Mythen über Listenhunde

Diskutiere Mythen über Listenhunde im Hundehütte Forum im Bereich Hunde Forum; @Infano (und andere Entsetzte): Es ist ein Stereotyp, kein Klischee. Und Stereotypen bildet man, weil man sich an irgendwas im Leben orientieren...
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #41
@Infano (und andere Entsetzte): Es ist ein Stereotyp, kein Klischee. Und Stereotypen bildet man, weil man sich an irgendwas im Leben orientieren muss. Es ist eigentlich ganz einfach: Ich will mit meinen Hunden möglichst konfliktfrei durch's Leben gehen, ihnen aber trotzdem so viel Freiheit und Artgenossen-Kontakt wie möglich gönnen. Und da kann ich mir nunmal nicht bei jedem Hundehalter, dem ich begegne, erst mal die Referenzen einholen. Deswegen arbeite ich mit bedingten Wahrscheinlichkeiten: Ich treffe auf einen Labbi mittleren Alters, an der Leine eine Frau mittleren Alters, ohne hervorstechende Merkmale. Ich gehe davon aus, dass die Frau einen Familienhund hält, den seit Jahren hat und kennt und es wüsste, wenn der Hund unverträglich ist und mich zu ihrem Selbstschutz darauf hinweisen wird. Ich kann irren, die Frau könnte schwer neurotisch, psychotisch oder einfach "normal" durch den Wind sein, der Hund könnte bis an seine Belastbarkeitsgrenze gestresst sein und sich deswegen bei erster Gelegenheit auf meine Wuschels stürzen - es ist aber nicht sehr wahrscheinlich und deswegen ein vertretbares Risiko. Treffe ich dagegen auf einen jungen AmStaff (und natürlich weiß ich, dass nicht alle Listenhunde Ratten fingen, viele Listenhunde wurden aber ursprünglich zu einem eher kämpferischen Zweck gezüchtet, deswegen ist Friedfertigkeit bei denen erst seit relativ wenigen Generationen ein Auswahlkriterium in der Zucht) mit einem Halter, der selbst eher jung ist und deswegen noch eher unbelastet von Verantwortung ist, demonstrative Insignien trägt, die Anspielungen auf ein gewaltverherrlichendes Umfeld machen (a.k.a. so rumlaufen wie die ganz harten Jungs in GTA, wenn sie eine Nutte zusammenschlagen gehen), dann gehe ich nicht davon aus, dass der verantwortungsbewusst mit seinem Hund umgeht und möglicher Aggression durch Aufmerksamkeit und gute Erziehung begegnet. Ich bezweifele stark, dass der seine Wochenenden auf dem Hundeplatz verbringt, "Am anderen Ende der Leine" gelesen und verinnerlicht hat und Zufriedenheit daraus zieht, mit seinem Hund an einer guten Hund-/Mensch-Interaktion zu arbeiten. Ich kann irren, aber ich lass es nicht drauf ankommen. Dafür kenne ich zu viele Pittis, AmStaffs etc., die genau solchen Leuten weggenommen wurden. Bislang lag ich häufiger richtig als falsch, deswegen bleibe ich dabei. Im Vergleich zu möglichen Tierarztrechnungen sind die 10€ für die Klischeekasse echt wenig. Wegen den Absätzen: Keine Frage, dass die die Lesbarkeit erhöhen würden. Der Browser scheint anderer Auffassung zu sein.
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #42
Off-Topic
Ich möchte mal auf diesen Wikipediaartikel zum Thema DSH und "Hütehund" verweisen. Es ist naemlich in der Tat nicht nur ein Huetehund sondern auch ein Herdenschutzhund ;)


Und desweiteren möchte ich anmerken, dass ich selbst tätowiert bin und auch sogar sehr gern einen Soka halten würde (wer kann sich bloß die Steuern leisten?) und dennoch -obwohl ich noch jung bin- niemals ein Risiko für meinen oder andere Hunde eingehen würde. Das Klischee ist also unter aller Sau. Genauso wie die anderen auch, denn das reine Aeußerliche hat in den _meisten_ Fällen wenig mit dem Verantwortungsbewusstsein zutun.
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #43
@Infano (und andere Entsetzte): Es ist ein Stereotyp, kein Klischee. Und Stereotypen bildet man, weil man sich an irgendwas im Leben orientieren muss. Es ist eigentlich ganz einfach: Ich will mit meinen Hunden möglichst konfliktfrei durch's Leben gehen, ihnen aber trotzdem so viel Freiheit und Artgenossen-Kontakt wie möglich gönnen. Und da kann ich mir nunmal nicht bei jedem Hundehalter, dem ich begegne, erst mal die Referenzen einholen. Deswegen arbeite ich mit bedingten Wahrscheinlichkeiten: Ich treffe auf einen Labbi mittleren Alters, an der Leine eine Frau mittleren Alters, ohne hervorstechende Merkmale. Ich gehe davon aus, dass die Frau einen Familienhund hält, den seit Jahren hat und kennt und es wüsste, wenn der Hund unverträglich ist und mich zu ihrem Selbstschutz darauf hinweisen wird. Ich kann irren, die Frau könnte schwer neurotisch, psychotisch oder einfach "normal" durch den Wind sein, der Hund könnte bis an seine Belastbarkeitsgrenze gestresst sein und sich deswegen bei erster Gelegenheit auf meine Wuschels stürzen - es ist aber nicht sehr wahrscheinlich und deswegen ein vertretbares Risiko. Treffe ich dagegen auf einen jungen AmStaff (und natürlich weiß ich, dass nicht alle Listenhunde Ratten fingen, viele Listenhunde wurden aber ursprünglich zu einem eher kämpferischen Zweck gezüchtet, deswegen ist Friedfertigkeit bei denen erst seit relativ wenigen Generationen ein Auswahlkriterium in der Zucht) mit einem Halter, der selbst eher jung ist und deswegen noch eher unbelastet von Verantwortung ist, demonstrative Insignien trägt, die Anspielungen auf ein gewaltverherrlichendes Umfeld machen (a.k.a. so rumlaufen wie die ganz harten Jungs in GTA, wenn sie eine Nutte zusammenschlagen gehen), dann gehe ich nicht davon aus, dass der verantwortungsbewusst mit seinem Hund umgeht und möglicher Aggression durch Aufmerksamkeit und gute Erziehung begegnet. Ich bezweifele stark, dass der seine Wochenenden auf dem Hundeplatz verbringt, "Am anderen Ende der Leine" gelesen und verinnerlicht hat und Zufriedenheit daraus zieht, mit seinem Hund an einer guten Hund-/Mensch-Interaktion zu arbeiten. Ich kann irren, aber ich lass es nicht drauf ankommen. Dafür kenne ich zu viele Pittis, AmStaffs etc., die genau solchen Leuten weggenommen wurden. Bislang lag ich häufiger richtig als falsch, deswegen bleibe ich dabei. Im Vergleich zu möglichen Tierarztrechnungen sind die 10€ für die Klischeekasse echt wenig. Wegen den Absätzen: Keine Frage, dass die die Lesbarkeit erhöhen würden. Der Browser scheint anderer Auffassung zu sein.

Man könnte die Aussage auch rumdrehen und behaupten, dass es gerade die Frauen mittleren Alters mit dem unscheinbaren Labbi an der Leine sind, vor denen man sich in Acht nehmen muss. Sind es denn nicht gerade diese Familien, die einen süßen, netten Familienhund suchen und dem "Problem" kuscheliger Arbeitshund bei kleinen Kindern aufsitzen, dem sie niemals gerecht werden können und die dann ganz plötzlch und völlig unerwartet zur Gefahr werden? Das ist jetzt sicherlich auch ein Stück weit Klische, aber meiner Erfahrung nach sind es gerade die jungen Leute, die in der heutigen Zeit viel in Hundeschulen sitzen und Erzieherisch tätig werden, weil der Hund zunehmend mehr an der menschlichen Seite verweilt und sich in Uni/Zug und in der Einkaufspassage benehmen muss, damit der Besitzer ihn zu jeder Tages- und Nachtzeit mitnehmen kann.

Ausserdem könnte ich mir gut vorstellen, dass man jene Hundebesitzer, die ihre Hunde rein zu Prestigezwecken und mit abgerichteter Schärfe eher weniger auf der Wiede trifft, weil das ja letztlich dem Grundprinzip der Hundehaltung wiederspricht. Entweder mich interessiert mein Hund und sein Wohlergehen, dann sorge ich auch für Freilauf und Gassigänge, oder aber ich missbrauche seinen Ruf und das Wohlergehen geht mir damit ein Stück weit am Hintern vorbei.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #44
Sooooo, was hier noch geäußert wurde habe ich jetzt auch hierher geschoben, da es hier denke ich ganz gut passt.

Zum Thema: Wuschelhund spricht hier meiner Meinung nach etwas sehr elementares in der Hundehaltung allgemein an, das betrifft nicht nur Listis. Wir haben es auch schon bei Schäferhunden gesehen. Zu jedem Hund/Rasse gibt es ein Klischee bzw. einen Stereotypen. Es stimmt übrigens, dass wir diese Schubladen unbewusst bilden, um uns im Leben besser orientieren und schneller einschätzen und handeln zu können. Manchmal hat das seine Berechtigung, manchmal nicht.

Das Problem der Listis ist tatsächlich ihr Klischee. Nicht nur wegen der Art, wie manche Menschen deswegen mit den Hunden umgehen, sondern auch, dass sich manche den Hund genau deswegen holen. Wuschelhundfan deswegen einfach als vorurteilsbehaftet hinzustellen finde ich nicht korrekt, denn 1. haben wir alle Vorurteile (davon leben wir teilweise, siehe oben), 2. steckt da meiner Meinung nach viel Wahrheit und ein großes Problem hinter. Wieso nimmt sich der Klischee-Poser mit aufgepumpten Armen, Glatze und Lederjacke keinen Chi? Wieso hat der z.B. einen Listi? Weil er den Charakter so schätzt? Seien wir mal ehrlich, der durchschnittliche Hundehalter sucht seinen Hund in erster Linie nach der Optik aus und nach dem, was er erwartet, wie der Hund gesehen wird (bewusst oder unbewusst sei dahingestellt). Das betrifft Moderassen ebenso wie Listis. Würde jeder den Hund bedacht nach dem Charakter auswählen gäbe es kaum Problemhunde, kaum Abgaben ans TH usw..

Man sollte bei sowas nicht nur von seinem zugegebener Maßen kleinen Mikrokosmos ausgehen, sondern das mal auf die Allgemeinheit beziehen. Im großen Gesamtbild zieht eine gewisse Rasse nunmal gewisse Halter-Stereotypen an. Bei der Blondine mit den künstlichen Fingernägeln erwartet man ja auch selten den 50kg-Rotti ;). Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel und wie immer ist jede Verallgemeinerung falsch – inklusive dieser :lol:.

Nun gibt es da sicher die »light-Form«, wo der Halter sich den Hund anschafft, weil er Eindruck macht, der Hund selbst aber gut erzogen und sozialisiert ist. Und es gibt die härtere Form, wo der Hund auch charakterlich dem Klischee entsprechen soll. Früher oder später explodiert diese Kombination aus aggressivem, böse aussehendem Halter und entsprechendem Hund nunmal, weil er genau die Erwartungen erfüllt/erfüllen will. Der Hund kann da am wenigsten für.

Ich bin übrigens der festen Überzeugung, dass es verhältnismäßig weniger »Poser-Halter« von Listenhunden gäbe, wenn diese mal ein paar Jahre nicht mehr auf der Liste stehen würden, keine verbotene Frucht mehr wären und sich die Berichterstattung legen würde, sodass das Image sich abbaut. Da Stereotypen aber immer bestehen wird es immer Rassen geben, die für so ein gefährliches Image herhalten müssen.

Deswegen übrigens die Rasse abzuschaffen ist der größte Schwachsinn, sorry. Der Mensch ist für die Haltung und Nutzung vieler Tiere und Dinge allgemein gesehen »zu blöde«, da müsste vieles abgeschafft werden. Darf es denn keine Katzen mehr geben, weil so viele sie unkastriert frei rumrennen lassen? Darf es keine Autos mehr geben, weil so viele Leute Unfälle bauen?

Und nein, ich habe keine Lösung parat und ich glaube auch, dass sich das Problem – egal auf welche Rasse bezogen – niemals lösen wird. Es wird immer Modehunde geben, es wird immer gefährliche Hunde geben, es wird immer »Familienhunde« geben und es wird immer Halter geben, die genau ins Klischee passen. Wundert es da, dass manche Halter die Straßenseite wechseln? Die meisten tun dies nicht wegen dem Hund, sondern wegen dem, was sie vom Halter erwarten.

Um ein paar Beispiele zu nennen: Mein Max (Rottimix) war ein absoluter Männerhund. Alles männliche stand auf ihn, weil er so muskulös und gefährlich aussah, diese Worte fielen sehr oft. Leo, eben blond und plüschig, ist dagegen ein absoluter Frauenhund. Der Mensch täuscht sich aber, denn mein Max hätte jeden Menschen und jedes Tier geliebt, Leo will einfach seine Ruhe. Ich habe schon alles kennen gelernt – verantwortungsvolle Halter aller Rassen und verantwortungslose aller Rassen. Und leider versauen es eben die paar, die besonders negativ herausstechen, auch allen anderen. Es liegt in unserer Natur, dass wir Negatives länger und besser abspeichern als positives.
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #45
Hey,

also wenn du mir begegnet wärst und ich nen Soka hätte wärst du auch geflüchtet.. :roll: Sichtbare Piercings im gesicht, Sidecut, zerrupfte Jeans, Stiefel und Lederjacke.
Off-Topic
dabei bin ich in einem "guten" Haus aufgewachsen. Ich kleide mich nur gern so. Kleid und Pumps empfinde ich nicht als passende Gassigeh-Kleidung.


Da ich aber nur nen Chihuahua habe werd ich allerhöchstens blöd belächelt, übrigens bevorzugt von den "der tut nix"-Labbihaltern. Und das während ich versuche dem fetten 35kg-klops zu erklären dass mein 3,4kg-Hündchen jetzt sicher NICHT mit ihm spielen wird. Am liebsten hab ich ja den Labbirüden hier im Bau, der stiert Abbey immer schon von weitem an, spannt sich an und duckt sich. Juhu, der will jagen. Nur dass sein "Frauchen" den Hund nicht halten kann und WENN er sich losreißt kann ich nur hoffen ich bin schnell genug.

Noch NIE ist mir ein Soka unerlaubt entgegengeflogen und wollt meine Maus "bespielen". Dafür waren aber die meisten Großhunde (bis auf bestimmte Rassen denen ich aus pinzip ausm Weg gehe, diese aber auf keiner Liste stehen) sehr sanft zu meiner Kampfkröte wenn sie spielen durften.

mein Fazit: Pitbull und co können immer gern zum spielen kommen. Kommt ein Labbi angelaufen wechsel ich die straßenseite.


Off-Topic
nix gegen Labbis... aber die erfüllen leider so ziemlich jedes klischee eines distanzlosen, aufdringlichen und in 99% der fälle unerzogenen Hundes dem man einfach nur ausm weg gehen will
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #46
Ich hab letztens bei Animal Planet gesehen, vlt. kennt hier wer diese Sendung mit der Ranch für Pittis etc., bzw. gehört das sog. "Kampfhunde" die diese bläuliche Färbung im Fell haben genetisch "aggressiv" sein sollen.
Meint ihr das stimmt?
Es wurde dazu gesagt das besonders mit Hunden dieser Färbung Kampfhunde gezüchtet wurden/ werden und sich daher die Veranlagung zu kämpfen oder zu töten in ihren Genen festgelegt hat.
Ähnlich wie z.B. Borders etc. die das Hüten praktisch in den Genen haben oder Hof/Wachhhunde denen man diese bewusst gezüchteten Eigenschaften an ihrem Verhalten ansieht.
[VERSTECK]Beispiel: (Der Klassiker) Unser Dackel jagt JEDES Kaninchen was er auf dem Feld sieht.[/VERSTECK]

Kampfhund ist nicht gleich "Kampfhund" sowie nicht jeder dunkelhäutiger Mensch Afrikaner ist :102:
Also wo ist das Problem?
In 99% aller Fälle liegt es an der Erziehung.
Schaut euch doch nur mal Staffs, Pittis und Bulls an .. das sind Muskeln auf 4 Beinen.
Eine wahrlich prächtige Erscheinung. Leider aber auch gefundenes Fressen für die Presse.
Es gibt einen Grund weshalb diese Rassen und Mixe gelistet sind und zwar ist es der Idiot am anderen Ende der Leine.
Kein Hund ist von Geburt an eine mörderische blutrünstige Bestie.
Leider gibt es aber immer noch genug Menschen die hysterisch ihren Hund oder ihr Kind auf den Arm reißen wenn sie nur das Wort Pitbull hören.
Jeder von uns ist beeinflussbar, wir merken uns was Medien und schlechte Presse uns in den Kopf hämmern, die Kunst dabei ist einfach nur selber mal nachzudenken.
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #47
Off-Topic
Dass das menschliche Hirn Schubladen benötigt ist keine Frage. Die Frage ist aber, wie ich damit umgehe. Ob mir bewusst ist, dass mein Hirn diese Schublade bildet. Und mit so einem herablassenden Ton "was ich darüber denke brauche ich wohl nicht zu erklären" sollte man seine Vorurteile einfach nicht in die Welt streuen.
Ein bisschen reflektion schadet keinem.

Und ja. Man spielt natürlich manchmal auch gern mit dem Klischee.
Ich liebe es, den Punk in mir zu leben und mir um meine Ausdrucksweise mal keine Gedanken machen zu müssen. Mein Freund liebt es, dass er für "böse" gehalten wird, bevor er den Sitzplatz für die Oma räumt.
Sicher spielt der Skinhead mit Pitbull an der Leine auch mit dem Klischee - da weiß ich aber noch lange nicht, wie der mit seinem Hund umgeht. Meiner Erfahrung nach sind nämlich gerade Skins und Punks sehr sehr liebevoll zu ihren Hunden und verwenden viel Zeit auf die Erziehung.
Dass ein Pitbull gut zu Springerstiefeln und Hosenträgern passt - keine Frage. Aber schließen kann ich zu dem Zeitpunkt überhaupt nichts.
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #48
Off-Topic
Vielen Dank Infano für diesen grandiosen Beitrag :clap:
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #49
Ich hab letztens bei Animal Planet gesehen, vlt. kennt hier wer diese Sendung mit der Ranch für Pittis etc., bzw. gehört das sog. "Kampfhunde" die diese bläuliche Färbung im Fell haben genetisch "aggressiv" sein sollen.
Meint ihr das stimmt?
Es wurde dazu gesagt das besonders mit Hunden dieser Färbung Kampfhunde gezüchtet wurden/ werden und sich daher die Veranlagung zu kämpfen oder zu töten in ihren Genen festgelegt hat.
Ähnlich wie z.B. Borders etc. die das Hüten praktisch in den Genen haben oder Hof/Wachhhunde denen man diese bewusst gezüchteten Eigenschaften an ihrem Verhalten ansieht.
[VERSTECK]Beispiel: (Der Klassiker) Unser Dackel jagt JEDES Kaninchen was er auf dem Feld sieht.[/VERSTECK]

Kampfhund ist nicht gleich "Kampfhund" sowie nicht jeder dunkelhäutiger Mensch Afrikaner ist :102:
Also wo ist das Problem?
In 99% aller Fälle liegt es an der Erziehung.
Schaut euch doch nur mal Staffs, Pittis und Bulls an .. das sind Muskeln auf 4 Beinen.
Eine wahrlich prächtige Erscheinung. Leider aber auch gefundenes Fressen für die Presse.
Es gibt einen Grund weshalb diese Rassen und Mixe gelistet sind und zwar ist es der Idiot am anderen Ende der Leine.
Kein Hund ist von Geburt an eine mörderische blutrünstige Bestie.
Leider gibt es aber immer noch genug Menschen die hysterisch ihren Hund oder ihr Kind auf den Arm reißen wenn sie nur das Wort Pitbull hören.
Jeder von uns ist beeinflussbar, wir merken uns was Medien und schlechte Presse uns in den Kopf hämmern, die Kunst dabei ist einfach nur selber mal nachzudenken.
Du hast bestimmt "Pitbulls auf Bewährung" gesehen. Die Blue Färbung kommt vom Mastiff und nicht vom Pit. Es gibt ganz wenige echte Pits die blue sind, man findest es eher bei den American Bullys. Genau der selbe Blödsinn wird auch über die Red Nose gesagt. Es ist einfach nicht wahr. Das blue ist aber wie Merle, es macht krank. Häufig sind Immunschwächen die auftauchen.
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #50
Warum verbreiten Leute das denn dann?
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #51
Da kannst du genau sogut fragen, warum die Leute verbreiten, dass alle grossen und schwarzen Hunde böse sind.. Leichtgläubigkeit, unwissenheit, Medienfrechheiten etc. sind wohl ein Auslöser dafür..
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #52
@Infano: Du kannst mir glauben, dass ich (und ich schäme mich nicht, offenzulegen, dass ich dereinst einen Schal von Burberry besessen habe - ich erspare dir also ein scheinheiliges "Eigentlich bin ich ja auch ein bisschen Punk!" - denn das wäre gelogen) niemals einem Punk mit seinem Hund aus dem Weg gehen würde (wobei die meiner Erfahrung nach ja häufig Mischlinge und keine Listenhunde haben). Das hat nichts mit irgendwelchen Sympathien für irgendwelche Lebensstile zu tun, sondern folgt aus einer ganz einfachen Überlegung: Zum Lebensstil gehört es, viel Zeit mit dem Hund zu verbringen, in der Regel in einer größeren Gruppe, oft mit anderen Hunden (oder Ratten oder Frettchen oder was auch immer). Die Intention sich den Hund anzuschaffen folgte damit eher daraus einen Kumpanen zu haben, der oft mit dabei ist. Punks sehe ich in der Stadt mit ihren Hunden oft auch ohne Leine - und das funktioniert. Wenn jemand seinen Hund so gut kennt, dass er blind darauf vertraut, dass der Hund ihm folgt, dann weiß der wie sein Hund reagiert und sendet nicht unterschwellig die Aufforderung an den Hund, eine Aggression auszuleben, die er eigentlich selbst hat. Und mit dem "Wenn ihr mich in Ruhe lasst, lass' ich euch auch Ruhe!", das zum Punk dazu gehört, kann ich bestens leben. Treffe ich aber in einem Kleingarten einen deutschen Rentner mit einem Schäferhund an der Leine, suche ich so schnell wie möglich das Weite. Das liegt nicht daran, dass ich Angst vor Schäferhunden hätte. Ganz im Gegenteil, ich freue mich jedes Mal, wenn ich am Flughafen von einem Schäferhund auf Drogen durchsucht werde. Schäferhunde sind tolle Hunde und ein Super-Beispiel, wenn ich Menschen, die keine Hunde mögen, klarmachen möchte, warum unser Leben MIT Hunden deutlich besser ist als ohne. Der Schäferhund macht seinen Job und da ich keine Drogen dabei habe, habe ich nicht im Geringsten was dagegen. Im Kleingarten aber ist der Job vom Schäferhund die Verteidigung des Territoriums - und ich habe so meine Zweifel daran, dass der Rentner a) sich den Schäferhund nicht genau deswegen angeschafft hat, aber b) mit genau dieser Eigenschaft eigentlich nicht umgehen kann. Genauso gruselt es mich, wenn ich einen Skin mit Pitti sehe. Ich mache mir dann sicher nicht die Mühe zu differenzieren, ob ich da jetzt einen Oi!-Skin oder ein Mitglied von Blood & Honour (ich bin ursprünglich aus dem Ruhrgebiet und die Freitagabende, an denen die sich am Hbf zusammengerottet haben, vergesse ich nie) vor mir habe - im Zweifel ist das jemand, der Gewalt zu seinem Lebensstil zählt und sich den Hund angeschafft hat, mit dem er das ausdrücken kann. Da passen dann einfach beide Signale zusammen: Hund und Halter senden die gleiche Message, genauso wie die Hund-/Halter-Kombination aus AmStaff und Möchtegern-Gangsta aus der Vorstadt. Grob geschätzt wird mein Vorurteil neun von zehn Mal bestätigt und ich hab meine Wuschels einfach zu gern, um drauf zu hoffen, dass ich auf die Ausnahme von der Regel treffe. @Kasary: Da sehe ich absolut so wie du. Da muss ich an den "101 Dalmatiner"-Hype denken, nach dem plötzlich jeder einen Dalmatiner hatte und dabei vollkommen vergessen wurde, dass Dalmatiner, weil sie durch Zuchtfehler oft schlecht hören und sehen, höchst gestresste Hunde sind und deswegen gefährlich. Allerdings ist es meines Erachtens immer die Kombination aus dem, wofür der Hund ursprünglich gezüchtet wurde und dem, wofür der Halter ihn angeschafft hat. Ein Golden Retriever bei einer überforderten, hundeunerfahrenen Familie kann zum Problem werden - allerdings zeigt der dann eher problematisches Verhalten IM Haushalt, indem er z.B. die Sofakissen auseinandernimmt. Ich bin bin die inkonsequenteste Person überhaupt und genau deswegen habe ich Beardies. Ich kann in der Erziehung komplett versagen (und wenn ich den Rückmeldungen in einem anderen Thread Glauben schenken darf, dann tue ich das auch ;)), aber wenn ein Bearded Collie problematisch wird, dann wird er mich zurechtweisen, indem er mich (= sein Schaf) durch "sanftes" (AU!) Zwicken in die Fersen zur Herde zurücktreibt, falls ich mich mal frecherweise entfernen sollte. Er wird sich nicht daran "erinnern", dass sein Ur-Ur-Ur-Großvater der Champion im Pit war und die so dringend benötigte Aufmerksamkeit durch einen vermeintlichen Sieg im Hundekampf holen. Bei einem Hund mit problematischer Zuchtgeschichte UND einem Halter, der den Hund (möglicherweise) vor allem wegen seinem imposanten Äußeren angeschafft hat, kommen dann aber zwei Dinge zusammen, die sich gegenseitig verschärfen. Letztens bin ich auf eine typische Vertreterin der Mittelschicht getroffen, die ihren jungen Rottweiler in einem Wohngebiet ohne Leine laufen ließ. Der Hund war nett wie sonstwas und ist bei Schnalzen mit der Zunge sofort zu mir gelaufen gekommen um sich den Kopf tätscheln zu lassen (was ja nun eigentlich nicht im Sinne des Erfinders ist). Der Hund war aber auch wirklich wuchtig (anscheinend geht auch bei der Rasse leider der Trend zur Masse) und hörte kein Stück. Da bin ich auch weggegangen und dachte mir entsetzt "WARUM muss es denn unbedingt ein Rottweiler sein? Im Moment ist noch alles gut, aber sind Sie sicher, dass Sie auch die Probleme im Griff haben werden?". Das ist jetzt natürlich überspitzt und vereinfacht dargestellt und natürlich ist mir klar, dass es Beardies gibt, die wegen ihrer Aggressionsfreiheit für Kinder mit ADHS angeschafft wurden und durch die Überforderung dann zu Angstbeißern wurden, genauso wie die Tatsache, dass es Pittis gibt, die man ohne Weiteres einem schreienden Baby zur Beruhigung in die Wiege setzen kann, weil die Lärm und Trubel super abkönnen - ich traue mich aber zu sagen, dass mehr Pittis aus den "falschen" Gründen angeschafft werden als Beardies (die ja das Glück haben, dass der Aufwand der Fellpflege viele abschreckt).

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Sry, auch im erweiterten Texteditor funktioniert das mit den Absätzen nicht - ich probiere mal einen anderen Browser.
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #53
Warum verbreiten Leute das denn dann?

Weil sie es besonders cool finden? Warum wird das Märchen von 2 Tonnen Beißkraft oder Beißkrampf in die Welt gesetzt?
Die Leute brauchen einen Aufhänger, was zum tratschen usw.
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #54
Warum verbreiten Leute das denn dann?

Weil Menschen eine Rechtfertigung für ihre Vorurteile, ihren Hass und ihre Hetze brauchen. Denn sich eingestehen man hat vorurteile (und ist damit nicht so makellos wie viele gern wären) erfordert das was man "Eier in der Hose haben" nennt. Und das fehlt diesen Menschen einfach
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #55
Die Suche nach einer genetischen Erklärung für Aggression gibt es schon lange. Auch bei menschlichen Straftätern wird immer wieder versucht, eine Erklärung im Gencode, in der Familiengeschichte oder im Aufbau des Gehirns/der Aktivierung bestimmter Bereiche zu finden. Das fängt schon im Kleinen an, wenn Killerspielspieler beim Spielen untersucht werden (übrigens kam dabei raus, dass die Hemmschwelle für echte Gewalt eben nicht sinkt) und geht dann eben weiter zu Mördern, der Vererbbarkeit von Selbstmodtendenzen usw..
An amerikanischen Häftlingen in der Todeszelle wird in diese Richtung auch gerne und viel probiert.

Ich würde das nicht als völligen Schwachsinn, das Verbreiten von Gerüchten oder die Suche nach Ausreden abtun. Es gibt nunmal Wissenschaftler, die sich dem verschrieben haben und wirklich glauben und hoffen, hier auf etwas zu stoßen, was noch kein anderer gefunden hat. Grundsätzlich steckt dahinter erstmal nur Neugier und die Frage, wieso Mensch A etwas tut, was Mensch B nicht tut.

Selbiges wird es bei den Hunden sein, auch wenn ich den Bericht leider nicht kenne und von der genetischen Verbindung nun auch zum ersten Mal lese. Ich kenne zwar so allgemeine Aussagen wie »das ist bei denen genetisch bedingt«, aber an ein bestimmtes Gen festgemacht kannte ich es bisher nicht. Wie man da genau geforscht hat kann ich ohne es gesehen zu haben nun nicht beurteilen, allerdings ist es problematisch, wenn man Hunde untersucht, die einfach nur dem Vorurteil entsprechend aggressiv sind. Selbst wenn hier eine genetische Gemeinsamkeit gefunden werden sollte: Die Tiere waren vll nie auffällig, wer sagt denn dann, dass es damit zusammen hängt? Wenn überhaupt müsste man hergehen und Tiere aller Rassen untersuchen, die aggressiv wurden. Allerdings müssen dann Tiere ausgeschlossen werden, die sich nur verteidigt haben, nicht sozialisiert wurden usw.. Es ist unheimlich schwer, da auch nur eine vernünftige Gruppe an Probanden zusammen zu bekommen, wenn nicht sogar unmöglich. Wir und auch unsere Hunde werden das Leben über auf so vieles geprägt, wer kann da schon sagen, dass etwas genetisch ist?

Übrigens finde ich auch dieses »Hütegen« äußerst interessant. Man muss sich mal vorstellen, dass das – so wie eine gewisse »Kampffähigkeit« – ja nur durch Selektion über ganz viele Generationen ein so typisches Merkmal dieser Rasse geworden ist. Da fragt man sich schon, inwiefern das Wesen von Tieren »vererbt« wird. Allerdings gibt es dafür soweit ich weiß auch noch keinerlei Beweise. Es sind nur Vermutungen, Hypothesen, Theorien. An sich mal ganz spannend, wenn man sich bewusst macht, auf welche Frage sowas zurück geht, nur leider ein sehr schwieriges Forschungs- und Themengebiet.
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #56
Wegen dem Hütegen habe ich mich genau das auch gefragt. Ich hab' mich immer gewundert, warum unsere Wuschel sehr spezifisches Hüteverhalten zeigen (z.B. das Zwicken in die Fersen, das Umkreisen etc.) ohne dass sie das bei ihren Eltern wirklich "gelernt" haben können, weil die ja auch schon nicht mehr hüten. Nach meinem Verständnis ist es durchaus möglich relativ komplexe Verhaltensweise zu vererben (Bio-LK, lang, lang ist's her, tief, tief ist's verdrängt, aber da hatten wir in Verhaltensbiologie auch recht umfangreiche "erbkoordinierte Handlungen" (=Instinkte), wie ganz komplizierte Balztänze bei Fischen und Vögeln etc.). Außerdem ist mir bei Beardies aufgefallen, dass die rassetypische Schreckhaftigkeit in der Regel erst nach dem ersten Jahr einsetzt, ziemlich genau zu der Zeit, in der das Aufhellungsgen aktiv wird. Es könnte also sein, dass beides (Lärmempfindlichkeit und Aufhellung) gleich verortet ist. Nach meinem Verständnis läuft das so, dass die jahrzehnte-/jahrhundertelange Zuchtauswahl bestimmte vorhandene Eigenschaften einfach verschärft. Wir hatten hier an anderer Stelle ja schon die Neigung der Borders zur Objektfixierung. Die ist vor allem dadurch zu erklären, dass für die Weiterzucht immer die Tiere bevorzugt wurden, die von sich aus die höchste Arbeitsneigung zeigten und am besten auf Kommandos reagierten. Damit hat man quasi eine Rasse geschaffen, die ständig im Zustand gespannter Erwartung ist (Cortisol-Ausschüttung, Adrenalin-Ausschüttung) und stark auf Dopamin-Kicks reagiert. Bei anderen Rassen hat man dagegen entsprechend zum Zweck andere Eigenschaften verstärkt, z.B. den Geruchssinn oder die Territorialität. Soll heißen: Die "Genetik" zur Aggression haben alle, allerdings wurden je nach Rasse immer die Tiere bevorzugt, bei denen die Veranlagung mehr oder weniger ausgeprägt ist.
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #57
Nee, stimmt nicht mehr. Die meisten VDH AmStaffs wiegen zw. 25-35kg. Es ist echt selten geworden einen leichteren Hund zu finden.
Aber der AmStaff ist dennoch leichter als viele Labbis.

IN MEINEM HAUS gibt es keinen Staff, der 35kg wiegt ;) dafür sorge ich persönlich :lol:

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ich hab letztens bei Animal Planet gesehen, vlt. kennt hier wer diese Sendung mit der Ranch für Pittis etc., bzw. gehört das sog. "Kampfhunde" die diese bläuliche Färbung im Fell haben genetisch "aggressiv" sein sollen.
Meint ihr das stimmt?
Es wurde dazu gesagt das besonders mit Hunden dieser Färbung Kampfhunde gezüchtet wurden/ werden und sich daher die Veranlagung zu kämpfen oder zu töten in ihren Genen festgelegt hat.

Ich hab noch nie nen blauen Staff getroffen, auf den das zutrifft. Lese ich zum ersten Mal. Hunde mit dieser Färbung neigen nur sehr zu Allergien und Hautproblemen.

Übrigens: meinen ersten eigenen Amstaff bekam ich mit 21 Jahren - ich bin voll tattowiert und kleide mich nicht sehr elegant - gehör ich jetzt auch zu diesen Asi-Ghetto-Leuten? :lol:
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #58
Das mit der Genetik kann wahr sein oder nicht, aber das, was zählt, ist die Tatsache, dass sogar ein genetisch vorbelastetes Individuum seinen Charakter während eines Lebens beeinflussen und ändern kann. Somit kann auch der geborene Psychopath kontrollierbar erzogen werden.
Das hatten wir schon letzte Woche im Bio- GK. Nicht nur der Genotyp beeinflusst das Individuum, auch das Individuum beeinflusst nachhaltig, auch für folgende Generationen, den Genotyp.
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #59
Selbiges wird es bei den Hunden sein, auch wenn ich den Bericht leider nicht kenne und von der genetischen Verbindung nun auch zum ersten Mal lese. Ich kenne zwar so allgemeine Aussagen wie »das ist bei denen genetisch bedingt«, aber an ein bestimmtes Gen festgemacht kannte ich es bisher nicht. Wie man da genau geforscht hat kann ich ohne es gesehen zu haben nun nicht beurteilen, allerdings ist es problematisch, wenn man Hunde untersucht, die einfach nur dem Vorurteil entsprechend aggressiv sind. Selbst wenn hier eine genetische Gemeinsamkeit gefunden werden sollte: Die Tiere waren vll nie auffällig, wer sagt denn dann, dass es damit zusammen hängt? Wenn überhaupt müsste man hergehen und Tiere aller Rassen untersuchen, die aggressiv wurden. Allerdings müssen dann Tiere ausgeschlossen werden, die sich nur verteidigt haben, nicht sozialisiert wurden usw.. Es ist unheimlich schwer, da auch nur eine vernünftige Gruppe an Probanden zusammen zu bekommen, wenn nicht sogar unmöglich. Wir und auch unsere Hunde werden das Leben über auf so vieles geprägt, wer kann da schon sagen, dass etwas genetisch ist?

Übrigens finde ich auch dieses »Hütegen« äußerst interessant. Man muss sich mal vorstellen, dass das – so wie eine gewisse »Kampffähigkeit« – ja nur durch Selektion über ganz viele Generationen ein so typisches Merkmal dieser Rasse geworden ist. Da fragt man sich schon, inwiefern das Wesen von Tieren »vererbt« wird. Allerdings gibt es dafür soweit ich weiß auch noch keinerlei Beweise. Es sind nur Vermutungen, Hypothesen, Theorien. An sich mal ganz spannend, wenn man sich bewusst macht, auf welche Frage sowas zurück geht, nur leider ein sehr schwieriges Forschungs- und Themengebiet.
Es war kein Bericht, es war die Sendung "Pitbulls auf Bewährung" und die Tante hatte da ein 40kg Hund an der Leine. Die Villalobos Rescue Center bezeichnet alles als Pit Bulls, egal ob 15 oder 55kg.

Aggression ist nicht vererbbar, man kann aber die Hemmschwelle durch Selektion senken oder erhöhen. Ein aggressiver Hund ist im Kampf völlig unterlegen, ist wie als würde ein Hooligan auf einen Profiboxer los gehen.
Der aggressive Hooligan hätte, den präzisen und wohlüberlegten Schlägen des Boxers nichts entgegenzusetzen.
So ist es bei den Hunden auch. Es war schon damals egal welche Farbe der Hund hatte, wichtig war seine eigene Leistung und sein Stammbaum.

Das blue oder red besonders aggressiv sein soll ist einfach Gerede, und wenn es tatsächlich so wäre, wäre diese Hunde für den Hundekampf völlig ungeeignet. Man liest auch sehr häufig, das Pits mit anderen Hunden von anderen Rassen super klar kamen. Auch wurde bei einigen Kampfhunden von 19Jh. überliefert, das die Hunde vor Straßenhunden weggelaufen sind. Ein Kampfhund, weiß wie ein Boxer, wann er kämpften soll und wann es sich nicht lohnt.

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IN MEINEM HAUS gibt es keinen Staff, der 35kg wiegt ;) dafür sorge ich persönlich :lol:

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Ich hab noch nie nen blauen Staff getroffen, auf den das zutrifft. Lese ich zum ersten Mal. Hunde mit dieser Färbung neigen nur sehr zu Allergien und Hautproblemen.

:clap: mehr kann ich dazu nicht sagen :mrgreen:

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Das mit der Genetik kann wahr sein oder nicht, aber das, was zählt, ist die Tatsache, dass sogar ein genetisch vorbelastetes Individuum seinen Charakter während eines Lebens beeinflussen und ändern kann. Somit kann auch der geborene Psychopath kontrollierbar erzogen werden.
Das hatten wir schon letzte Woche im Bio- GK. Nicht nur der Genotyp beeinflusst das Individuum, auch das Individuum beeinflusst nachhaltig, auch für folgende Generationen, den Genotyp.

Äh, wie alt bist du? Das hatte man schon in der 9-10 Klasse und gehört zur Allgemeinbildung.
(is nicht bös gemeint, mich irritiert nur "letzte Woche im Bio- GK")
 
  • Mythen über Listenhunde Beitrag #60
Off-Topic
Äh, wie alt bist du? Das hatte man schon in der 9-10 Klasse und gehört zur Allgemeinbildung.
Das klingt aber sehr nach Wunschtraum so von wegen Allgemeinbildung:mrgreen: Was ich aber kurz anmerken möchte: "Geborene" Sozio- oder Psychopathen sind zumindest im Humanbereich lediglich dann "kontrollierbar", wenn man Glück hat. Allerdings sind diese Menschen so extrem selten, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass man so jmd. mal begegnet bzw. es gibt keinerlei Berichte darüber, ob diese Menschen durch Umweltbedingungen zu "normalen" Menschen heranwachsen können. A) weiß niemand wann so ein Kind zufällig wo auf die Welt kommt und b) wären Versuche in diese Richtung doch ziemlich problematisch durchzusetzen. Um wieder die Brücke zu Hunden zu schlagen- ich bin mir sicher, dass es auch bei Hunden diese "Psychos" gibt- aber eben ungefähr in der gleichen Häufigkeit wie beim Menschen.
 
Thema:

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