Hunde bei Hitze im Auto einsperren

  • Ersteller des Themas Knopfstern
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Kompassqualle

Kompassqualle

Moderator
27.11.2006
4.157
0
Ich möchte mich hier mal eine "Opposition" vertreten (nicht wirklich, aber ich bin nicht so begeistert von den Flyern).
Es ist schon richtig, dass man einen Hund bei großer Hitze nicht länger im Auto abstellt, aber die Wortwahl von Tasso erscheint mir ein wenig als übereifernder Aktionismus.

Den wenigsten Tierhaltern ist bewusst, dass schon wenige Minuten bei 20 Grad Celsius Außentemperatur ausreichen: das Auto wird zur tödlichen Falle!
Definiere "wenige Minuten". Das es nach ner Stunde in der Sonne parken verdammt heiß wird im Auto sollte klar sein, aber das klingt als müsste ich schon um meinen Hund fürchten, wenn ich im Frühsommer mal kurz an der Ampel halte :?
Hier dann noch mal aus Tassos Infoblatt "Tipps zum sicheren Transport von Tieren im Sommer"
https://www.tasso.net/tasso/media/D...m_sicheren_Transport_von_Tieren_im_Sommer.pdf
Wenn es nicht unbedingt sein muss, sollten Tiere an sehr heißen Tagen gar nicht transportiert werden.
Wir wohnen in der Stadt und fahren regelmäßig raus für längere Spaziergänge. Gerade wenn es warm ist ist es außerhalb viel schöner, am Wasser wo auch noch ein wenig Wind weht und der Hund baden gehen kann. Ich bleibe doch nicht den ganzen Sommer mit dem Hund in der stickigen Stadt.
Sollte es doch notwendig sein, ist ein klimatisiertes Transportmittel unabdingbar
Aber mein Auto hat keine Klima, und ich kann mir auch kein besseres leisten, also doch "Stadt-Arrest" für Ringo und mich während des Sommers, weil wir uns vor Hitze-Angst nicht ins Auto trauen dürfen? :|

Auch wenn ich jetzt meckere, bin ich natürlich trotzdem der Meinung, dass man Hunde im Sommer nicht im heißen Auto parken sollte, allerdings muss man das ganze meiner Meinung nach etwas realistischer betrachten.

-Zuerst einmal kann man selbst in einem geschlossenen Fahrzeug nicht ersticken (es klingt in vielen Artikeln so), das Schlimme ist die Hitze. Die obligatorischen 3cm Fensteröffnung reichen NICHT aus um das Auto auch nur teilweise abzukühlen "Fenster offen lassen" schadet zwar nicht, hilft aber auch nicht wirklich was das angeht.

-Man sollte immer im Schatten parken und die Wartezeiten so kurz wie möglich machen, das ist klar. Ein gesunder Hund (mit normalem Fell und Körperbau, für extrem langhaarige Hunde, Möpse und Co, sowie Hunde mit z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen gelten andere Regeln) stirbt nicht wenn er mal 15min stärker hecheln muss, um so länger die Wartezeit allerdings wird um so mehr kann sich das Auto aufhitzen (natürlich immer in Abhängigkeit von Autofarbe, Parkplatzsituation und Außentemperatur). Auf Grund der vielen Parameter finde ich es hier schwer eine Richtlinie wie "wenige Minuten" auszusprechen und denke hier muss jeder ein wenig auf sein eigenes Gefühl vertrauen.

- Wasser mitnehmen ist natürlich auf längeren Touren Pflicht, da Hunde nicht schwitzen können verlieren sie aber selbst an heißen Tagen nicht so viel Flüssigkeit über die Haut wie ein Mensch, daraus ergibt sich dann auch, dass Wasser trinken lassen allein nicht wirklich hilft um den Hund abzukühlen (besser ist an heißen Tagen eine Pause im Schatten, genau so wie ein anschließendes Bad nach der warmen Autofahrt ;)).

Ihr seht, im Grunde bin ich ja der gleichen Meinung wie Tasso, nur sind mir deren Flyer ehrlich gesagt etwas zu krass formuliert und ich denke immer, so erreicht man die Leute schlecht. Bestimmt haben schon viele ihre Hunde an warmen Tagen "wenige Minuten" im Auto gelassen und es ist nichts passiert, schon denken sie "ach, Panikmache" und nehmen den ganzen Warnhinweis nicht mehr ernst, versteht ihr was ich meine? :)

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Jetzt noch mal zur "Rettungsaktion" etwas genauer.
Nur weil ein Hund an einem warmen Tag im Auto sitzt herrscht nicht automatisch eine Notsituation, nur weil einem der Hund Leid tut.
Symptome für einen Hitzschlag sind taumeln, Orientierungslosigkeit und Benommenheit bis hin zur Bewusstlosigkeit.
Vorher werden viele Hunde auch noch Paniksymptome zeigen, wie etwa die Nase an den 3cm Fensterspalt quetschen, Ausbruchsversuche, extremes Hecheln, allgemeine Verzweiflung.
Wenn man einen Hund in einem Auto sieht der solche Symptome zeigt besteht dringender Handlungsbedarf.

Dem letzten Auto in dem ein Hund in der Hitze sass und dessen Halter über eine dreiviertel Stunde nicht auffindbar war hab ich ne neue Seitenscheibe verschafft. Hab den Vorfall bei der Polizei gemeldet die kam dann auch
Bitte niemals, dafür kann man in Teufels Küche kommen. IMMER ZUERST die Polizei anrufen und den Fall schildern, notfalls am Telefon sagen, dass die Lage so kritisch ist, dass man überlegt die Scheibe einzuschlagen (dabei kann man sich selbst und den Hund übrigens auch verletzen, also vorsichtig). Nicht eigenmächtig Sachbeschädigung begehen, dass kann euch extremen Ärger einbringen (vor allem, wenn man nicht nachweisen kann, dass eine Notlage vorlag, was im Zweifelsfall schwierig werden könnte). Wenn der Hund wirklich und offensichtlich in akuter Lebensgefahr schwebt unbedingt einen (oder mehrere Zeugen) dazuholen bevor man sich irgendwie am Auto zu schaffen macht.
In den meisten Fällen dürfte die Polizei auch innerhalb von ein paar Minuten vor Ort sein, bitte nicht erst das Auto 45min beobachten und dann die Scheibe einschlagen wenn der Hund wirklich Gefahr läuft im Auto umzukippen und definitiv eine Notlage vorliegt.
Außerdem (gerade vor Supermärkten) unbedingt reingehen und nach dem Halter suchen (ausrufen lassen), so kann man die Situation mit Glück am schnellsten lösen (immer davon ausgehen, dass die meisten Halter nur fahrlässig/unwissend handeln und ihrem Hund nicht wirklich schaden wollten).

Wer die Scheibe ohne die Polizei zu verständigen, eigenmächtig und ohne Zeugen für eine Notlage einschlägt, darf sich im Normalfall über zumindest eine Verpflichtung zum Schadensersatz nicht wundern.
Helfen ist gut, aber immer selbst einen kühlen Kopf behalten dabei :cool:
 
Warp-One

Warp-One

16.03.2013
528
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Kompassquallchen, natürlich hab ich VOR einschlagen die Pol angerufen und besagtes Auto stand vor einem Supermarkt, Hund war vor meinem Einkauf schon im Auto und nach meinem Einkauf ebenso. Also vor meinem Einkauf hat er noch einigermaßen gut ausgesehen nur nach meinem Einkauf sah er eben nimmer so gut aus und ausrufen haben wer versucht da is nix passiert. Herrchen kam von irgendwoher angelaufen jedoch nich aus dem Supermarkt und es haben ausser mir noch einige Leute auf dem Parkplatz gestanden aber wie das so is machen wollt keiner was. Aber ich muss dir ehrlich sagen selbst wenn ich die Scheibe hätte zahlen müssen hät ich se eingeschlagen
 
E
04.11.2012
2.269
0
Auch sehr beliebt und für mich absolut unverständlich: Radfahren mit Hund, bei Temperaturen über 20Grad ...
 
Warp-One

Warp-One

16.03.2013
528
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Ach ich sag mal so es kommt auf die Geschwindigkeit an mit der man Rad fährt, wenn man gemächlich fährt und der Hund langsam laufen kann is das durchaus vertretbar, wenn man allerdings meint den Schlusssprint der Tour de France an den Tag zu legen dann is das absolut nicht nachvollziehbar
 
Missymannmensch

Missymannmensch

04.04.2012
1.477
1
Wir haben mittlerweile extra einSchild für unser Wohnmobil gebastelt und in die Scheibe gestellt:
Dieser Wagen besitzt eine Klimaanlage,
der Hund leidet nicht unter Hitze.
Nachdem bereits 2x die Scheibe eingeschlagen wurde.
Nein, Missy hat weder gehechelt noch sont einen leidenden Eindruck gemacht ;)

Bevor ich irgendwelche Scheiben einschlage (was ich gut verstehen kann) rufe ich die Polizei
und lasse die Ihren Job machen. Selbst bei akkuter Gefahr für den Hund muss ich ggf. die Reparatur zahlen.

Und ja, bei Hunden im Auto könnte ich auf der nackten Sau davonreiten.

Und ja, ich dachte bei der Überschrift schon, das es wieder einen besonders abartigen Fall von tierquälerei gab:evil:
 
loewesfeli

loewesfeli

19.06.2014
22
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Bin hier gerade neu angekommen und schnüffele mich gerade hier ein wenig durch....
Die Überschrift hat mich ja gleich echt geschockt. Dachte schon hier will jemand seinen armen Hund essen.
Na zum Glück ja nicht. Und ich habe mich auch schon oft über gedankenlose Hundehalter geärgert, die ihre armen Lieblinge einfach im Auto schmoren lassen bei bestimmt oft 50-60°C Hitze oder nochmehr. Finde die Aktion da echt super.
 
Keisuke

Keisuke

22.08.2013
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[VERSTECK]Bei uns in der Nähe ist tatsächlich letztens ein armer Hund dabei drauf gegangen.
Ein Hundehalter hat seine zwei Hunde einfach im Auto gelassen - die Feuerwehr wurde zwar gerufen und die haben die Hunde auch schnell befreit, doch da war es für einen der beiden schon zu spät :(

Trotzdem würde ich im Zweifelsfall erst einmal die Polizei/Feuerwehr rufen und die ihren Job machen lassen, auch wenn es manchmal vielleicht zu spät sein könnte.[/VERSTECK]

Wie sieht's denn aus, wenn das Auto nicht abgeschlossen ist? Darf ich das Testen? Darf ich, wenn's nicht abgeschlossen ist, die Tür öffnen und den Hund rauslassen? Oder ist das schon Diebstahl/Einbruch o.ä.?
(Obwohl ich da so Exemplare kenne, die mir sofort die Hand abbeißen würden, wenn ich dem Auto zu nahe komme :roll:)
 
seven

seven

24.12.2006
15.128
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Ich würde auf jeden Fall erstmal testen, ob das Auto irgendwo offen ist und den Hund rauslassen. Ob ich mich trauen würde, eine Autoscheibe einzuschlagen, weiß ich nicht - käme wahrscheinlich darauf an, wie ich den Zustand des Hundes beurteilen würde. Wenn er noch einen halbwegs "fitten" Eindruck macht, würde ich wohl erst die Polizei rufen, wenn der da aber nur noch rumröchelt, würde ich wohl auch die Variante "Scheibe einschlagen" wählen. Das sagt sich jetzt leicht, zum Glück ist mir ein solcher Fall noch nicht untergekommen.

Meine Tasso-Karten sind übrigens angekommen, 3 hängen jetzt in meinem Auto, 1 in dem meiner Frau und 2 hab´ ich noch an Kolleginnen verteilt, die beide Hunde haben.
@Kompassqualle: Mag sein, dass die das etwas drastisch ausdrücken und vielleicht auch etwas übertreiben - aber manche Menschen verstehen offenbar nur sowas. In so einem Fall bin ich der Meinung: Lieber etwas übertreiben... Wenn die jetzt schreiben würden: "Ihr Hund kann ruhig eine halbe Stunde bei 20 Grad im Auto bleiben" - dann denken viele Leute: "Ok, wenn ´ne halbe Stunde geht, geht sicher auch ´ne ganze Stunde". Wenn da aber steht: "Wenige Minuten bei 20 Grad werden zur tödlichen Falle", dann denken die Leute vielleicht: "Ok, wenn ich für 10 Minuten in den Supermarkt husche, mag´s gerade noch gehen."
Verstehst Du, wie ich das meine? Insofern finde ich es nicht verkehrt, dass die da etwas strengere Ansichten vertreten. Niemand sagt, dass man nicht mit einem Hund ins aufgeheizte Auto darf - dann sitzt man ja auch selber da und merkt, welche Temperaturen da herrschen. Wenn ich nach der Arbeit nach Hause fahre, kocht mein Auto oft. Ich stelle mir vor, ich hätte dann da einen Hund dabei... Ok, ich hab´ Klimaanlage, aber bis die anschlägt, dauert es eine Weile. Aber wenn ich selbst dabei bin, kann ich halt die Fenster aufmachen und für Frischluft sorgen. Wenn ich den Hund in dem Auto parke, ist der um.... (Ich merk´s ja schon, wenn ich in den Pausen eine rauchen gehe. Dazu setze ich mich bei geöffneter Tür ins Auto - je nachdem, wie warm es ist (und lass´ es wirklich "nur" 20 Grad Außentemperatur sein), reichen mir die 5 Minuten Zigarettenpause im Auto, um anschließend völlig durchgeschwitzt wieder in die Schule zu kommen...)
Ich wäre da auch lieber zu vorsichtig als zu nachlässig...

LG, seven
 
Mieze_lr

Mieze_lr

28.12.2009
565
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Ich muss sagen, ich find die Tasso Karten jetzt auch nicht so optimal.
Ich hab im Netz letztens ne Grafik gefunden, wo auf der einen Seite die Außentemperatur und auf der anderen die Temp im Auto zu sehen war. Sowas hätte ich jetzt besser gefunden, weil man als Halter dann sehen kann, wie warm es wirklich nach einiger Zeit im Auto ist.
Mehr Aufklärung über die Situation und Folgen (Nach x Minuten wird es bei 25 Grad sounso warm) hätte mir besser gefallen...
 
seven

seven

24.12.2006
15.128
0
Wenn man nix macht, ist es falsch, wenn man was macht, ist es auch nicht gut :(
Ich kenne mich mit Hunden nicht wirklich aus, aber ich finde trotzdem, Vorsicht ist besser als Nachsicht, und bei mir bleiben die Karten jetzt auch erstmal im Auto....
 
*Mischling*

*Mischling*

Moderator
21.01.2011
17.077
0
Off-Topic
*dezent Werbung macht* In der nächsten TierZeit-Ausgabe gibt es was zu dem Thema mit Zahlen, Vergleichen usw. :mrgreen:.


Ich möchte mich Kompassqualle in manchen Dingen gerne anschließen: Ein Auto wird bei 20 Grad nicht lebensgefährlich warm. Ein geschlossenes Auto in dunkler Farbe braucht bei der Temperatur weit über eine Stunde, um eine lebensbedrohliche Temperatur zu erreichen, wenn es mitten in der Sonne steht. Bei einem Auto mit getönten, geöffneten Scheiben und im Schatten würde es vermutlich ewig dauern. Kommt auch immer auf das Modell an. Mein Auto (getönte Scheiben, mitteldunkle Lackfarbe) braucht bei geschlossenen Scheiben mehr als eine halbe Stunde, um unangenehm zu werden. Wenn ich ohne Hund unterwegs bin sind die Scheiben zu und ich parke in der Sonne, trotzdem ist es darin meist noch kühler als draußen. Da spielt auch die Klimatisierung vor dem Abstellen eine Rolle. Ich will damit aber nicht sagen, dass man seinen Hund ewig im Auto hocken lassen sollte, ich mache es bei meinem auch nicht, zumal er eh schnell schwitzt und wir dann vorher laufen gewesen wären, was die Dauer bis »ist das unangenehm« wesentlich verkürzt. Aber wenige Minuten bei 20 Grad sind nichts weiter als wenige Minuten...

Wir wohnen in der Stadt und fahren regelmäßig raus für längere Spaziergänge. Gerade wenn es warm ist ist es außerhalb viel schöner, am Wasser wo auch noch ein wenig Wind weht und der Hund baden gehen kann. Ich bleibe doch nicht den ganzen Sommer mit dem Hund in der stickigen Stadt.
Auch hier schließe ich mich an: Wir fahren zwei Mal am Tag auf die Felder, weil es hier nur einen stark verzeckten Waldweg gibt. Die Fahrt dauert keine zehn Minuten, die ersten 5 davon sind die Scheiben offen, anschließend bei Bedarf die Klimaanlage. Ich bin ja sehr empfindlich, was meinen Hund und sein Wohlbefinden angeht, aber das überlebt er eher als die 50 Zecken aus dem Wald. Und am Sonntag Abend wird er auch mit zu meiner Oma fahren, wenn es warm ist mit Scheibe runter und Klimaanlage, aber er fährt mit. Ich lasse den Hund sicher keine 4 Stunden alleine, wo er bequem mit könnte (zumal er meine Oma vergöttert), nur weil mein Auto 5 Minuten braucht, bis es abkühlt (zumal ich eine verdammt starke Klimaanlage habe, da friert dir bei 40 Grad im Schatten noch was ab :mrgreen:). Und wie gesagt – wer mich kennt weiß wie empfindlich ich bin, was meinen Hund angeht. Ich trage nicht umsonst immer Wasser für ihn mit rum, lasse ihn nicht länger als 10 Minuten im Auto (auch im Winter) usw..

-Zuerst einmal kann man selbst in einem geschlossenen Fahrzeug nicht ersticken (es klingt in vielen Artikeln so), das Schlimme ist die Hitze. Die obligatorischen 3cm Fensteröffnung reichen NICHT aus um das Auto auch nur teilweise abzukühlen "Fenster offen lassen" schadet zwar nicht, hilft aber auch nicht wirklich was das angeht.
Das würde ich insofern einschränken, dass es bei Wind und einem im Schatten geparkten Auto durchaus einen großen Unterschied macht. Nur wenn ich in der prallen Sonne stehe und kein Lüftchen geht ist es draußen halt nicht kühler als drinnen.

- Wasser mitnehmen ist natürlich auf längeren Touren Pflicht, da Hunde nicht schwitzen können verlieren sie aber selbst an heißen Tagen nicht so viel Flüssigkeit über die Haut wie ein Mensch, daraus ergibt sich dann auch, dass Wasser trinken lassen allein nicht wirklich hilft um den Hund abzukühlen (besser ist an heißen Tagen eine Pause im Schatten, genau so wie ein anschließendes Bad nach der warmen Autofahrt ;)).
Dazu ein Tipp, wenn wir schon dabei sind: Zum Abkühlen hilft ein feuchtes Handtuch auf dem Körper, allerdings nie mit Eiswasser getränkt. Es reicht, wenn das Wasser normal kühl aus dem Wasserhahn kommt (besonders beim Hitzschlag richtet man mit Eiswasser mehr Schaden an als man nützt). Auch Trinkwasser sollte nicht eisgekühlt sein, wenn der Hund wirklich mal einen Sonnenstich hat, was natürlich nicht heißt, dass man es zu Hause als kleine Abkühlung zwischendurch nicht anbieten kann, wenn der Hund es mag.

Ich betone das auch nur, weil ich mich dem hier in vollem Umfang anschließen möchte:
Ihr seht, im Grunde bin ich ja der gleichen Meinung wie Tasso, nur sind mir deren Flyer ehrlich gesagt etwas zu krass formuliert und ich denke immer, so erreicht man die Leute schlecht. Bestimmt haben schon viele ihre Hunde an warmen Tagen "wenige Minuten" im Auto gelassen und es ist nichts passiert, schon denken sie "ach, Panikmache" und nehmen den ganzen Warnhinweis nicht mehr ernst, versteht ihr was ich meine? :)
Ich wäre da auch lieber zu vorsichtig als zu nachlässig...
Das sicherlich, aber ich behaupte mal, dass Otto-Normal-Hundehalter weder denkt noch reflektiert. Der nimmt die einen Warnungen halt ernst, die anderen nicht. Drüber nachgedacht wird da wenig. Vll will TASSO auch darauf hinaus, dass der Hund lieber gar nicht im Auto bleibt als zu lange (stimmt ja auch), aber der Durchschnittshundler wird – fürchte ich – lesen, dass der Hund bei 20 Grad nach wenigen Minuten halb tot sein soll, seinen Hund nach 20 Minuten bei der Temperatur aber nur milde hechelnd vorfinden und sich denken »ihr spinnt doch«. Die 20 Grad sind deswegen ein so schlecht gewähltes Beispiel, weil es da wirklich lange dauert. Viel wichtiger ist, dass es bei wenigen Grad mehr schon viel schneller geht und es eben nicht die doppelte Temperatur für die halbe Aufwärmzeit braucht.
Besser als nix sind die Karten aber vermutlich dennoch, denn lieber wird nur einer von zehn davon überzeugt als keiner, auch wenn ich denke, dass man mit etwas anderer Gestaltung halt drei oder vier von zehn hätte packen können ;).
Der TS hat nunmal den Ruf utopische Dinge zu fordern, immer hysterisch zu sein und vieles zu übertreiben. Das mag auf TASSO weniger zutreffen als auf andere, aber dennoch. Dem Image sollte man m.E. halt etwas entgegen wirken, bodenständig und realistisch bleiben. Wobei dieses »ach, dann gehen auch sicher 5 Minuten mehr« sicher auch viele denken, das will ich gar nicht ausschließen.

[HR][/HR]
Darf ich, wenn's nicht abgeschlossen ist, die Tür öffnen und den Hund rauslassen? Oder ist das schon Diebstahl/Einbruch o.ä.?
Theoretisch ist der Hund eine Sache und ihn zu entwenden wäre Diebstahl. Ich wage aber zu bezweifeln, dass dich jemand anzeigt, wenn du mit seinem Hund neben seinem Auto auf ihn wartest ;). Ein besonnener Polizist würde den Halter da vermutlich auch fragen, ob er da denn wirklich ein Problem drin sieht. Das Öffnen würde ich noch weniger kritisch sehen, da den Halter bei tatsächlichem Diebstahl immer eine Teilschuld trifft, wenn das Auto nicht verriegelt war. Dasselbe gilt bei geöffneten Scheiben o.ä..

Wenn akute Lebensgefahr für den Hund besteht kann man u.U. damit davon kommen, die Scheibe eigenmächtig einzuschlagen, weil man dann im Interesse des Eigentümers des Hundes handelt. Beweis aber mal die Lebensgefahr und schlag dich dann vor Gericht herum. Am sichersten ist wirklich Polizei anrufen und Erlaubnis zum Einschlagen holen bzw. warten. Was auch noch ginge wären bei entsprechenden Parkplätzen den zuständigen Beamten informieren, also den, der das Parkhaus »bewacht«. In der Region ging bei einer Messe ein Mann vom Sicherheitsdienst um und hat die Scheiben eingeschlagen, weil mehrere Hunde scheinbar in Lebensgefahr waren. Polizei und Feuerwehr waren hier zwar auch verständigt, aber so jemand ist rechtlich doch nochmal ein wenig sicherer als eine Privatperson. Wobei die Polizei bei uns glücklicher Weise auch schon von sich aus Autos kontrolliert und geöffnet hat. Der Hund durfte dann auf der Wache warten, bis seine Halter den Zettel im leeren Auto gefunden haben. Das beängstigende: Das Auto stand zunächst im Schatten, erst auf der zweiten Runde der Beamten war es in der Sonne, der Hund stark am Schnaufen, sein Wasser leer. Deswegen wurde dann gehandelt. Die Leute haben den Hund nachmittags abgeholt, der saß aber seit morgens im Auto. Wie haben die sich das vorgestellt? Den Hund 8 Stunden ohne Nachsehen und auch nur mal Pinkeln gehen im Auto warten lassen? Unverständlich...

Eines will ich noch aufgreifen, ob ironisch gemeint oder nicht:
Auch sehr beliebt und für mich absolut unverständlich: Radfahren mit Hund, bei Temperaturen über 20Grad ...
Es mag Hunde geben, die mit Wärme gut klar kommen. Allerdings sehe ich hier auf den Feldern sehr oft Leute, die in der prallen Mittagssonne zwei Stunden über die Felder laufen, ohne Wasser, Schatten, Pause o.ä.. Um das Auto wird so viel Panik gemacht, aber bei sowas kann der Hund ebenso einen Hitzschlag erleiden. Meiner ist da sicher nicht das Maß der Dinge, aber wenn der nicht mal vor die Türe will kann es kaum sein, dass andere Hunde das derart gut wegstecken.

So, jetzt reichts aber erstmal, das lag mir schon ein paar Tage auf der Zunge, aber ich hatte keine Zeit :lol:.
 
RockyMarsi

RockyMarsi

22.06.2014
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Ich kann es nicht verstehen, wie man sowas nicht wissen kann! Jeder weiß doch selbst, wie es ist, wenn es draußen heiß ist und man sich ins Auto setzt. Da jammert jeder, er hätte eine Sauna im Auto!

Also ich lass meine Hunde im Sommer nur im Auto, wenn es grad nicht anders geht (max. 5-10 Min.), ABER ich suche mir einen Schattenplatz, lasse ALLE Fenster ca. 5 cm offen UND habe immer eine Wasserflasche und Schüssel dabei, wenn ich mit den Hunden unterwegs bin, stelle also für die paar Minuten eine Wasserschüssel auf den Boden. Kommt halt auch mal vor, dass ich mit den Hunden unterwegs war und muss dann noch schnell in Supermarkt springen, kennt bestimmt jeder. Aber jeder, der noch alle Latten am Zaun hat sollte dann gewisse Vorkehrungen treffen.
Auch wenn man nur 5 min weg ist, 5 min in der Sonne reichen aus, um die Kleinen zu kochen. Wenn ich in Laden muss und es gibt keinen Schattenplatz für mein Auto, dann fahr ich zum nächsten, so einfach ist das. "Mal eben kurz, dauert ja nicht lang, wird schon gehen" gibt es im Sommer nicht. Eig sollte man alle, die sich einen Hund zulegen, vorher auf diese Gefahr aufmerksam machen....

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ach, ich spreche hier jetzt nicht von diesen 20Grad sondern von 30 Grad ;) Sommer halt ;)
 
Kompassqualle

Kompassqualle

Moderator
27.11.2006
4.157
0
Okay, mir ist es eben auch passiert.

Ich war einkaufen und Ringo war dabei und musste kurz im Auto warten.
Kurz vor der Kasse wurden wir ausgerufen wir müssten zu unserem Auto kommen, die "Ausruferin" kam uns allerdings schon im Foyer entgegen und fing auch gleich an zu pöbeln, weil wir den Hund im Auto gelassen hatten, das wäre Tierquälerei und wir könnten froh sein, dass sie nicht gleich die Polizei gerufen hätte :shock:
Es waren wohlgemerkt 10min (die Dame keifte auf ihrer Uhr wäre es schon ne Viertelstunde und sie hätte auch Zeugen...etc).

Da wir gerade am Kanal spazieren waren wo Ringo ausgiebigst gebadet hat und er natürlich noch klitschenass war als wir vor dem Supermarkt geparkt haben, hatte ich keine Bedenken ihn kurz im Auto zu lassen, bin dann aber doch schnell hin, weil ich Angst hatte das vielleicht wirklich was wäre....aber Ringo hatte den Kopf gelangweilt auf der Rücklehne abgelegt und hechelte nicht mal (wie gesagt er war klitschnass).
Die Dame pöbelte noch auf dem Parkplatz weiter und schaffte es die "Zeugen" anzustecken ebenfalls sauer zu reagieren.

Vielleicht hätte ich es noch geschaft mit Diplomatie die Situation zu retten, muss aber gestehen, dass mein Mann sich bereits aufs "Mecker-Niveau" hatte hinabziehen lassen, der alte Hitzkopf, womit natürlich jegliches vernünftige Wort eh überhört wurde.

Im großen und ganzen muss ich sagen, dass ich es ja grundsätzlich gut finde, wenn die Leute auf sowas achten und es ihnen nicht einfach egal ist, was mit den Tieren in ihrem Umfeld passiert, aber ein klein wenig mehr situationsgerechter Realismus wäre doch vielleicht nicht schlecht, oder? :?

Da bekommt man ja direkt Angst den Hund das nächste Mal mitzunehmen, nicht weil ich nicht einschätzen könnte ob es ihm schlecht geht, sondern weil ich Angst vor der Reaktion der Leute habe :shock:
 
Pewee

Pewee

21.10.2009
13.964
0
Uh, üble Situation :| Das Problem ist, dass man ja immer wieder diese Horronachrichten mitbekommt. Kann mich noch an die eine Story erinnern, dass ein Paar seinen Hund im Auto lies, während die den Tag im Phantasialand verbringen wollten. Der Hund starb natürlich, weil alle Hilfe zu spät kam. Einerseits finde ich die Sensibilisierung gut, auf der anderen Seite schaffen es die Leute offensichtlich nicht, auch mal ins Auto zu gucken, ob der Hund denn schon irgendwie gestresst aussieht. Wenn Ringo wirklich einfach nur müde rumlag und es keine Anzeichen für einen überhitzten Hund gibt, wäre es sicherlich sinnvoller gewesen, die Situation erst einmal zu beobachten und den Haltern dann beim Rausgehen zu sagen, dass das zukünftig anders gehandhabt werden sollte, damit der Hund nicht dochmal überhitzt. Zumal eigentlich jeder wissen sollte, dass sich jeder Hundehalter für den besten und größen Hundeflüsterer hält und scharfe Kritik allgemein nie angenommen wird :mrgreen:
 
Aleika

Aleika

04.11.2008
698
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Dieses Jahr habe ich das Gefühl, immer mehr Hunde in den Autos zu sehen aber bisher war es noch nicht nötig einzugreifen.
Werde aber wohl auch mal Anfangen einpaar Flyer zu verteilen. Schade eigentlich das auf denen kein Diagramm (oder so) drauf ist, wo man ablesen kann um wie viel Grad sich das Auto ungefähr aufwärmt, da dies ja sehr gerne unterschätzt wird.
 
suno

suno

16.10.2008
3.730
0
Hallo,
hier: http://www.tasso.net/Tierschutz/Aktionen/Hund-im-Backofen

kann man sich kostenlos Flyer etc bestellen um diese dann in seiner Hood an den Mann/ Frau bzw, unter die Scheibenwischer zu klemmen.....

Gute Sache , finde ich macht mit!
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...und dann noch was rechtliches...demnach der "Täter" sehr hohe Strafen bekommt und man als "Retter" unter Berücksichtigung einiger Punkte, das Tier straffrei befreien darf---auch mittels "Scheibe" einschlagen;

http://www.stadthunde.com/magazin/hunde-wissen/recht/3-jahre-gefaengnis-fuer-hundetod-im-auto.html


LG suno
 
Kompassqualle

Kompassqualle

Moderator
27.11.2006
4.157
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Off-Topic
Psst, Suno über genau diese Flyer wurde hier im Thread "heiß" diskutiert ;)
 
K

Kiwi

08.03.2011
3.333
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Ist schon blöd so eine Situation... :/
Vielleicht das nächste Mal einfach allein einkaufen gehen und einer bleibt beim Hund im Auto?
 
*Mischling*

*Mischling*

Moderator
21.01.2011
17.077
0
Nachdem ich Kompassqualles Geschichte hier gelesen habe hatte ich die letzten Tage echt Sorge, Leo mal irgendwo im Auto zu lassen. Heute musste ich aber kurz einkaufen nach dem Laufen, es war kühl, ich hab das Auto auf dem Weg hin gut gelüftet und kurz klimatisiert, Leo hatte ausreichend getrunken und ich konnte im Schatten parken, Fenster alle gut offen. Zum Glück kam mir niemand schreiend entgegen, ich muss aber auch sagen, dass das Auto nach 15 Minuten noch echt angenehm war. Es war kühler als draußen, Leo lag entspannt und leicht hechelnd (weniger als beim Laufen) im Kofferraum und hat gewartet.

Ich will damit nicht sagen, dass man den Hund immer und überall im Auto lassen soll – ich habe hier schon von Leuten erfahren, denen der Hund im Auto gestorben ist (es gehört allerdings auch eine seltene Dummheit dazu, den Kofferraumdeckel als einzige Lüftung offen zu lassen, die Konstruktion mit einem Tennisball abzusichern und dann noch eine Führung zu gehen und das mitten im Sommer). Aber wie mit aller Sorge sollte man es finde ich nicht übertreiben. Auch wenn ich Engagement durchaus lobenswert finde, frage ich mich schon, ob die ganzen Flyer, Aktionen und Geschichten bei FB z.B. die Leute nicht doch etwas überempfindlich machen und – und das ist der wichtige Punkt für mich – auch falsch informieren. Darum war auch mir das mit dem tödlich nach wenigen Minuten so wichtig. Manch einer schüttelt da zurecht nur den Kopf und wirft den Flyer weg, andere meinen es deswegen dann vll etwas zu gut.
 

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