- Ganz vorsichtige Überlegungen wegen einem Hund Beitrag #221
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Ja, ich kann das aus "eigener Erfahrung" sagen. Ich durfte mittlerweile einige Flats kennenlernen, im ganz normalen Leben und auf Hundeausstellungen. Und die Hunde waren ausnahmslos hibbelig, nervös, wie auch immer. Hunde, die auf kleine Reize schon heftig (wenn auch freudig) reagieren. Das wirst du so auch sicher nicht im Rassestandard finden (da nennt sich sowas eher "Überschwänglichkeit" und "lebensfroh"), aber das Gespräch mit verschiedenen Haltern bestätigt das.Ich finde es ehrlich gesagt immer schlimm, wie man durch Internetrecherchen oder Bücher behaupten kann, eine bestimmte Rasse IST so und so. Oder kannst du das aus eigener Erfahrung heraus sagen? Aber wie viele Flats müsstest du dann persönlich kennen, dass du von 'Standart' sprechen kannst?
Zur Internetrecherche an sich: Nicht das schlechteste, was man machen kann. Viele Dinge erfährt man erst, wenn man die Hunderasse + irgendwelche Probleme durch Google jagt oder mit Trainern der Rasse spricht. Klar, sollte man die Hunde vorher kennenlernen, aber hier wird doch nach "Rasseempfehlungen" gefragt!
Der Flat gehört immer noch zu den Hunden, die für die Jagd gezüchtet werden. Wenn man sich das mal wirklich bewusst macht, dann sagt das schon einiges aus.
Stimmt, ist nicht typisch. Auch wenn du es nicht glauben willst.Auch ich kenne tatsächlich nur einen und die entspricht dann wohl 0,0 deinem Standart. Das ist so ca. der treutütteligste Hund, den man sich vorstellen kann. Eine Seele von Hund
Das sind aber doch AUSNAHMEN. Du kannst doch nicht davon ausgehen, einen Border Collie zu bekommen, der nicht hüten will (ach, Showlinie sei dank, davon gibt es leider Gottes mittlerweile einige - bzw. wollen die schon, sind aber zu dämlich dafür) oder einen Kangal, der allen Menschen freudig um den Hals fällt! Die Hunde sind genetisch auf ihren Job programmiert. Wenn sie anders sind, gut, dann ist es so - darauf sollte man aber nicht hoffen, sondern zu einer passenderen Hunderasse wechseln. Viel eher sollte man doch den "worst case" der typischen Hunderasse annehmen.Der Flat ist hibbelig, der Border muss hüten, der Terrier fährt immer hoch...
Standart hin oder her. Es ist nicht jeder Hund gleich und es ist bei weitem keine 'Ausnahme' einen anderen Vertreter dieses 'Standarts' zu finden. Es gibt sehr wohl einige, die komplett anders sind und das bei jeder Rasse.
.So habe ich auf dem Hundeplatz momentan 3 Golden, die ich hier der TE sicher NICHT als Ersthund empfehlen würde. Oder doch? Vielleicht schon, weil das alles Sache der Erziehung ist und man jeden Hund versauen kann. Egal ob Flat, Aussie oder Golden
Nein. Es ist nicht alles Sache der Erziehung. Hunde haben tatsächlich auch sowas wie eine Persönlichkeit, Genetik spielt mit rein, usw. Ein Hund mit schlechten Nerven, hat schlechte Nerven, ein Hund mit einem hohen Aggressionspotential neigt eher dazu nach vorne zu gehen und ein Hund, der Jahrhunderte für die Jagd gezüchtet wird/wurde, hat Interesse an Wild.
Ein Aussie, der Menschen stellt, Gegenstände bewacht und für Fremde nichts übrig hat, ist nicht "versaut" sondern entspricht dem, was er sein soll! Ein Dackel, der fährten nachgeht und jagt, ist auch nicht versaut, sondern normal!
Ein Kangal, der es unlustig findet, wenn man in sein Territorium eindringt ist auch nicht versaut, sondern völlig normal.
Diese Eigenschafte/Eigenheiten sind bei den Hunden gewünscht!
Warum kann man das nicht akzeptieren? Warum müssen Hunde so ein Einheitsbrei sein? Jeder Hund muss zu jedem passen, mit der richtige Erziehung und Beschäftigung klappt das bestimmt... blablabla. Mein Gott, verändert doch nicht die Hunde, sondern sucht euch passende Hunde aus!