Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum?

Diskutiere Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? im Hunderassen Forum im Bereich Hunde Forum; Doch denke schon, es ist was anderes wenn man für sich nur so trainiert oder ob man für einen Wettkampf trainiert. Das Training ist dann viel...
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #41
Also ich denke nicht, dass ein Hund unterscheidet zwischen "Ortsgruppen-SD" und Staatsmeisterschaft. Hauptsache der Hund arbeitet.
Was die diversen Probleme angeht... nicht alles ist auslastungssache. Der Hund kann noch so gut gearbeitet sein und trotzdem Probleme in der "modernen Welt" machen.
Doch denke schon, es ist was anderes wenn man für sich nur so trainiert oder ob man für einen Wettkampf trainiert.

Das Training ist dann viel anspruchsvoller und mehr, als 1-2 mal die Woche zur "Ortsgruppen" zu gehen.
(Mal unabhänig ob SD oder anderer Sport)
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum?

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  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #42
Es kommt doch darauf an, wie qualitativ hochwertig bzw. "ermüdend" das Training ist. Dem Hund ist es doch egal, ob er hinterher nur auf OG-Basis Turniere läuft oder nicht, der hat kein Empfinden für Punkte. Aber ich weiß schon, die Einstellung zum Sport beim Halter ist dann oft eine andere. ;)
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #43
Es kommt doch darauf an, wie qualitativ hochwertig bzw. "ermüdend" das Training ist. Dem Hund ist es doch egal, ob er hinterher nur auf OG-Basis Turniere läuft oder nicht, der hat kein Empfinden für Punkte. Aber ich weiß schon, die Einstellung zum Sport beim Halter ist dann oft eine andere. ;)
Ja klar, ich denke Foss wollte nur zum Ausdurck bringen das der Hund mit 2 Mal die Woche Platz, nicht so geförtert und gefordert wird wie er es brauchen würde oder wie er es im Turniersport bekommen würde. Mir ging es auch nur ums Training (bzw. um den Vergleich), ob der Hund was gewinnt ist mir egal.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #44
Soo ich will auch mal senfen:

Kann sich hier wer an die Doku von Dukha und Uwe Friedrich erinnern??

Ich finde es einfach so klasse das Uwe bewiesen hat das nicht nur Rassehunde als zb Derogenfahnder arbeiten können. Klar das risiko das ein Mischling sich später doch nicht eignet ist größer, aber grade bei Hunden die keiner braucht lässt sich doch nach einiger zeit rausfinden ob sich da einer eignet.

Was ich damit sagen will: Ich finde es teils echt schade das immer wieder neue Hunde gezüchtet werden müssen um zb eine Drogensuchhundeausbildung zu machen, wo es doch soo viele Tierschutzhunde gibt die das zum teil auch könnten. Klar es ist ein riesen aufwand da drauf zu kommen wer den nun geeignet ist, und klar ich verstehe auch das viele die Zeit nicht haben. Und ja ich will damit nun nicht sagen "Züchtet nimmer bis alle Tiere ein zuhause haben" Nein. Vielmehr will ich sagen "schaut mal was wir da alles vor unserer Haustüre haben und eventuell auch "gebrauchen" können.

ich hoffe es versteht mich wer
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #45
Also, wenn ich bei der Zoll/Polizei angestellt wäre und mir meinen Hund aussuchen müsste, den bezahlen müsste, ausbilden müsste, usw. dann würde ich ganz sicher nicht mit einem Wald-und-Wiesen-Mix herumprobieren, bis mal einer passt, sondern einen Hund holen, der für den Job gemacht ist und wo ich davon ausgehen kann, dass er sich eignet. Ich denke nicht, dass es viele Hunde im Tierschutz gibt, die sich für so einen Job eignen... es ist so schon schwer genug, einen geeigneten Hund (unter den "Züchterhunden") zu finden, wenn man so hört.

Tierschutz in allen Ehren; aber ARBEIT, auch Drogensuche (die übrigens sehr häufig DUAL ausgebildet sind, schnuppern reicht nicht), etc. ist etwas anderes als ein bissl Zielobjektsuche oder Ähnliches.

Zumal viele "Tierschützer" gar nicht an Personen abgeben, die wirklich mit dem Hund ihre Brötchen verdienen.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #46
Huhu!

Dann melde ich mich auch mal zu Wort! :)
Ich hatte noch nicht sehr viel mit Arbeitshunden zutun und mein jetziger Hund ist so ziemlich die größte Schlaftablette die es gibt :roll:
Dennoch hab' ich mich für eine Rasse entschieden, die es in sich hat. Ich habe bereits Kontakt zu einer Züchterin, von der ich dann auch unbedingt einen Hund möchte und ich finde, sie macht es genau richtig.
Sie hat mir erzählt, dass sie die Interessenten die Welpen nicht aussuchen lässt. Sie gibt meistens zwei zur Auswahl. "Entweder die oder keiner", hat sie gesagt. Weil sie am besten abschätzen kann, welche Person mit welchem Hund klar kommt. Und es seien ihr deswegen auch schon Interessenten abgesprungen. Aber besser das, als dass sie am Ende überforderte Besis hat.
Außerdem vermittelt sie nur an aktive Hundesportler und Menschen mit Hundeerfahrung.

Auf der anderen Seite frage ich mich: Sind nicht alle Familienhunde irgendwie verwaschene Arbeitstiere? Man denke an den Sheltie und Collie. Eigentlich auch Hütehundrassen.
Was ist mit dem langhaarigen Herder, der so ein Softie ist, dass er sich eigentlich nicht mal mehr für den Schutzhunddienst eignet?
Und ich hab das Gefühl, dass grade der Border Collie und der Australian Shepherd momentan so zur Mode werden, dass der Rasse das Gleiche passiert.

Zu Flu:
Das habe ich damals schon von einer Freundin gehört und muss sagen, ich finde nein, ein bunter Mischling kann einen echten Arbeitshund nicht ersetzen.
Zum einen kannst du nicht hunderte von Euros in eine Ausbildung stecken um herauszufinden, dass der Hund eigentlich nicht geeignet ist. Davon ab kann man nicht einen Hund mit unbekannter Vorgeschichte so einfach auf Leistung trainieren..

Bis zu einem gewissen Grad kann man immer formen und biegen, aber den ein oder anderen Trieb bekommt man nicht heraus.
Als Beispiel mein Hund, Mo. Als ich ihn bekommen habe, ist er viel herumgestreunt. Viel Abstand, machen worauf er Lust hat, irgendwann zu Frauchen zurück kommen.
Es war durchaus Arbeit ihm das abzuerziehen und ich hatte es eigentlich schon aus ihm raus. Vor ein paar Wochen hat es "klick" gemacht und alles ist wieder wie früher. 20-40m Abstand, auf den Abruf wird bei Bedarf mal reagiert. Das könnte von einem Schuss HSH kommen, ich weiß es nicht. Weil seine Eltern nicht bekannt sind und ich würde mal behaupten, bei einem Mix kann die ersten 3-4 Jahre noch jede Mögliche Überraschung auf einen warten..
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #47
So nachdem ich den ganzen Tag was antworten wollte, aber mein Internet immer gesponnen hat, erst spät meine Frage hierzu

Showhundchen leiden oft unter krassen Wesensmängeln, weshalb sie auch für die Arbeit nicht mehr zu gebrauchen sind - für die Familie aber genauso wenig. Ich wollte keinen ängstlichen, wesensschwachen Hund, der weder Fisch noch Fleisch ist, zwischen meine Kinder setzen (siehe Bearded Collie, Collie, Tervueren und Groenendael, etc.).

Ist das nun "nur" ( nicht abwertend gemeint;) )deine persönliche Meinung oder muss ich mir ernsthaft Gedanken machen?
Muss ich nun Angst um meine Kinder haben?
Ich habe meinen Collie bis dato mit gutem Gewissen bei meinen Kindern sitzen.

zum Thema; ich finde es im Grunde gut dass es solche Arbeitsrassen gibt- allerdings auch nur dort wo sie gebraucht und dementsprechend gehalten werden.
siehe Polizei oder Zoll.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #48
Mein Labi ist aus der Arbeitslinie und ich finde das toll. Lebhaft, verspielt, schwimmt gerne und macht leidenschaftlich gern Dummyarbeit. Es macht einfach sehr viel Spaß, sich mit ihm zu beschäftigen.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #49
Mh, mittlerweile wird ja auch wieder viel Wert auf ein "stabileres" Wesen gelegt (siehe z. B. vom Bopparder Hamm, die macht VPG mit ihre Collies), aber es ist doch wirklich kein Geheimnis, dass Collies ein echt zerbrechliches Gemüt haben, scheu, übersensibel... sicher nicht Alle. Wobei ich mich da nicht so auskenne, wie bei den anderen Rassen. Aber auch der Collie ist für mich eine Rasse, wo man dran sehen kann, wohin es führt.
Riesige Fellberge, Arbeit? Was ist das denn?

Wenn man von Bearded Collie Haltern gesagt bekommt, dass sie sich nach einer anderen Rasse umschauen, weil die Hunde nichts mehr abkönnen, Umweltprobleme haben und "nicht wie früher" sind, dann ist das schon ein Zeichen...

Groenendael, Tervueren... gibt einige dieser Hunde, die Angstverhalten an den Tag legen, huschig sind, schlechte Nerven haben und das zeigt sich eben auch im Alltag.

Mit einer Selektion über eine Arbeitsprüfung oder Ähnliches wäre das nicht passiert. "Schön aussehen" allein reicht eben nicht.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #50
Danke Exe...:
Also, wenn ich bei der Zoll/Polizei angestellt wäre und mir meinen Hund aussuchen müsste, den bezahlen müsste, ausbilden müsste, usw. dann würde ich ganz sicher nicht mit einem Wald-und-Wiesen-Mix herumprobieren, bis mal einer passt, sondern einen Hund holen, der für den Job gemacht ist und wo ich davon ausgehen kann, dass er sich eignet. Ich denke nicht, dass es viele Hunde im Tierschutz gibt, die sich für so einen Job eignen... es ist so schon schwer genug, einen geeigneten Hund (unter den "Züchterhunden") zu finden, wenn man so hört.

Tierschutz in allen Ehren; aber ARBEIT, auch Drogensuche (die übrigens sehr häufig DUAL ausgebildet sind, schnuppern reicht nicht), etc. ist etwas anderes als ein bissl Zielobjektsuche oder Ähnliches.

Zumal viele "Tierschützer" gar nicht an Personen abgeben, die wirklich mit dem Hund ihre Brötchen verdienen.

Man muss nun wirklich unterscheiden ob man bissel rumtollt, Dummyspiele macht, 2x die Woche trainiert und gaaaanz viel spazieren geht. Oder ob ein Hund ein manchmal sogar lebenswichtiger Arbeitspartner ist/sein soll.

Also ich arbeite viel mit meinem Schäferhund - aber weit aus nicht genug um mir einen echten Gebrauchshund (gute Zucht Arbeitslinie) mit all seinen Ansprüchen, Anforderungen und ja auch genetisch bedingtem Arbeitstrieb zu zu trauen.

Die Tiere (echte Arbeitslinie) die ich durch meinen Freundeskreis kenne (Polizei/Zoll Flughafen) sind wundervoll - aber ihre Besitzer/Partner machen im Prinzip nichts anderes (im Job und in der Freizeit) als mit dem Hund zu arbeiten - welcher nicht Berufs-Hunde-Halter kann und will das denn leisten?
Und unter uns - die werden schon arg gedrillt (Hunde und Menschen)...die meisten Tiere können überhaupt nur 3-4 Jahre Dienst leisten - und eine sehr hohe Lebenserwartung haben sie leider auch nicht - da sie in ihrer Arbeitsphase sehr unter Stress und Druck stehen - so hart ist das.
Bisweilen finde ich es sogar recht grenz-wertig.....

LG Suno
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #51
Es gibt auch viele Rettungshunde - Collies.
Unteranderem auch von Züchtern.
Aber ich verstehe was du meinst ;) vorallem mit den Fellbergen, da gibts Exemplare die sind wirklich zum abgewöhnen.
zerbrechliches Gemüt? Scheu? So würde ich Balou jetzt nicht beschreiben, jedoch schon skeptisch neuem Gegenüber.


Wenn man von Bearded Collie Haltern gesagt bekommt, dass sie sich nach einer anderen Rasse umschauen, weil die Hunde nichts mehr abkönnen, Umweltprobleme haben und "nicht wie früher" sind, dann ist das schon ein Zeichen...

scheint ein gutes Beispiel zu sein, Leute hier im Ort haben ihre 4. Beardi Hündin und sagen das auch:angel:.

aber was anderes: seht ihr Behinderten Begleithunde und Blindenhunde nicht auch Arbeitshunde?
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #52
Die Tiere (echte Arbeitslinie) die ich durch meinen Freundeskreis kenne (Polizei/Zoll Flughafen) sind wundervoll - aber ihre Besitzer/Partner machen im Prinzip nichts anderes (im Job und in der Freizeit) als mit dem Hund zu arbeiten - welcher nicht Berufs-Hunde-Halter kann und will das denn leisten?
Und unter uns - die werden schon arg gedrillt (Hunde und Menschen)...die meisten Tiere können überhaupt nur 3-4 Jahre Dienst leisten - und eine sehr hohe Lebenserwartung haben sie leider auch nicht - da sie in ihrer Arbeitsphase sehr unter Stress und Druck stehen - so hart ist das.
Bisweilen finde ich es sogar recht grenz-wertig.....

Es erfordert ja auch einfach eine andere Einstellung zum Hund, wenn man so ein Pensum durchzieht.

Gerade bei Polizeihunden kann es halt passieren, dass man mit Hund zum Dienst geht und mit dem Halsband zurück kommt.
Damit muss man dann eben rechnen und das sollte einem auch klar sein- das ist beim "Normal"-Hundehalter jetzt nicht unbedingt der Fall bzw. sollte es nicht sein.

Was ich aber gerade auch bei Arbeitsrassen immer wieder wichtig finde: Nur weil es eben "Arbeitsrassen" sind ziehen die Halter sich ihre Junkies auch durchaus selbst heran.
Ich kann natürlich jeden Tag meinen Border nehmen und 8 Stunden Bespaßung organisieren- aber das braucht der Hund im Zweifelsfalle nicht.
Es zieht sich eig. durch alle "Arbeiter" durch, dass teilweise verzweifelte Menschen daneben stehen, die nicht wissen was sie ihrem 6 Monate alten Hund jetzt noch bieten sollen, weil der nach 4 Stunden immer noch mehr fordert.

Auch ein Border kann, wenn ich es richtig anpacke, mit einstündiger Bespaßung zufrieden sein.
Auch aus einer Leistungslinie.

Dieser Irrglaube über die unbegrenzte Arbeitsfähigkeit dieser Hunde ist es mMn was ihnen in (unwissender) Privathand das Genick bricht.
Da werden Junghunde herangezogen mit der Frust-Toleranz eines Maikäfers und der Ausdauer eines Marathonläufers, obwohl er viel besser im Sprint wäre.

Habe ich dann noch die glorreiche Idee und kombiniere das mit einer ausgeprägten Ballsucht haben zumindest Hundetrainer für die nächsten Jahre mehr als ausgesorgt;)

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

aber was anderes: seht ihr Behinderten Begleithunde und Blindenhunde nicht auch Arbeitshunde?

Aber sowas von.
Diese Hunde müssen ja rund um die Uhr funktionieren;)

Als Vergleichswert: Gute Therapiebegleithunde sind nach 1 Stunde im Einsatz mehr als gut durch;)
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #53
Und unter uns - die werden schon arg gedrillt (Hunde und Menschen)...die meisten Tiere können überhaupt nur 3-4 Jahre Dienst leisten - und eine sehr hohe Lebenserwartung haben sie leider auch nicht - da sie in ihrer Arbeitsphase sehr unter Stress und Druck stehen - so hart ist das.
Bisweilen finde ich es sogar recht grenz-wertig.....

In einem Job, wo mein Leben mitunter von der Leistung meines Hundes abhängt, finde ich das nicht unbedingt grenzwertig. Sonst kann man es, finde ich, auch irgendwie gleich lassen. Das sollte keinem Privathund "angetan" werden, aber es heißt nicht umsonst "Gebrauchshund" ..

Willi, ich finde, Blindenführhunde sind auch echte Arbeitshunde. Die leisten wirklich einiges. Wenn man nur überlegt, was die an Umweltreizen permanent aushalten und dazu auch noch erkennen müssen, welche von Bedeutung sind und welche nicht.. Das ist ne echte Leistung.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)
Off-Topic

Off-Topic
Diese Hunde müssen ja rund um die Uhr funktionieren;)

Ach, ich denke auch Blindenhunde haben mal Pause :)
Wir treffen ab und zu im Wald einen Mann mit Blindenhund. Der hat dann einen Freund mit dabei, der ihn am Arm nimmt und der Labbi darf frei laufen und auch mit meinem Mo spielen :)
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #54
Ach, ich denke auch Blindenhunde haben mal Pause :)
Wir treffen ab und zu im Wald einen Mann mit Blindenhund. Der hat dann einen Freund mit dabei, der ihn am Arm nimmt und der Labbi darf frei laufen und auch mit meinem Mo spielen :)

Klar dürfen die auch sowas, aber so grundsätzlich müsste er ja doch sofort wieder parat stehen;)
Ist eben doch was anderes als der "Normal-Hund", der spielen geht.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #55
Willi, ich finde, Blindenführhunde sind auch echte Arbeitshunde. Die leisten wirklich einiges. Wenn man nur überlegt, was die an Umweltreizen permanent aushalten und dazu auch noch erkennen müssen, welche von Bedeutung sind und welche nicht.. Das ist ne echte Leistung.

Aber sowas von.
Diese Hunde müssen ja rund um die Uhr funktionieren;)

Als Vergleichswert: Gute Therapiebegleithunde sind nach 1 Stunde im Einsatz mehr als gut durch;)

Das meine ich nämlich auch;).
Auch die sogenannten Besuchshunde für Altenheime oder Behinderte Kinder.
Die sollten doch eher eine Sensible Ader haben ?

Es erfordert ja auch einfach eine andere Einstellung zum Hund, wenn man so ein Pensum durchzieht.

Gerade bei Polizeihunden kann es halt passieren, dass man mit Hund zum Dienst geht und mit dem Halsband zurück kommt.
Damit muss man dann eben rechnen und das sollte einem auch klar sein- das ist beim "Normal"-Hundehalter jetzt nicht unbedingt der Fall bzw. sollte es nicht sein.

Was ich aber gerade auch bei Arbeitsrassen immer wieder wichtig finde: Nur weil es eben "Arbeitsrassen" sind ziehen die Halter sich ihre Junkies auch durchaus selbst heran.
Ich kann natürlich jeden Tag meinen Border nehmen und 8 Stunden Bespaßung organisieren- aber das braucht der Hund im Zweifelsfalle nicht.
Es zieht sich eig. durch alle "Arbeiter" durch, dass teilweise verzweifelte Menschen daneben stehen, die nicht wissen was sie ihrem 6 Monate alten Hund jetzt noch bieten sollen, weil der nach 4 Stunden immer noch mehr fordert.

Auch ein Border kann, wenn ich es richtig anpacke, mit einstündiger Bespaßung zufrieden sein.
Auch aus einer Leistungslinie.

Dieser Irrglaube über die unbegrenzte Arbeitsfähigkeit dieser Hunde ist es mMn was ihnen in (unwissender) Privathand das Genick bricht.
Da werden Junghunde herangezogen mit der Frust-Toleranz eines Maikäfers und der Ausdauer eines Marathonläufers, obwohl er viel besser im Sprint wäre.

Habe ich dann noch die glorreiche Idee und kombiniere das mit einer ausgeprägten Ballsucht haben zumindest Hundetrainer für die nächsten Jahre mehr als ausgesorgt;)

Danke:clap:
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #56
Gerade bei Polizeihunden kann es halt passieren, dass man mit Hund zum Dienst geht und mit dem Halsband zurück kommt.

Wurde uns in der Hundeführerschulung auch mal gesagt, das es bei einem Diensthundeführer eben auch dazu gehört in Kauf zu nehmen das der Hund verletzt oder schlimmeres wird. Wenn man den Hund nicht nur als Einsatzmittel betrachtet schon eine erschreckende Vorstellung. Aber über so etwas muss man sich denn eben auch Gedanken machen.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #57
Auch die sogenannten Besuchshunde für Altenheime oder Behinderte Kinder.
Die sollten doch eher eine Sensible Ader haben ?

Naja...es kommt halt darauf an was ich will und welchen Hund ich habe.
Bei einem Kind mit Depression macht ein sehr träger Hund nicht unbedingt Sinn, da sind "Ballerbirnen" gerade richtig- bei einem sehr aktiven Kind doch eher den "Sofawolf".

Off-Topic
Liam z.B. ist einsame Spitze an/mit Kindern mit Behinderungen usw., aber sein "Spezialgebiet" sind Menschen, die im Sterben liegen. Trotz seiner eig. absoluten Dampflok-Mentalität.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #58
Ich denke es kommt sicherlich darauf an wofür man den HUnd haben möchte. Patch zum Beispiel reiner Mix aus wilden Rassen arbeitet total gerne, wenn nicht gerade etwas ganz interressant riecht, oder er mal wieder keine Lust hat. Hat er keine Lust zeigt er einem knall hart das man den kram doch bitte alleine machen möchte. Man schafft es dann eben gerade noch einen positvien Abschluss hin zu bekommen und das wars dann auch. Egal wie man bekommt ihn dann nicht in die Arbeit.
Im Gegenteil zu Diva für sie bedeutet arbeit alles, auch wenn sie viel zu viele Erbkrankheiten hat, würde sie für arbeit sterben. Und für einen Schäferhund finde ich relativ klar im Kopf(kenne da schlimmere).
Leider ist sie körperlich einfach nicht gesund, eine Hochzucht eben. Man kann sie überall und jederzeit in die Fussarbeit nehmen.
Ich würde wohl schon beim Schäferhund bleiben, aber ob ich dann wirklich eine Hochzucht möchte mag ich noch zu bezweifeln. Ich denke ich würde dann schauen nach einer Zucht wo die Eltern nicht so hoch ausgebildet wurden.
Sie sollten noch ansprechbar sein, nicht wie andere Schäferis, die wenn sie ihren Ball haben nichts mehr wahr nehmen. Vielleicht wäre ein Mix zwischen Leistung und Hochzucht ja etwas. Auf jeden Fall sollte es dann wieder ein Langhaar sein. Für mich gibt es eh viele Punkte(nicht übertrieben Triebstark), da ich nicht in den Schutzdienst sondern in der Rettungshundearbeit tätig bleiben werde.
Hätte ich nicht gerade so einen Hundesport ausgesucht, dann würde ich mir im Leben nicht so einen Hund holen. Einen Mali oder Herder würde für mich auch nicht in Frage kommen, auch kein Aussie. Border wohl auch eher nicht.

Aber bis dahin ist noch so viel zeit hoffe ich.

Lg Yvi
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #59
Sie sollten noch ansprechbar sein, nicht wie andere Schäferis, die wenn sie ihren Ball haben nichts mehr wahr nehmen.

Das hat aber im Zweifelsfalle nicht viel mit dem Hund zu tun, sondern damit, dass der Halter ihn schlicht und ergreifend zu einem Balljunkie gemacht hat.
"Klar" bleiben kann jeder Hund, während er spielt, aber eben nicht, wenn man ihn quasi darauf trainiert genau das nicht zu sein.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #60
Ein Hund der zum Arbeiten benötigt wird, wird sicher nie in die Verlegenheit kommen, zum Balljunkie zu werden.
Z.B. meine Freundin benötigt einen Blindenführhund.
Die Freizeit des Hudes sieht so aus, das die Hündin auch mal mit anderen Hunde toben und spielen kann. Dabei wird das Geschirr abgenommen und das ist das Signal, das der Hund frei laufen und spielen darf :)
 
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