Mythen über Listenhunde

Diskutiere Mythen über Listenhunde im Hundehütte Forum im Bereich Hunde Forum; So, bitteschön. Meine Modansage habe ich entfernt, da diese hier ja nicht mehr in der Form gilt. Allerdings bleibt Paras Bitte im anderen Thread...
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #21
So, bitteschön. Meine Modansage habe ich entfernt, da diese hier ja nicht mehr in der Form gilt. Allerdings bleibt Paras Bitte im anderen Thread bestehen, man möge dort warten, bis der TE sich wieder meldet.

Es bleibt aber dabei, dass man hier niemandem einen Berufswechsel anraten oder 20 Mal das Wort Mist benutzen muss, um seinen Standpunkt klar zu machen. Wie du sagtest kommt das geschriebene meist härter rüber und das war bei dir eindeutig der Fall. Statt »Mist« kann man ja gerne Mythos oder was weiß ich schreiben, und die persönlichen Dinge wie »hoffentlich bist du im Heilen besser« dürfen gleich ganz unterlassen werden, die tragen nichts zum Thema bei, helfen keinem weiter und haben schlussendlich auch nix mit Listenhunden zu tun.
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #22
Sorry Zerberus, aber ich finde das ziemlich komisch. Der neue Thread- Name passt gar nicht zum Thema.Übrigens- Hast du irgendwelche passiven Aggressionen ggü anderen Rüdenbesitzern, deren Hunde im Grunde nur ähnlich zu deinem Hund reagieren- nämlich aggressiv ggü größeren Rüden? Ich bin zwar auch Pitbull- Besitzerin, aber gegen andere Rassen zu wüten ist nicht objektiv, es ist zu vergleichen mit einer männerhassenden Feministin im Namen der Emanzipation. Der Pit Bull ist ein Hund wie jeder Andere und so sollte man sich auch verhalten und schon zum Wohle des Hundes immer der Vorzeigebesitzer sein, anstatt genau die Klischees zu erfüllen, die Viele erwarten.
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #23
Off-Topic
Der neue Thread- Name passt gar nicht zum Thema
Den hat nicht er gegeben, sondern ich ;). Was wäre dir denn lieber? Ich fand das passend, auch falls noch was anderes als die Beißkraft und der Beißkrampf aufkommt :eusa_think:.
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #24
Off-Topic
Ach soo:) Ich hatte mir erst Anfang und Ende durchgelesen, da ging es eher um Schäferhunde und die Beißerei...wenn es sich so entwickelt hat, dann passt das( sorry;))
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #25
Das immer wiederkehrende Kampfhundethema... :roll:
Ich kann absolut verstehen, dass es jedem SoKa-Besitzer tierisch zuwider ist, dass jeder so kritisch beäugt und kommentiert. Ich glaube einen blöden Spruch hat sicherlich jeder Hundebesitzer schonmal gehört, aber wenn das zu täglichen Brot gehört, dann geht das jedem noch so hartgesottenen Besitzer irgendwann ans Gemüt. Vorallem dann, wenn man eigentlich selbst darauf bedacht ist, die typischen Klischees nicht zu erfüllen.

Und ganz ehrlich... selbst mir fällt es manchmal schwer ohne Vorturteile auf einen Hundekontakt mit einem der typischen Listenrassen einzugehen und dass, obwohl ich mir sicher bin, dass viel dummes Geschwätz dabei ist und diese Rassen nicht gefährlich sind wie jeder andere Hund in der selben Größe. Und dass zudem, wo ich selbst einen 70kg Hund führe, der mir so manches Gespött und manchen bösen Blick einbringt. Da haben die Medien wirklich ganze Arbeit geleistet und ich könnte mich selbst für dieses kleine Unterstimmchen ohrfeigen, dass ab und an durchkommt. Ich würde mir wünschen die Stimmen pro-SoKas wären lauter. Das würde sicherlich so einigen Leuten das Oberstübchen gerade rücken.

Vor einiger Zeit hatte ich mal einen tollen Beitrag über die Beisskraft und Konstitution von SoKas gelesen, leider finde ich den nichtmehr. Darin stand u.A, dass ein Rottweile eine Beisskraft hat, die ansatzweise mit der eines erwachsenen Mannes zu vergleichen ist. Also nix von wegen x Tonnen... Klar ist es gefährlich und schlimm wenn ein Rotti oder ein Pitbull zubeisst, ich denke das will niemand bestreiten. Aber es wird nicht weniger schlimm wenn ein Schäfi, Labbi oder Boxer zulangt. Und ganz ehrlich, wenn mein 70kg Knuddelleonberger ernst machen würde (ich betone "würde"- er hat es noch nie und zeigt bisher auch keinerlei Ambitionen!), dann wäre das mit Sicherheit mehr als schmerzhaft. Jeder Hund kann verletzen, die Großen nunmal noch mehr wie die Kleinen, aber selbst die können zur Gefahr werden. Aber genau deshalb gehört ans andere Ende der Leine ja auch ein verantwortungsvoller Hundeführer, eine gute Hundeschule, ein Prise Erziehung und eine gehörige Portion Respekt! Man sollte einen Hund sicherlich nicht unterschätzen, aber böswillig tötende Bestien sind garantiert die Allerwenigsten!

LG
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #26
So, bitteschön. Meine Modansage habe ich entfernt, da diese hier ja nicht mehr in der Form gilt. Allerdings bleibt Paras Bitte im anderen Thread bestehen, man möge dort warten, bis der TE sich wieder meldet.

Es bleibt aber dabei, dass man hier niemandem einen Berufswechsel anraten oder 20 Mal das Wort Mist benutzen muss, um seinen Standpunkt klar zu machen. Wie du sagtest kommt das geschriebene meist härter rüber und das war bei dir eindeutig der Fall. Statt »Mist« kann man ja gerne Mythos oder was weiß ich schreiben, und die persönlichen Dinge wie »hoffentlich bist du im Heilen besser« dürfen gleich ganz unterlassen werden, die tragen nichts zum Thema bei, helfen keinem weiter und haben schlussendlich auch nix mit Listenhunden zu tun.
Jetzt umschreibt man schon das Wort Sch..sse und es ist immer noch zu anstößig. Ich habe geschrieben das es wortwörtlich gemeint ist und wenn jemand aus wilden Interpretationen ein anraten eines Berufswechsels draus macht, ist das echt eine menge Fantasie.
Sie hat selbst den Beruf erwähnt, somit ist es nicht abwegig das andere das aufgreifen. Das ist ganz normal in der Kommunikation.
Aber lassen wir das, ich wollte jetzt nur klar stellen das es nicht so ist wie du schreibst.
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #27
Ich find das Soka-Gebashe sowieso.. sinnlos.

wer auf den Zug aufspringt ist noch nie einem stinkigen Herdenschutzhund gegenüber gestanden :roll: Ich hab vor nem Kangal (und Konsorten) DEUTLICH mehr Respekt als vor Pit, Staff und co.

Off-Topic
Mein Onkel hatte nen Kangal-Schäfermix. Herrliches Tier, aber aus dem einen Räuber der meinte meinen Onkel überfallen zu müssen hat er beinahe Hackfleisch gemacht. Und Einbrecher hätt er im ganzen geschluckt :mrgreen: Dagegen ist ein 25kg-Soka (egal welche Rasse) direkt niedlich, Pongo hatte fast 70. Bissl zu groß geraten der Süße, aber er machte Eindruck. Dafür hat er sich von Hunden absolut nicht provozieren lassen, das Höchste waren einige Schläge mit den Vorderpfoten. Ach, und ein mal hat er sich auf nen Dackel gesetzt der ihn in die Hinterbeine gezwickt hat.
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #28
Und ganz ehrlich... selbst mir fällt es manchmal schwer ohne Vorturteile auf einen Hundekontakt mit einem der typischen Listenrassen einzugehen und dass, obwohl ich mir sicher bin, dass viel dummes Geschwätz dabei ist und diese Rassen nicht gefährlich sind wie jeder andere Hund in der selben Größe.

Ich kann dich beruhigen, das geht mir als Staffhalter manchmal nicht anders :roll: wenn ich sehe, dass mir nen unangeleinter SoKa entgegenkommt und das Herrchen hat ne Glatze, ist breit wie ein schrank und volltattowiert, denk ich als erstes "typisch Klischeehalter" - zu 90% sind gerade die Kerle diejenigen, die alles für ihren Hund tun würden und total sensibel sind und den Hund über alles lieben - ich habe aber tatsächlich auch schon solche Typen getroffen, die wirklich asozial waren.
Das Gleiche gilt für Ausländer - sorry, aber wenn ich nen Türken mit nem SoKa sehe, ist es zu 99% einer, der den Hund illegal hält und nur zur Sch***zverlängerung braucht!
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #29
Wenn ich mit Dschin in der Innenstadt unterwegs bin, fällt mir auf, wie viele Türken auf ihn stieren.
Aber das Schöne ist, je erzogener und älter er ist, und da ich mich immer bemühe unaufdringlich zu sein und ihn so zu führen dass er niemanden bedrängt, interessieren sich auch normale Leute dafür, in der Drogerieabteilung beim Kaufhof
ist er Liebling, genauso wie bei der Postbotin, der er jedes Mal den Tag versüßt mit Kuschelattacken:mrgreen:
Das mit der 2- Tonnenbeißkraft hatte ich auch noch nie geglaubt, aber ich hab mich immer gewundert, wie leicht es war ihm z.B Sachen aus dem Mund zu nehmen, die er nicht hergeben wollte, oder ihn im Ernstfall zu halten.
So ein Hund ist körperlich gar nicht so übermächtig, wie man annimmt. Eher mittelklein, für mich besonders zu Rassen wie Kaukasischer Owtscharka oder Alabay ein Baby:uups:
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #30
Beginn der Diskussion und Ursprung der Zitate hier:
*Mischling*


Was ich aber nicht verstehen kann, Kommunikation hin oder her, warum trug dieser Hund keinen Maulkorb, wenn dieser Beißvorfall nicht der erste war? Dafür habe ich absolut kein Verständnis und wenn man dann seinen Hund auch nicht halten kann, dann ist man wohl nicht fähig einen solchen Hund zu halten!
............ sehe ich genauso .


Übrigens: das sind keine Behauptungen - Staffs sind Menschen gegenüber sehr treu, loyal und haben eine hohe Reizschwelle. Menschen gegenüber. Dass sie Artgenossen nicht so super finden wie z.B. ein Labrador, ist kein Geheimnis. Deswegen sind sie aber noch lange keine beisswütigen Bestien.
Auch wenn ich mir damit keine Freunde mache , ist genau das für mich ein Grund , warum die Welt diese Rassen nicht braucht . Es gibt einfach immer zu viele ungeeignete Halter .

Wieso muss sich eigentlich die TE. hier für die Verletzungen rechtfertigen ?
Natürlich kann man alles in Frage stellen . Vielleicht waren es am Ende ein Rehpinscher und ein Chihuahua , aber dann muss ich alle Themen/Beiträge in Frage stellen . Ich kann in einem Forum kaum etwas nachprüfen . Selbst Bilder sagen am Ende wenig aus .
Mir scheint der Argwohn hier aus dem Wunsch *weil nicht sein kann , was nicht sein darf* zu entspringen ...... ?


@ clil :
Hattet Ihr den Vorfall denn nun angezeigt ? Würde ich auf jeden Fall machen .
 
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  • Mythen über Listenhunde Beitrag #31
Auch wenn ich mir damit keine Freunde mache, ist genau das für mich ein Grund, warum die Welt diese Rassen nicht braucht. Es gibt einfach immer zu viele ungeeignete Halter.

Was für ein doofe Aussage.. so gesehen, würde die Welt die meisten Hunderassen "nicht brauchen". In der heutigen Zeit würden wir gut ohne Goldi, Schäfi, Dackel und Co. auskommen. Trotzdem gibt es diese Rassen, weil es Leute gibt, die Freude an ihnen haben (oder sie eben doch "brauchen") Aussagen wie "die Welt braucht diese Rasse nicht" find ich echt nicht angebracht. :silence:
 
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  • Mythen über Listenhunde Beitrag #32
Off-Topic
Der Mensch fürchtet, was er nicht versteht.
Leute, die meinen, nur allweltsfromme- nach menschlichen Maßstäben "soziale" Hundeindividuen und Rassen hätten das Recht auf Existenz, sind meiner Meinung nach in einem tierschutzorientierten Forum etwas fehl gelandet.
Vielleicht trifft man ja im BILD- Forum auf mehr Zustimmung?:roll:
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #33
Auch wenn ich mir damit keine Freunde mache , ist genau das für mich ein Grund , warum die Welt diese Rassen nicht braucht . Es gibt einfach immer zu viele ungeeignete Halter .
.

Schade, dass man sowas aus Sicht eines Tierhalters überhaupt lesen muss. Wirklich schade.
Aber wenn es danach geht: die Rasse ist unrelevant, wenn das andere Ende der Leine ein Idiot ist. Und ein perse gegenüber Artgenossen unverträglicher Hund ist noch lange keine Gefahr an sich.
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #34
@eichhorn: es mag zwar sein, dass einige Rassen nicht unbedingt sein müssten, aber es gibt diese Rassen nunmal. Es gibt auch Leute, die halten sich Wildtiere als Haustiere und finden das super, die wollen sich auch nicht rechtfertigen, wieso weshalb warum oder würdest du das bei deinen Eichhörnchen wollen?

Diese Hunde sind nicht von Natur aus böse und ein kleiner unterforderter Chihuahua, Jack Russel usw. können auch beißen, nur 1. passiert dann Wundenmäßig weniger und 2. tut der Biss ggf. weniger weh = es wird wahrscheinlich nicht angezeigt.
Die verstorbene Berner-Mix Hündin meiner Großeltern wurde als Welpe von nem Jack Russel auch gebissen und ein Berner-Welpe ist vom Gewicht her eher schon mehr als ein Jacky.

Die Labbi-Mix Hündin (schlanke 30 kg) meiner Tante hat einige "Kampfhund" Freunde. Wenn ich mir aber überlege, wie oft wir, meist jüngere, schon Leute getroffen haben, die ihre kleinen/mittelgroßen süßen Mischlinge auf die anderen Hunde hetzen (wollen)... Ist uns schon öfter passiert, wenn wir bei meiner Tante waren. Sally, die Hündin meiner Tante, ist sehr friedlich, aber wenn da jemand anderes anfängt zu stänkern...
 
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  • Mythen über Listenhunde Beitrag #35
Ich weiß ja nicht, was deine Hündin für ein Labbi-Mix ist. Aber von der Größe her ist ein reiner Labbi in der Regel größer als ein Staff, wenn auch vom Gewicht her weniger.

Der Labrador wiegt auch mehr. Reinrassige Staffordshire Terrier wiegen zwischen 18-25kg. Nicht mehr. Mixe sind natürlich mal größer und auch schwerer, aber selbst meine Hündin hat bei 56cm nur 27kg gewogen.
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #36
Der Labrador wiegt auch mehr. Reinrassige Staffordshire Terrier wiegen zwischen 18-25kg. Nicht mehr. Mixe sind natürlich mal größer und auch schwerer, aber selbst meine Hündin hat bei 56cm nur 27kg gewogen.
Nee, stimmt nicht mehr. Die meisten VDH AmStaffs wiegen zw. 25-35kg. Es ist echt selten geworden einen leichteren Hund zu finden.
Aber der AmStaff ist dennoch leichter als viele Labbis.
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #37
Oh Mann, clil, das tut mir leid - hoffentlich geht es deinem Hund bald wieder besser. Und ich weiß, dass sowas besonders schlimm ist, wenn man seinen eigenen Hund als besonders gut verträglichen Hund kennt. Auch bei Hunden gibt es ja sowas wie Raufbolde, die ständig kleinere Schrammen davontragen und das als gar nicht so dramatisch empfinden. Wenn der eigene Hund aber bislang immer gut mit anderen Hunden ausgekommen ist, hat man ja auch die Angst, dass der für die Zukunft traumatisiert ist. Einer meiner Wuschel wurde letztens an der Leine von zwei Foxterriern angegriffen, die plötzlich aus einer Garageneinfahrt gestürmt gekommen sind. Die Besitzer hätte ich beinahe erschlagen, weil meine Wuschel Konflikte eigentlich immer durch Weggehen lösen und das in diesem Fall ja nicht möglich war. Gott sei Dank ist wegen des dichten Fells nichts schlimmeres als drei "Kratzer" (Bißwunden, aber nicht tief) passiert, ABER FALLS DIE BESITZER HIER LESEN: MICH EINFACH STUMPF ANZUGUCKEN UND DANN WEGZUGEHEN WAR SCHON SEHR SCHWACH!!!

Zur "Kampfhundeproblematik": Ich kann verstehen, warum viele um bestimmte Rassen lieber einen großen Bogen machen. Natürlich ist das Problem IMMER am anderen Ende der Leine zu suchen, aber das "Verbotene" bei Listenhunden zieht antisoziale Typen leider magisch an. Ich würde ohne Bedenken in der Gegenwart eines Pittis oder AmStaff ein Nickerchen oder Aerobic machen (schnelle, abrupte Bewegungen = auslösender Reiz), weil ich weiß, wie verlässlich die gegenüber Menschen sind (die Fälle, die in den Medien waren, bei denen Listenhunde Kinder angegriffen haben, sind vermutlich darauf zurückzuführen, dass die Hunde Kinder nicht als "kleine Menschen" erkannt haben - das kann einem tragischerweise auch bei einem Husky o.Ä. passieren). Pittis z.B. haben eine hohe Reizschwelle, sind gerade dafür gezüchtet mit Menschen auf engem Raum zu leben und auch in Extremsituationen (z.B. im Hundekampf-"Pit") gut abrufbar zu sein.
Und ich kenne unglaublich liebenswerte "Problemhunde" (einen Pitti z.B., die sich wenn sie Angst hat unter einer Decke versteckt, so dass nur noch der Po rausguckt, der zittert wie Götterspeise - das geht schon ans Herz). Aber mit meinen Wuschels und noch dazu an der Leine mache ich um diese Rassen einen Riesen-Bogen, weil das die konfliktträchtigste denkbare Situation ist: Beide angeleint = Fluchtweg versperrt, erzeugt anderes Verhalten als im Freilauf. Das nehmen Hunde vorweg, deswegen fangen viele eigentlich friedliche Hunde an der Leine häufig an zu kläffen wie die Depperten - weil sie wissen, dass sie im Streitfall nicht einfach abhauen können und deswegen versuchen das Gegenüber vorab einzuschüchtern. Langhaar trifft Kurzhaar = erkennen sich gegenseitig nicht immer als Artgenossen. Hüte- und Kampfhunde (auch wenn der Begriff "Kampfhund" harsch klingt, sollte man nicht vergessen, dass z.B. Pit Bulls zum Rattenfang gezüchtet wurden und später lange Zeit in Hundekämpfen eingesetzt wurden) sind aus unterschiedlichen Gründen recht schlecht in Hund-zu-Hund-Kommunikation: Hütehunde, weil sie auf die Interaktion eins-zu-eins mit dem Menschen gezüchtet wurden und Kampfhunde, weil da über Generationen genau die Tiere zur Weiterzucht bevorzugt wurden, die die subtilen Signale zum Frieden schließen am ehesten ignorieren konnten.

Listenhunde sind zudem häufig "Angstbeißer": Mit unsicheren Besitzern und der Erfahrung, dass es in der Hund-zu-Hund-Kommunikation oft Missverständnisse gab, wird quasi jedes Zusammentreffen mit anderen Hunden zur hochangespannten Stresssituation und die Hunde nehmen das auf. Und nicht zuletzt: Ich weiß nicht, was mich am anderen Ende der Leine erwartet: Ist das ein verantwortungsvoller Besitzer, der seinen Pitti hat, weil er die Loyalität und Belastbarkeit der Rasse schätzt (Jon Stewart, z.B., der sogar seine Kinder mit seinen Pittis allein lässt) - oder ist das ein Depp, der eigentlich gar keinen Hund haben sollte, weil er damit irgendeinen üblen Komplex kompensiert? Bei Golden Retriever kann es auch immer sein, dass der Besitzer sich unbedingt einen Modehund anschaffen wollte ("Und die sind ja soooo hübsch!") und da jetzt mit wenig artgerechter Haltung einen üblen Neurotiker heranzieht - allerdings ist das simple Wahrscheinlichkeitsrechnung: Wenn ich auf einen Bobtail, Cocker Spaniel oder Bernhardiner treffe, ist am anderen Ende eher jemand, der selbst ganz nett ist und deswegen auch einen Hund ohne problematisches Image haben wollte. Treffe ich dagegen auf einen Schäferhund (treue Seelen, aber als Hof- und Herdenschutzhunde gezüchtet, d.h. eher territorial und leicht paranoid im Hinblick auf mögliche Angreifer, in vielen Ländern außer Deutschland deswegen gelistet) mit so einem alten Knöterich an der Leine, gehe ich eher davon aus, dass der Knöterich seinen Hund hat, weil der Eindruck macht, ihn eher im Zwinger und nicht in seiner unmittelbaren Nähe hält und deswegen einen Grantler herangezogen hat. Was ich bei einem Pitti mit einem 18jährigen Ghetto-Kid (geboren und aufgewachsen in Ober-Olm, aber sind wir nicht alle ein bisschen South L.A.?) vermute, brauche ich wohl gar nicht zu erklären.
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #38
Kampfhunde (auch wenn der Begriff "Kampfhund" harsch klingt, sollte man nicht vergessen, dass z.B. Pit Bulls zum Rattenfang gezüchtet wurden und später lange Zeit in Hundekämpfen eingesetzt wurden) sind aus unterschiedlichen Gründen recht schlecht in Hund-zu-Hund-Kommunikation: Hütehunde, weil sie auf die Interaktion eins-zu-eins mit dem Menschen gezüchtet wurden und Kampfhunde, weil da über Generationen genau die Tiere zur Weiterzucht bevorzugt wurden, die die subtilen Signale zum Frieden schließen am ehesten ignorieren konnten. Listenhunde sind zudem häufig "Angstbeißer": Mit unsicheren Besitzern und der Erfahrung, dass es in der Hund-zu-Hund-Kommunikation oft Missverständnisse gab, wird quasi jedes Zusammentreffen mit anderen Hunden zur hochangespannten Stresssituation und die Hunde nehmen das auf. Und nicht zuletzt: Ich weiß nicht, was mich am anderen Ende der Leine erwartet: Ist das ein verantwortungsvoller Besitzer, der seinen Pitti hat, weil er die Loyalität und Belastbarkeit der Rasse schätzt (Jon Stewart, z.B., der sogar seine Kinder mit seinen Pittis allein lässt) - oder ist das ein Depp, der eigentlich gar keinen Hund haben sollte, weil er damit irgendeinen üblen Komplex kompensiert? Bei Golden Retriever kann es auch immer sein, dass der Besitzer sich unbedingt einen Modehund anschaffen wollte ("Und die sind ja soooo hübsch!") und da jetzt mit wenig artgerechter Haltung einen üblen Neurotiker heranzieht - allerdings ist das simple Wahrscheinlichkeitsrechnung: Wenn ich auf einen Bobtail, Cocker Spaniel oder Bernhardiner treffe, ist am anderen Ende eher jemand, der selbst ganz nett ist und deswegen auch einen Hund ohne problematisches Image haben wollte. Treffe ich dagegen auf einen Schäferhund (treue Seelen, aber als Hof- und Herdenschutzhunde gezüchtet, d.h. eher territorial und leicht paranoid im Hinblick auf mögliche Angreifer, in vielen Ländern außer Deutschland deswegen gelistet) mit so einem alten Knöterich an der Leine, gehe ich eher davon aus, dass der Knöterich seinen Hund hat, weil der Eindruck macht, ihn eher im Zwinger und nicht in seiner unmittelbaren Nähe hält und deswegen einen Grantler herangezogen hat. Was ich bei einem Pitti mit einem 18jährigen Ghetto-Kid (geboren und aufgewachsen in Ober-Olm, aber sind wir nicht alle ein bisschen South L.A.?) vermute, brauche ich wohl gar nicht zu erklären.

Off-Topic
10 € in die Klischee-Kasse, bitte :roll:


Die Kämpfe der hübsch gelisteten Bordeauxdoggen werden mir auch immer in Erinnerung bleiben. Auch fantastisch, wie die die Ratten gefangen haben :roll:
Also bevor man (nach wie vor) mit diesem Begriff rumschmeißt (der nunmal, ob du willst oder nicht, einfach nur klassifiziert), bitte einfach mal nachdenken ^^

Und wenn du mal alt bist und dieses "Ghetto-Kid" dir deine Einkaufstaschen in die Wohnung trägt kannst du diese albernen Vorurteile hoffentlich endlich dahin schicken wohin sie gehören ^^
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #39
Was ich bei einem Pitti mit einem 18jährigen Ghetto-Kid (geboren und aufgewachsen in Ober-Olm, aber sind wir nicht alle ein bisschen South L.A.?) vermute, brauche ich wohl gar nicht zu erklären.
:mrgreen:Ich krieg mich nicht mehr ein
Wer die Hundekommunikation und die Problematik von Frontalbegegnungen kennt, ist ein weiser HH, schützt immer seinen und den anderen Hund und ist nicht im Nachhinein dazu verleitet, Tiere nach menschlichen Maßstäben zu werten.
@ Infano: es gibt durchaus geeignete Beispiele für klischeehafte Listenhundhalter. Natürlich darf man jedoch nicht pauschalisieren.
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #40
Treffe ich dagegen auf einen Schäferhund (treue Seelen, aber als Hof- und Herdenschutzhunde gezüchtet

Du weißt aber schon wozu ein SCHÄFERhund gezüchtet wurde? Weder als Hofhund noch als Herdenschutzhund. Herdenschutzhunde sind Kangal, Berner Sennenhund soweit ich weiß auch, usw. Aber Hütehund und Herdenschutzhund sind zwei paar Schuhe.

Ist das ein verantwortungsvoller Besitzer, der seinen Pitti hat, weil er die Loyalität und Belastbarkeit der Rasse schätzt (Jon Stewart, z.B., der sogar seine Kinder mit seinen Pittis allein lässt)
Wo ist denn bitte der Unterschied ob man seine Kinder mit nem Labbi oder mit nem Pitti allein lässt? Beide Rassen sind recht groß, beide Rassen haben (man mag es kaum glauben) Zähne und der Labbi ist sogar ein Jagdhund, der seine Zähne sogar zum Apportieren braucht!

Im Übrigen tut der ein oder andere Absatz im Text auch nicht weh...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Thema:

Mythen über Listenhunde

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