weil die noch Spaß an ihrem Job haben obwohl einige auch mit unserer Unsicherheit überfordert sind.

seven, so wie du es beschreibst stellt man sich Schule vor. Aber dafür fehlt ja leider die Zeit. Ihr habt 2 Monate lang Ausfall, weil ein Lehrer krank ist? Pech gehabt. Ihr seit freiwillig hier und hättet mal arbeiten gehen sollen um dem Staat nicht noch mehr zu kosten. Vertretung gibt es nicht. Hitzefrei? Nö. Hockt doch bei 30grad im Klassenzimmer. Wir bezahlen die Lehrer doch nicht dafür, dass sie die Schüler nachhause schicken.

Und ja den Sinn von Hausaufgaben werde ich nie verstehen. Manchmal find ich es okay, weil man selber merkt, dass man da noch was üben müss. Aber wenn es dann heißt "Fertige ein Plakat in A3, besser in A2 an" die Zeit dafür beträgt dann 3 Tage. Ich hab ja kein Leben, kein Wochenende oder so.
Ich geh eigentlich gerne zur Schule aber manchmal will man einfach nur noch heulen und verstehen wieso es einige Lehrer einem dann noch schwerer machen müssen.

Die Hausaufgaben von deinem Stiefsohn würde ich wohl nicht machen ^^ soll er doch zusehen, wie weit er kommt, wenn ihr ihn einfach machen lässt :D
 
  • Wenn die Eltern die Hausaufgaben machen Beitrag #33
Hey,

bei uns wars stark lehrerabhängig. Manche waren so versessen auf die dämlichen Hausaufgaben das war schon nimmer feierlich. Die hätten uns auch ohne Arbeiten nur anhand der Aufgaben beurteilt :roll: Doof wenn man auf die Arbeiten durch die Bank nen reinen 1er-schnitt hat, in 5 Jahren aber vielleicht 10 Hausaufgaben abgegeben hat:mrgreen: Egal, Matura gabs dann eh ne 2. Dies war aber auch nur die Leistung einer sehr guten Nachhilfe- meine eltern sind selber Einwanderer und hätten sich gehütet mir bei Deutsch (oder englisch, sie hatten als Kind in der Schule Russisch) zu helfen.

Als ich "jung", also so Volksschule (Grundschule in D?) war oder anfang Gymnasiu hat mein Vater mir noch geholfen mit den Mathe-Hausaufgaben. Und beim Schönschreiben saß meine Mutter immer daneben und hat mit mir geübt. Nur irgendwann machte mich mein vater wirrer als ich eh schon war :lol: Da hab ichs dann vorgezogen alleine oder gar keine Hausaufgaben zu machen.


Rein vom Schulsystem her war ICH nicht unzufrieden, das liegt aber sicherlich auch daran dass wir eine Privatschule waren und die Lehrer da konsequenter "ausgemistet" haben. Wer schon offensichtlich anzeigte er hat keinen Bock wurde nicht gezwungen zu bleiben ;) Mathe hätt mir sicherlicher kein Lehrer besser erklären können- es ist und bleibt mein absolutes Hassfach:silence:


Off-Topic
leute, ihr beschwert euch? ich muss fürs Studium im ersten Semester bereits s.g "Steops" machen. Also 2 Prüfungen mit je 4 Fächern inhalt. Und zwar alle Fachrichtungen der Biologie. Egal ob ich nun Zoologie machen will oder was anderes, ich MUSS auch Genetik, Biochemie, Mikrobiologie und Zellbiologie bestehen. Daran scheitere ich momentan erfolgreich :evil:
 
  • Wenn die Eltern die Hausaufgaben machen Beitrag #34
die Lehrer werden immer älter und somit bescheuerter. Da wird man von manchen Lehrern gemobbt, von anderen mit ihren Blicken ausgezogen.

Sorry, aber das finde ich unter aller Kanone!

@Ivy: Studium ist was anderes als Schule. Da wird ein hohes Maß an Eigenengagement und Selbstständigkeit sowie die Bereitschaft zur 80h-Woche schlicht vorauzsgesetzt. Und ich weiß noch aus Erfahrung, dass das erste Semester immer das Schlimmste ist... egal was man wo studiert.
 
  • Wenn die Eltern die Hausaufgaben machen Beitrag #35
Sorry, aber das finde ich unter aller Kanone!

Bist du Lehrer ? Also bei uns haben die älteren alle keine Lust mehr und erzählen uns oft, wie sehr sie sich schon auf ihre Rente freuen.
Ich meine, man hört ja nicht ohne Grund andauernd das Lehrer im Unterricht anfangen zu heulen oder die Schüler beleidigen. ich denke der Job macht einfach krank, wenn man an der falschen Schule landet.
 
  • Wenn die Eltern die Hausaufgaben machen Beitrag #36
Ich bin kein Lehrer, nein, aber ich habe mal irgendwann gelernt, dass man nicht vom Einzelerlebnis oder von der eigenen Erfahrung generalisierend auf alle schließen sollte. Kennst du das Sprichtwort, nicht alle über einen Kamm scheren?
Wäre ich Lehrer wie seven, und engagierte mich mit Herzblut für meine Schüler, deine Aussage wäre eine Ohrfeige für solche Menschen, die Tag für Tag alles geben. Durch solche Klischees wie von dir verbreitet leiden viele Berufe unter einem schlechten Image. Eine Herabwürdigung solcher Arbeit wie von dir ist Kindergartenniveau.
Es ist schade, dass deine Lehrer unmotiviert sind, und das tut mir auch Leid für dich; aber das auf alle zu übertragen, ist mehr als nur naiv und, auf deutsch gesagt, eine Frechheit.
 
  • Wenn die Eltern die Hausaufgaben machen Beitrag #37
Off-Topic
Und ich weiß noch aus Erfahrung, dass das erste Semester immer das Schlimmste ist... egal was man wo studiert.

*g* Für mich war es das zweite Jahr bzw. das vierte Semester. Im ersten Semester ist man zwar mit dem Pensum erst einmal überfordert, aber das wahre Ausmaß habe ich dann im vierten Semester kennengelernt. Am schlimmsten war es immer, dass einem alle vom "Studium - schönste Zeit" erzählen wollten, während ich mich gefragt hab, was toll daran ist, 3 Klausuren an einem Tag und ca. 7-10 in einer Woche zu schreiben :lol: Studium ist auch ein bissi fernab vom Leben. Gerade bei meinem Praktikum im 3. Jahr habe ich dann gemerkt, dass dieses Leistungspensum eher selten gebraucht und verlangt wird. Da bekam man dann für Präsentationsvorbereitungen und Exceltabellen mehrere Stunden Zeit, obwohl man nach 10 Minuten fertig war, weil man durchs Studium gelernt hat, möglichst schnell und effizient zu arbeiten. :lol:

Grund- bzw. Bachelorstudium ist halt immer alles im Grundlagenbereich, auch wenn man sich dafür nicht interessiert. In meinem Umkreis waren dann viele im Master zufrieden, als sie sich spezialisieren konnten. Lohnt sich also bis dahin durchzuhalten. :)
 
  • Wenn die Eltern die Hausaufgaben machen Beitrag #38
Ich kenne das auch oft so: Versteht man was nicht, hat man Pech gehabt. Wenn man fragt, hat man ebenso Pech gehabt, da eißt es oft, man solle doch einen Mitschüler fragen ^^
Das war auf dem Gymnasium...

Dann war ich vor den Ferien mal für kurze Zeit auf einer Realschule: Die Lehrer wahren super! Die haben toll erklärt, und haben vor allem auf mich mit meiner Agoraphobie echt ganz toll Rücksicht genommen.

Die auf dem Gymnasium hat es gar nicht interessiert, dass ich seit Mittte der 10. Klasse nicht mehr da war ^^
Ein Lehrer hat sogar kurz vorher (als ich schon oft gefehlt habe) quasi gesagt, dass es ohne mich sowieso besser ist.
Und mein damaliger Mathelehrer (und leider auch Klassenlehrer) hat mich Asozial genannt, weil ich ein paar mal ein paar Minuten zu spät kam und ich dadurch ja mit Absicht den Unterricht stören würde ^^

Mein Fazit: Mein Gymnasium war ganz schlimm, die Realschule super :)

Hingehen kann ich momentan leider nirgendwo...
 
  • Wenn die Eltern die Hausaufgaben machen Beitrag #39
Studium ist was anderes als Schule. Da wird ein hohes Maß an Eigenengagement und Selbstständigkeit sowie die Bereitschaft zur 80h-Woche schlicht vorauzsgesetzt. Und ich weiß noch aus Erfahrung, dass das erste Semester immer das Schlimmste ist... egal was man wo studiert.

Genau deshalb sollte die allgemeine Hochschulreife auch wieder höher angelegt werden.
An eine gewisse Selbstständigkeit kann man die Schüler auch schon in der Oberstufe gewöhnen und auch da schon rausfiltern, was keinen Bock hat.
Ist bei uns definitiv nicht passiert.

Mein Gymnasium war ganz schlimm, die Realschule super :)

Ich bin ja der Ansicht, dass das so auch korrekt ist. Die Gymnasiasten sollten aufs Studium vorbereitet werden, wer sich dafür nicht eignet, der kann gern auf der Realschule intensiver betreut und angeleitet werden. Ist ja auch nichts verwerfliches, nicht jeder eignet sich für ein Studium oder will unbedingt diesen Weg gehen. Muss er auch nicht.
Aber dass viele Lehrstellen nur noch an Abiturienten vergeben werden und sich immer mehr durch Abi quälen, nur um eine Ausbildung zu bekommen, ist auch eine Entwicklung, die so nicht funktioniert.

Genetik, Biochemie, Mikrobiologie und Zellbiologie

Zellbio hat bei uns im ersten Semester viel ausgesiebt (die Prüfung sah harmloser aus, als sie war. Ich hab echt drei Kreuze gemacht, dass ich die bestanden hatte). Genauso wie die physikalische Chemie. Danach kamen dann die botanischen Kurse .. und scheinbar auch die Mathematik - selbst bei der Open-Book-Prüfung sind welche durchgerasselt, was ich nun gar nicht nachvollziehen kann.
An der organischen und Biochemie sind dann in den weiteren Semester auch noch reichlich gescheitert, sodass nach dem Grundstudium (4 Semester) schon deutlich ausgesiebt war, als wir in die Blockkurse des Fachstudiums durften. Nach dem Bachelor sind dann auch noch viele gegangen.

Aber ich finde die Grundlagen nicht schlecht - man weiss nicht, wohin der Arbeitsmarkt einen führt. Stellen für reine Zoologen kann man scheinbar an einer Hand abzählen, da braucht man schon auch andere Kenntnisse.
 
  • Wenn die Eltern die Hausaufgaben machen Beitrag #40
Ich habe in der Vergangenheit meinem Sohn oft bei den Hausaufgaben geholfen. ABer in der Art, dass ich ihm nicht alles vorgekaut habe, sondern ich habe stets versucht, ihn selbst draufzustossen, ihm Denkanstösse zu geben, ihm dabei Unklarheiten aufzuklären. Bei Referaten habe ich meistens Korrektur gelesen, und wenn ich auf interessante Artikel stiess, die mit REferaten von Junior zu tun hatten, habe ich ihm diese zugeschickt oder ausgedruckt. Habe Tipps gegeben, was Formulierungen angeht und die Form. Aber schreiben musste er dann alles selbst. Gut, wenn ich dann Schreibfehler oder Grammatikfehler entdeckte, die hab ich ihm dann korrigiert und ihn extra drauf hingewiesen, wo der Fehler war.

Inzwischen ist der Knabe 15 und ehrlich gesagt, kann ich ihm nur noch wenig helfen. In Mathe schonmal garnicht. Da machen sie inzwischen Dinge, bei denen ich damals in der Schule schon kapituliert hatte. Von Physik und Chemie schonmal ganz abgesehen. In Spanisch und Deutsch machen sie eh praktisch nur noch Aufsätze, da kann ich nicht helfen, und bei Englisch korrigiere ich, soweit ich kann. Vor Klassenarbeiten setz ich mich immer den Tag vorher mit ihm hin und höre ihn ab. Aber ich glaube, das macht wohl jeder, der Kinder hat.
 
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