Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum?

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  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #361
Aber was ist so schlimm daran, wenn mein Hund erst noch zuende schnuppern will, dass ich ihm dafür wehtun muss?
Dann geh ich hin und sammel den Hund ein. Ich werf auch schonmal ne Leine nach Pontus wenn er wieder richtig ignorant ist. Aber NIE auf den Hund, immer neben den Hund.
Mir will es einfach wirklich nicht in den Kopf, wie man einem Tier Schmerz zufuegen kann, wenn es doch auch anders geht. Wenn es sogar sehr gut anders geht.

Ist es nicht die viel größere Herausforderung einen Hund schmerzlos zu erziehen und erfolgreich im Schutzsport zu fuehren, als die schnelle Methode zu nutzen?
Ist man am Ende nicht sehr viel stolzer darauf, wenn der Hund richtig gut funktioniert und nicht einmal ein Stachelhalsband um hatte?
Dann kannst du sagen, mein Hund hat nie etwas schlimmes erfahren müssen, laesst sich absolut gut führen, ist mega gehorsam, hat alles erreicht was ich wollte, und das ohne Zwang.
Das wäre für mich ein Hundeführer vor dem ich mich in den Staub werfen würde. Und auch ein Rüde, den ich bedenkenlos nehmen würde.
Ein Rüde, der sich so weich führen laesst ist doch viel erstrebenswerter als ein Schaefer den du erst mit Schmerzen aus seinem Tunnel holen musst.
Wäre es nicht ein zugewinn für die Rasse, wenn sie sich auch im hohen Trieb ohne Rucke und Schlaege lenken laesst?
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum?

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  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #362
Ich habe, wie geschrieben, meine Erfahrungen generell nur aus deinen Beiträgen gesammelt.

@Syn
1.Beitrag
Mir hat es nicht weh getan, dir schon. Diese Unterschiedegibt es auch bei Hunden. Bei einem sehr führerweichen Hund brauche ich keinStachel, weil der nämlich durchaus auf meine Stimme usw. reagiert. Auch imhochgefahrenen Trieb.
Natürlich ist es weitaus einfacher mit einem StachelhalsbandSchmerzen zuzufügen, als mit einem normalen Lederhalsband. Deshalb hat manimmer zwei Leinen dran, einmal am normalen Halsband und eine dünne, leichteLeine am Stachel. Je „schärfer“ das Hilfsmittel, desto gefühlvoller muss mandamit umgehen.
Die Leine überbekommen, ist übrigens auch nichts weiter alsein scharfes Einschneiden in das Verhalten des Hundes. Beispiel: Hund siehtWild – HF ruft Platz – Hund ignoriert HF – HF wirft Leine mit Kraft über denca. 2m entfernt stehenden Hund – Leine unterbricht Hund und erreicht ihn – Hundlegt sich ab.
Nein, mein Hund muss nicht unbedingt gekört werden. Aberwenn ein Hund blutlich gut gezogen ist, hervorragend arbeitet und dann auchnoch ein ansprechendes Gebäude hat und top gesund ist, warum nicht?

Ich finde es immer noch etwas "unstimmig", dass du es jetzt immer so klingen lässt, als wolltest du dem Hund keine Schmerzen zufügen.
Ja, dann gibt’s eben mal die Leine übergeworfen oder mal aufdie Schnauze. Ist der Hund an der Leine, ja dann gibt’s eben mal einenordentlichen Ruck, da kann der ruhig mal umfliegen oder mal aufquietschen.
Klingt da nämlich ganz anders.

@Syn
2. Beitrag
Ja ich wollte Brooklyn unbedingt haben. Eben einenSchäferhund für den IPO. Und dass es anders geht weiß ich (sie hat diekomplette UO ohne Stachel gelernt (außer Voraus und Apport)), war aber dennochnicht so konstant und ständig im Trieb, wie die anderen Hunde.
Und ja, meine Mutter wollte Brooklyn dann irgendwann selbstführen. Ich durfte nicht mehr mit ihr spazieren gehen, ich durfte sie nichtmehr füttern. Meine Mutter, die ja so gar keine Schäferhunde mochte, würde sieheute keinen anderen Hund mehr holen. Als dann zusätzlich die Schule noch sehreinspannend wurde, habe ich gesagt, hier bitte, kannst sie führen. Irgendwannnervt es dich doch, den ganzen Tag nur erzählt zu bekommen, wie tollRettungshundearbeit ist und wenn ich nicht unbedingt den blöden IPO Sportmachen will, könnte man das auch machen.
Das klingt nun, als hätte deine Mutter dir Brooklyn abgenommen und die Schule sei nur "zufällig" eh grad so anstrengend geworden, dass du es in Ordnung fandest. Bei den anderen Beiträgen klingt es aber, als ob deine Mutter Brookly nur übernommen und gearbeitet hätte, WEIL du keine Zeit mehr hattest.
Brooklyn war als mein Hund gedacht, allerdings hat mich danndie Schule so eingespannt, dass meine Mutter sie in der Rettungshundearbeitweiter geführt hat

Brooklyn war als mein Hund gedacht, allerdings hat mich danndie Schule so eingespannt, dass meine Mutter sie in der Rettungshundearbeitweiter geführt hat

Ich durfte dann sozusagen mit Brooklyn im IPOBereich arbeiten, aber ohne Schutzdienst. Da ich dann allerdings wenig Zeithatte (durch Schule, Arbeiten usw.) konnte ich nur noch ca. alle zwei Wochenauf den Hundeplatz fahren. Das war Brooklyn natürlich deutlich zu wenig und sieist uns quasi zuhause die Wände hoch. Also hat meine Mutter gesagt, dass siejetzt mit ihr Rettungshundearbeit macht und ich war dann auch einverstanden.




Nein das Reinknallen ist überhaupt nicht gesund. Allerdingsliegt das gebrochene Genick weniger am Hund, als am ungeschickten Helfer, derden Hund für seine Schnelligkeit und Wucht nicht gut abgefangen hat.
Nicht mit Gewalt und Schmerzreizen: mit einem starkunangenehmen Reiz.
Du weißt, dass es absolut nicht gesund ist, willst es aber trotzdem unbedingt, weil es "geil" aussieht?
Nochmal (und es wird auch nochmal kommen): Nenn' es eben "stark unangenehmen Reiz" (ist es bestimmt auch, wenn du dem Hund einen so starken Leinenruck gibst, dass er quitschend umgerissen wird, stimmt's?), es sind Schmerzreize mit denen du dort arbeitest. Ein Teletak verursacht auch nicht immer Schmerzen (ja, ich habe auch schon damit rumgespielt). Bei beidem kannst du von "leichtem Drücken" und "leichtem irritierenden Stromschlag" bis hin zu "Einschneiden" und "schmerzhafter Stromschlag" gehen. Beides arbeitet aber über positive Strafe, welche einfach unnötig ist. Davon mal ganz abgesehen, dass das Potential direkt Schmerzen zuzufügen hier wahnsinnig hoch ist und man auch NUR deswegen zu solchen Mitteln greift (ansonsten könnte man es ja einfach direkt bei einem sicheren unangenehmen Reiz belassen, der reicht aber eben oft nicht aus [was einen vorherigen Erziehungsfehler darstellt], so dass man immer weiter steigert).



Außerdem: 90% der Hunde auf unserem Platz leben in derWohnung ;) Nicht im Zwinger. Ganz im Gegenteil.
Dauerhaft leben nur die zwei Hunde von einem HF im Zwinger, wobei auchdort der alte Hund inzwischen im Haus ist. Bei zwei/drei ist der Zwinger einstundenweiser Aufenthalt und beim Rest (ca. 10) lebt der Hund mit in derWohnung, bei drei von ihnen auch mit kleinen Kindern. Da passiert gar nichts.

Sehr merkwürdig...
(Reißt mir hierfür bitte nicht den Kopf ab,aber für mich stellt das kein Problem dar. Fast alle Hunde vom Hundeplatzwohnen draußen und keiner davon ist irgendein verstörter Zwingerhund.)




Der Hund kann in seinem Rückzugspunkt entspannen, dort dasGelernte verarbeiten, er bekommt dort zu fressen, zu trinken, er schläft dort.
Ist er dagegen mit mir unterwegs, so achte ich auf meinenHund und er achtet auf mich. Dabei zu entspannen stelle ich mir schwierig vor?Natürlich läuft der Hund dabei frei durchs Feld, kann dort schnuppern, wo ermöchte, aber wenn ich ihn rufe, dann erwarte ich auch ein mit Vollspeedzurückkommender Hund.
Also meine Hunde sind auch vollkommen entspannt, wenn ich dabei bin und hören auch trotzdem beide aufs Wort. Ich verstehe durchaus den Zustand den du meinst, ich kenne ihn auch von meinem arbeitsgeilen Golden Retriever, der auch seinen "Arbeitsmodus" hat und in der Zeit immer in Erwartungshaltung ist, dass gleich der nächste Befehl kommt. Aber das ist eben der "Arbeitsmodus", den er auch nur haben soll, wenn wir arbeiten. Wenn ich mir vorstelle, dass er den Zustand IMMER hätte, wenn ich in der Nähe bin und nur außerhalb meiner Nähe mal entspannen könnte.. armer Hund!!



Dann ist bei uns kein Hund draußen mit Maulkorb unterwegs.Noch nicht mal die Malihündin, die bald ihre Prüfung zugelassener Polizeihundhat. Die rennt an der Flexileine rum, läuft zu jedem hin mit angeklappten Ohrenund schmeißt sich auf den Rücken, weil sie Bauch gekrault haben möchte undverteilt Küsschen. Aber wehe ihre HF schickt sie auf jemanden. Dann kennt siekeine Gnade mehr. Auch diese Hündin lebt mit einem zweijährigen Kind zusammen.Im Haus gar kein Thema, sie ist vorsichtig und passt auf. Aber auf demPlatz/während der Arbeit, hat sie zu viel Trieb, um überhaupt in die Nähegelassen werden zu können.
Das habe ich wohl tatsächlich falsch gelesen.
Unsere Polizistin auf dem Platz lässt auch ihren Rüdenfreilaufen, der alles attackiert, was zu nahe kommt bzw. was er möchte. Aberselbst wenn der durchgegangen ist, wenn die „Hier“ schreit, dreht der Hund ab.Dieser Rüde ist auch vollkommen durchgedreht, aber er hört. Dann kann ich ihntrotzdem im Feld frei laufen lassen, im Ort halt aber nur mit Maulkorb führen.

Du schreibst nur, dass ihr Hund alle attackiert und DU dann eben ein Maulkorb umziehen würdest.
Entschuldige also mein Missverständnis. Macht es für mich leider trotzdem irgendwie kein Stück besser...



Ja ich finde Prüfungen wichtig. Ich gehe gerne aufPrüfungen, ich erreiche auch gerne hohe Punktzahlen, aber wenn nicht, dann ebennicht. Bei meiner ersten IPO Prüfung, die ich mit Ola gelaufen bin, eine IPOIII auch noch auswärts, war es mir egal, wie viele Punkte ich bekomme,hauptsache bestanden. Als wir dann aber in den 90ern bestanden haben, warnatürlich der Ehrgeiz da, beim nächsten Mal auch so gut abzuschneiden.
Da spricht wie gesagt auch absolut gar nichts dagegen! Ehrgeiz ist etwas wunderbares! Auch das eigene Ego aufplustern zu wollen ist vollkommen in Ordnung. Was NICHT in Ordnung ist, ist es auf Kosten des Hundes zu tun.



Das blutige Maul und die ausgeschlagenen Zähne kamenübrigens von einem Border Collie, der im Obedience geführt wird und einmal beiuns auf dem Platz zu Besuch kam.
Ändert nichts daran, dass du das "geil" findest, weil es ja zeigt, dass der Trieb ihm wichtiger ist als er selber.



Der Trieb von dem ich hier spreche ist der Beutetrieb.Alles, was sich vom Hund wegbewegt, hat ihn unglaublich zu interessieren. Istauch mit Brooklyn so. Wenn die Rehe nicht weglaufen, interessiert sie sichnicht für sie. Laufen sie weg, will sie auch hinterher. Aber nicht weil es Rehesind, sondern weil sie sich von ihr wegbewegen. Auch wenn ich ein Blatt in dieHand nehme und bewege es von ihr weg, versucht sie sich in das Blatt zu hängen(was ja dann natürlich reißt).
Der junge Hund wird im Schutzdienst rein über den Beutetriebaufgebaut. Erst im Alter von ca. 18 Monaten entwickeln sich die Aggressionen imHund und man beginnt langsam und vorsichtig auch im Wehrtrieb zu arbeiten. Undder Hund lernt, wenn ich mich erfolgreich gegen den Helfer wehren möchte, habeich diese Chance, indem ich in die Beute gehe.
Kanalisierung von Wehrbereich in den Beutebereich.

Eben darüber kann man auch länger diskutieren. Gibt es eigentlich einen Wehr"trieb"? :eusa_shhh:
An sich möchte ich keine große Diskussion dahingehend führen, da man das immer gleich verwechselt mit "Gegen IPO!". Ich bin nicht gegen IPO, ich finde jede Hundesportart die der Besitzer MIT dem Hund macht ist eine tolle Beschäftigung FÜR den Hund. Ob der Mensch sich da "Triebe" einredet, die es so gar nicht gibt, ist mir da gar nicht so wichtig.
Was mich eben nur stört sind die Hundeplätze, auf denen man es nicht mehr als Beschäftigung ansieht, die man mit und für den Hund macht, sondern bei denen der Hund nur noch zu einem Sportgerät wird, welches zu funktionieren hat und das mit allen Mitteln!



Zum Thema Tacker:
Ein richtig angewendeter Tacker löst Schmerzen aus. Immer.
Ein richtig angewendetes Stachelhalsband löst keineSchmerzen aus. Nie.
Deshalb.
Wie oben geschrieben ist das Blödsinn.

Die Leute argumentieren bei dem Teletakt ganz genau so, wie du beim Stachelhalsband. Es sei effektiv, würde bei richtiger Anwendung ja "nur ein unangenehmer Reiz" sein, den der Hund aber im Gegensatz zu anderen wenigstens spürt, wodurch man dem Hund Stress erspart.

Der "unangenehme Reiz" der im Gegensatz zu anderen wenigstens gespürt wird, wird es nur deswegen weil er im Gegensatz zu anderen einfach stärker ist und eben vom Hundehalter direkt angepasst werden kann. Reicht also ein normaler unangenehmer Reiz nicht mehr aus, hat man so direkt die Möglichkeit so hoch zu gehen wie man muss. Tut mir leid, aber da kann man sich noch so sehr einreden, dass es keine Schmerzen verursachen SOLL. Es verursacht Schmerzen, sonst wäre es nicht notwendig. Davon abgesehen, dass es absolut keinerlei positive Strafe braucht!

Es gibt einfach andere Wege und so wie du kein Teletakt nehmen würdest, weil ja auch "nur" das Stachelhalsband reicht, so würde ich kein Stachelhalsband nehmen (und kein Teletakt), weil es auch ohne geht.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #363
@Mischling
Ja aber das muss der gute Hund erst einmal lernen. Undwährend man ihn ausbildet bekommt er zu Anfang keinerlei Kommandos vom HF.
Streng genommen dürfte der Hund nicht auf die Äußerungen desFiguranten reagieren. Theoretisch müsste er auch bei der kurzen Flucht so langeliegen bleiben, bis ich „Pack“ sage.
Zum Thema Revier: Das lernt der Hund trocken. Kein Helferund als Belohnung gibt’s es in der Mitte den Ball. Dann steht irgendwann einmalwährend dem SD der Helfer drin, vorher hat der Hund an der Leine verbellengelernt. Der Hund verbellt, bekommt seinen Ärmel und Übung wiederholt. Zur Absicherungist eine lange Leine am normalen Halsband und eine Hilfsperson führt diese umdas zuerst zu umlaufende Versteck herum, damit der Hund keinen Erfolg hat,sollte er versuchen durchzugehen.
Du schreibst das immer so, als wäre das ein Muss in der Ausbildung, dabei ist es nur das, was bei euch auf dem einen Platz gemacht wird ;).
1. wird der Hund immer auf jede Bewegung des Helfers reagieren. Ob er trotzdem im Kommando steht ist Erziehungssache, aber der beobachtet den Helfer verdammt genau.
2. frage ich mich, wie man einne Hund wochenlang ausbilden will, ohne Kommandos zu geben? Für mich ist es ein NoGo, wenn der Halter im SD nicht ständig an seinem Hund ist. Der gibt die ersten Kommandos, lobt, lenkt in die richtige Richtung. Der HF hat da immer dabei und aufmerksam und aktiv zu sein.
3. Das Revieren kenne ich ebenfalls so, aber wozu die zweite Leine und dann noch am HB, sodass der Hund sich verletzen kann? Das ist ähnlich dem Zwangsapport und bei einem gut trainieren Hund, der eben nicht zu früh und zu sehr gepuscht in den Schutzdienst kommt, absolut nicht notwendig.

Thema Aus: Wenn bei uns ein Helfer hingehen würde und würdedie Stimmung wieder anheizen, dann kann ich ja noch lange warten, bis mein Hundwieder irgendwas hergibt.
Man wartet nunmal, bis er kurz das Interesse verliert, dann gehts wieder los. War bei uns nie ein Problem, braucht halt manchmal etwas Geduld.

Bei uns laufen auch nur die Hunde bis zum ca. 4/5 Monat.Danach bekommt der Hund Lappen bzw. Beißkissen, wird sofort ins Sitz gebracht,untergenommen und über den Kopf gestreichelt. Sobald er beginnt zu kauen, zuschütteln oder eben seinen Griff zu lockern = hochheben und hergeben.
Wieso ist das bei euch so starr an das Alter gebunden? Ein Hund bekommt das Hetzleder/Kissen/Wurst/Arm, wenn er so weit ist. Das ruhig halten kann man übrigens auch wunderbar über Streicheln trainieren, dafür braucht man den Hund wieder nicht hochheben und würgen, damit er es hergibt. Deswegen sage ich ja: Sieh dich um, lerne noch dazu. Du kennst EINE – dazu noch fragwürdige – Methode, das zu lehren. Aber alles, was du bisher über negative Einwirkung machen wolltest kann man wunderbar ohne machen. Nur wissen das die Leute, von denen du dein Wissen hast, scheinbar leider nicht.


Ja ich rede vom ersten Lebensjahr. Der Hund kommt mit 8Wochen auf den Platz und beginnt in allen drei Sparten gearbeitet zu werden.Wenn der Hund in den Zahnwechsel kommt, wird nur das Verbellen beübt. Am Anfangtrennt ein Zaun Hund und Helfer, dann ist der Zaun weg. Macht der Hund seineArbeit gut, bekommt er den Lappen bzw. das Kissen ohne Kampf darum! Hund beißtan und sofort lässt der Helfer los.
Da ist also kein Zug und kein Druck an den Zähnchen. Mit ca.7 Monaten ist der Hund durch und dann wird weiter Trieb gemacht. Jetzt auch amPfahl, im Versteck und man beginnt mit Fluchten, wo auch bevor man den Hundschickt, ordentlich Trieb gemacht wird. Aber immer noch kein Gehorsam. NurTrieb, Trieb, Trieb.
Von allem, was du bisher geschrieben hast, entsetzt mich das am meisten. Ich habe so viele ehrgeizige Hundeführer gesehen, die über Leichen gegangen wären, damit ihr Hund so früh wie möglich so gut wie möglich funktioniert. Aber KEIN EINZIGER davon stand mit einem acht Wochen alten Welpen im SD oder auf der Fährte. Jeder dieser Hunde hat trotz allem zuerst die Welpengruppe besucht, die Grundkommandos gelernt, die Grundzüge der UO erfahren und wurde dann – nach dem Zahnwechsel und nach halbwegs überstandenem Wachstum – an den SD rangeführt. Nicht nur, dass du einen so jungen Welpen mit einem Dreierprogramm maßlos überforderst, dir fehlt doch auch jegliche Grundlage für die Arbeit, wenn der Hund nicht einmal die grundlegenden Kommandos beherrscht und keinerlei Bindung zu dir hat. Abgesehen davon schadest du der Gesundheit des Hundes, wenn du ihn in dem Alter sportlich überforderst. Das Prinzip ist mir bisher von allem am unverständlichsten, weil ich wirklich noch nie mitbekommen habe, dass man schon bei einem Welpen so hart rangeht und damit u.U. so viel versaut. Dasselbe ist es mit dem letzten Satz: Noch bevor der Hund Sitz kann, noch bevor er eine Bindung zu mir hat, wird er gepusht, gepusht, gepusht – das ist mir unverständlich. Selbst angehende Blindenhunde, die wirkliche Arbeitstiere sind und später immer funktionieren müssen, werden im Welpenalter zunächst spielerisch sozialisiert, bevor es in irgendeiner Form an Arbeit geht. Überleg dir doch bitte mal, ob das, was da gemacht und empfohlen wird, WIRKLICH so sinnvoll ist.


Das mit den genetisch fixierten Eigenschaften kann ichselbst nicht so gut erklären, ich habe das mal in einer VDH Zeitung gelesen,ich muss mal gucken, ob ich das nochmal finde.
Das war so erklärt, dass ein Hund, der als Welpe sehrselbstbewusst war, dann aber mit 8 Monaten ein traumatisches Erlebnis hatte undseitdem Angst hat, trotzdem an seine Nachkommen das genetischeSelbstbewusstsein weitergeben wird.
Also nicht das, was sich die Welpen von der Mutter bzw. demVater abgucken, sondern das was sie an Eigenschaften z.B. hoher Beutetrieb vonihren Eltern durch Leistungsseleketion mitbekommen.
Ok, das ist was anderes. Du sprichst von der Trennung von vererbt und gelernt.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #364
Aber ich mache mir schon meineGedanken usw. und möchte dass mein Hund eine einwandfreie, saubere undengagierte Arbeit abliefert.

Und wo sind die Gedanken zur artgerechten Tierhaltung? Wo ist dein Eifer nach einwandfreier, sauberer und engagierter Hundeerziehung? Man liest von dir nur, welche Vorraussetzungen du alle an deinen Hund stellst. Der Hund muss dies tun, jenes tun, darf nicht Giek und nicht Gack machen. IPO links, rechts und überall... Aber ich hab noch nicht eine Aussage gehört, in der ich ein nennenswertes Interesse am Wohlbefinden deines zukünftigen Begleiters herauslesen konnte! Wenn du ein maschinengleiches Befolgen deiner Befehle ohne Hirn und Verstand möchtest, dann kauf dir doch bitte ein Spielzeug, kein Lebewesen.

Ich bekomm ich Fußpilz wenn ich lese, was du alles an einem Hund zu bemängeln hat. Der Kopf zu hoch, der Schritt zu weit entfernt, einmal vorpreschen oder nicht. Klar, gut erzogene Hunde sind etwas tolles und ich ziehe meinen Hut vor jedem, der es schafft sein Tier so zu erziehen, dass es sich voll und ganz aufs Wort des Herrchens/ Frauchens verlässt. Aber doch nicht um jeden Preis und schon garnicht mit solch zweifelhaften Methoden. Wegen mir kann auch jeder zu Körungen oder sonstigen Hundeshows gehen: vorrausgesetzt man vergisst dabei nicht, dass es sich um ein Lebewesen handelt!

Wenn die von dir benannten Hunde tatsächlich so eine tolle Bindung zu ihrem Führer hätten (gehts nur mir so oder findet noch jemand dieses Wort hier eindeutig-zweideutig?!) und mit ach soviel Spaß IPO laufen würden, warum sind dann Stachel und Gerten notwendig? Warum muss man dann überhaupt am Hund rucken oder mit der Leine drüberziehen? Ernsthaft, die Antwort würde mich brennend interessieren!
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #365
Ich habe den ganzen Thread von IPO mitverfolgt und ich muss sagen es gruselt mich und macht mich wütend welche Einstellung hier zum Hund und dessen Ausbildung kund getan wird.
Für mich ist das Ziel der Hundeerziehung und ich denke viele hier im Forum teilen meine Meinung, einen alltagstauglichen Begleiter zu haben. Und den ganzen Hundesport macht man in erster Linie um dem Hund eine sinnvolle Beschäftigung zu bieten, die Hund und Herrchen Spaß macht.
Menschen, die so denken wie IPO sollten besser kein Tier haben. Leider gibt es davon noch viel zu viele.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #366
Ich habe den ganzen Thread von IPO mitverfolgt und ich muss sagen es gruselt mich und macht mich wütend welche Einstellung hier zum Hund und dessen Ausbildung kund getan wird.
Für mich ist das Ziel der Hundeerziehung und ich denke viele hier im Forum teilen meine Meinung, einen alltagstauglichen Begleiter zu haben. Und den ganzen Hundesport macht man in erster Linie um dem Hund eine sinnvolle Beschäftigung zu bieten, die Hund und Herrchen Spaß macht.
Menschen, die so denken wie IPO sollten besser kein Tier haben. Leider gibt es davon noch viel zu viele.
Echt da gruselt es mich auch. Wir sind ja selbst Sportler und meine Hunde sollen die bestmögliche Leistung bringen, aber nicht auf Kosten des Hundes. Ich stand mit meinem ersten eigenen Hund auch auf dem Hundeplatz, mit Stachel, der Hund sollte die BH perfekt laufen. Hat auch geklappt, aber dem Hund hat es keinen Spaß gemacht.

Nein, nie wieder werde ich einen Stachel an einen Hund legen. Wer behauptet "es ist nur ein kurzer Reiz und verursacht keine Schmerzen" der lügt.
UO arbeite ich nur mit einem 4 bis 5 cm breiten Halsband, oder Geschirr, geht beides. Klar alles dauert etwas länger, aber es tut dem Hund nicht weh.

Und das man den Hund im ersten Jahr für die IPO nur auf Trieb hetzt find ich echt traurig und so was von lächerlich!
Hier das perfekte Beispiel, wo ich als Pit Halter nur drüber lachen kann (obwohl es sehr traurig ist).

Bitte was soll das in dem Video, das ist all das was ich mit einem Welpen in der Form nie machen würde.

Meine kleine Triebsau, hat eine Beißwurst das erste Mal mit 8-9 Monaten gesehen und da hab ich mit ihr apportiert.
Hund an die Schleppleine, Beißwurst geworfen und sie bringt sie zurück.
Ab und an ein wenig Tauziehen und das wars. (sie hat gewonnen und ich hab es nicht zum Frust kommen lassen)

Mit 2 Jahren hab ich sie dann fürs Hight Jump und Wall Climb trainiert. Es fiel mir erst schwer, sie in der hohen Trieblage zum auslassen zu bewegen, aber selbst das geht. Sie macht auch hang time, so über 20 -30 min, ohne aus zulassen (bis ich was sage).

Weichwurst Hund 2 ist noch ein Zacken schärfer, auch das erste Mal mit 8-9 Monaten ans apportieren mit einer Beißwurst gebracht und auch mit 2 für Triebsport trainiert. Da brauch ich "aus" nur flüstern schon fällt wird los gelassen, egal wie hoch der Trieb ist.

Unser Training für den Sport besteht in Ausdauertraining und UO, und ab und zu am Gerät (Balken/Wall) arbeiten.
Wichtig ist das der Hund sich auf mich (ich versuche sehr leise zu sprechen, vermittelt auch Ruhe) und dann die Beute konzentriert, ist der Hund nicht ruhig wird nicht gestartet.
Da war kein Stachel und kein Kadavergehorsam nötig.
Entweder der Hund hat Trieb oder nicht, da brauch ich keinen 9 Wochen alten Welpen hinterm Zaun juckig auf einen Lappen machen. (das ist so lächerlich)

Hauptsächlich machen wir ja weight pulling, erst war es auf Trieb, jetzt ohne. Ohne Trieb ist pullen besser, da der Hund sich auf die Arbeit und nicht auf die Beute konzentriert. Auch hier versuch ich alles so leise wie möglich zu machen, auch wenn viele bei dem Sport schreien. Ich bin echt froh das meine Hunde keine Punkte, Perfektion oder sonst was brauchen, sie können ihren Sport machen so das wir alles Spaß haben. Was ich echt toll finde, ich muss nichts beweisen, ich steig aus oder hör auf wann der Hund/ich möchte. Außerdem muss der Hund nicht mit X-Jahren das und das haben, nein warum auch. Rüde und Hündin gehen bei unserer Rasse in die Zucht wenn sie was geleistet haben, da kann eine Hündin auch beim ersten Wurf mal 5 oder 6 Jahre sein. Die macht dann aber auch nur max. 3-4 Würfe (wenn überhaupt).
Beim Rüden das Selbe, was soll ich mit einem 3 jährigen Rüden der hoch gepusht wurde, wenn ich einen top gesunden, gut gezogenen und leistungsstarken 10jährigen haben kann. Auch die Rüden machen nicht so viele Würfe, warum auch, so viele Welpen kann man ja gar nicht behalten um die nächste Sportgeneration sich auszulesen. Zum verkaufen sind die Hunde oft zu schade, man will ja selber seine Linien behalten oder wenigstens die nächsten Sporthunde auswählen (man sieht ja nix mit 12 Wochen, ob sie gut werden).
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #368
Ein Film über Diensthunde in Afghanistan. Ist zwar auf englisch, aber vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen:

[YOUTUBE]iM5oSvXAUBI[/YOUTUBE]
 
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