19 Monate alter Junghund dreht durch

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  • 19 Monate alter Junghund dreht durch Beitrag #1
J

*jemima*

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WOCHEN natürlich! 19 WOCHEN! Sorry.


Hallo!

Mein Freund und ich haben eine kleine Golden Retriever Dame, die mittlerweile auch schon 2 Monate bei uns ist.
Sie hat sich also an uns gewöhnt und eigentlich lief bisher auch alles super.
Sie ist stubenrein, kann die ersten Basic-Kommandos und war bisher immer fröhlich und offen. Manchmal gab es kurze Phasen in denen sie aufgedreht hat, ganz normal, da war sie aber eigentlich immer irgendwann zu beruhigen, sie ließ sich mittlerweile meckernd auf ihren Platz schicken, wo sie dann zur Ruhe kam und wusste auch sehr deutlich, dass man nicht mehr beißt.
Seit Neustem dreht sie völlig auf.
Es geht damit los, dass sie morgens (bisher war ihre Zeit immer um ca. 8 Uhr) ab 6 Uhr Radau macht.
Sie kommt an unser Bett, springt hoch, bellt und lässt sich nicht mehr wirklich beruhigen.
Wenn wir sie auf ihren Platz schicken, ist sie nach 5 Minuten wieder da.
Geht man dann mit ihr pinkeln, muss sie zwar, beruhigt sich danach aber immer noch nicht.
Früher konnte sie tatsächlich noch bis 11,12 Uhr Ruhe geben, daran ist jetzt überhaupt nicht mehr zu denken.
Generell kommt sie einfach nicht mehr zur Ruhe.
Wir erkennen unseren Hund gar nicht mehr wieder.
Weder mit Aufmerksamkeit, beruhigen und streicheln, noch mit Ignorieren kommen wir nennenswert weiter, insbesondere wenn wir beide da sind.
Heute hat sie den Müll ausgeräumt, als ich sie maßregeln wollte, hat sie mich in den Finger gebissen. Daraufhin kam sie dann an die Ruheleine, wo sie 30 Minuten bellte, sich also auch nicht wirklich beruhigen konnte.
Sie verbringt immer mehr oder weniger abwechselnd Tage mit meinem Freund und mir, je nachdem wer arbeiten muss.
Wir nehmen sie viel überall mit hin und sie braucht eigentlich so gut wie nie allein zu sein.
Zu viel Aufmerksamkeit?
Ich habe meistens das Gefühl, dass es gut ist, sie nicht die ganze Zeit zu beachten. Also selbst im Positiven nicht jedes Mal zu streicheln und anzusprechen, wenn man an ihr vorbei läuft. Das scheint sie eher noch aufgedrehter zu machen.
Sie durfte zugegebenermaßen anfangs ins Bett, aber das ist eigentlich auch schon ein Weilchen her und sie hatte es schon begriffen, dass diese Zeiten nun vorbei sind. Auch hatte sie eine OP, musste Trichter tragen, hat die aber eigentlich sehr gut hinter sich gebracht.
Dieser Verhaltenswechsel kommt daher gerade zu einem recht rätselhaften Zeitpunkt.

Ich habe mir jetzt überlegt noch mehr zu strukturieren: Essen, spielen, raus gehen, Ruhe. Und dann muss auch alleine Ruhe sein können.

Was meint ihr, was ist bei ihr los?
Was können wir tun?

Danke und Grüße!
 
  • 19 Monate alter Junghund dreht durch Beitrag #2
Das hört sich an, als wenn Eure Süße unterfordert ist. Geht ihr nur spazieren, oder unternehmt ihr auch was mit ihr?
Ball oder Dummy Übungen sind eine gute Beschäftigung. Seid ihr mit ihr in der Hundeschule? Auch dort wird sie gefordert und es sehr lehrreich für Mensch und Tier :D
Meinem Hund wurde vor 6 Wochen eine Kralle gezogen und war danach fast 4 Wochen fast ruhig gestellt. Danach wurde Hütchenspiele gemacht und Klickertraining :D
Nach dem Klickertraining konnte er mir die Socken ausziehen und eine Schublade auf und zu machen. Das letzte habe ich schon ein bisschen bereut ;)
 
  • 19 Monate alter Junghund dreht durch Beitrag #3
Es geht damit los, dass sie morgens (bisher war ihre Zeit immer um ca. 8 Uhr) ab 6 Uhr Radau macht.
Sie kommt an unser Bett, springt hoch, bellt und lässt sich nicht mehr wirklich beruhigen.
Wenn wir sie auf ihren Platz schicken, ist sie nach 5 Minuten wieder da.
Geht man dann mit ihr pinkeln, muss sie zwar, beruhigt sich danach aber immer noch nicht.
Die Rechnung ist einfach: Der Hund agiert, du reagierst.
Wenn es um Stubenreinheit geht, okay. Wenn es um Aufmerksamkeit geht - gerade um die Uhrzeit! :shock: - kann das bei einigen jungen Hunden eben dazu führen, dass sie zu seltsamen Zeiten ihre Aufmerksamkeit und Beschäftigung einfordern.
Ich würde mit ihr rausgehen, nur ganz kurz, dann wieder rein und weiter ruhen. Keine Party, kein Spielen, etc.

Generell kommt sie einfach nicht mehr zur Ruhe.
Wir erkennen unseren Hund gar nicht mehr wieder.
Weder mit Aufmerksamkeit, beruhigen und streicheln, noch mit Ignorieren kommen wir nennenswert weiter, insbesondere wenn wir beide da sind.
Mit beruhigen, streicheln und Aufmerksamkeit, kriegt man einen aufgedrehten Hund auch nur selten beruhigt. Vor allem dann nicht, wenn man selbst gestresst ist.

Heute hat sie den Müll ausgeräumt, als ich sie maßregeln wollte, hat sie mich in den Finger gebissen. Daraufhin kam sie dann an die Ruheleine, wo sie 30 Minuten bellte, sich also auch nicht wirklich beruhigen konnte.
Dumm gelaufen, aber normales Hundeverhalten. Was ist denn eine Ruheleine? Und, bringt sie, was der Name sagt: Kommt der Hund zur Ruhe?

Ich habe meistens das Gefühl, dass es gut ist, sie nicht die ganze Zeit zu beachten. Also selbst im Positiven nicht jedes Mal zu streicheln und anzusprechen, wenn man an ihr vorbei läuft. Das scheint sie eher noch aufgedrehter zu machen.
Wieso sprichst du den Hund an, oder streichelst ihn, wenn du an ihm vorbei gehst? :eusa_eh: Wenn er immer auf "Empfangsbereitschaft" gehalten wird, kann ein Hund auch nur schlecht zur Ruhe kommen.

Ich habe mir jetzt überlegt noch mehr zu strukturieren: Essen, spielen, raus gehen, Ruhe. Und dann muss auch alleine Ruhe sein können.
Hört sich gut an. Ich würde aber nicht "spielen und rausgehen" sondern rausgehen, mich auf eine Wiese setzen und den Hund mal machen lassen. Zwischendurch mal ranrufen, spielen, durchknuddeln, wieder die Welt erkunden lassen - Mäuse buddeln, in Dreck wälzen, durch Bäche springen, sowas eben. Mal an einen Bach gehen, in den Wald, usw. Nimm dir ein gutes Buch mit und lass den Hund bestimmen, wie viel "Bewegung" er braucht.
 
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