Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum?

Diskutiere Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? im Hunderassen Forum im Bereich Hunde Forum; Melde mich pünktlich morgen früh zurück komme grade vom Hundeplatz zurück und bin todmüde... nur kurz @Kasary ich hatte bereits anderthalb Jahre...
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #341
Melde mich pünktlich morgen früh zurück komme grade vom Hundeplatz zurück und bin todmüde...

nur kurz @Kasary
ich hatte bereits anderthalb Jahre Humanphysio rum müsste dann aber leider abbrechen weil es mir gesundheitlich nicht gut ging und ständige krankenhausaufenthalte usw. Leider in der praktikumszeit und die Schule hat dann irgendwann gesagt nochmal von vorne oder gar nicht.
da es aber eh immer mein Wunsch war Tierphysio zu werden, wollte ich diese Ausbildung dann jetzt gleich machen.
also gewisse Grundqualifikationen sind vorhanden.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum?

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  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #342
Off-Topic
Syn, vielen Dank für diesen super Beitrag. :045:
IPO, Du solltest Dir (voralem auch nachdem du Syn's Beitrag gelesen hast) mal die Frage stellen, warum der IPO-Sport teilweise so verrufen ist... Genau wegen solchen Vereinen und Leuten wie Dir. Wie gesagt, glücklicherweise gibt es aber mittlerweile doch auch Plätze, auf denen hundegerecht trainiert wird.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #343
Jeder Hund hier auf dem Hundeplatz würde am liebsten auf denHundeplatz ziehen und zwar mit aller Kraft. Wenn sie doch aber so gestresst sind, würden sie dann nicht lieber im Auto bleiben?

Im Grunde kann man das ganz einfach erklären: Sport setzt nämlich Endorphine frei und wir fühlen uns dadurch glücklich. Daher gehe ich davon aus, das es vielleicht bei Hunden auch so ist.
Ich selbst bin leidenschaftliche Sprinterin und gehe total ab wenn ich eine Stadionbahn sehe - ich würde am liebsten nur Laufen, Laufen und Laufen, bis es mich entweder hinhaut oder ich einfach nicht mehr kann. Es setzt in mir selbst enorme Glücksgefühle frei - ich denke viele kennen ja auch, das zu viel Sport richtig süchtig machen kann....man will mehr und mehr und mehr...
Und ich denke, so läuft das auch bei einigen Hunden ab.

Natürlich gibt es Hunde die arbeitswütig sind und nur so auf Arbeit aus sind. Dafür haben wir ja die ganzen Arbeits- und Gebrauchshunderassen...jedoch möchte ich zu bedenken geben, das "Will to please" nicht alles ist - auch diese Arbeit und den Sport kann süchtig machen und ein Teil der Hunde freut sich daher auf den Platz weil es in ihnen Endorphine freisetzt, weil sie süchtig sind.
Erst letztens habe ich ne Doku über Suchtverhalten vom Menschen gesehen...und egal was man dem Mann vorgesetzt hat...ne Million Euro wenn er aufhört...er hat zu den Drogen gegriffen weil das Hirn einfach nicht anders konnte.

Mein Wunschhund ist eben ein triebgestörter Vollidiot mitHang zum Wahnsinn.

Hm, wie schaust du dann nicht in die Richtung Malinois oder Herder? Hast du dich dort schon einmal umgesehen? Je nach Linie gehen die genauso gut ab wie du es haben willst - jedoch drehen sie sich auch blitzschnell um und brechen dir fast den Arm, wenn man sie als Halter ungerecht behandelt.


Weißt du, ein Teil von mir versteht dich echt gut bezüglich Leistung und ich sehe sehr viel von mir persönlich auch in dir. Ich sehe meinen Kampfgeist in dir, die Ausdauer, ein Ziel vor Augen - und ich kann mir gut vorstellen, das wir wohl zusammen viel Spaß hätten....
Jedoch würde ich dich bitten, den Kopf zu heben und mal nach Links und Rechts zu schauen. Es geht mir nicht darum, wer Recht hat oder nicht, das ist mir völlig einerlei und auch nicht meine Aufgabe, dies zu bewerten. ich möchte dich einfach nur bitten, dich in deinen jungen Jahren nicht zu versteifen.
Weißt du, die Welt ist enorm vielseitig. Nicht nur außerhalb auf Hundeplätzen, sondern auch darauf. Es gibt so unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen wie es Charaktere unter den Hunden gibt.
Und daraus habe ich für mich eine sehr, sehr wertvolle Erfahrung gelernt: Es gibt kein Schwarz oder Weiß....nur Grautöne....die meisten Menschen finden die Farbe Grau jedoch langweilig...unschön...aber genau dieses Grau macht diese Welt so unheimlich bunt und man sollte sich daraus nehmen, was einem selbst - und seinem anvertrauten Lebewesen weiterhilft.
Dafür muss man sein Ego oftmals hinten anstellen, runterschlucken, den Kopf heben und weitergehen. Aber weißt du was? Wenn man selbst genug Stärke besitzt, können die anderen Mitmenschen tun was sie wollen und nichts bringt einem aus der Ruhe.
Da ist es dann egal ob gelacht, geweint, geschrien wird...wieso sollte mich das verletzen?
Für andere ist es vielleicht wichtig, das ein Hund "funktioniert" - aber wieso sollte ich mich über andere definieren?
Bin ich auf der Welt, um andere glücklich zu machen?

"You are what you love
Not who loves you"
- Fall Out Boy


Ich bin doch nicht davon abhängig, was andere von mir denken - vor allem nicht wenn es um ein Lebewesen geht.
Weißt du, ich habe das im letzten Jahr sehr intensiv zu spüren bekommen....bin von einem Trainer zum nächsten, von einem HuPla zum nächsten und keiner konnte mir helfen...aber weißt du was?
Ich habe bemerkt, das ich mich selbst, das was mich ausmacht, in der Odysee völlig verloren habe...und dadurch auch seelisch und geistig meinen Akos. Ich war so darauf fixiert, weil andere mir ständig sagten "Das ist kein normaler Schäferhund." oder "Mit sowas arbeite ich nicht.", das ich selbst schon geglaubt habe, ich habe einen völlig abnormalen Hund.
Ich habe im letzten Jahr sehr viel an mir selbst und meiner Einstellung gearbeitet...und kaum hat sich meine Ausstrahlung geändert, ist Akos wieder aufgeblüht...vorher schlich er wie ein Schatten durch das Haus, fraß nicht mehr 12 Tage am Stück...aber als ich wieder zu mir selbst gefunden habe - zu der fröhlichen Sabine, die sich einen Scheiß darum kümmert, was andere von mir halten, hat er sich fast noch am selben Tag zum positiven verändert. Ich verbiege mich für keinen mehr...weder für Freunde noch für einen Verein...noch für meinen Trainer...seitdem ist mein Hund wieder aufgeblüht...er ist zusammen mit mir wieder die Freude in Person und genauso happy wie ich ihn als Junghund so lieben gelernt habe.

Ich möchte dich einfach bitten, das du den für dich und deinen Hund richtigen Weg findest. Ich werde ihn dir weder ausreden noch schön reden - jeder hat in seinem Leben das Recht so zu handeln, wie er es als wichtig und richtig erachtet.

Ich wünsche dir, die Stärke und den Mut, Dinge selbst (kritisch) zu hinterfragen und selbst (andere) Erfahrungen zu machen. Das sind Dinge, die einem im Leben weiterbringen. Eigenes Nachdenken und Abwägen kann viel Kraft kosten - ich tue das ständig, selbst bei Kleinigkeiten...und ich sage dir, das man oftmals auf der Strecke bleibt und sich einfach nur ins Bett kuscheln möchte. Aber diese Erfahrungen weiten den eigenen Blickwinkel enorm, man versteift sich nicht auf etwas Vorgekautes sondern lernt, Dinge zu sehen, die andere Menschen nicht tun.
Wie es ein sehr guter Freund sagte:

"Ein wahrer Lehrer bleibt mit dir immer auf Augenhöhe."

Entschuldige bitte das ganze Ausschweifen - ich habe die Angewohnheit, mir allerlei von der Seele zu schreiben, anstatt zu schlafen *schmunzel*. Wobei...die restlichen 2 Stunden kann ich auch gleich wach bleiben...

Und weißt du was? Ich denke, das wir beide zusammen auf solchen Prüfungen sicherlich viel Spaß hätten - auch wenn ich den KNPV bevorzugen würde *zwinker*.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #344
@Syn
1.Beitrag
Mir hat es nicht weh getan, dir schon. Diese Unterschiedegibt es auch bei Hunden. Bei einem sehr führerweichen Hund brauche ich keinStachel, weil der nämlich durchaus auf meine Stimme usw. reagiert. Auch imhochgefahrenen Trieb.
Natürlich ist es weitaus einfacher mit einem StachelhalsbandSchmerzen zuzufügen, als mit einem normalen Lederhalsband. Deshalb hat manimmer zwei Leinen dran, einmal am normalen Halsband und eine dünne, leichteLeine am Stachel. Je „schärfer“ das Hilfsmittel, desto gefühlvoller muss mandamit umgehen.
Die Leine überbekommen, ist übrigens auch nichts weiter alsein scharfes Einschneiden in das Verhalten des Hundes. Beispiel: Hund siehtWild – HF ruft Platz – Hund ignoriert HF – HF wirft Leine mit Kraft über denca. 2m entfernt stehenden Hund – Leine unterbricht Hund und erreicht ihn – Hundlegt sich ab.
Nein, mein Hund muss nicht unbedingt gekört werden. Aberwenn ein Hund blutlich gut gezogen ist, hervorragend arbeitet und dann auchnoch ein ansprechendes Gebäude hat und top gesund ist, warum nicht?
@Para
Der Hund muss doch trotzdem jeden Tag raus oder? Auch wennman Vollzeit arbeitet? Und wie du unten geschrieben hast „meine beiden mögenjetzt einen ausgiebigen Spaziergang“ – gut dann einen Hund in die Ablage, mitdem anderen arbeiten, ihn auspowern, dann tauschen. Soviel Zeit wirdtatsächlich immer sein. Und wenn es einmal nicht so ist, wird dir auch keinHund die Wände hochlaufen.
Das nicht für den IPO Sport interessieren, beläuft sich dannallerdings meistens auf den Schutzdienst. Dann kann man Unterordnung undFährten trotzdem machen oder? Oder aber die Sportrettungshundeprüfung? Da gibtes schon noch Alternativen.
Wobei ich ehrlich sagen muss, natürlich kenne ich denLaekenois, von Bildern und aus dem Internet. Aber ich glaube wenn jetztwirklich einer vor mir stehen würde, müsste ich auch kurz überlegen. Ich weißauch, dass es langhaarige Herder gibt. Als das erste Mal einer vor mir stand,dachte ich auch: toller Mischling.
Auch mit Brooklyn (langhaar, grau) habe ich das. VieleMenschen halten sie für einen Collie-Schäferhundmix. „Aber wo kommt denn dieFarbe her?“
Ach auch einen Dackel ;) Haben wir auch einen auf dem Platz…aberdas ist eher ein LMAA-Hund, als ein Streber :D

@Jacy1981
So einen Fall hatten wir schon mal. Mein Opa hat früherRottweiler gezüchtet und ein Welpenkäufer hat dann mit der erworbenen Hündinselbst einen Wurf gemacht und sich einen Rüden behalten.
Den Anuk. Und Anuk hat er scharf abgerichtet, überWehrtrieb, Futter- und Schlafentzug usw. Tja, Anuk war sehr futterneidisch undmit einer kleinen Hündin hat er es dann übertrieben.
Anuk im Zwinger, er füttert die kleine Hündin vor seinenAugen, hält ihm das Futter hin und gibt es dann der Hündin. Als er dann denZwinger aufgemacht hat, um auch Anuk zu füttern, hat der sich herzlich wenig fürdas Futter interessiert. Der hing dann nämlich im Arm seines Besitzers.
Besitzer war Metzger und musste den Hund quasi abstechen,damit er nochmal loslässt. Polizei gerufen, die haben den Hund erschossen undBesitzer hat Arm abgenommen bekommen und konnte nie wieder arbeiten…
Soviel dazu.

@Fluli
Wo genau habe ich Minderwertigkeitskomplexe? Es ist eineSache, wenn du mit Familienhunden aufwächst oder wenn du mit Sporthunden großwirst, die alle mit 2 Jahren die Prüfung haben müssen. Du übernimmst das, wasdu vorgelebt bekommst oder?
Auch nochmal zu dir: es gibt einige Schäferhundmischlinge,die aussehen wie ein reiner Schäferhund. Und wenn ich den Hund auf demSpaziergang sehe, gehe ich auch von einem reinrassigen aus.

@Exe
Ich kenne die Körordnung.
ABER, jetzt kommt das große aber: dieser Hund ist aus einemkleinen Zwinger und hat keinen namhaften Zwingernamen hintendran. Warum solltesich also ein Züchter für ihn entscheiden?
Entweder er überzeugt mit guten Prüfungen, die er jung abgelegthat und anschließend mit überregionalen Starts oder man kann es vergessen undbraucht ihn auch nicht anzukören. Das ist dann rausgeschmissenes Geld.
Deshalb sagte ich ja: mit ca. 18/19 Monaten wird der Hundzur IPO I geführt. Mit ca. 21/22 Monaten zur IPO II, da ist ja kein großerUnterschied. Steh kommt dazu, zwei Verstecke und ein schwereres Holz. Mit 24Monaten wird er angekört. Mit 26 kommt die IPO III. Dann erledigt man seine Qualiprüfungen,damit der Hund mit 3 Jahren die erste LGA laufen kann.

@Kiwi
Ich denke immer über das nach, was andere Leute sagen,vergleiche das mit den Erfahrungen, die ich bisher gemacht habe und überlegemir, ob es klappen könnte.


@Kasary nochmal
Kein rosa Halsbändchen? Mensch, ich hab für den Rüden, denich geführt hatte eine babyblaue Halskette besorgt :D
Aber jetzt mal andersrum: 88cm Stockmaß. Kommt der über dieMeterhürde? 1,80 Schrägwand? Ich denke nicht. Unser Berner hat annähernd 56kg,also nochmal fast 10kg leichter und der tut sich schon schwer, wenn er nur 50cmspringen muss.
Das ist zu groß und zu schwer. Ein anderer Hund ist zuleicht und zu klein.
Schäferhundleute sind meistens Rassisten, bei denen kommtkein anderer Hund ins Haus als ein Schäferhund. Ich kann mich auch nur extremschwer für andere Rassen begeistern.
Das einzige, was ich mir gefallen lasse, sind die im VDHanerkannten Gebrauchshunderassen. Der Rest sind doch alles keine „richtigen“Hunde.
Zur Ausbildung habe ich ja vorhin schon was geschrieben.

@Syn
2. Beitrag
Ja ich wollte Brooklyn unbedingt haben. Eben einenSchäferhund für den IPO. Und dass es anders geht weiß ich (sie hat diekomplette UO ohne Stachel gelernt (außer Voraus und Apport)), war aber dennochnicht so konstant und ständig im Trieb, wie die anderen Hunde.
Und ja, meine Mutter wollte Brooklyn dann irgendwann selbstführen. Ich durfte nicht mehr mit ihr spazieren gehen, ich durfte sie nichtmehr füttern. Meine Mutter, die ja so gar keine Schäferhunde mochte, würde sieheute keinen anderen Hund mehr holen. Als dann zusätzlich die Schule noch sehreinspannend wurde, habe ich gesagt, hier bitte, kannst sie führen. Irgendwannnervt es dich doch, den ganzen Tag nur erzählt zu bekommen, wie tollRettungshundearbeit ist und wenn ich nicht unbedingt den blöden IPO Sportmachen will, könnte man das auch machen.

Nein das Reinknallen ist überhaupt nicht gesund. Allerdingsliegt das gebrochene Genick weniger am Hund, als am ungeschickten Helfer, derden Hund für seine Schnelligkeit und Wucht nicht gut abgefangen hat.
Nicht mit Gewalt und Schmerzreizen: mit einem starkunangenehmen Reiz.

Außerdem: 90% der Hunde auf unserem Platz leben in derWohnung ;) Nicht im Zwinger. Ganz im Gegenteil.
Dauerhaft leben nur die zwei Hunde von einem HF im Zwinger, wobei auchdort der alte Hund inzwischen im Haus ist. Bei zwei/drei ist der Zwinger einstundenweiser Aufenthalt und beim Rest (ca. 10) lebt der Hund mit in derWohnung, bei drei von ihnen auch mit kleinen Kindern. Da passiert gar nichts.

Der Hund kann in seinem Rückzugspunkt entspannen, dort dasGelernte verarbeiten, er bekommt dort zu fressen, zu trinken, er schläft dort.
Ist er dagegen mit mir unterwegs, so achte ich auf meinenHund und er achtet auf mich. Dabei zu entspannen stelle ich mir schwierig vor?Natürlich läuft der Hund dabei frei durchs Feld, kann dort schnuppern, wo ermöchte, aber wenn ich ihn rufe, dann erwarte ich auch ein mit Vollspeedzurückkommender Hund.

Dann ist bei uns kein Hund draußen mit Maulkorb unterwegs.Noch nicht mal die Malihündin, die bald ihre Prüfung zugelassener Polizeihundhat. Die rennt an der Flexileine rum, läuft zu jedem hin mit angeklappten Ohrenund schmeißt sich auf den Rücken, weil sie Bauch gekrault haben möchte undverteilt Küsschen. Aber wehe ihre HF schickt sie auf jemanden. Dann kennt siekeine Gnade mehr. Auch diese Hündin lebt mit einem zweijährigen Kind zusammen.Im Haus gar kein Thema, sie ist vorsichtig und passt auf. Aber auf demPlatz/während der Arbeit, hat sie zu viel Trieb, um überhaupt in die Nähegelassen werden zu können.

Ja ich finde Prüfungen wichtig. Ich gehe gerne aufPrüfungen, ich erreiche auch gerne hohe Punktzahlen, aber wenn nicht, dann ebennicht. Bei meiner ersten IPO Prüfung, die ich mit Ola gelaufen bin, eine IPOIII auch noch auswärts, war es mir egal, wie viele Punkte ich bekomme,hauptsache bestanden. Als wir dann aber in den 90ern bestanden haben, warnatürlich der Ehrgeiz da, beim nächsten Mal auch so gut abzuschneiden.

Das blutige Maul und die ausgeschlagenen Zähne kamenübrigens von einem Border Collie, der im Obedience geführt wird und einmal beiuns auf dem Platz zu Besuch kam.

Der Trieb von dem ich hier spreche ist der Beutetrieb.Alles, was sich vom Hund wegbewegt, hat ihn unglaublich zu interessieren. Istauch mit Brooklyn so. Wenn die Rehe nicht weglaufen, interessiert sie sichnicht für sie. Laufen sie weg, will sie auch hinterher. Aber nicht weil es Rehesind, sondern weil sie sich von ihr wegbewegen. Auch wenn ich ein Blatt in dieHand nehme und bewege es von ihr weg, versucht sie sich in das Blatt zu hängen(was ja dann natürlich reißt).
Der junge Hund wird im Schutzdienst rein über den Beutetriebaufgebaut. Erst im Alter von ca. 18 Monaten entwickeln sich die Aggressionen imHund und man beginnt langsam und vorsichtig auch im Wehrtrieb zu arbeiten. Undder Hund lernt, wenn ich mich erfolgreich gegen den Helfer wehren möchte, habeich diese Chance, indem ich in die Beute gehe.
Kanalisierung von Wehrbereich in den Beutebereich.

Zum Thema Tacker:
Ein richtig angewendeter Tacker löst Schmerzen aus. Immer.
Ein richtig angewendetes Stachelhalsband löst keineSchmerzen aus. Nie.
Deshalb.

@Foss
Mali oder Herder will ich nicht.
Frei nach dem Motto – der einzig wahre Hund, ist derDeutsche Schäferhund! –
Sind zwar ganz nette Kerlchen und arbeiten auch gut, sindmir persönlich aber zu führerweich. Eher auch noch einen Herder, als einenMali. Allerdings sieht man nicht viele Herder im IPO Sport, von daher kenne ichdort keine Erfahrungswerte, wie man diese Hunde am besten ausbildet.
Einen Mali übrigens würde ich möglichst lange ohneStachelhalsband ausbilden, einfach weil die Hunde so führerweich sind undkörperbetont arbeiten, während ich einem Schäferhund mit 9-10 Monaten einenStachel näher bringen würde. Bei sehr harten Hunden auch schon mit 6-7 Monaten.

Ich denke selbst viel über den Sport nach, habe mich mit denDingen auseinandergesetzt, habe mir die Arbeit von Hunden angesehen undversucht herauszufinden, wie sie ausgebildet worden sind.

Gut dann fährst du auf KNPV Prüfungen und ich halte dir einSchildchen hoch und wenn ich auf IPO Prüfungen fahre, hälst du mir einSchildchen hoch ja? ;)

 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #345
danke syn:clap:
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #346
Die Investition in eine Körung ist bei einer Hündin immer sinnvoller. Selbst wenn dein Rüde zum internationalen Arbeitschampion in 4 Jahren wird ist die Chance, dass er besonders viele Anfragen bekommt sehr gering. Es gibt sehr, sehr, sehr viele deutsche Schäferhunde, viele davon mit hervorragenden Leistungen UND großartigen Namen. Ich will damit nicht deinen Ergeiz wecken, es allen zu zeigen... du solltest eher realistisch bleiben. Frag mal rum, die meisten gekörten Rüden decken, wenn überhaupt, ein mal in ihrem Leben.

Daneben finde ich es echt hart, dass du deinem Hund das old school Drillprogramm antun willst, nur weil du aus ihm Profit schlagen möchtest. Was hat der Hund eigentlich davon?
Dieser Frage bist du immer wieder ausgewichen. Wenn du das nur für dich tust, dann tust du nichts anderes, als dir deinen Hund als Sportgerät anschaffen. Doch, genau das ist es dann.
Natürlich ist es nicht gesund für einen Hund, zu seiner Leistung gedrillt und gezwungen zu werden. Nur bringen DSHs leider so viel WTP mit, dass sie ihren HF meistens abgöttisch lieben und wenn er ihn bis auf die Knochen vermöbelt. Das heißt ja noch lange nicht, dass das auch gut ist.

Wie gesagt, ich hoffe du denkst noch um...

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Off-Topic
Sind zwar ganz nette Kerlchen und arbeiten auch gut, sindmir persönlich aber zu führerweich.
Kenne eine HSH Züchterin, die den DSH liebevoll "Schläferhund" nennt :roll:
Joa, die "Kerlchen" lassen sich eben nicht vermöbeln und unter Druck setzen, dann hast du schneller Fänge im Gesicht als du "Stachelhalsband" sagen kannst.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #347
@Exe
Ich kenne die Körordnung.]ABER, jetzt kommt das große aber: dieser Hund ist aus einemkleinen Zwinger und hat keinen namhaften Zwingernamen hintendran. Warum solltesich also ein Züchter für ihn entscheiden?

Wenn er tatsächlich
blutlich gut gezogen ist, hervorragend arbeitet und dann auchnoch ein ansprechendes Gebäude hat und top gesund ist ...
sollte das genug Interesse wecken. Man ist doch heutzutage so gut vernetzt, du kennst sicher einige Züchter, die Züchter kennen dann deinen Hund. Ist er WIRKLICH so toll und es gibt entsprechendes Material auch im Netz, behält man sich so einen Hund im Kopf - wenn man nicht gerade daran glaubt, dass schnelle Erfolge und der Stand auf dem Treppchen mitvererbt wird. So ein Zucht wollte ich aber sowieso nicht unterstützen.

Wenn dein Schäfer 12 Jahre alt wird und von mir aus mit fünf überregional gut läuft, hat er noch immer genug Zeit ein paar Welpen in die Welt zu setzen.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #348
@Kiwi
Internationaler Arbeitschampion interessiertSchäferhundleute auch nicht. Auch nicht die Deutsche Meisterschaft IPO und nurganz wenige die FCI WM.
Hier zählen die LGA, BSP und die WUSV-WM, wo nurSchäferhunde starten dürfen.

Schau dir Bolle Ja Na Ka an. Der Hund hat mit drei Jahrendie BSP gewonnen und den dritten Platz auf der WUSV gemacht. Der Hund hat 14Deckanzeigen und über 20 Wurfplanungen.
Natürlich ist eine Körung bei einer Hündin sinnvoller. Aberauch da: Wenn du dir eine Hündin holst, führst sie zur IPO III, die sie keineAhnung mit fünf Jahren hat, lässt sie mit zwei Jahren ankören und machst einenWurf.
Du wirst vielleicht ein, zwei Welpen innerhalb deinerOrtsgruppe loswerden und auf dem Rest sitzen bleiben. Dich kennt niemand, deineHündin kennt niemand und ein kleiner Züchter bekommt die Welpen nur verkauft,wenn er einen richtig guten Rüden nimmt. Und selbst das ist kein Garant.
Der B-Wurf aus dem Baghira stammt waren drei Welpen. Einegute Hündin, die zur IPO III geführt wurde, diese mit sehr guten Ergebnissenabgelegt hatte, aber so gesehen keine hervorragende blutliche Abstammung hatteund auch nicht überregional gestartet ist. Zudem der zweite Wurf eines kleinenZüchters.
Der Vater ein BSP Teilnehmer und sehr gute Abstammung.
Drei Welpen. Baghira war geplant zu behalten. Bluna dieSchwester musste behalten werden, weil den Züchter niemand kannte, die Hündinniemand kannte und sich somit niemand für sie interessiert hat. Die dritte imBunde, Blue, wurde an den Nachbarverein verkauft und sie wurde dortausgebildet. Hätte der Züchter dorthin keine Kontakte gehabt, hätte er Bluewohl oder übel auch behalten müssen.
Es ist nicht einfach im SV zu züchten und die Welpen alle anein gutes Zuhause abzugeben.
Gegenbeispiel: Mehrere erfolgreiche Rüden auf überregionalenVeranstaltungen geführt, mehrmals Helfer auf LGA gemacht. Die Leute kenneneinen, wissen wie man arbeitet und sehen gute Hunde, die man selbst geführt undausgebildet hat.
Dieser Mann hat auch einen Wurf gemacht. Alle Welpen weg.Schneller als er bis drei zählen konnte. Hat inzwischen 11 Würfe gemacht undnie Probleme gehabt, die Welpen zu verkaufen.

Nein, mein Hund muss nicht unbedingt angekört werden. Aberwenn ich das tatsächlich mache, dann muss eben auch ein sehr guter bisvorzüglicher überregionaler Start dabei gewesen sein. Nicht weil ich Profitmachen möchte. Aber ich habe bei keinem Hund die rosarote Brille auf und sage,ja toll ein toller Partner im Alltag, der muss decken.
Wenn ich bei einem Hund sage, der ist gut und der kanndecken, dann sage ich das, weil ich die Rasse verbessern möchte. Aber bevor derHund überhaupt zum Decken kommt…dann muss er eben auch was erbringen, damit dieZüchter überhaupt auf ihn aufmerksam werden. Er muss nicht gleich die BSPgewinnen oder sonst was machen. Aber z.B. ein 7. Platz auf der LGA ist schonvollkommend ausreichend.
Verstehst du was ich meine? Die Welpenkäufer haben ihreblutlichen Vorlieben, wollen einen guten Hund von einem namhaften Züchter.Warum von einem unbekannten Rüden einen Welpen nehmen?



EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

@Exe

Ich kenne zwei Züchter, die beide nicht besonders namhaftsind und eher im kleinen Rahmen züchten. Selbst wenn die den Hund einsetzen unddort gute Welpen rauskommen – wenn die dann nicht auch überregionale geführtwerden, wird sich niemand für den Rüden interessieren.


Noch ein Beispiel:


Javir Talka Marda: BSP Sieger, Universal-WM Sieger, V aufder Bundessiegerzuchtschau und dritter Platz auf WUSV WM.


Mehrere hundert Welpen.


Jimbeam Talka Marda/John Talka Marda: gute Hunde, auch gutüberregional geführt, aber keine wirklichen „Erfolge“


Ein paar Welpen aus vielleicht zehn bis fünfzehn Würfen.





Davon wird leider ausgegangen. Nur weil ein Hund gesund ist,nehmen ihn die Züchter nicht. Die nehmen lieber einen Hund, der die SchaunoteGut hat, ein HD noch zugelassen und ED fast normal, dafür aber die WUSVgewonnen hat.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #349
Aber du weißt, dass es eher schädlich und nicht sinnvoll ist, einen Rüden so oft einzusetzen, oder?

So eine Zuchtpolitik willst du unterstützen? Treppchen vor Gesundheit? Da fehlt mir echt das Verständnis. Dir liegt doch was an der Rasse?

Ein guter Hund kann auch erfolglos sein, es bleibt ein guter Hund. Es kommt schließlich darauf an, was er vererbt!
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #350
@Exe
Natürlich ist es nicht sinnvoll einen Rüden so ofteinzusetzen. Aber wenn man bei Working-Dog eingibt
Deckanzeigen, Deutscher Schäferhund, Deutschland – man hatum die 1000 Deckanzeigen. Und da sind…14…gar nichts.

Ich persönlich würde auch niemals einen Welpen aus einemWurf kaufen, wo die Hüfte und die Ellbogen nicht top in Ordnung sind. Habe ichauch mit keinem Wort erwähnt. Ich sage nur, dass es solche Leute gibt und dasnicht gerade selten.

Und klar, ein guter Hund bleibt ein guter Hund. Das Problemist nur, wenn er keine Erfolge hat, kommt er auch nicht zum Decken.
Wie bereits gesagt, mein Hund muss nicht um jeden Preisangekört werden und muss nicht um jeden Preis mindestens 100 Welpen haben. Aberwenn es ein guter Hund ist, der die Rasse weiterbringen kann, auch in SachenGesundheit und die Leistungshunde auch in Sachen Anatomie, weil er eben einsehr ansprechendes Gebäude hat und sogar vielleicht mit V angekört wurde…warumsollte ich dann nicht versuchen, mit ihm überregional zu starten, damitwenigstens zwei oder drei Hündinnen und damit die Welpen davon profitierenkönnen.

Das ist dasselbe bei der Pferdezucht. Da nimmt doch auchniemand den Hengst der beim Derby letzter geworden ist, sondern denjenigen dergewonnen hat.

 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #351
Meiner Meinung nach gehst du so die Sache falsch an. Du WILLST unbedingt alle überzeugen, dein Hund ist so toll, also soll doch auch bitte der eigene Hund in die Zucht. Vielleicht finden ihn andere aber nicht so toll?

Wieso lässt du deinen Hund nicht SELBST die Leute überzeugen? Wieso willst du da in puncto Erfolg nachhelfen? Aufmerksamkeit, kann ich noch nachvollziehen. Aber doch nicht auf Kosten des Hundes!

Ich bleibe dabei: Wenn es ein guter Hund ist und du ihn SINNVOLL in der Zucht einsetzen willst, dann brauchst du keine Züchter, die nur danach schauen, wie alt der Hund auf dem Treppchen ist. Auch ein fünfjähriger auf dem Treppchen kann überzeugen.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #352
@Exe
Wenn ihn andere nicht toll finden, dann kann ich das nichtändern.
Das Problem ist, dass ihn vielleicht andere toll findenwürden, ihn aber gar nicht kennen. Und ein Hund der mit 5 Jahren das erste Malüberregional startet ist uninteressant, weil er zu lange gebraucht hat.
Leider ist das die Zuchtpolitik bei der Leistungszucht imSV.
Und entweder man spielt mit und der Hund kommt zum Decken(wenn ihn die Leute toll finden) oder man spielt nicht mit und die Ankörung warrausgeschmissenes Geld.

 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #353
Oder man spielt nicht mit und koert den Hund nicht an und schmeißt auch kein Geld raus ;)...

Ich würde als Züchter einen Hund bevorzugen der mit 5 aufs Treppchen gekommen ist, wenn er langsam vorbereitet wurde und dafür ohne Zwang.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #354
@Nephilim
Leider interessiert das die Züchter nicht. Die meistenbevorzugen Hunde, die bereits frühzeitig auf einer überregionalen Prüfunggestartet sind.
Die einzige Ausnahme, die ich gerade kenne ist Henk von GutKorten. 4 Jahre, noch kein überregionaler Start und deckt trotzdem wie einWeltmeister. Was diesen Hund ausmacht, kann ich dir aber auch nicht sagen. Gut,er ist blutlich gut gezogen und hat früh seine IPO III mit guten Ergebnissenabgelegt, aber eigentlich widerspricht das den vorherigen Handlungen.
Ein weiterer Hund ist mit zwei Jahren auf der BSP gestartetund hat die Fährte nicht bestanden, UO und SD war gut – was sagt mir das? In UOund SD wurde der Hund nicht nur mit Stachel bearbeitet, sondern noch mit ganzanderen Dingen und auf der Fährte kann man das nicht machen. Entweder ein Hundsucht gut oder er sucht nicht gut.
Und wenn dann fremde, komische Umgebung ist, viele andereHunde, viele andere Menschen…dann gehorcht er zwar in UO und SD aber nicht aufder Fährte.

 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #355
wie erfolgreich ist der Vater von deiner Brooklyn eigentlich? Ich finde kaum was dazu, allerdings hatte er schon mehrere Würfe. Letzten Welpen hab ich sogar live gesehen..
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #356
@Tayet
Conan hat die IPO III erfolgreich abgelegt. Überregionalstarten ist ja für ihn nicht drin, weil nicht im SV gezüchtet. Brooklyn ja auchnicht.
Das war der Kompromiss von meiner Mutter und mir:
Du willst einen Schäferhund ok, aber nicht aus dem SV. Undso kam dann Brooklyn zu uns.

Über Conan selbst kann ich sagen, dass er ein sehrknurriger, territorialer Hund ist. Großartig mit anfassen und streicheln ist danicht drin. Mit anderen Rüden geht’s gar nicht, Hündinnen nach Sympathie. Hörentut er auch nur auf seine HF.
Wir haben ihn bereits dreimal live erlebt. Ich erinnere michnoch gut an das erste Mal wo wir ihn gesehen haben. Wir standen einfach nebenseiner HF und haben uns mit ihr unterhalten. Natürlich, ab und an mal ein paarBlicke nach Conan, aber nicht die Hand hingehalten gar nichts. Conan kommt vonselbst, schnuppert an meiner Mutter und hat sie dann angeknurrt. Die HF hat ihndann weggezogen und ins Platz gelegt. Da ist er dann auch geblieben.

Als ich Brooklyn bekommen habe war ich 15.
Jetzt sind drei Jahre rum und ich muss sagen, ich würde sienie wieder nehmen. Sie ist ein genialer Hund und ich liebe sie über alles, abernie wieder aus einem Dissiverein und nie wieder wo die Eltern blutlich nichtabsolut gut durchgezogen sind. Ich hab da auch so meine Vorlieben ;)

 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #357
Weißt du, manchmal sehe ich gut Ansätze bei dir und finde dich sogar etwas sympathisch. Und dann kommen wieder Aussagen...
Ich denke du bist einfach noch sehr jung und hast einen ungeheuren Ehrgeiz. Was ja nicht mal schlecht sein muss, aber ich glaube du verrennst dich da ein wenig.

Ich erwarte von meiner kleinen absoluten Gehorsam, beim großen hab ich es aufgegeben. Der ist einfach schweizer Sennenhund durch und durch.
Wenn sie nicht hört oder nur verzögert, würde ich nie auf die Idee kommen ihr eine ueberzubraten. Ich ruf sie ein zweites Mal und wenn sie nicht kommt, hol ich sie ab und es gibt keine tolle Belohnung. Nur ein "brav".
Kurze Zeit später ruf ich sie nochmal und geb ihr die Chance es besser zu machen.
Irgendwann rafft sie, dass sie das was ich sage sowieso machen muss und es sich mehr lohnt das schnell auszuführen, weil wir dann ne Runde zergeln.
Mein Hund hört gut und hat keine Angst vor mir. Alles gut und Ziel erreicht.

Und genau das könnte auch bei einem dsh funktionieren . Ich sehe keinen Grund meinem Hund Schmerzen zuzufügen im Sinne von "dann gibts halt mal einen ordentlichen Ruck und er darf auch mal aufquietschen".

Ich kenne selber einen Herder und einen Beauceron die ebenfalls mit nem Stachler geführt werden... beide Hunde sind nicht verstoert, aber sie gehorchen nur so gut aus Angst vor unangenehmen Konsequenzen. Aber das kann doch nicht die Basis einer Beziehung sein?
Ich war mit meinem Großen mal dort im Sportverein und nachdem er sich von mir nicht hat korrigieren lassen kam die Trainerin mit nem Stachelhalsband an und redete auf mich ein dass es gar nicht so schlimm sei. Da mein Hund mir davor in die Hand gebissen hatte, weil ihm meine Korrektur nicht gepasst hat, hab ich nachgegeben. Ich werde nie vergessen wie er geschrien hat als sie an der Leine vom Stachler gezupft hat...
Mir hat es das Herz zerrissen und der Platz sah mich nie wieder.

Wenn er andere Hunde sieht bekommt er einen totalen Tunnelblick und ist nicht mehr ansprechbar. Also arbeite ich mit der Wasserflasche. Damit bekomm ich ihn raus und kann ihm alternativverhalten anbieten. Ich tu ihm aber nicht weh. Das sollte auch bei einem dsh im Trieb fruchten. Wenn nicht, darf man den Hund eben nicht so hochfahren.

Musst du denn mit deinem Hunf unbedingt züchten?
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #358
Du spielst wie eine Marionette mit, obwohl dir diese Zuchtpolitik selbst nicht passt? Weshalb?
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #359
ich bin der Meinung man kann auch einen älteren Hund nehmen fürs decken. Die meisten Krankheiten treten in einem Alter von 3-4 Jahren auf, so ist es mir persönlich lieber der Rüde ist 5 oder so. Außerdem kann man z.B auf eigene HP seine Zuchtgedanken schreiben und begründen warum man evtl. einen 4 Jährigen Rüden erst IPO II führt. z.B Wert auf gute Ausbildung, Entwicklung des Hundes usw. Und ich bin mir ziemlich sicher, wenn der Hund gut läuft, gutes Pedigree hat, wird man ihn auch nehmen. Leute die meinen Hunden auslachen würde, dass er nicht durch marschiert ist, würde ich persönlich nicht mal ein Haar meines Hunde geben, geschweige denn einen Wurf mit dem machen lassen. Dann hab ich lieber gar kein Welpen von ihm, als so ein Schwachsinn zu unterstützen. Auch Deckrüdenbesitzer können Entscheidungen treffen, ablehnen und sagen nicht mehr als 2 Würfe im Jahr (insgesamt 4 Jahre oder so).

Zum Thema 14 Deckanzeigen und 20 Wurfplanungen...so ein Züchter wäre für mich auch raus. Selbst wenn man nur 20 Würfe mit je 7 Welpen nimmt, sind es schon 140 Welpen....für ein genetischen Pool absolut nicht empfehlenswert. Und was hab ich davon, mit halb Europa verwandt zu sein??
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #360
@Nephilim
So wie du mit deinem Großen umgehst, so lernt es bei mir derHund auch. Spielerisch und rein freundlich. Aber wenn ich weiß, dass mein Hundes verstanden hat, was ich von ihm will und z.B. nur nicht kommt, weil er hierzu Ende schnuppern will, dann erst kommt der Stachel oder eine Korrektur zumEinsatz.
Bezüglich der ständigen Angst vor Konsequenzen. Also ichkann wirklich sagen, jeder hier auf dem Hundeplatz verehrt seinen Hund undtrainiert hart mit ihm, um gute Ergebnisse zu erreichen. Hier würde niemandseinen Hund für alles Geld der Welt hergeben, wie es ja in der Schauzuchtdurchaus üblich ist. Da kommt ein Angebot aus China für 250.000 und weg ist derHund.
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Zu der Trainerin – dann kann die aber auch nicht nur gezupfthaben. Wobei ich das auch bei unserem Berner merke. Wenn der sich nicht benimmtund ich ziehe wirklich leicht mal am Kragenfell, wird sofort das Fiepenangefangen.
Brooklyn ist mir einmal durchgegangen und hat einen kleinenHund massiv angegangen. Die habe ich mir an Kragen und Kruppe gepackt und soerst mal zehn Meter weitergetragen. Die Madame hat weitergebellt. Da kam keinWinseln, kein Fieper und kein Quietscher.
Aber unser Berner hat ja auch den Spitznamen Lusche. ;)
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Mit einer Wasserflasche wird es schwer werden zu arbeiten.Die Welpen werden bereits an alle möglichen Wehrreize spielerisch gewöhntwährend dem Triebaufbau, damit sie es später nicht als bedrohend ansehen.Peitschenknall, Handbewegungen über dem Rücken, leichte Piekser in den Rücken,leichte Zupfer am Fell, Augen zuhalten, anpusten und eben auch mit derWasserflasche.
Das interessiert den erwachsenen Hund dann herzlich wenig.Selbst wenn ich die Wasserflasche weglassen würde, der Hund ist bereits alsWelpe an alle möglichen unangenehmen Reize gewöhnt und nimmt diese einfachnicht mehr wahr bzw. interessiert sich nicht dafür.

Nein natürlich muss mein Hund nicht unbedingt Deckrüdewerden. Aber wenn er gut ist…warum nicht?

@Exe
Jeder, der sich einen Hund aus dem SV bei einem halbwegsbekannten Züchter kauft spielt mit.
Jeder, der sich einen bekannten Deckrüden aussucht, spieltmit.
Jeder, der seinen Hund mit zwei Jahren zur IPO III führtbevor er sie ankören lässt, spielt mit.
Es ist schwer, nicht mitzuspielen, wenn man einen halbwegsguten Hund möchte.



EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Exe noch ein Zusatz:
Es ist ja auch dasselbe mit den überregionalen Prüfungen.
Wer einen unbekannten Hund hat und noch keine anderen gutenHunde überregional geführt hat, für den ist es ein großer Erfolg überhaupt aufdie LGA zu kommen.
Wirklich auf die BSP schaffen es dann doch am Ende nur dienamhaften Hundeführer mit ihren vielleicht schlechteren Hunden aus namhaftenZwingern.



EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

@Tayet
Natürlich können Deckrüdenbesitzer ablehnen. Aber das istauch noch was im SV: je mehr Welpen ein Hund hat, desto besser.
Ist vor allem im Schaubereich so. Wer da nicht über 200Nachkommen kommt, ist nichts wert so ungefähr. Da lehnt doch keiner ab.

Und 140 Welpen bei ca. 15.000 geborenen Welpen jährlichallein in Deutschland…sind gar nichts.
Beispiel:
Pike del Lupo Nero hat 499 eingetragene Nachkommenin Working-Dog. Davon sind bestimmt 300 in Deutschland, Österreich, Schweiz.Locker 100 in Tschechien, Russland, diese Richtung. Und die restlichen 99 inden USA.
Ulk von Arlett der VA1 gemacht hat auf derBundessiegerhauptzuchtschau, also ein Schauhund hat auf Working-Dog sage undschreibe 1227 Nachkommen.
Javir vom Talka Marda, Bundesleistungssieger hat 861eingetragene Nachkommen.
Bruder Jimbeam vom Talka Marda hat 251 Nachkommenund der letzte im Bunde John vom Talka Marda, der ebenfalls oft auf der BSPgestartet ist (zuletzt 2013 mit 10 Jahren) hat ganze 82 Nachkommen.Darüber lacht ein Javir nur.
Und Bolle Ja Na Ka mit seinen 20 Wurfplanungen hat bisher 52 Welpen.Wenn man sich da Javir ansieht hat er noch einiges vor sich.

 
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