Kaninchendame Gesäugetumor

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  • Kaninchendame Gesäugetumor Beitrag #1
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Hallo Zusammen,

heute war ich mit meiner Zwergkaninchendame Luzi (7 1/2 Jahre alt) beim Tierarzt. Hatte am Mittwoch eine Verhärtung (ca. 20 Cent Stück groß) am Unterbauch festgestellt welche sich nicht nach geschwollenen Zitzen anfühlte. Heute dann die Bestätigung des Tumors.
Ich habe direkt eine Röntgenaufnahme machen lassen um ausschließen zu können dass sich Metastasen gebildet haben.
Zum Glück war die Röntgenuntersuchung in sofern erfreulich, als dass die Ärztin keine Metastasen sehen konnte.
Sie riet mir dazu Luzi operieren zu lassen und neben dem Tumor (sie vermutet bösartig, da das Gewebe sehr hart ist), auch gleich den ganzen "Milchleiter" entfernen zu lassen.
Die Praxis hat mir eine Kostenaufstellung gemacht. Für OP und Nachbehandlungen sofern alles gut läuft würde mir die Tierärztin ca. 450 € in Rechnung stellen.
Ich bin nun etwas verzweifelt, da ich zum einen natürlich nicht weiß in wie fern die OP überhaupt gut für sie ist (verträgt sie die Narkose, wie sind ihre Heilungschancen, kommt der Krebs evtl. schnell wieder, geht es ihr nach der OP evtl. sogar schlechter als vorher?). Weiter sind 450 € natürlich eine ordentliche Stange Geld die ich mir nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln kann :(
Haben alle Tierärzte die gleichen Preise oder meint ihr ich solle mich noch Mal umhören ob ich die Behandlung nicht günstiger bekomme?
Gibt es Vereine die einen da finanziell etwas unterstützen könnten?
Vielleicht noch zu Luzis sonstigem gesundheitlichen Zustand: Sie wiegt ca. 1150 g, ist sonst sehr fit, hat täglich viel Auslauf und lebt mit ihren beiden Freunden Theo und Emil zusammen.
Sie war in den letzten Jahren häufiger scheinschwanger.
Weiter waren wir in den letzten 1 1/2 Jahren 3 Mal mit ihr beim Notarzt weil sie (trotz viel Grünfutter) akute Verstopfung hatte und uns fast weggestorben wäre.
Nun und dann ist ihr eines Auge in regelmäßigen Abständen entzündet. Die Tierärztin ist leider ratlos und behandelt sie dann immer wieder mit Augentropfen.

Welchen Input könnt ihr mir bezüglich der Tumorbehandlung geben? Ist die Behandlung denn wirklich mit der OP und 1-2 Nachbehandlungen abgeschlossen?
Wie gut sind die Chancen im Schnitt dass das Tier dann geheilt ist?

Ihr seht...Fragen über Fragen...

Ich freue mich auf Eure Beiträge. Vielen lieben Dank dafür im Voraus.
 
  • Kaninchendame Gesäugetumor Beitrag #2
Hallo und Willkommen im Forum - auch wenn der Anmeldeanlass natürlich nicht so schön ist...:?

Meine Esmiralda (RIP) hatte auch einen Mammatumor - das ganze war im letzten Jahr. Bei ihr wurde die gesamte linke Milchleiste entfernt, der Tumor war schon mehr als walnussgroß und definitiv bösartig. Metastasen gab es keine. Die OP hat sie sehr gut überstanden und eigentlich auch die Narkose und alles gut weg gesteckt. Leider gab es bei ihr durch die Vorerkrankung ihres Herzens dann einige Probleme. Sie wurde infundiert, weil ihre Nieren leicht erhöhte Werte zeigten (das kann bei einem älteren Tier durch eine lange Narkose schon mal vorkommen), das wiederherum schlug aber aufs Herz und somit befanden wir uns in einem Teufelskreis, der leider irgendwann nicht mehr zu besiegen war. :(

Das heißt aber für deine Dame erst mal gar nichts! ;)
Mit 7,5 Jahren ist sie zwar auch schon älter, aber wenn sie vom Herz her gesund ist und bisher auch keine Probleme mit den Nieren hatte, dann dürfte von dieser Seite eigentlich das Risiko weit möglichst eingegrenzt sein - ganz weg, fällt das Narkoserisiko mit all seinen Schattenseiten natürlich nie, auch bei einem gesunden Tier! Wichtig wäre hier ein TA mit einer guten Narkoseüberwachung und Inhalationsnarkose - bietet das die Praxis an, in der du bist?

Vom Preis her würde ich sagen ist das wirklich nicht überteuert, sondern schon eher Untergrenze...TAs rechnen nach der GOT ab und dürfen bis hoch zum dreifachen Satz gehen, was die Rechnungsstellung angeht. Ich habe nur für Esmes OP (ganze Milchleiste weg, lange Narkose, viele Medis zur Nachbehandlung) und die Nachbehandlung ca. 550€ bezahlt. Die Herz-Nieren-Baustelle hat dann natürlich nochmal mehr gekostet.

Zwecks der Nachbehandlung kommt es halt darauf an, ob und wie schnell sich eventuell neue Tumore bilden bzw. doch Metastasen auftauchen - ich hab mich da in Bezug auf Esme über verschiedene Naturheilansätze bzw. alternative Ansätze für Krebs bei Kaninchen schlau gemacht. Z.B. bietet HEEL eine Kombitherapie mit mehreren Komplexmitteln zum subkutanen Spritzen an, als Krebsbehandlung bzw. Nachbehandlung. Eine Laboruntersuchung des entfernten Gewebes brächte halt auf jeden Fall Aufschluss darüber, ob es wirklich bösartig war oder nicht. Gerade Mammatumoren sind schwer zu klassifizieren über ein reines Punktionsergebnis - oder wie hat die TÄ festgestellt, das es bösartig ist?

Die Chancen auf Heilung bei Mammatumoren steigen vor allem durch das großflächige Entfernen des Milchleistengewebes und ein frühes Einschreiten, also sobald man eine UV bemerkt und es dem Tier noch gut geht. Wartet man erst mal ab bis die UV wächst bzw. das Allgemeinbefinden schlechter wird, sinken natürlich auch die Heilungschancen. Eine Garantie gibt es aber natürlich nicht! Wichtig wäre einfach ein erfahrener TA und zügiges Handeln. Es kann aber immer zu Rezidiven (also neuen Tumoren) kommen, da steckt man nicht drin. Leider.

Wäre es mein Kaninchen würde ich es operieren lassen, einfach weil ich selbst mit großen OPs bisher fast nur gute Erfahrungen gemacht habe bei meinen Hopplern und meine Esme durch ihre Vorerkrankung und ihre Vorgeschichte auch sicher kein bezeichnendes Beispiel ist!

P.S. Ich habe deinen Thread mal ins richtige Unterforum verschoben. ;)
 
  • Kaninchendame Gesäugetumor Beitrag #3
Hallo und Herzlich willkommen auch von mir,

es tut mir leid, dass deine Luzi einen Tumor bekommen hat.:(
Zu der Erkrankung kann ich leider gar nichts beitragen und schließe mich deswegen gerne an Tompina an.


Weiter waren wir in den letzten 1 1/2 Jahren 3 Mal mit ihr beim Notarzt weil sie (trotz viel Grünfutter) akute Verstopfung hatte und uns fast weggestorben wäre.
Nun und dann ist ihr eines Auge in regelmäßigen Abständen entzündet. Die Tierärztin ist leider ratlos und behandelt sie dann immer wieder mit Augentropfen.

Könnte es sein, dass sie die Verstopfung immer wieder aufgrund des Fellwechsels bekam, wenn sie ihr loses Fell mit verschluckt hatte?
Wegen dem Auge könnten mehrere Ursachen der Grund sein. Hast du mal die Streu gewechselt? Oder steht sie eventuell in Zugluft?



Liebe Grüße
Amber
 
  • Kaninchendame Gesäugetumor Beitrag #4
Hallo Zusammen,

erst Mal viiielen lieben Dank an Tompina für den ausführlichen Bericht.
Luzi war am Montag noch Mal bei einem anderen Tierarzt, weil wir uns eine Zweitmeinung einholen wollten.
Die Ärztin riet mir ebenfalls zu der OP.
Also, Termin für diesen Freitag vereinbart...
Luzi wollte offenbar am Dienstag unbedingt noch Mal zum Arzt und verursachte einen kleinen Unfall, der zum Glück nur mit einem verstauchten Beinchen ausging.
Bei dem Arztbesuch jedoch schaute sich die Ärztin ihr Auge noch Mal etwas genauer an.
Das Sekret gefiel der Ärztin überhaupt nicht. Sie meinte es könne sich hier evtl. um einen Virus handeln?
Jedenfalls will sie Luzi nun noch Mal röntgen und dann erst entscheiden ob eine OP Sinn macht.
Ggfls. ist ihr Körper schon so geschwächt, dass sie die OP nicht überstehen würde.
Ich halte euch auf dem Laufenden :(
 
  • Kaninchendame Gesäugetumor Beitrag #5
ich drück die Daumen für heute
 
  • Kaninchendame Gesäugetumor Beitrag #6
Hallo ihr Lieben,

ich habe es leider nicht eher geschafft, aber heute folgt das Update :)
Letzte Woche Freitag konnte Luzi erfreulicher Weise operiert werden. Der Tumor (leider bösartig lt. Pathologiebefund), wurde entfernt.
Die Ärztin riet davon ab ihr die gesamte Gesäugeleiste rausnehmen zu lassen. Der Eingriff wäre zu riskant für die Kleine gewesen.
Luzi hat eine Inhalationsnarkose bekommen.
Beim Wegdämmern wurden dann Ihre Zähnchen noch Mal genauer unter die Lupe genommen.
Ich hatte euch ja von dem entzündeten Auge geschrieben. Luzis Zähne haben sich im Laufe der letzten 7 Jahre nicht ausreichend abgenutzt, so dass sie von innen ein wenig auf den Tränenkanal gedrückt haben, was letztlich die Entzündung verursacht hat.
Die Zähne wurden während der Narkose abgeschliffen.
Am Nachmittag konnten wir Luzi auch schon wieder abholen. Sie hat die OP prima überstanden und mümmelte schon fleißig Karottengrün als wir in die Praxis kamen.
Am Montag wurde dann auch das große Pflaster vom Bauch entfernt.
Ich hoffe nun dass das ganze bösartige Gewebe entfernt werden konnte und ihr so schnell kein neuer Tumor wächst.
Wir sollen Sie nun regelmäßig wiegen und abtasten.
Sollte ein neuer Tumor wachsen, so rät die Ärztin von einer weiteren OP ab.

Ich bin jedenfalls erst Mal erleichtert und glücklich, dass sie wieder auf den Beinen ist und der Tumor aus ihr raus ist.
 
  • Kaninchendame Gesäugetumor Beitrag #7
Ich wünsch deinem Ninchen gute Besserung:)

Liebe Grüße
Elisabeth
 
  • Kaninchendame Gesäugetumor Beitrag #8
Ich freu mich sehr, das hört sich gut an:)
 
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