Ich habe, wie geschrieben, meine Erfahrungen generell nur aus deinen Beiträgen gesammelt.
@Syn
1.Beitrag
Mir hat es nicht weh getan, dir schon. Diese Unterschiedegibt es auch bei Hunden. Bei einem sehr führerweichen Hund brauche ich keinStachel, weil der nämlich durchaus auf meine Stimme usw. reagiert. Auch imhochgefahrenen Trieb.
Natürlich ist es weitaus einfacher mit einem StachelhalsbandSchmerzen zuzufügen, als mit einem normalen Lederhalsband. Deshalb hat manimmer zwei Leinen dran, einmal am normalen Halsband und eine dünne, leichteLeine am Stachel. Je „schärfer“ das Hilfsmittel, desto gefühlvoller muss mandamit umgehen.
Die Leine überbekommen, ist übrigens auch nichts weiter alsein scharfes Einschneiden in das Verhalten des Hundes. Beispiel: Hund siehtWild – HF ruft Platz – Hund ignoriert HF – HF wirft Leine mit Kraft über denca. 2m entfernt stehenden Hund – Leine unterbricht Hund und erreicht ihn – Hundlegt sich ab.
Nein, mein Hund muss nicht unbedingt gekört werden. Aberwenn ein Hund blutlich gut gezogen ist, hervorragend arbeitet und dann auchnoch ein ansprechendes Gebäude hat und top gesund ist, warum nicht?
Ich finde es immer noch etwas "unstimmig", dass du es jetzt immer so klingen lässt, als wolltest du dem Hund keine Schmerzen zufügen.
Ja, dann gibt’s eben mal die Leine übergeworfen oder mal aufdie Schnauze. Ist der Hund an der Leine, ja dann gibt’s eben mal einenordentlichen Ruck, da kann der ruhig mal umfliegen oder mal aufquietschen.
Klingt da nämlich ganz anders.
@Syn
2. Beitrag
Ja ich wollte Brooklyn unbedingt haben. Eben einenSchäferhund für den IPO. Und dass es anders geht weiß ich (sie hat diekomplette UO ohne Stachel gelernt (außer Voraus und Apport)), war aber dennochnicht so konstant und ständig im Trieb, wie die anderen Hunde.
Und ja, meine Mutter wollte Brooklyn dann irgendwann selbstführen. Ich durfte nicht mehr mit ihr spazieren gehen, ich durfte sie nichtmehr füttern. Meine Mutter, die ja so gar keine Schäferhunde mochte, würde sieheute keinen anderen Hund mehr holen. Als dann zusätzlich die Schule noch sehreinspannend wurde, habe ich gesagt, hier bitte, kannst sie führen. Irgendwannnervt es dich doch, den ganzen Tag nur erzählt zu bekommen, wie tollRettungshundearbeit ist und wenn ich nicht unbedingt den blöden IPO Sportmachen will, könnte man das auch machen.
Das klingt nun, als hätte deine Mutter dir Brooklyn abgenommen und die Schule sei nur "zufällig" eh grad so anstrengend geworden, dass du es in Ordnung fandest. Bei den anderen Beiträgen klingt es aber, als ob deine Mutter Brookly nur übernommen und gearbeitet hätte, WEIL du keine Zeit mehr hattest.
Brooklyn war als mein Hund gedacht, allerdings hat mich danndie Schule so eingespannt, dass meine Mutter sie in der Rettungshundearbeitweiter geführt hat
Brooklyn war als mein Hund gedacht, allerdings hat mich danndie Schule so eingespannt, dass meine Mutter sie in der Rettungshundearbeitweiter geführt hat
Ich durfte dann sozusagen mit Brooklyn im IPOBereich arbeiten, aber ohne Schutzdienst. Da ich dann allerdings wenig Zeithatte (durch Schule, Arbeiten usw.) konnte ich nur noch ca. alle zwei Wochenauf den Hundeplatz fahren. Das war Brooklyn natürlich deutlich zu wenig und sieist uns quasi zuhause die Wände hoch. Also hat meine Mutter gesagt, dass siejetzt mit ihr Rettungshundearbeit macht und ich war dann auch einverstanden.
Nein das Reinknallen ist überhaupt nicht gesund. Allerdingsliegt das gebrochene Genick weniger am Hund, als am ungeschickten Helfer, derden Hund für seine Schnelligkeit und Wucht nicht gut abgefangen hat.
Nicht mit Gewalt und Schmerzreizen: mit einem starkunangenehmen Reiz.
Du weißt, dass es absolut nicht gesund ist, willst es aber trotzdem unbedingt, weil es "geil" aussieht?
Nochmal (und es wird auch nochmal kommen): Nenn' es eben "stark unangenehmen Reiz" (ist es bestimmt auch, wenn du dem Hund einen so starken Leinenruck gibst, dass er quitschend umgerissen wird, stimmt's?), es sind Schmerzreize mit denen du dort arbeitest. Ein Teletak verursacht auch nicht immer Schmerzen (ja, ich habe auch schon damit rumgespielt). Bei beidem kannst du von "leichtem Drücken" und "leichtem irritierenden Stromschlag" bis hin zu "Einschneiden" und "schmerzhafter Stromschlag" gehen. Beides arbeitet aber über positive Strafe, welche einfach unnötig ist. Davon mal ganz abgesehen, dass das Potential direkt Schmerzen zuzufügen hier wahnsinnig hoch ist und man auch NUR deswegen zu solchen Mitteln greift (ansonsten könnte man es ja einfach direkt bei einem sicheren unangenehmen Reiz belassen, der reicht aber eben oft nicht aus [was einen vorherigen Erziehungsfehler darstellt], so dass man immer weiter steigert).
Außerdem: 90% der Hunde auf unserem Platz leben in derWohnung
Nicht im Zwinger. Ganz im Gegenteil.
Dauerhaft leben nur die zwei Hunde von einem HF im Zwinger, wobei auchdort der alte Hund inzwischen im Haus ist. Bei zwei/drei ist der Zwinger einstundenweiser Aufenthalt und beim Rest (ca. 10) lebt der Hund mit in derWohnung, bei drei von ihnen auch mit kleinen Kindern. Da passiert gar nichts.
Sehr merkwürdig...
(Reißt mir hierfür bitte nicht den Kopf ab,aber für mich stellt das kein Problem dar. Fast alle Hunde vom Hundeplatzwohnen draußen und keiner davon ist irgendein verstörter Zwingerhund.)
Der Hund kann in seinem Rückzugspunkt entspannen, dort dasGelernte verarbeiten, er bekommt dort zu fressen, zu trinken, er schläft dort.
Ist er dagegen mit mir unterwegs, so achte ich auf meinenHund und er achtet auf mich. Dabei zu entspannen stelle ich mir schwierig vor?Natürlich läuft der Hund dabei frei durchs Feld, kann dort schnuppern, wo ermöchte, aber wenn ich ihn rufe, dann erwarte ich auch ein mit Vollspeedzurückkommender Hund.
Also meine Hunde sind auch vollkommen entspannt, wenn ich dabei bin und hören auch trotzdem beide aufs Wort. Ich verstehe durchaus den Zustand den du meinst, ich kenne ihn auch von meinem arbeitsgeilen Golden Retriever, der auch seinen "Arbeitsmodus" hat und in der Zeit immer in Erwartungshaltung ist, dass gleich der nächste Befehl kommt. Aber das ist eben der "Arbeitsmodus", den er auch nur haben soll, wenn wir arbeiten. Wenn ich mir vorstelle, dass er den Zustand IMMER hätte, wenn ich in der Nähe bin und nur außerhalb meiner Nähe mal entspannen könnte.. armer Hund!!
Dann ist bei uns kein Hund draußen mit Maulkorb unterwegs.Noch nicht mal die Malihündin, die bald ihre Prüfung zugelassener Polizeihundhat. Die rennt an der Flexileine rum, läuft zu jedem hin mit angeklappten Ohrenund schmeißt sich auf den Rücken, weil sie Bauch gekrault haben möchte undverteilt Küsschen. Aber wehe ihre HF schickt sie auf jemanden. Dann kennt siekeine Gnade mehr. Auch diese Hündin lebt mit einem zweijährigen Kind zusammen.Im Haus gar kein Thema, sie ist vorsichtig und passt auf. Aber auf demPlatz/während der Arbeit, hat sie zu viel Trieb, um überhaupt in die Nähegelassen werden zu können.
Das habe ich wohl tatsächlich falsch gelesen.
Unsere Polizistin auf dem Platz lässt auch ihren Rüdenfreilaufen, der alles attackiert, was zu nahe kommt bzw. was er möchte. Aberselbst wenn der durchgegangen ist, wenn die „Hier“ schreit, dreht der Hund ab.Dieser Rüde ist auch vollkommen durchgedreht, aber er hört. Dann kann ich ihntrotzdem im Feld frei laufen lassen, im Ort halt aber nur mit Maulkorb führen.
Du schreibst nur, dass ihr Hund alle attackiert und DU dann eben ein Maulkorb umziehen würdest.
Entschuldige also mein Missverständnis. Macht es für mich leider trotzdem irgendwie kein Stück besser...
Ja ich finde Prüfungen wichtig. Ich gehe gerne aufPrüfungen, ich erreiche auch gerne hohe Punktzahlen, aber wenn nicht, dann ebennicht. Bei meiner ersten IPO Prüfung, die ich mit Ola gelaufen bin, eine IPOIII auch noch auswärts, war es mir egal, wie viele Punkte ich bekomme,hauptsache bestanden. Als wir dann aber in den 90ern bestanden haben, warnatürlich der Ehrgeiz da, beim nächsten Mal auch so gut abzuschneiden.
Da spricht wie gesagt auch absolut gar nichts dagegen! Ehrgeiz ist etwas wunderbares! Auch das eigene Ego aufplustern zu wollen ist vollkommen in Ordnung. Was NICHT in Ordnung ist, ist es auf Kosten des Hundes zu tun.
Das blutige Maul und die ausgeschlagenen Zähne kamenübrigens von einem Border Collie, der im Obedience geführt wird und einmal beiuns auf dem Platz zu Besuch kam.
Ändert nichts daran, dass du das "geil" findest, weil es ja zeigt, dass der Trieb ihm wichtiger ist als er selber.
Der Trieb von dem ich hier spreche ist der Beutetrieb.Alles, was sich vom Hund wegbewegt, hat ihn unglaublich zu interessieren. Istauch mit Brooklyn so. Wenn die Rehe nicht weglaufen, interessiert sie sichnicht für sie. Laufen sie weg, will sie auch hinterher. Aber nicht weil es Rehesind, sondern weil sie sich von ihr wegbewegen. Auch wenn ich ein Blatt in dieHand nehme und bewege es von ihr weg, versucht sie sich in das Blatt zu hängen(was ja dann natürlich reißt).
Der junge Hund wird im Schutzdienst rein über den Beutetriebaufgebaut. Erst im Alter von ca. 18 Monaten entwickeln sich die Aggressionen imHund und man beginnt langsam und vorsichtig auch im Wehrtrieb zu arbeiten. Undder Hund lernt, wenn ich mich erfolgreich gegen den Helfer wehren möchte, habeich diese Chance, indem ich in die Beute gehe.
Kanalisierung von Wehrbereich in den Beutebereich.
Eben darüber kann man auch länger diskutieren. Gibt es eigentlich einen Wehr"trieb"? :eusa_shhh:
An sich möchte ich keine große Diskussion dahingehend führen, da man das immer gleich verwechselt mit "Gegen IPO!". Ich bin nicht gegen IPO, ich finde jede Hundesportart die der Besitzer MIT dem Hund macht ist eine tolle Beschäftigung FÜR den Hund. Ob der Mensch sich da "Triebe" einredet, die es so gar nicht gibt, ist mir da gar nicht so wichtig.
Was mich eben nur stört sind die Hundeplätze, auf denen man es nicht mehr als Beschäftigung ansieht, die man mit und für den Hund macht, sondern bei denen der Hund nur noch zu einem Sportgerät wird, welches zu funktionieren hat und das mit allen Mitteln!
Zum Thema Tacker:
Ein richtig angewendeter Tacker löst Schmerzen aus. Immer.
Ein richtig angewendetes Stachelhalsband löst keineSchmerzen aus. Nie.
Deshalb.
Wie oben geschrieben ist das Blödsinn.
Die Leute argumentieren bei dem Teletakt ganz genau so, wie du beim Stachelhalsband. Es sei effektiv, würde bei richtiger Anwendung ja "nur ein unangenehmer Reiz" sein, den der Hund aber im Gegensatz zu anderen wenigstens spürt, wodurch man dem Hund Stress erspart.
Der "unangenehme Reiz" der im Gegensatz zu anderen wenigstens gespürt wird, wird es nur deswegen weil er im Gegensatz zu anderen einfach stärker ist und eben vom Hundehalter direkt angepasst werden kann. Reicht also ein normaler unangenehmer Reiz nicht mehr aus, hat man so direkt die Möglichkeit so hoch zu gehen wie man muss. Tut mir leid, aber da kann man sich noch so sehr einreden, dass es keine Schmerzen verursachen SOLL. Es verursacht Schmerzen, sonst wäre es nicht notwendig. Davon abgesehen, dass es absolut keinerlei positive Strafe braucht!
Es gibt einfach andere Wege und so wie du kein Teletakt nehmen würdest, weil ja auch "nur" das Stachelhalsband reicht, so würde ich kein Stachelhalsband nehmen (und kein Teletakt), weil es auch ohne geht.