Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum?

Diskutiere Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? im Hunderassen Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo! Angeregt durch eine Diskussion in einem anderen Bereich, dachte ich, ich frage euch einmal dazu, wie ihr zu dem Thema Arbeitsrassen steht...
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #1
Foss

Foss

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Hallo!

Angeregt durch eine Diskussion in einem anderen Bereich, dachte ich, ich frage euch einmal dazu, wie ihr zu dem Thema Arbeitsrassen steht?

Jeder kennt sie - die einen lieben sie, die anderen nicht.
Doch sind heute Arbeitsrassen noch notwendig bzw. zeitgemäß? Könnte man nicht auch den Mischling von nebenan dementsprechend ausbilden und "nutzen", wenn die Qualitäten vorhanden sind?
Was zeichnet eurer Ansicht nach eine Arbeitsrasse aus? Triebigkeit? Seelische Härte? Auffassungsgabe? Nervenqualität? Triebanlagen?
Konntet ihr bestimmten Hunden schon bei "ihrer Arbeit" zu sehen? Was war euer Eindruck davon?
Gibt es vielleicht Arbeitsrassen, die euch zusagen? Äußerlich und charakterlich? Welche käme für euch in Frage, welche nicht - und wieso?

Plaudert mal ein wenig aus dem Nähkästchen, umso mehr Meinungen/Erfahrungen umso besser.

LG Foss
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum?

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  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #2
Puh, das zu beantworten finde ich sehr, sehr sehr schwer - und es kommt ja auch ganz darauf an, was für Hunde man hat und in welchem Bereich sie tätig sein sollen. Hast du hier eine bestimmte "Hundegruppe" im Blick oder auch Jagdhund, Schlittenhund, etc.?
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #3
Huhu,

Einfach alles, was euch zum Thema Arbeitsrassen einfällt. Da fallen Schlittenhunde genauso drunter wie Jagdhunde, Agility Sporthunde auf Weltmeisterschafts-Niveau...einfach alles was euch dazu einfällt :)
Wo zieht ihr die Grenzen? Was wäre noch "Leistungsarbeit", was nicht? Alles rundherum gerne groß diskutieren/schreiben.

LG Foss
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #4
Also das Larry aus ner Arbeitslinie stammt ist ihm wohl entfallen (Kuckuckskind wahrscheinlich xD)
Seine Eltern waren voll trainiert und sind oft vorm Schlitten gelaufen... der Dicke kriegt schon nen Anfall wenn er via Schlitten meinen Einkauf nach hause zerren muss :lol:

Denke, das liegt an mir.. er musste bei mir nicht wirklich ziehen und ich habe ihn auch nicht darauf trainiert.
Trotzdem kann er wenn er will, er muss aber nicht. Selbst wenn ich nur nen entspannten Tagesablauf habe, frisst er nicht gleich Couch und Co an.
Das ist aber purer Zufall und ich finde es auch nicht sonderlich schlimm ;)
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #5
Hey,

ich formuliere es mal vorsichtig: extrem arbeits"wütige" Hunde sollten nur von Menschen gehalten werden, die nicht nur den Willen, sondern auch die Möglichkeit haben ihnen gerecht zu werden.

Leider sind die Vertreter von Arbeitsrassen, die ich so zu Gesicht bekomme in vielen Fällen in den falschen Händen. Entweder total über- oder unterfordert und gerne auch absolut außer Rand und Band.
Das liegt aber eben daran, dass wir eben mit "Problemhunden" arbeiten- da sind die absoluten Spitzenreiter Border Collies und Mixe daraus.

Zeitgemäß bzw. notwendig ist halt immer so eine Sache...Grundsätzlich ist keiner von uns heute darauf angewiesen, zumindest in unserem Kulturkreis, einen Hund zu besitzen.
Wir "brauchen" keine Wachhunde, keine Hütehunde, keine Herdenschutzhunde, keine Jagdhunde usw. mehr- dennoch gibt es sie ja weiterhin.
Im Prinzip sind auch Rassen wie der Yorkshire Terrier, der Rehpinscher und der Jack Russel nicht mehr zeitgemäß- klein, große Klappe, Jagdtrieb wie nur was und zumindest Rehpinscher wachen ja auch durchaus sehr lautstark.

Im Endeffekt ist es aber nun auch so, dass es eben Arbeitsbereiche gibt in denen Hunde nach wie vor wirklich "arbeiten". Und da finde ich persönlich es durchaus sinnvoll, dass es Rassen gibt, die eben genau darauf hin gezüchtet werden bzw. relativ sicher diese Qualitäten auch einfach mitbringen.
Was bringt mir eine extrem aufwändige Ausbildung, wenn sich nach einem Jahr so langsam herauskristallisiert, dass mein Hund alles will nur genau das nicht?
Dann lieber einen Hund, der von Haus aus bestimmte Anlagen einfach schon mitbringt.

Zudem wäre es z.B. ein enormer Zeitaufwand einen absoluten Nicht-Hüter zu gleichen Leistungen zu motivieren und zu bekommen wie einen Border aus Leistungslinie o.ä.

Bei der Arbeit gesehen bisher "nur" die üblichen Kandidaten wie dt. Schäferhunde,Mali, Herder (jeweils Schutzdienst) und Border- und je nach Ausbildungsart wirkten die Hunde eher gehetzt/getrieben als wirklich zufrieden.
Ist halt leider so das Problem was ich da so grundsätzlich habe- da sind viel zu häufig Leute am Werk, die keine Ahnung von Tuten und Blasen haben.
Wobei ich auch schon einen dt. Schäferhund aus dem Schutzdienst kommend gesehen habe, der sich vor lauter Freude fast überschlagen hat, wenn Herrchen "Komm, wir gehen arbeiten." gesagt hat:)

Kurze Ergänzung noch: Die Jagdhunde, die ich bisher live gesehen habe waren durch die Bank weg mit Starkzwang ausgebildet. Das waren psychische Wracks und das werte ich jetzt einfach mal nicht.

Am ehesten in Frage kommen würden für mich noch Border...aber auch nur dann, wenn ich Schafe hätte:p
Was nicht heißt, dass es nicht durchaus auch Border gibt, die auch ohne Schafe glücklich sind, aber es ist schlicht und ergreifend mein subjektiver Eindruck, dass es kaum etwas gibt was einen Border so glücklich macht wie eben genau das wofür er ja auch vorgesehen ist.

Und wenn ich mir ansehe wie viele "Problem-Border" es gibt, die eig. zufrieden sein müssten/sollten/könnten bestärkt mich das durchaus darin, dass Arbeitstiere auch wirklich Arbeit haben sollten.
Welche sei mal dahingestellt, aber es sollte eben schon etwas sein was ihren Anlagen entspricht:)

Mir fällt später bestimmt noch mehr ein, aber das wars erstmal:D
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #6
:shock: das ist aber echt heavy.

Jeder kennt sie - die einen lieben sie, die anderen nicht.
Doch sind heute Arbeitsrassen noch notwendig bzw. zeitgemäß? Könnte man nicht auch den Mischling von nebenan dementsprechend ausbilden und "nutzen", wenn die Qualitäten vorhanden sind?
Was zeichnet eurer Ansicht nach eine Arbeitsrasse aus? Triebigkeit? Seelische Härte? Auffassungsgabe? Nervenqualität? Triebanlagen?
Konntet ihr bestimmten Hunden schon bei "ihrer Arbeit" zu sehen? Was war euer Eindruck davon?
Gibt es vielleicht Arbeitsrassen, die euch zusagen? Äußerlich und charakterlich? Welche käme für euch in Frage, welche nicht - und wieso?

Plaudert mal ein wenig aus dem Nähkästchen, umso mehr Meinungen/Erfahrungen umso besser.
Ich finde, ja, unsere Gesellschaft braucht eindeutig noch Arbeitshunde. Der Jäger braucht seinen Deutsch Drahthaar, genauso wie der Polizist seinen Schäferhund, der Schäfer seinen Hüter, etc. Die Leute, die sich solche Hunde "privat" anschaffen, sollten sich entsprechend an den Hund anpassen - und nicht umgekehrt!

Ein Mischling von nebenan ist sicher ganz nett, aber ob der Hund für wirkliche Arbeit geeignet ist, kann ich ihm als Welpe nicht ansehen. Damit die Wahrscheinlichkeit höher ist, hat man Rassen geschaffen (nicht etwa, weil Hr. Meier Schlappohren schöner fand als Stehohren, oder so).

Eine "Arbeitsrasse" zeichnen die angeborenen, notwendigen Fähigkeiten aus um die Aufgaben in seinem Tätigkeitsbereich auszuführen. Ein Dackel und ein Deutsch Drahthaar haben unterschiedliche Fähigkeiten, sind aber trotzdem beides Jagdhunde. Man kann eben den Hund wählen, der genau passt.

Ein Malinois und ein Deutscher Schäferhund sind auch absolut unterschiedlich, obwohl sie (mittlerweile) oft den gleichen Einsatz haben: Sporthunde, manchmal auch Diensthunde. Da kommt es eben drauf an, was man lieber mag.

Ein gewisses Maß an "Trieb", Wille, Nerven und Härte, braucht jeder Hund der arbeiten soll. Wie unterschiedlich ausgeprägt das sein kann, sieht man gut wenn man einen Border Collie (Softies, aber triebig bis zum umfallen) mit Jagdterriern (total harte Knochen, trotzdem triebig) vergleicht.

Arbeiten sehen habe ich schon Bluthunde, Retriever, Rottweiler, Malinois, Deutsche Schäferhunde, Boxer, Dobis, Border Collies, Berner Sennenhunde, Shelties, Aussies, usw. alle sind unterschiedlich - eignen sich aber für viele Aufgaben (Obe, Rettungshund, etc.) gleichermaßen.

Vieles ist auch einfach eine Frage des Geschmacks. Ich weiß, dass mein nächster Hund ganz gezielt ausgesucht wird. Die riesige Anzahl an Züchtern und unterschiedlichen Blutlinien machts möglich.

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  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #7
Huhu,

interessantes Thema, für mich sind Arbeitsrassen immer noch "Pflicht" und notwendig. Darüber kann man sich natürlich streiten, viele die ich kenne sind der Meinung, sie sind nicht mehr zeitgemäß.

Unter "Arbeitsrassen" verstehe ich immer die Hunde, mit denen die Leute wirklich arbeiten müssen um ihre Brötchen zu verdienen. Hier z.B. gibt es viele Bauern und Hirten die immer noch auf ihre Arbeitsrassen zurückgreifen. "Typisch" Border zum Hüten und Maremmen-Abruzzen als Beschützer.
Es ist immer wieder ein Traum, diese Hunde bei der Arbeit anzuschauen. Ihnen liegt es einfach im Blut und man kanns ihnen ansehen, wie sie voll und ganz bei der Sache sind weil sie darauf gezüchtet worden sind.
Natürlich gibt es auch andere Rassen die dies gut können, aber es gibt einen Unterschied hier für mich. Sie machen es, weil es ihnen beigebracht worden ist, aber es nicht direkt in ihrem Blut ist. Natürlich verschwimmen hier die Grenzen, irgendwann hat man den Maremmen das natürlich auch "gezeigt".

Für mich ist eine Arbeitsrasse sozusagen ein Job, der Arzt heilt Menschen, der Polizist schützt sie, der Bäcker ist beim backen unschlagbar... und bei den Hunden ist eben der Maremmen in seinem "Job" beschützen unschlagbar. Jeder hat seine eigene kleine Aufgabe die er auszuführen hat. Für die Tiere ist es der "Traumjob" schlecht hin. ;)

Für mich wäre der Maremmen, Border und Aussi vom Aussehen her super. Halten würde ich alle niemals, weil ich ihnen einfach nicht gerecht werden kann. Man versucht die Hunde halt umzulenken und ihre Triebigkeit anders ausleben zu lassen, aber bei dem Beispiel Maremmen ist das wieder was komplett anderes. Ihm liegts einfach im Blut, Schafe zu hüten und ich finde, es wäre egoistisch von mir, so einen Hund zu holen dem ich nie gerecht werden kann.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #8
Hey,

grundlegend finde ich Arbeitshunde super. Man weiß was man sich holt, kann ca den Aufwand abschätzen und was der Hund tun/nicht tun wird (immer nur abschätzen, garantie gibts ja keine). Dass dies viele Menschen nicht schaffen ist nicht schuld der Rasse.

Einzige Ausnahme- Herdenschutzhunde. Die gehören für mich, bis auf ganz ganz ganz wenige Ausnahmen, nicht in privathände! Dazu kenn ich einfach zu viele denen ich nicht begegnen möchte. zumal man die ja auch schwer anders "auslasten" kann.

Ansonsten würde ICH mit eine Showzucht wünschen die optisch nicht so extrem von den Leistungslinien abweicht. Wenn ich mir da z.b die Labbis anschau :? So würden leute sicher öfter zur "zahmeren" show-variante greifen wenn die auch nach einem vernünftigen Hund ausschauen..
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #9
Und ich würde mir wünschen, es geb keine Showlinien. Wer den Hund will, soll ihn als Gesamtpaket nehmen. "Showlinien" und Familienhundezuchten sind schon immer gescheitert...
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #10
Dass dies viele Menschen nicht schaffen ist nicht schuld der Rasse.

Leider:/

Um das noch kurz zu ergänzen: Ich habe absolut kein Problem damit, dass es eben Arbeitsrassen gibt bzw., dass diese teilweise auch noch so genutzt werden.
Allerdings ist das eben nicht die Regel- Schäfer, die wirklich noch mit ihren Hunden arbeiten sind, zumindest bei uns, die absolute Ausnahme.

Und von den Schäferhunden/Malis/Herdern, die so jährlich auf den Markt geworfen werden (ich rede dabei nicht nur von kontrollierten "Zuchten") geht ein Bruchteil an verantwortungsbewusste Menschen, die wissen was sie tun.
Gerade die Arbeitsrassen sind es, die dann eben als "Problemhunde" extrem auffällig werden- aber wie gesagt sehe ich das auch sehr subjektiv, da wir eben genau damit ja arbeiten.

Bei Herdenschutzhunden stimme ich Ivy übrigens absolut zu...die wenigsten können diese Hunde auch nur ansatzweise so halten, dass sie nicht früher oder später auffällig werden.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #11
och, würd ich so nicht sagen.. bei einigen Rassen klappt es ganz gut, bei anderen nicht. Nur optisch geht das oft in die Hose. Hab den vergleich, eine Freundin hat nen Labbi aus ner Arbeitslinie, eine andere 2 aus Showzucht. Und zweitere sind halt so typische Tonnen auf beinen, vollkommen ohne Trieb.

würde man da nicht differenzieren könnte man so manche Hunderasse nur mehr im Buch bestaunen weil ausgestorben. (könnt ja keiner auslasten)
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #12
Und von den Schäferhunden/Malis/Herdern, die so jährlich auf den Markt geworfen werden (ich rede dabei nicht nur von kontrollierten "Zuchten") geht ein Bruchteil an verantwortungsbewusste Menschen, die wissen was sie tun.
Gerade die Arbeitsrassen sind es, die dann eben als "Problemhunde" extrem auffällig werden- aber wie gesagt sehe ich das auch sehr subjektiv, da wir eben genau damit ja arbeiten.

Mh, das würde ich so nicht sagen. Zumindest bei uns sieht man fast nie einen Herder/Mali/DSH oder Ähnliches auf den Straßen rumlaufen, wenn man sie sucht, sollte man am Hundeplatz schauen. Und es werden zur Zeit echt viele dieser Hunde vermehrt - dafür, finde ich, hält es sich gut im Rahmen. Wobei natürlich jeder Hund am falschen Platz einer zu viel ist.

och, würd ich so nicht sagen.. bei einigen Rassen klappt es ganz gut, bei anderen nicht. Nur optisch geht das oft in die Hose. Hab den vergleich, eine Freundin hat nen Labbi aus ner Arbeitslinie, eine andere 2 aus Showzucht. Und zweitere sind halt so typische Tonnen auf beinen, vollkommen ohne Trieb.

würde man da nicht differenzieren könnte man so manche Hunderasse nur mehr im Buch bestaunen weil ausgestorben. (könnt ja keiner auslasten)
Wie viel Labbi ist ein Labbi noch, der nicht mehr genug Trieb und Arbeitswillen mitbringt um seiner Arbeit nachzugehen? Ein Abziehbild, mehr nicht. Traurig, aber wahr. Die Arbeit bestimmt doch den Hundetyp, den Charakter, die Form.

Auf die vielen 100 Show-Border Collie Züchter könnte die Welt verzichten, genauso wie auf nette Familien-Malis und trampelige Showlabbis. Der Mensch will aber immer anders, immer besonders, immer hübsch - da werden einfach falsche Prioritäten gesetzt.

Ich könnte wirklich heulen, wenn ich sowas sehe:
Merke: BUNDESSIEGERzuchtschau...

Also ich kann an sowas nichts wertvolles finden. Nur weil Hans und Franz sich einen Hundetypus einbilden und den nicht bekommen (vom Züchter), stirbt die Rasse ja nicht gleich aus.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #13
Hab den vergleich, eine Freundin hat nen Labbi aus ner Arbeitslinie, eine andere 2 aus Showzucht. Und zweitere sind halt so typische Tonnen auf beinen, vollkommen ohne Trieb.

Die beiden "Tonnen" sind dann aber fett gefüttert! Das liegt nicht an der Linie.

Zum Thema:
Ich denke, dass kommt auf den Menschen an. Manche Rassen sollten eig. nur in die entsprechenden Hände (ich denke da an z.B. Vollblutjäger, wie z.B. die Schweißhunde, da wird wohl sehr viel nur auf Nachfrage von Jägern gezüchtet; wäre jetzt ne Rasse, die mir so spontan einfällt, weil der Nachbar meiner Oma einen Hannoverschen Schweißhund hat, er ist Jäger).

Ich weiß genau, dass ich keinen Hütehund haben möchte. Ich kanns mir einfach nicht vorstellen. Ich finde z.B. Harzer Füchse super, aber das sind meiner Meinung nach extrem-hüter, vll. sogar noch schlimmer als Border und viel viel schlimmer als Aussis. Bei Aussis hab ich (wahrscheinlich leider... wenn ich mir die Aussis hier im Forum anschaue...) zwei kennen gelernt, die das beste Beispiel für Unterforderung waren, der eine hat ein Holztor geschrottet (also ich meine Holztor, so eins wir in Dörfern als Tore bei den Höfen sind) und der andere war auch nicht ohne, wurde für die Kids angeschafft, typisch nach Aussehen.

Dagegen könnte ich mir allerdings einen Jagdhund vorstellen, da hat der kleine Münsterländer, den meine Großeltern hatten, sich in mein Herz geschlichen ;). Ich würde mir aber auch nicht jeden Jagdhund nehmen, Jack Russel wäre eine Rasse, die ich mir bewusst nicht holen wollen würde (wenn ein passender im TH wäre ^^, aber sonst nicht bewusst suchen).

Sehr gut könnte ich mir einen Berner Sennenhund (-Mix) vorstellen, die zwar keine Arbeitsprüfung haben, aber halt doch "Arbeit" hatten im Sinne von Hof bewachen und (meine ich mal gelesen zu haben) auch so was wie ein Herdenschutzhund waren.
Einen (alt)deutschen Schäferhund könnte ich mir auch recht gut vorstellen. Ist zwar auch wieder ein Hütehund, aber dann doch etwas ruhiger als ein Border und ich würde eh einen mittelalten aus dem Tierschutz bevorzugen. Aber hier würde ich nur einen mit geradem Rücken nehmen.
Bei dem Video von exe... tut ja fast selbst schon weh, die die Rücken nach hinten gehen und wie "geknickt" die Hinterbeine sind...
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #14
Die beiden "Tonnen" sind dann aber fett gefüttert! Das liegt nicht an der Linie.

Es gibt schon SEHR stämmige, kurzbeinige Labbis die zu allem Überfluss noch einen massiven Brustkorb haben... das sind für mich Tonnen. Die kann man schlank halten wie man will. :uups:
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #15
Ich würde Sport aber auch nicht zwangsläufig als Arbeit sehen. Wie viele der Sprtschutzhunde taugen denn noch fürden Dienst bei der Polizei oder auch nur imSicherheitsdienst? Kaum was, weil einfach zu hochgeputscht und meist nervlich nicht zu gebrauchen. Oder im Schlittenhundesport. Die neuerdings immer belibeter werdennen Hounds und so frieren sich bei den Temperaturen, wo Husky und Co warmlaufen, schlicht den Ar*** ab. Und meist sind das auch Hunde die keine Grenzen mehr kennen, die laufen bis sie umfallen, da braucht doch eigentlich keinerder wirklich was für die Arbeit braucht. Da brauch ich in der Regel Hunde die mitdenken.
Ich liebe Arbeitshunderassen, allerdings nur wenn sie eben auch Arbeit, ansonsten sind das eher vierbeinige Katastrophen. Ich bin eh der Meinung das man sich einige Hunde nur holen soll wenn man ihnen auch eine geeignete Arbeit bieten kann.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #16
Ich würde Sport aber auch nicht zwangsläufig als Arbeit sehen. Wie viele der Sprtschutzhunde taugen denn noch fürden Dienst bei der Polizei oder auch nur imSicherheitsdienst? Kaum was, weil einfach zu hochgeputscht und meist nervlich nicht zu gebrauchen.

DAS ist eine Frage, die ich mir in den letzten Wochen öfters gestellt habe. Meine Hündin wäre die absolute Oberkatastrophe bei der Polizei, dem Zoll, im Rettungsdienst, ja sogar in der Unterordnung ist es nervlich eine absolute Gratwanderung und ich geh oft total gefrustet aus dem Training.
Die Frage ist, ob sie, anders ausgebildet (wenig Motivation, mehr Zwang - gehen wir mal Richtung Holland...) besser ihren Job (KNPV?) machen würde. Dort werden die Prioritäten ja auch etwas anders gesetzt, es wird anders ausgebildet.

Ich weiß es nicht. Dazu fehlt mir der Vergleich.

Ich finde auch, dass IPO mehr schlecht als recht zur Selektion geeignet ist. Was wird da schon überprüft?
Wäre es Anspruch, dann würden nicht so viele "Nicht-Gebrauchshunderassen" gut mithalten können.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #17
DAS ist eine Frage, die ich mir in den letzten Wochen öfters gestellt habe. Meine Hündin wäre die absolute Oberkatastrophe bei der Polizei, dem Zoll, im Rettungsdienst, ja sogar in der Unterordnung ist es nervlich eine absolute Gratwanderung und ich geh oft total gefrustet aus dem Training.
Die Frage ist, ob sie, anders ausgebildet (wenig Motivation, mehr Zwang - gehen wir mal Richtung Holland...) besser ihren Job (KNPV?) machen würde. Dort werden die Prioritäten ja auch etwas anders gesetzt, es wird anders ausgebildet.

Ich weiß es nicht. Dazu fehlt mir der Vergleich.


Ich hab zum Thema Sport meine eigene Meinung, für mich muss Sport einfach Spaß machen, Hund wie Mensch. Gerade den Schutzhundebereich finde ich da oft arg verkrampft und (Stark)Zwanglastig. Als ginge es ums Leben, nicht um ein Hobby. Wie äußert sich die Gratwanderung denn?
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #18
Off-Topic
Für mich muss Sport auch Spaß machen, deshalb gibt es hier eben auch viiiiel Motivation und maximal ne Leine, um das Hündchen bei mir zu halten. ;) Aber ich frage mich, ob ihr ein anderer Ausbildungsstil nicht besser käme - leistungstechnisch.

Bei Madame gibt es nicht viel zwischen "mitschlurfen" (sie macht die Sache dann schon gern und freut sich, aber... sie setzt nur 30% der Energie ein, die sie eigentlich aufbringen könnte) und "durchknallen". Meinen Terrier konnte (und kann) ich pushen, nicht in die Unendlichkeit, aber ich konnte eben mehr Trieb machen, ohne dass der Hund gleich alle Hirnregionen ausgeknipst hat und zu Arbeit nicht mehr fähig war.
Ich würde eben gern mehr aus dem Hund herausholen, krieg ich aber nicht hin.

Letztens gabs nen Lichtblick, mal gucken ob sich das weiter ausbauen lässt... ;)

 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #19
Manchmal muss man aber vielleicht auch eine gewisse Grenze akzeptieren, je nachdem wo der Hund sich noch wohl fühlt. Gerade bei Hunden die leicht zu pushen sind ist das oft ja nicht einfach. Mein Schäfi ist auch leicht hoch zu fahren, und nur schwer wieder runter. Dank einiger dummer Fehlverknüpfungen ist die Arbeit auf dem Platz mittlerweile nahezu eine Katastrophe, ich habs halt nicht besser gewusst, und bin auf diesen Hochputschschutzdienst reingefallen. Mittlerweile mache ich Unterordnung nur noch mit Leckerlie und ohne jegliches Spielzeug und gar keinen Schutzdienst mehr, weil ich keinen Platz gefunden hab und mittlerweile mein Hund mit fast 8 Jahren einfach zu alt für diesen Kram ist. Für die Arbeit ist sie gut genug, das reicht. Und beim Nachwuchs achte ich diesmal genauer drauf, damit der gleiche Krempel nicht noch einmal passiert.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #20
Manchmal muss man aber vielleicht auch eine gewisse Grenze akzeptieren, je nachdem wo der Hund sich noch wohl fühlt.
Richtig. Trotzdem frage ich mich natürlich immer, ob es an mir liegt, was ich falsch mache, warum dies oder das nicht klappt - und ziehe natürlich immer, ungewollt, Vergleiche mit anderen Hunden... es ist einfach seltsam, wenn die Unterordnung beim Handtaschenhündchen flotter aussieht als bei dem Maliteil. :roll:
 
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