- Kaninchen alleine lassen oder abgeben? Beitrag #1
Samson
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Hallo Ihr Lieben,
brauche dringend Rat - Achtung wird lang!
Nach ca. 20 Jahren möchte ich mich von der Kaninchenhaltung verabschieden, da mein Mann immer stärker allergisch reagiert und wir jetzt einen Krankheitsfall hatten, dessen Pflege aufgrund der Allergie sehr schwer war. Krank war mein Zwergwidder-Kastrat Elliot, geschätzt 8 Jahre alt und zwar hatte er einen Kieferabzess plus bakterielle Hautinfektion plus leichten Pilzbefall. Haben ihn seit Ende letzten Jahres, zeitgleich mit den Diagnosen in Einzelhaltung, da er sich mit seiner Partnerin (ca. 4-5 Jahre alt und sehr lebhaft) gar nicht mehr verstanden hat. Sie hat ihn derart genervt, dass die beiden sowieso entweder sich gestritten haben oder sich komplett aus dem Weg gegangen sind. Die Süße hat sehr darunter gelitten. Zum Glück konnte ich sie bei einer guten Freundin und deren beiden Häsinnen unterbringen, dort geht es ihr jetzt super und es wird gekuschelt etc. Elliot war auch froh, denn die Arztbehandlungen haben ihn doch sehr mitgenommen. Er lebte seitdem bis vor drei Wochen, als die Diagnose "alles auskuriert, Blutbild und Urin perfekt" kam, im Haus (mein Mann hat sehr gelitten, aber tapfer durchgestanden mit viel Tabletten). Er hat die ganze Zeit gut gefressen und ist richtig aufgeblüht - wieder neugierig geworden, mehr als früher (als er noch die Partnerin hatte) rumgehoppelt und alles erkundet. Trotzdem er zeigt schon seit Ende letzten Jahres (also vor seiner Krankheit) deutliche Alterserscheinungen: ist relativ dürr geworden, die Wirbelsäule steht richtig hervor, er läuft etwas steifer als früher und sitzt gern mal seinen Blinddarm-Kot platt, springt nicht mehr groß, Fell ist struppiger als früher, Augen tränen manchmal. Ich kenne diese Alterserscheinungen von meinen früheren Kaninchen, die hatten das auch alle, aber erst so ab 10 Jahren (da wusste ich das Alter genau) und haben nach deren Auftreten auch meist nur noch ein halbes bis dreiviertel Jahr gelebt.
Nun mein Problem: Elloit ist wieder gesund und lt. Blubild sind auch alle Organwerte i.O. Er ist jetzt wieder im Außenstall, frisst gut, sitzt ansonsten aber eben nur noch rum und tut mir total leid. Eine erneute Vergesellschaftung mit seiner alten Partnerin ist gescheitert, er hält sie auf Abstand und sie leidet. Also haben wir noch versucht, ihn in die dreier Damen-Gruppe meiner Freundin zu integrieren. Negativ, es war zwar alles sehr harmonisch, aber er hat sich immer nur zurückgezogen und war auf der Flucht vor den Mädels, obwohl die superlieb und sanft zu ihm waren. Er wollte seine Ruhe. Ich vermute, die Damen waren ihm entweder alle zu jung und dadurch zu lebhaft und nervig oder aber er will tatsächlich lieber alleine sein (zumindest die meiste Zeit), da schon sehr alt. Jedenfalls bin ich verwirrt und weiß nicht, was ich tun soll. Eine ältere Kaninchendame möchte ich nicht dazu holen, da ich mich im Krankheitsfall einfach nicht gut genug kümmern kann bzw. das für meinen Mann als Allergiker echt grenzwertig ist (allein schon das Einfangen der Tiere ist schlecht für ihn und das kann ich nicht ohne Hilfe, ebenso das Spritze geben etc.). Außerdem säße sie dann nach dem Tod von Elliot auch wieder allein da oder stirbt gar vor ihm und ich hätte das nächste Problem. Will ja weg von der Kaninchenhaltung. Ihn abgeben (Kaninchenhilfe oder dergleichen)? Da fühle ich mich auch schäbbig, außerdem noch der Stress für ihn mit Umzug und der Vergesellschaftung dort (mit dem Abzess kann er auch rückfällig werden)... Ihn alleine lassen? Da habe ich ein schlechtes Gewissen, weil man Kaninchen ja nicht alleine hält und er ja nicht auch noch seine letzte Zeit unglücklich sein soll (obwohl er mir aktuell nicht den Eindruck erweckt, aber er langweilt sich bestimmt).
Bitte, was würdet Ihr an meiner Stelle tun? Bin total unsicher!
P.S. Bitte auch Beschreibung von Elliot unter "Meine Tiere" ansehen, da steht sein Charakter eigentlich auch ganz gut drin.
brauche dringend Rat - Achtung wird lang!
Nach ca. 20 Jahren möchte ich mich von der Kaninchenhaltung verabschieden, da mein Mann immer stärker allergisch reagiert und wir jetzt einen Krankheitsfall hatten, dessen Pflege aufgrund der Allergie sehr schwer war. Krank war mein Zwergwidder-Kastrat Elliot, geschätzt 8 Jahre alt und zwar hatte er einen Kieferabzess plus bakterielle Hautinfektion plus leichten Pilzbefall. Haben ihn seit Ende letzten Jahres, zeitgleich mit den Diagnosen in Einzelhaltung, da er sich mit seiner Partnerin (ca. 4-5 Jahre alt und sehr lebhaft) gar nicht mehr verstanden hat. Sie hat ihn derart genervt, dass die beiden sowieso entweder sich gestritten haben oder sich komplett aus dem Weg gegangen sind. Die Süße hat sehr darunter gelitten. Zum Glück konnte ich sie bei einer guten Freundin und deren beiden Häsinnen unterbringen, dort geht es ihr jetzt super und es wird gekuschelt etc. Elliot war auch froh, denn die Arztbehandlungen haben ihn doch sehr mitgenommen. Er lebte seitdem bis vor drei Wochen, als die Diagnose "alles auskuriert, Blutbild und Urin perfekt" kam, im Haus (mein Mann hat sehr gelitten, aber tapfer durchgestanden mit viel Tabletten). Er hat die ganze Zeit gut gefressen und ist richtig aufgeblüht - wieder neugierig geworden, mehr als früher (als er noch die Partnerin hatte) rumgehoppelt und alles erkundet. Trotzdem er zeigt schon seit Ende letzten Jahres (also vor seiner Krankheit) deutliche Alterserscheinungen: ist relativ dürr geworden, die Wirbelsäule steht richtig hervor, er läuft etwas steifer als früher und sitzt gern mal seinen Blinddarm-Kot platt, springt nicht mehr groß, Fell ist struppiger als früher, Augen tränen manchmal. Ich kenne diese Alterserscheinungen von meinen früheren Kaninchen, die hatten das auch alle, aber erst so ab 10 Jahren (da wusste ich das Alter genau) und haben nach deren Auftreten auch meist nur noch ein halbes bis dreiviertel Jahr gelebt.
Nun mein Problem: Elloit ist wieder gesund und lt. Blubild sind auch alle Organwerte i.O. Er ist jetzt wieder im Außenstall, frisst gut, sitzt ansonsten aber eben nur noch rum und tut mir total leid. Eine erneute Vergesellschaftung mit seiner alten Partnerin ist gescheitert, er hält sie auf Abstand und sie leidet. Also haben wir noch versucht, ihn in die dreier Damen-Gruppe meiner Freundin zu integrieren. Negativ, es war zwar alles sehr harmonisch, aber er hat sich immer nur zurückgezogen und war auf der Flucht vor den Mädels, obwohl die superlieb und sanft zu ihm waren. Er wollte seine Ruhe. Ich vermute, die Damen waren ihm entweder alle zu jung und dadurch zu lebhaft und nervig oder aber er will tatsächlich lieber alleine sein (zumindest die meiste Zeit), da schon sehr alt. Jedenfalls bin ich verwirrt und weiß nicht, was ich tun soll. Eine ältere Kaninchendame möchte ich nicht dazu holen, da ich mich im Krankheitsfall einfach nicht gut genug kümmern kann bzw. das für meinen Mann als Allergiker echt grenzwertig ist (allein schon das Einfangen der Tiere ist schlecht für ihn und das kann ich nicht ohne Hilfe, ebenso das Spritze geben etc.). Außerdem säße sie dann nach dem Tod von Elliot auch wieder allein da oder stirbt gar vor ihm und ich hätte das nächste Problem. Will ja weg von der Kaninchenhaltung. Ihn abgeben (Kaninchenhilfe oder dergleichen)? Da fühle ich mich auch schäbbig, außerdem noch der Stress für ihn mit Umzug und der Vergesellschaftung dort (mit dem Abzess kann er auch rückfällig werden)... Ihn alleine lassen? Da habe ich ein schlechtes Gewissen, weil man Kaninchen ja nicht alleine hält und er ja nicht auch noch seine letzte Zeit unglücklich sein soll (obwohl er mir aktuell nicht den Eindruck erweckt, aber er langweilt sich bestimmt).
Bitte, was würdet Ihr an meiner Stelle tun? Bin total unsicher!
P.S. Bitte auch Beschreibung von Elliot unter "Meine Tiere" ansehen, da steht sein Charakter eigentlich auch ganz gut drin.